Das diesjährige Thema der Eckstein-Konferenz in der Arche in Hamburg lautet „Leben aus Gottes Wort“. Es geht dabei um die Frage, welche Rolle die Bibel in unserem Leben spielt. Soll sie es nur religiös verzieren, uns schöne Worte aus den „Losungen“ zusprechen und ein paar gute Tipps für den Alltag geben? Oder durchdringt ihre zusammenhängende Botschaft auch die Tiefen unserer gesamten Existenz?
Ohne die Heilige Schrift können wir weder unser Heil noch Gottes Willen erkennen, und ohne sie gibt es auch kein geistliches Leben. Weil sie sich selber auslegt, ist sie klar und deutlich und nicht missverständlich. Alle ihre Worte sind Gottes Worte, weshalb Ungehorsam gegen ein Wort der Bibel zugleich Ungehorsam gegen Gott selber ist. In ihr haben wir alles, was dem Leben und dem Glauben dient. Sich mit ihr zu sättigen und täglich aus ihr zu leben, bedeutet Kraft, Substanz und geistliche Gesundheit. Und das wünschen wir allen Konferenzteilnehmern.
Redner auf der Konferenz sind Conrad Mbewe, und die Arche-Pastoren Christian Wegert und Wolfgang Wegert.
Die Konferenz findet vom 28.-30. September in der Arche-Gemeinde statt. Hier gehts zur Konferenzseite mit einer Möglichkeit zur Anmeldung: ecksteinkonferenz.de.
Das Netzwerk Evangelium21 hat eine neue Internetseite. Die Technologie im Hintergrund erlaubt es, komplexe Datenbanken mit verschiedenen Registern aufzubauen. Wir planen, auf diese Weise viele weitere evangeliumszentrierte Ressourcen zugänglich zu machen. Das alles funktioniert nun mit enormer Verarbeitungsgeschwindigkeit. Vielen Dank an Rene, Jens, Julia, Patrick und die anderen für ihren Einsatz!
Samuel aus München hat es geschafft, die einfachen Videomitschnitte der E21-Konferenz 2012 zu überarbeiten. Jetzt passen Bild und Ton zusammen und die Vorträge von John Piper und D.A. Carson können online gehen. Vielen Dank Samuel!
Der Vortrag „Entfache die Gnadengabe“ von John Piper ist schon unter den E21-Ressourcen zu finden. Diese eindrucksvolle Auslegung von 2Tim 1,1-12 war der Abschlussvortrag der Konferenz. Übersetzt wurde Piper von Christian Wegert.
Anlässlich der Vorbereitungen für die 3. E21-Konferenz im April 2013 habe ich mich mit Christian Wegert, Pastor der Arche-Gemeinde, unterhalten. Hier ein Auszug:
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„Ich freu mich auf die E21-Konferenz“ Interview mit Pastor Christian Wegert
Pastor Christian Wegert
Christian, Du bist Pastor der Arche-Gemeinde in Hamburg und hast viel zu tun. Freust Du Dich trotzdem auf die E21-Konferenz im April?
Ja, absolut! Die beiden bisherigen Konferenzen waren für mich und unsere Gemeinde eine sehr große Ermutigung. Wir leben in Zeiten allgemeiner Beliebigkeit. Niemand möchte sich festlegen, sondern offen sein für alles. Aus dem Pool der sogenannten religiösen Vielfalt zimmert sich jeder seinen eigenen Glauben. Da setzt das Netzwerk E21 einen erfrischenden und dringend notwendigen Kontrapunkt, indem es immer wieder auf die unumstößlichen Wahrheiten der Heiligen Schrift hinweist. Weil dies auch mein persönliches Anliegen ist, freue ich mich sehr auf das Treffen in Hamburg. Zudem ist es schön, über die Gemeindegrenzen hinaus alte Freunde zu treffen und neue zu gewinnen.
Welche Erwartungen hast du persönlich im Blick auf die Konferenz?
Zum einen wünsche ich mir ein wachsendes Verständnis dafür, dass die Bibel ein großes übergreifendes Thema beinhaltet, das alle ihre 66 Bücher miteinander verbindet. Dieses Thema ist Jesus Christus. Er selbst hat es den Jüngern auf der Straße nach Emmaus erklärt, indem er ihnen die Schriften auslegte, die sich auf ihn beziehen. Er begann bei Mose, sprach über die Propheten und er schloss auch die Psalmen mit ein (Lukas 24,27 und 44). Er sagte, dass in all diesen Texten von ihm die Rede ist. Die Bibel ist also nicht eine Ansammlung unterschiedlicher Bücher verschiedener Autoren, die lediglich durch zwei Buchdeckel zusammengehalten werden. Sie ist vielmehr von Gott inspiriertes Wort mit einem durchgängig großartigen Thema: Jesus Christus.
Zum anderen erwarte ich, dass die Beschäftigung mit dieser Thematik unsere Herzen in die Anbetung Gottes führt. Denn in der heilsgeschichtlichen Entwicklung wird eines deutlich: Gott ist der Souverän. Er herrscht, Er regiert und Er plant. Nichts überlässt Er dem Zufall. Daher lautet das Thema: „Entfaltung & Erfüllung – Gottes Plan vom Garten Eden bis zur neuen Schöpfung“. Unser Heil in Jesus Christus ist nicht ein Notfallplan der unter Zeitdruck entwickelt wurde, sondern Gottes ewiger Ratschluss, der sich vom Garten Eden bis zur neuen Schöpfung entfaltet und erfüllt.
Spielt das Thema, Biblische Theologie, wirklich so eine große Rolle im Gemeindeleben?
Ich denke schon. Da ist zum einen die Kanzel. Es ist ganz entscheidend, wie der Prediger an die Texte der Heiligen Schrift herangeht. Mit dem Werkzeug der biblischen Theologie untersuchen wir, wo sich genau der Text in der Heilsgeschichte einreiht. Wir stellen die Frage: Was drückt der Abschnitt im Lichte des Werkes Jesu Christi am Kreuz aus? Michael Lawrence, der ja auch einer der Hauptredner der Konferenz ist, hat in seinem Buch „Biblische Theologie für die Gemeinde“ Folgendes geschrieben: „Wenn uns erst einmal klar geworden ist, wo unser Text heilsgeschichtlich steht, dann sind wir in der Lage, dessen Thema die ganze Bibel hindurch zu verfolgen. Dies führt uns dazu, dass wir nun über unseren Text als das lehren oder predigen können, was er wirklich ist: Keine einzelne Perle an einer Kette, ohne jede Beziehung zum Rest, sondern als Ausschnitt eines Wandteppichs, der unauflösbar und organisch mit dem Ganzen verbunden ist“ (Michale Lawrence, Biblische Theologie für die Gemeinde, Bethanien Verlag, S. 230).
Neben der Predigt wird die Biblische Theologie auch viele andere Bereiche der Gemeinde prägen. Denken wir zum Beispiel an den Kindergottesdienst. Vielfach wird aus dem biblischen Bericht von David und Goliath eine ethische Predigt für Kinder abgeleitet. Der Mut und die Unerschrockenheit Davids werden hervorgehoben. Den Kindern wird gern gesagt, dass auch sie die Probleme in ihrem Leben besiegen können, wenn sie nur so mutig und tapfer wie David seien. Die Kleinen hören dies und gehen mit gestärktem Selbstbewusstsein nach Hause. Wenn es aber wahr ist, was Jesus den Emmaus-Jüngern sagte, dann müssen wir die Frage stellen: Wo ist in der Geschichte ein Hinweis auf Jesus zu finden? Wir sind doch vielmehr die verzagten Israeliten, die es ablehnten ihrem Gott zu vertrauen. Obwohl Er sie in der Vergangenheit mehrfach aus Todesnot befreit hatte, meinten sie diesmal, die Übermacht der Philister sei zu groß. Daher waren sie vor Furcht gelähmt. Aber Gott brachte ihnen einen Retter. Obwohl sie nach einem Kämpfer mit einem großen Schwert Ausschau hielten, sandte Er ihnen einen einfachen Hirtenjungen, der nur mit einer Schleuder und fünf kleinen Steinen bewaffnet war. Weil auch unser Leben von Unglauben und mangelndem Gottvertrauen gekennzeichnet ist, benötigen wir ebenfalls einen Retter der für uns den Riesen unserer Sünde vernichtet. Auch wenn wir uns noch so sehr anstrengen, wie David zu sein, werden wir es niemals schaffen, uns aus den Klauen des Feindes zu befreien.
David ist die Verheißung auf unseren großen Retter Jesus Christus. Er kam wie David, nicht mit einem Schwert, sondern als ein Hirte. Er gab sein Leben, um unseren größten feindlichen Riesen, die Sünde und den Tod zu besiegen. Das ist das Evangelium schon in alttestamentlichen Texten. Dies müssen auch die Kindern hören.