Codex Sinaiticus im Internet
Einige Teile des Codex Sinaiticus können ab Donnerstag, den 24. Juli 2008 im Internet eingesehen werden. Bis zum Sommer 2009 sollen alle Seiten des etwa 1600 Jahre alten Codex abrufbar sein. Die Manuskriptfotos werden den vollständigen Majuskeltext sowie die über die Jahrhunderte vorgenommene Korrekturen enthalten.
Der Codex Sinaiticus ist ein ägyptisches Bibelmanuskript aus dem 4. Jahrhundert und enthält große Teile des ersten Testamentes sowie das vollständige Neue Testament. Der Codex wurde am 7. Februar 1859 von Konstantin von Tischendorf im Katharinenkloster am Berg Sinai (Ägypten) geborgen (erste Teile entdeckte er bereits 1844), als er im Auftrag des russischen Zaren Alexander II. nach alten Handschriften suchte. Die sowjetische Regierung verkaufte 1933 den Codex für 100.000 Pfund nach England.
Im textkritischen Apparat des Nestle Aland wird der Codex Sinaiticus mit einem א (Aleph) bezeichnet.
Hier die Internetseite, die allerdings erst am 24. Juli freigeschaltet wird: www.codex-sinaiticus.net.

Vergleicht man die Weltreligionen, in denen ein einziges Buch als Gottes Wort eine zentrale Rolle spielt – nämlich den Islam auf der einen und Christentum und Judentum auf der anderen Seite – zeigt sich, dass das Verständnis der sprachlichen Offenbarung in diesen Buchreligionen unterschiedlicher kaum sein könnte. Thomas Schirrmacher hat die Bibel mit dem Koran verglichen und dabei Überraschendes festgestellt. Das Arbeitsergebnis kann in Form einer Tabelle hier herunter geladen werden: 