Transgender

Geschlechtsangleichende Maßnahmen für Minderjährige auf dem Prüfstand

Wer vor Geschlechtsumwandlungen bei Jugendlichen warnt, gilt seit Jahren als verbohrt oder rückständig. Das Argument: Die Wissenschaft habe eindeutig belegt, dass Pubertätsblocker, Hormone oder das Entfernen von biologischen Geschlechtsmerkmalen der Goldstandard der medizinischen Versorgung seien. Auch die medizinische Leitlinie zur fachgerechten Behandlung von transgeschlechtlichen Kindern und Jugendlichen, die 2025 von mehreren Fachverbänden verabschiedet wurde, überlässt den Jugendlichen die Entscheidung über eine eventuelle Behandlung: „Über eine geschlechtsangleichende Hormonbehandlung sollte eine jugendliche Person nach Angaben der Leitlinie immer selbst in der Lage sein zu entscheiden, und die Eltern sollten dem zustimmen. Fachleute sollen Betroffene dabei unterstützen, eine abgewogene Entscheidung zu treffen. Für die Begleitung der Jugendlichen ist es der Leitlinie zufolge wichtig, dass diese Expertinnen und Experten mehrere Jahre Erfahrung auf dem Gebiet habe“ (aus dem dpa-Beitrag: Wie Trans-Jugendliche richtig behandelt werden sollten).

Inzwischen kommt Bewegung in die Sache – zumindest in den USA. In der NEW YORK TIMES ist am 24. Februar ein Meinungsbeitrag von Jesse Singal erschienen. Darin stellt er fest, dass die Verantwortlichen bisher nicht der Wissenschaft, sondern eigenen Vorstellungen gefolgt sind. Da jetzt ein entsprechender Fall vor Gericht gelandet ist und einer Person, die sich einer Geschlechtsumwandlung unterzogen hatte, eine Entschädigung in Höhe von 2 Millionen US-Dollar zugesprochen wurde, geraten die Verbände in Schwierigkeiten und müssen reagieren.

Hier ein Zitat. 

Amerikanische Befürworter der Gendermedizin für Jugendliche bestehen seit Jahren darauf, dass überwältigende Beweise dafür sprechen, geschlechtsdysphorischen Jugendlichen Pubertätsblocker, Hormone und, im Falle biologischer Frauen, Operationen zur Entfernung ihrer Brüste zu verabreichen.

Es spielte keine Rolle, dass die Zahl der Kinder, die in Geschlechtskliniken auftauchten, sprunghaft angestiegen war und dass sie häufiger komplexe psychische Erkrankungen hatten als diejenigen, die in den Jahren zuvor in die Kliniken gekommen waren, was die Diagnose erschwerte. Befürworter und Gesundheitsorganisationen blieben einfach hartnäckig. Wie ein Plakatwagen der LGBTQ-Interessengruppe GLAAD im Jahr 2023 verkündete: „Die Wissenschaft ist sich einig.“ Die Human Rights Campaign erklärt auf ihrer Website, dass „die Sicherheit und Wirksamkeit geschlechtsbejahender Behandlungen für transgender und nicht-binäre Jugendliche und Erwachsene eindeutig ist“. Anderswo bezeichneten diese und andere Gruppen, wie die American Civil Liberties Union, diese Behandlungen als „medizinisch notwendig“, „lebensrettend“ und „evidenzbasiert“.

Der Grund, warum diese Befürworter so starke Aussagen machen konnten, ist, dass die wichtigsten medizinischen und psychologischen Fachorganisationen des Landes seit Jahren eine ähnliche Melodie gesungen haben: „Die Wissenschaft“ sei angeblich in Dokumenten festgeschrieben, die von diesen Organisationen veröffentlicht wurden. Wie GLAAD auf seiner Website schreibt: „Alle großen medizinischen Vereinigungen unterstützen die Gesundheitsversorgung für Transgender-Personen und -Jugendliche als sicher und lebensrettend.“

In den letzten Wochen ist jedoch etwas Verwirrendes passiert: In der vermeintlichen Mauer des Konsenses sind Risse aufgetreten.

