Schönere Bücher
Die Buchmesse steht an. Es steht gut um die gesellschaftliche Rolle der Literatur, doch schlecht ums Buchgeschäft: Das Buch hat sich vom Leitmedium zum Liebhaberobjekt gewandelt. Anderas Platthaus meint, dass die Bücher schöner werden müssen, damit sie nicht vollends durch eBooks ersetzt werden:
Doch was verlieren wir dabei? Das Buch als Objekt. Das ist nicht immer ein Verlust – man denke nur an die kiloschweren Ausstellungskataloge. Deren Todesglöckchen läutet schon: Die Museen werden alsbald ihre aufwendigen Publikationen als Dateien verkaufen; man spart Gewicht, und Farbintensität wie Leuchtkraft auf den modernen Tablet-Bildschirmen sind so gut, wie man es seit seligen Diapositiv-Zeiten nicht mehr gesehen hat. Aber auch auf dem Feld der klassischen Literatur – Belletristik und Sachbücher – wird das Buch Bestand haben, wenn sich die Verlage wieder darauf besinnen, was Ausstattung, Haptik, Verarbeitung bedeuten. Ja, das Buch ist ein Liebhaberobjekt. Und zwar eines, bei dem man nicht so einfach fremdgehen kann; es sei denn, man vergibt alle handwerklichen Vorteile und sieht nur noch den Text. Das ist bei vielen druckkostenbezuschussten Dissertationen der Fall, aber wer will solche Bücher schon lesen? Kurt Tucholsky würde heute nicht mehr fordern: „Macht unsere Bücher billiger!“, sondern: „Macht unsere Bücher schöner!“
Ich selbst habe inzwischen auch einen Kindle und bin dankbar dafür, besonders während der Reisen. Auf echte Bücher möchte ich trotzdem nicht verzichten.
Hier der Kommentar von Anderas Platthaus: www.faz.net.
Den Geistlichen Niedergang beschreibt der englische Prediger Octavius Winslow (1808–1878) als Schwinden des geistlichen Lebens und der Gnade im Leben eines Gläubigen. Geistliche Regression beginnt latent und oft unbemerkt. Winslow möchte Christen mit seinem Buch Geistlicher Niedergang dabei helfen, Nachlässigkeiten rechtzeitig zu erkennen. Ein typisches Kennzeichen für die Schwächung der geistlichen Kraft ist für ihn ein entschwundenes Gebetsleben (S. 103–104):
Os Guisnness diagnostiziert in seinem neuen Buch
Tomas van Houtryve liefert in dem Bildband
Oft laufen die Evangelikalen anderen hinterher und sind dabei spät dran. Einige der Anliegen, die sie gegenwärtig auf ihre Agenda setzen, wurden beispielsweise schon vor 40 Jahren von Jürgen Moltmann formuliert (Moltmann wiederum erhielt zahlreiche Impulse von der Frankfurter Schule und dem Neomarxisten Ernst Bloch).
Eine gute Nachricht für Leseratten: Wer sich beim Online-Buchhändler „GenialeBuecher“ anmeldet und den Rabattcode THEOBLOG-B7P-JQE-1QY-IQB eingibt, erhält einen Preisnachlass von 25 Prozent. Der Code muss beim Kauf im Warenkorb eingelöst werden. Der Gutschein gilt vom 20. September 2012 an 30 Tage für jeden Nutzer zweimalig. Bei „GenialeBuecher“ gibt es 500 verschiedene Titel ausgesuchter christlicher Literatur.
Die deutsche Ausgabe des Buches Vivre dans un Monde créé ist endlich erschienen. Ich danke allen, die zum Gelingen von Als Mensch in Gottes Welt beitragen haben: der Übersetzerin Silke Denker, Johannes, Beate, Bettina und natürlich der Autorin Lydia Jaeger.
Der Philosoph Thomas Nagel (New York) hat Alvin Plantingas neustes Buch Where the Conflict Really Lies: Science, Religion, and Naturalism gelesen: