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Informationstechnologie

Merkwürdige Online-Filtersysteme zum Jugendschutz

Nicht nur die Nachrichtenportale von idea, factum oder dem Islaminstitut wurden durch die Filtersoftware JusProg gefiltert oder als jugendgefährend eingestuft, auch die Seiten der taz oder des Chaos Computer Clubs landeteten auf der Negativliste.

Die Bundesregierung selbst leistet zwar keine Unterstützung für den Verein JusProg, der ein neues Verfahren zur Gewährleistung des Jugendschutzes in Telemedien anbietet. Der Verein verwende allerdings in seiner Software ein Modul der Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Schriften, das die Filterung von Onlineangeboten, die von der Bundesprüfstelle indiziert wurden, ermöglicht, schreibt die Bundesregierung in ihrer Antwort (16/13744) auf eine Kleine Anfrage der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen (16/13342).

2005 habe die Kommission für Jugendmedienschutz einen Modellversuch für das System von JusProg zugelassen, »um in einer Kombination aus Filtersoftware mit redaktionell gepflegten Black- and Whitelists‘ ein neues Verfahren zur Gewährleistung des Jugendschutzes zu erproben«, schreibt die Bundesregierung. In einem Prüflabor der Kommission für Jugendmedienschutz würden verschiedene Systeme auf ihre Fehlerquoten getestet. Bisher habe keines der getesteten Systeme eine akzeptable Wirksamkeit gehabt. Zu viele zulässige Inhalte würden blockiert und zu viele ungeeignete Angebote würden durchgelassen, heißt es in der Antwort.

Nun denn.

Die Zukunft des Internets

180px-Vinton_Cerf_in_Lisbon-20070325.jpgVinton G. Cerf, früher Chefentwickler des IP-Internetprotokolls und damit »Vater des Internets«, äußert sich in einem FAZ-Interview über das Internet von morgen und die zunehmende Zensur:

Das ist ein heikles Thema, wenn Zensur als politische Waffe eingesetzt wird. Damit werden demokratische Prinzipien unterlaufen wie etwa die Redefreiheit. Der Fokus von Gesetzesinitiativen sollte auf den Kriminellen selbst liegen und nicht auf der Infrastruktur der Provider.

Hier das vollständige Interview dem jetzigen Google-Berater: www.faz.net.

Watch Your Web

Watch your web ist eine Initiative des Projekts Jugend online der Fachstelle für Internationale Jugendarbeit der Bundesrepublik Deutschland e.V. (IJAB) und wird durch das Bundesverbraucherschutzministerium sowie durch das Bundesfamilienministerium gefördert. Ziel ist es, den kreativen und kritischen Umgang junger Menschen mit Internet, Multimedia und mobilen Medien zu fördern. Vermittelt werden soll, dass im Internet nichts privat bleibt. »Wer im Internet jemandem ein Geheimnis anvertraut, kann es gleich ans Schwarze Brett der Schule hängen«, sagte Bundesverbraucherschutzministerin Ilse Aigner. Dies gilt auch für diffamierende Bilder oder Äußerungen über andere bis hin zu Cyber Mobbing.

Gerd Hoofe, Staatssekretär im Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, sagt dazu:

Viele Jugendliche nutzen begeistert die Möglichkeiten des Internets. Sie sind in Chats und Blogs aktiv, stellen Filme und Fotos von sich ins Netz. Die Wenigsten sind sich des Risikos bewusst, das sie dabei eingehen. Denn persönliche Daten, die einmal im Netz stehen, verbreiten sich blitzschnell und sind kaum mehr zurückzuholen. Die Initiative watch your web sensibilisiert spielerisch für die Gefahren und zeigt, wie man klug mit persönlichen Daten im Netz umgeht …

Hier geht es zur Website: www.watchyourweb.de.

Accordance Podcasts

lamp.pngDie Firma OakTree Software hat mit der Veröffentlichung von Podcasts begonnen, die frei über den iTunes-Store abonniert werden können. Neben einem Werbevideo, das die Grundfunktionen der Bibel-Software vorstellt, gibt es bisher zwei Lektionen über die Nutzung der mächtigen Suchfunktionen. Die »Lighting the Lamp«-Podcasts lassen sich auf einem iPhone oder iPod touch hervorragend studieren.

Hier der Link zum Shop: itunes.apple.com.

