Martin Grabe

Tabor beruft Martin Grabe zum Professor

Das Buch Homosexualität und christlicher Glaube: ein Beziehungsdrama gehört zu den schwächsten theologischen Büchern, die ich bisher gelesen habe. Nun wurde der Autor Martin Grabe von der Evangelischen Hochschule Tabor zum Professor für Religion und Psychotherapie berufen. 

IDEA meldet: 

Die Evangelische Hochschule Tabor in Marburg hat den Psychiater und Psychotherapeuten Martin Grabe (Oberursel bei Frankfurt am Main) zum Professor für Religion und Psychotherapie berufen. Das Hessische Ministerium für Wissenschaft und Forschung, Kunst und Kultur bestätigte die Berufung Anfang des Jahres, wie der Rektor der Hochschule, Prof. Torsten Uhlig, der Evangelischen Nachrichtenagentur IDEA mitteilte. Mit Grabe ist eine seit mehreren Jahren vakante Professur wiederbesetzt worden, so Uhlig.Grabe war Chefarzt der DGD Klinik Hohe Mark in Oberursel – einer christlichen Fachklinik für Psychiatrie, Psychotherapie, Psychosomatik und Suchtmedizin – und später deren Ärztlicher Direktor. Am 1. April 2025 ging er in den Ruhestand. Insgesamt stand er 32 Jahre im Dienst der Klinik. Seit September 2025 ist er Direktor des Marburger Instituts für Religion und Psychotherapie, das an der Hochschule Tabor angesiedelt ist.

Mehr (hinter einer Bezahlschranke): www.idea.de.

Homosexualität und christlicher Glaube

In dem Beitrag „Der Kreis schließt sich“ habe ich im Juli 2020 die Hoffnung ausgesprochen, dass demnächst Beiträge erscheinen werden, die die offensichtlichen und weniger offensichtlichen Schwachpunkte des Buches Homosexualität und christlicher Glaube: Ein Beziehungsdrama, erörtern. Tatsächlich sind inzwischen mehrere sehr hilfreiche Rezensionen erschienen. Eine Auswahl:

Die meines Erachtens förderlichste Besprechung stammt von Thomas Jeising und erschien ursprünglich in der Zeitschrift Bibel und Gemeinde (4/2020, S. 27–39). Nun ist sie auch als Rezension bei Evangelium21 veröffentlicht worden. Zum Einstieg heißt es:

Es ist beinahe unmöglich, eine gewöhnliche Buchbesprechung zu dem vorliegenden Titel1 abzuliefern. Das hat eine Reihe von Gründen, die ich darlegen werde. Es wäre vielleicht sogar ungerecht, wenn man das Werk nur wie ein Buch beurteilen würde. Denn der Leser bekommt ungefragt auf 96 Seiten eine Therapiestunde bei einem Facharzt für Psychotherapie und Psychosomatik zum Discounterpreis, allerdings wird die Krankenkasse die Kosten nicht übernehmen.

Das Werk ist also irgendwie besonders, anders lassen sich seine Wirkung und die Aufregung darum auch gar nicht deuten. Denn das Buch, das Homosexualität unter Christen als positive Lebensform qualifizieren will, enthält kein einziges neues Argument, keine neue Idee, auch fasst es nicht die jahrzehntelange Diskussion zusammen. Und nicht einmal für den Vorschlag an evangelikale und konservative Gemeinden, eine Trauhandlung für zwei Menschen gleichen Geschlechts einzuführen, die nicht nur treu und verbindlich zusammenleben wollen, sondern auch für eine gegenseitige sexuelle Befriedigung eintreten, kann es ein Copyright beanspruchen.

Na, wenn das nicht neugierig macht. Die vollständige Buchbesprechung gibt es hier: www.evangelium21.net.

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