Der Kulturkampf um die Kindererziehung
Die Sozialstaatsutopien von Rot-Grün blühen, und so sollen die zukünftigen Steuerzahler vom ersten Lebensjahr an herangezogen werden – nicht von sorgenden Eltern, sondern vom bevormundenden Staat, der sich immer offensichtlicher zum „Volkserzieher“ entwickelt.
Ulf Poschardt hat für DIE WELT die sozialistische Wende in der Erziehungspolitik ungeschönt kommentiert:
Die Luft ĂĽber den Kinderbetten ist wieder Kriegsgebiet. Vorbereitet wurde der Konflikt durch das SturmgeschĂĽtz der Demokratie, den „Spiegel“. Der rechnete in einer zehnseitigen Titelgeschichte nicht nur mit der schwarz-gelben Familienpolitik ab, sondern redete (nicht sonderlich verklausuliert) einer rot-grĂĽnen Familienpolitikwende das Wort.
In der Kavallerie reiten rote und grüne Wahlkämpfer, die mit ihrem Kulturkampf um das Betreuungsgeld in beispielloser Art und Weise Würde und Ansehen jener Frauen (oder Väter) beschädigt haben, die, aufopferungsvoll und wie von Pädagogen und Psychologen empfohlen, für ihre Kinder da sind, wenn diese sie am dringendsten brauchen.
In dem Kulturkampf geht es nur vordergrĂĽndig um eine Entwertung traditioneller Familienmodelle. Es geht vielmehr um einen alten sozialistischen Traum, der Erziehung vor allem als Aufgabe des Staates begreift.
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