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Informationstechnologie

Kindle nun auch nach Deutschland

kindl_faz.jpgDer Online-Händler Amazon wird sein »Kindle«-Lesegerät für elektronische Bücher nach der Frankfurter Buchmesse auch außerhalb der Vereinigten Staaten anbieten. »Kindle kann nun auch in Deutschland und in über 100 Ländern in aller Welt gekauft werden«, sagte Amazon-Chef Jeff Bezos.

Das E-Book-Angebot von Amazon umfasst derzeit nur englischsprachige Titel und keine deutschsprachigen elektronischen Bücher. Allerdings kann die digitale Ausgabe der FAZ für das Lesegerät erworben werden.

Bei der ZEIT hat jemand einen Selbstversuch mit dem Lesegerät gemacht:  www.zeit.de.

Neil Postman: Neue Technologien und die Gesellschaft

Wenn die Politik dem Showbusiness gleicht, dann kommt es nicht darauf an, überragende Leistungen, Klarheit und Redlichkeit anzustreben, sondern darauf, den Eindruck zu erwecken, man täte es – und das ist etwas ganz anderes. Was dieses ganz andere ist, läßt sich mit einem Wort sagen: Reklame.

Neil Postman (1931–2003), von dem dieses Zitat stammt, lehrte viele Jahre Medienökologie an der New York University in Manhattan. In Büchern wie Wir amüsieren uns zu Tode (das Buch stimulierte die Platte Amused to Death von Roger Waters) oder Die zweite Aufklärung thematisierte er die Transformationen, welche digitale Technologien in den modernen Gesellschaften erzwingen. Der Humanist Postman warnte eindrücklich vor der Entertainisierung der Politik und der Religion. Zur Computertechnologie pflegte er zu sagen: »Ich benutze eine Technologie, wenn ich mir einen Vorteil darin sehe. Ich weigere mich, mich von ihr benutzen zu lassen.«

Tony Reinke hat Videomitschnitte eines Vortrags verlinkt, den Neil Postman 1998 in Grand Rapis (U.S.A.) gehalten hat: spurgeon.wordpress.com.

VD: JT

Snow Leopard im Test

51bK4-7uz8L._SL160_.jpgzdnet.de hat das neue Apple-Betriebssystem einem Test unterzogen. Fazit:

Alles in Allem hinterlässt Mac OS X 10.6 Snow Leopard einen überzeugenden Eindruck. Die an der Bedienoberfläche vorgenommenen Erweiterungen wie Dock Exposé, navigierbare Stapel und kleinere Veränderungen wie der Datumsanzeige in der Menüleiste und das Ablegen von Fenstern im Dock-Programmsymbol sind gelungen und stellen gegenüber Leopard insgesamt eine klare Verbesserung dar.

Besonders hervorzuheben ist auch die neue Vorschaufunktion des Finders. Ohne dass die Quicklook-Funktion benötigt wird, lassen sich Dokumente und Medien direkt vom Finder aus betrachten. Die Performance des neuen Betriebssystem kann sich bis auf den Ausreißer im Xbench-OpenGL-Test ebenfalls sehen lassen. MP3 kodiert iTunes unter Snow Leopard deutlich flotter als unter Mac OS X 10.6. Das neue Quicktime X arbeitet ebenfalls schneller als der Vorgänger unter OS X 10.5.

Das Upgrade von Leopard auf Leopard Snow (nur für Intel-Prozessoren) ist bei Amazon für 27,95 Euro erhältlich: www.amazon.de.

Hier geht es zum Testbericht: www.zdnet.de.

WiBiLex.de wurde erweitert

Das wissenschaftliche Bibellexikon WiBiLex wurde erweitert. Mit über 150 neuen Artikeln hat das Internetlexikon nun einen Gesamtumfang von mehr als 750 Artikeln erreicht. Neue Einträge gibt es z.B. zu den Stichwörtern David, Elia, Mischna, Sumer oder Pseudepigraphen. Auch erste Artikel zum Neuen Testament wurden aufgenommen.

Hier geht es zum Lexikon: www.wibilex.de.

Die Mars Hill Church veröffentlicht iPhone App

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Man muss seine derbe Sprache nicht mögen (und über Lobpreismusik lässt sich eh gut streiten). Aber die Predigten von Mark Driscoll und seinen Mitarbeitern und Freunden sind oft kraftvoll und klar.