Ego online ergo sum I

Nicht nur die Konjunktur betreffend werden wir Nachrichten-Konsumenten heute mit einem großen Kuddelmuddel konfrontiert. (Aussicht auf Besserung und die totale Krise können einem Surfer gelegentlich zeitgleich auf einem Informations-Portal begegnen und lösen dann irgendwie Ratlosigkeit aus.) Kuddelmuddel lässt sich auch bei den berufenen ›Netzkritikern‹ finden. Peter Neitzsch geht für SPIEGEL-Online der Frage nach, ob Facebook dumm macht und zieht dafür eine neue Studien der Ohio State University heran.

»Es gibt eine signifikante Beziehung zwischen der Verwendung von Facebook und schwachen Noten«, sagt Aryn Karpinski, Autorin der Studie. Vor allem Undergraduates, also jüngere Studenten, zählten zu den Mitgliedern bei Facebook. Doch auch bei Studenten in höheren Semestern macht sich der Effekt bemerkbar: Die Netzwerker unter ihnen haben ebenfalls die schlechteren Noten, fanden Karpinski und ihr Kollege Adam Duberstein von der Ohio Dominican University heraus.

Andrew Keen, der Antichrist des Web 2.0 und Autor von Die Stunde der Stümper, sieht dagegen bessere Zeiten auf uns zukommen und spricht im SPIEGEL-Online-Interview über Talent-Marketing im Web 3.0 und die Vorzüge des Microbloggings.

Seit dem Erscheinen meines Buches hat die Blogosphäre an Bedeutung verloren, während neue Dienste wie Twitter die alte Hierarchie der Experten stützen. Dieses Phänomen könnte man Web 3.0 nennen. Jedenfalls bin ich zuversichtlicher gestimmt als vor zwei Jahren.

Wie auch immer: Wir sollten nicht zulassen, dass die sozialen Netzwerke der digitalen Welt unser Leben lenken oder ›face to face‹-Begegnungen ersetzen.

Spotlight lernt Bibelverse

SnowLeopardSpotlight.pngDie neue Version des Apple Betriebssystems (Snow Leopard), die noch für diese Jahr angekündigt wurde und vor allem Performance-Steigerungen verspricht, wird voraussichtlich eine ›aufgebohrte Spotlight Engine‹ enthalten.

Für Bibelleser erfreulich: Das neue Spotlight soll auch Bibelverse erkennen und auf attraktive Weise darstellen (siehe das Screenshot von Joe Weaks). So wäre ein schneller Zugriff auf Bibeltexte möglich, ohne dafür Bibelsoftware oder Widgets öffnen zu müssen.

Mehr Infos beim The Macintosh Biblioblog.

»Es ist ein düsteres Reich«

Kanadische Wissenschaftler haben ein riesiges Spionagenetz entdeckt, das Computer in aller Welt überwacht. Betroffen sind einem Bericht der New York Times zufolge auch Botschaften, Außenministerien und andere staatliche Behörden sowie die Büros des Dalai Lama in Indien, Brüssel, London und New York.

Die noch laufende Operation, von den Forschern »GhostNet« (Geisternetz) genannt, hat in weniger als zwei Jahren mindestens 1295 Computer in 103 Ländern infiltriert. Das System wird fast ausschließlich von Rechnern in China kontrolliert, eine Verstrickung der chinesischen Regierung ließ sich jedoch nicht nachweisen, berichtete die Zeitung am Sonntag. Wie bei »Big Brother« können die Spione mit ihrer Software auf den infizierten Computern auch die Kamera und Tonaufnahme anschalten und so den betreffenden Raum überwachen. Ob diese Funktion genutzt wurde, wissen die Forscher nicht.

Also, ab und an den Strom abstellen.

Hier der Bericht der FAZ: www.faz.net.

Accordance druckt drei Spalten

Lk10.21.jpgErfreulicherweise kann Accordance 8.2 auch drei Spalten drucken. Für Predigtvorbereitungen und umfangreiche Exegesen kann man sich auf diese Weise sehr übersichtliche Tabellen erstellen.

Auch textkritische Anmerkungen und sonstige Werkzeuge oder Kommentare können beim Ausdruck berücksichtigt werden.

Siehe dieses Beispiel: Lk10.21.pdf.

Accordance 8.2 ist da

Acc8.2.pngDie Bibelsoftware Accordance 8.2 wurde freigegeben. Für deutschsprachige Nutzer dürfte die implementierte deutsche Lokalisierung besonders interessant sein.

Die Benutzeroberfläche wurde vollständig übersetzt. Die Hilfe ist nach wie vor Englisch.

Hier gibt es die Möglichkeit zum Download: www.accordance.com.

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