Nachdem sie 2024 Bedenken hinsichtlich der Evidenzbasis geäußert hatte, war die American Society of Plastic Surgeons am 3. Februar die erste große amerikanische Ärztevereinigung, die die Jugendgeschlechtsmedizin seit ihrer breiten Einführung öffentlich in Frage stellte. Die Organisation veröffentlichte eine neunseitige „Stellungnahme“, in der sie ihren Mitgliedern von geschlechtsbezogenen Operationen vor dem 19. Lebensjahr abriet und darauf hinwies, dass es derzeit keine validierten Methoden gebe, um festzustellen, ob sich die Geschlechtsdysphorie bei Jugendlichen ohne medizinische Behandlung auflösen werde. (Das Dokument räumte auch ein, dass ähnliche Unsicherheiten in Bezug auf Blocker und Hormone bestehen, obwohl dies für die Praxis von plastischen Chirurgen weniger direkt relevant ist.

Am nächsten Tag gab die American Medical Association, die solche Eingriffe seit langem befürwortet, bekannt, dass „in Ermangelung klarer Beweise die A.M.A. mit der A.S.P.S. übereinstimmt, dass chirurgische Eingriffe bei Minderjährigen generell bis zum Erwachsenenalter aufgeschoben werden sollten”.

Diese Erklärungen wurden wenige Tage nach dem Urteil veröffentlicht, mit dem eine Frau namens Fox Varian als erste Person einen Prozess wegen Behandlungsfehlern gewann, nachdem sie sich einer Geschlechtsumwandlung unterzogen hatte und diese später bereute. Frau Varian und ihr Anwalt argumentierten, dass ihr Psychologe und ihr plastischer Chirurg in einem Vorort von New York trotz ihrer ernsthaften psychischen Probleme und ihrer offensichtlichen Ambivalenz gegenüber ihrer Transgenderidentität versäumt hätten, sie zu schützen, indem sie mit 16 Jahren eine doppelte Mastektomie durchführten. (Viele Ärzte und Befürworter der Gendermedizin sind der Ansicht, dass die sorgfältige Prüfung oder sogar Erforschung von Behauptungen einer Transgender-Identität de facto einer Konversionstherapie gleichkommt. Die vom Gericht zugesprochene Entschädigung in Höhe von 2 Millionen Dollar wird Krankenhäusern und Kliniken, die diese Behandlungen weiterhin ohne wesentliche Sicherheitsvorkehrungen anbieten, höchstwahrscheinlich zu denken geben.

Die Wissenschaft scheint doch nicht so eindeutig zu sein, und es ist wichtig zu verstehen, was hier passiert ist. Die Haltung der linksgerichteten Amerikaner und unserer Institutionen – anzunehmen, dass eine wissenschaftliche Organisation, wenn sie eine Grundsatzerklärung zu einem brisanten Thema veröffentlicht, diese Grundsatzerklärung auch korrekt sein muss – zeugt von einem zutiefst naiven Verständnis von Wissenschaft, menschlicher Natur und Politik und deren Wechselwirkungen.

Mehr: www.nytimes.com.

VD: WH

Alter Gnostizismus in neuem Gewand?

In den letzten Jahren haben christliche Gelehrte wie Oliver O’Donovan und Nancy Pearcey die moderne Transgender-Bewegung mit der alten Häresie des Gnostizismus verglichen. In „Transsexualism and Christian Marriage“ (dt. „Transsexualität und die christliche Ehe“) schreibt O’Donovan:

Wenn ich behaupte, ein ‚wahres Geschlecht‘ zu besitzen, das mit dem Geschlecht meines Körpers kollidiert (oder mindestens in einer ungewissen Beziehung zu diesem steht), werde ich davor zurückschrecken, mich selbst als physisches und geistiges Wesen freudig anzunehmen; stattdessen suche ich Selbsterkenntnis in einer Art gnostischen Abkehr von der materiellen Schöpfung.

In Liebe deinen Körper vertritt Pearcey einen ähnlichen Standpunkt:

Junge Menschen verinnerlichen die Vorstellung, dass der physische Körper nicht Teil des authentischen Selbst ist – dass das authentische Selbst nur das autonom entscheidende Selbst ist. Das ist alter Gnostizismus in neuem Gewand.

Ob dieser Vergleich wirklich berechtigt ist, wird von Meagan Stedman in dem Aufsatz „Alter Gnostizismus in neuem Gewand?: Gnostische Anthropologie, der Transgenderismus und die Antwort Tertullians“ untersucht, der hier nachgelesen werden kann: www.evangelium21.net.

Zur Vertiefung des Themas sei auch das Buch Der Siegeszug des modernen Selbst von Carl Trueman empfohlen.