Jetzt hat die Mars Hill Church eine kleine Anwendung für das iPhone (iPod Touch) herausgeben. Das kostenlose Programm, das Zugriff auf die Mediadatenbank der Mars Hill Church gewährt, ist im iTunes Store über das Stichwort »Mars Hill Church« schnell gefunden. Die Installation ist wie gewohnt einfach. Auf meinem iPod Touch läuft es wunderbar.

Hier mehr Informationen: blog.marshillchurch.org.

Was Kinder im Netz suchen

Der Heise-Newsdienst informiert darüber, was Kinder in den U.S.A. im Internet so suchen:

Nach Zahlen des Sicherheitsdienstleisters Symantec, der rund 3,5 Millionen Suchanfragen ausgewertet hat, die zwischen Februar und Juni in den USA über das Kinderschutz-System OnlineFamily.Norton getätigt wurden, wollen die Kids nicht nur zu YouTube (häufigster Suchbegriff), Google (Platz 2) und Facebook (Platz 3), sondern auch mehr über Sex wissen. Laut Symantec schaffte es dieser Begriff auf den vierten Platz einer Liste mit den 100 häufigsten Kinder-Suchanfragen.

Doch damit längst nicht genug: Schon auf Platz 6 folgt mit »Porn« der nächste Suchbegriff, der Eltern in Erklärungsnöte bringen könnte – noch weit vor eigentlich erwarteten Begriffen wie »Club Penguin« (beliebtes Onlinespiel für Kinder, Platz 22) oder »Webkinz«-Spielzeug des kanadischen Unternehmens Ganz (Platz 16).

Hier die vollständige Meldung: www.heise.de.

9.4 Points for Accordance

accord4.pngRubén Gómez hat eine Rezension zur aktuellen Version der Bibelsoftware Accordance geschrieben. Erstaunlich, das eine gute Software noch so viel besser werden kann. Das Urteil von Gómez fällt eindeutig aus:

Accordance Bible Software is an incredibly powerful and easy to use program, sporting a very Mac-like user interface and a rather gentle learning curve. It has been designed as a central hub for Bible study (following the study Bible metaphor) and, although it certainly excels as an scholarly tool, it is perfectly suited for general purpose Bible study.

In my opinion, it remains the best overall Bible software product available on any platform. Other packages may offer certain features not yet available in Accordance, or more modules, but all in all, lack the power, elegance and ease of use found in this program. For anyone serious about studying the biblical texts and related works, Accordance is a must-have.

Hier die Rezension: www.bsreview.org.

Merkwürdige Online-Filtersysteme zum Jugendschutz

Nicht nur die Nachrichtenportale von idea, factum oder dem Islaminstitut wurden durch die Filtersoftware JusProg gefiltert oder als jugendgefährend eingestuft, auch die Seiten der taz oder des Chaos Computer Clubs landeteten auf der Negativliste.

Die Bundesregierung selbst leistet zwar keine Unterstützung für den Verein JusProg, der ein neues Verfahren zur Gewährleistung des Jugendschutzes in Telemedien anbietet. Der Verein verwende allerdings in seiner Software ein Modul der Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Schriften, das die Filterung von Onlineangeboten, die von der Bundesprüfstelle indiziert wurden, ermöglicht, schreibt die Bundesregierung in ihrer Antwort (16/13744) auf eine Kleine Anfrage der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen (16/13342).

2005 habe die Kommission für Jugendmedienschutz einen Modellversuch für das System von JusProg zugelassen, »um in einer Kombination aus Filtersoftware mit redaktionell gepflegten Black- and Whitelists‘ ein neues Verfahren zur Gewährleistung des Jugendschutzes zu erproben«, schreibt die Bundesregierung. In einem Prüflabor der Kommission für Jugendmedienschutz würden verschiedene Systeme auf ihre Fehlerquoten getestet. Bisher habe keines der getesteten Systeme eine akzeptable Wirksamkeit gehabt. Zu viele zulässige Inhalte würden blockiert und zu viele ungeeignete Angebote würden durchgelassen, heißt es in der Antwort.

Nun denn.

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