Die Folgen von Geschlechtsumwandlungen erfassen

Das amerikanische Gesundheitssystem kennt bislang keine Diagnose für Menschen, die eine Geschlechtsumwandlung bereuen oder unter Spätfolgen leiden. Der Psychiater Kurt Miceli will das jetzt ändern. DIE TAGESPOST berichtet:

Miceli schlägt … neue Codes vor: für „Geschlechtsidentitätsstörung in Remission“ (Desistenz), für die persönliche Vorgeschichte einer Detransition sowie für „posttransitionale Belastungen“. Außerdem soll die bisherige Sammelkategorie „persönliche Vorgeschichte der Geschlechtsangleichung“ aufgespalten werden – getrennt nach chirurgischen und hormonellen Eingriffen. Ergänzt werden soll ein eigener Code für rein soziale Schritte, etwa Namensänderung oder Brustbinden, die ebenfalls gesundheitliche Folgen haben können. Ziel sei nicht, bestimmte Therapien zu bewerten, sondern die Realität sichtbar zu machen: „Wer nicht kodiert werden kann, existiert für das Gesundheitssystem nicht – und bekommt schlechtere Versorgung“, so Miceli.

In einem Interview mit dem „Washington Examiner“ erklärt der Psychiater, dies sei das erste Mal, dass die CDC die Aufnahme von Codes speziell für Detransitioner in Betracht gezogen habe. „Wir können uns glücklich schätzen, dass wir es sozusagen durch die Bürokratie gebracht haben, und wir freuen uns sehr über die Gelegenheit, dies präsentieren zu dürfen“, so Miceli. Der Psychiater betont, dass eine Remission von Geschlechtsdysphorie nicht automatisch alle Folgen einer Transition aufhebt. Viele Betroffene hätten weiterhin mit medizinischen oder psychischen Belastungen zu kämpfen. Die neuen Klassifikationscodes könnten es ermöglichen, solche Spätfolgen systematisch zu erfassen, Forschung zu verbessern und Patienten eine passgenauere Nachsorge zu bieten. 

„Do No Harm“ kritisiert seit Jahren medizinische Eingriffe bei Minderjährigen und verweist auf internationale Neubewertungen: Großbritannien, Schweden und Finnland haben ihre Leitlinien inzwischen verschärft. Miceli warnte jüngst auf Instagram: „Kinder mit Geschlechtsdysphorie verdienen eine evidenzbasierte, hochwertige Versorgung und keine irreversiblen, experimentellen Eingriffe, die auf Ideologie beruhen.“ Darüber hinaus kritisiert Miceli, dass US-Fachgesellschaften die Standards des Weltverbandes für Transgender-Gesundheit (WPATH) übernommen haben, der aus seiner Sicht Schutzmechanismen geschwächt habe. Stattdessen fordert er sorgfältige psychiatrische Abklärungen, solide Daten und eine offene Debatte. Parallel engagiert er sich gegen Programme nach der Logik von „Diversity, Equity, Inclusion“ (DEI), die seiner Ansicht nach Leistungsprinzipien und fachliche Diskussionen verdrängen.

Mehr: www.die-tagespost.de.

Faika El-Nagashi: Die intellektuelle Faulheit der Progressiven

Auch weil sie das Mantra „Transfrauen sind Frauen“ ablehnt, hat die Feministin Faika El-Nagashi in ihrem linken Umfeld einen „Rufmord“ erlebt. Die kürzlich aus den österreichischen Grünen ausgetretene Politikerin attestiert den Aktivisten des Queer-Feminismus einen inhaltsarmen Dogmatismus.

Im Interview sagt sie:

Die Grünen haben zunehmend eine dogmatische Haltung eingenommen. Früher waren sie dafür bekannt – sogar verrufen – mit vielen Stimmen im Austausch zu stehen und sich auch untereinander öffentlich zu widersprechen. Das ist verloren gegangen.

Besonders sehe ich das beim Gender-Thema. Wenn ich mich wie die Grünen auf eine einzelne feministische Strömung – den Queer-Feminismus – fixiere, führe ich keine echte Auseinandersetzung mehr. Themen wie Prostitution, Migration, Frauenhandel, Armut, soziale Benachteiligung oder alleinerziehende Mütter werden schlicht nicht beachtet. Es geht nur noch um eine symbolische Ebene, keine lebensnahe.

Ich werfe den progressiven Parteien vor, dass sie zu einer intellektuellen Faulheit übergegangen sind. Sie begnügen sich mit Stehsätzen, die für einen Influencer-Feminismus auf TikTok ausreichen, aber nicht, um eigene Positionen zu entwickeln. Eine lebensnahe feministische Auseinandersetzung ist viel härter und voller Widersprüche. Für mich sind Frauenrechte kein Nebenschauplatz – aber dazu werden sie, wenn man sich vor dieser Form von Auseinandersetzung scheut.

Mehr (hinter einer Bezahlschranke): www.welt.de.

Zur Debatte um Geschlechtsdysphorie

Alexander Korte klärt über Mythen in der Trans-Debatte auf und kritisiert eine affirmative Wunscherfüllungsmedizin (vgl. Das Geschlecht als Gefühl). Lange Zeit war er mit dieser Position allein, doch inzwischen hat ein Umschwung eingesetzt.

Zitat aus einem Artikel von Thomas Thiel:

In den zurückliegenden Jahren ist die Meinung, ein Mensch könne kraft seiner Worte von einem Geschlecht zum anderen wechseln, in manchen Ländern zum Gesetz geworden, ja fast zu einer Art Glaubensbekenntnis, gegen das nur gegen Entrichtung hoher Strafgelder verstoßen werden kann. Wer den Glauben nicht teilte, wurde von Aktivisten mit Hass verfolgt. So kam es, dass sich manche Feministin, die lange gegen patri archale Rollenbilder gekämpft hatte, plötzlich als Rechtsradikale gebrandmarkt sah und dass wissenschaftliche Differenzierung in einer besonders bei Kindern und Jugendlichen entscheidenden Frage verloren ging: Ist der Wunsch nach einem anderen Geschlecht dauerhaft oder vorübergehend?

Diese Frage stellt sich immer drängender angesichts eines sprunghaften Anstiegs von Minderjährigen, die sich in ihrem Körper unwohl fühlen. Einer der Ersten, die in Deutschland auf diese Entwicklung hinwiesen, ist der Kinder- und Jugendpsychiater Alexander Korte. Weil davon anders als früher besonders Mädchen betroffen sind, vermutete er, dass der Anstieg auch kulturelle Gründe habe wie digitalen Narzissmus, medi zinisch-technisches Machbarkeitsdenken, ökonomische Verfügbarkeitsdoktrinen oder Kulturtheorien, die das Flüs sige und Hybride feiern. Korte, der seine Position jetzt in einem Buch zusammengefasst hat, sieht dagegen vor allem Sehn sucht nach Festem und Rigiden, die Rückkehr zu fixen Geschlechtern unter neuen, identitären Vorzeichen.

In medizinischer Hinsicht gilt seine Kritik dem transaffirmativen Ansatz, nach dem der Wunsch des Kindes nicht hinterfragt werden darf. Im Hintergrund steht die Annahme, es gebe ein dem Körper widersprechendes wahres Geschlecht, dessen physisches Subs trat nur noch nicht gefunden sei. Die kindliche Entwicklung wird nicht als offener Prozess begriffen, der je nach Sozialisation verschiedene Ausgänge nehmen kann, bemängelt Korte, sondern als determiniertes Programm, das notfalls mit Medikamenten und Operation zu vollenden sei. Der transaffirmative Ansatz bringt Ärzte in Verlegenheit, denn er hält sie dazu an, gegen das ethische Prinzip der Schadensvermeidung zu verstoßen, wenn sie der Meinung sind, dass der kindliche oder jugendliche Patient die Folgen seines Wunsches nicht überblicken kann.

Mehr (hinter einer Bezahlschranke): www.faz.net.

England & Schottand: Keine Transgender mehr im Frauenfußball

Nach dem jüngsten Urteil des Obersten Gerichtshofs zur Definition des Begriffs „Frau“ werden Frauen in England und Schottland nicht mehr gezwungen sein, gegen Männer zu spielen, die sich als weiblich identifizieren. Der englische Fußballverband kündigte an, dass ab dem 1. Juni nur noch biologische Frauen in Frauenspielen eingesetzt werden dürfen. In Schottland soll mit Beginn der Saison 2025/26 eine neue Regelung für Wettbewerbsspiele eingeführt werden. Derzeit können Männer in beiden Ländern auf Einzelfallbasis, d.h. nach Senkung des Testosteronspiegels, im Frauenfußball mitspielen.

Eine gute Entscheidung! Hoffen wir, dass sie standhält, auch wenn eine ehemalige transsexuelle Richterin plant, beim Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) in Berufung zu gehen.

Mehr hier und hier.

England: Nur biologische Frauen sind Frauen

Wer ist eine Frau im Sinne des Gleichstellungsgesetzes? Diese Frage hat jetzt der Oberste Gerichtshof Großbritanniens entschieden. Die Antwort gefällt Gruppen wie Amnesty International überhaupt nicht. Die Autorin J.K. Rowling, die die Kläger auch finanziell unterstützt hatte, begrüßte hingegen das Urteil. Es ist ein Sieg des gesunden Menschenverstandes. 

DIE WELT berichtet: 

Wenn es um die Gleichstellung zwischen Männern und Frauen geht, zählt in Großbritannien das biologische und nicht das soziale Geschlecht. Das hat das oberste Gericht des Landes entschieden.

Wie die Richter des Supreme Courts in London einstimmig feststellten, zielt das britische Gleichstellungsgesetz (2010 Equalities Act) in erster Linie auf den Schutz biologischer Frauen. Das bedeute jedoch nicht, dass Transfrauen nicht auch indirekt davon profitierten, betonte der Vorsitzende Richter Patrick Hodge.

„Die Definition von Geschlecht im Gleichstellungsgesetz von 2010 stellt klar, dass das Konzept von Geschlecht binär ist, eine Person ist entweder eine Frau oder ein Mann“, hieß es in dem Urteil. Regelungen zum Schutz von Frauen schließen demnach per Definition Männer aus.

Mehr: www.welt.de.

Transbewegung – eine Neoreligion

Schon mehrfach habe ich im TheoBlog über die die Biologin Marie-Luise Vollbrecht berichtet, die sich mutig zur Zweigeschlechtligkeit bekennt und dafür von Trans-Aktivisten angefeindet wird (vgl. hier, hier u. hier). 

Jasmin Kosubek hat jüngst ein längeres Gespräch mit Frau Vollbrecht über das Geschlecht, das Selbstbestimmungsgesetz und die Trans-Lobby geführt. Dabei wird übrigens deutlich, dass sie mal mit dem „New Atheism“ sympathiert hat. Wie auch immer: Wer mehr über die Transbewegung und ihre Einflussnahmen in Deutschland wissen möchte, wird bei diesem klugen Austausch fündig (besonders ab Minute 18:00):

 

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Gesunder Menschenverstand bei Transgender-Themen

Die eher links orientierte NEW YORK TIMES erwähnt in einem überraschend ausgewogenen Artikel von Pamela Paul zum Thema „Transgender“ die zunehmende Skepis in vielen europäischen Ländern bezüglich Geschlechtsangleichung:

In den letzten Jahren wurden die Konzepte der Geschlechtsidentität und der Möglichkeit, im falschen Körper geboren zu sein, bereits in der Grundschule eingeführt. Eine Umfrage der Washington Post ergab jedoch, dass 77 Prozent der Amerikaner nicht wollen, dass Lehrer diese Ideen im Kindergarten bis zur dritten Klasse besprechen, und mehr als die Hälfte sind dagegen, dass über Transidentität sogar in der Mittelschule gesprochen wird.

Das Parteiprogramm der Demokraten enthält ein Versprechen, sich für eine geschlechtsangleichende Betreuung von Minderjährigen einzusetzen. Für Menschen, die sich mit dem Thema nicht auskennen, mag dies wie eine Therapie klingen, damit sich Kinder in ihrem Körper wohlfühlen; in der Praxis bedeutet dies in der Regel, dass Kindern erlaubt wird, einen neuen Namen und neue Pronomen anzunehmen, und in vielen Fällen wird ihnen ermöglicht, ihren Körper so zu verändern, dass er dem des anderen Geschlechts ähnelt. Dieser Prozess kann pubertätshemmende Medikamente, geschlechtsübergreifende Hormone und in einigen Fällen auch Operationen umfassen. Mehr als 14.000 amerikanische Kinder wurden zwischen 2019 und 2023 geschlechtsspezifischen medizinischen Eingriffen unterzogen.

Während sich ein Großteil Europas vom Modell der Geschlechtsangleichung zurückgezogen hat, gibt es Hinweise darauf, dass die Befürworter dieses Ansatzes in den Vereinigten Staaten die Wissenschaft von der Politik beeinflussen lassen.

Mehr: www.nytimes.com.

VD: WH

The Philosophical Roots of Gender Ideology

Das Interview zum Thema „The Philosophical Roots of Gender Ideology“ mit Prof. Doug Groothius empfehle ich gern (leider nur in englischer Sprache): 

 

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