Sandra Kostner

Politische Korrektheit und identitäre Weltbilder

Die Migrationsforscherin Sandra Kostner sieht in linker Identitätspolitik eine große Gefahr für die Freiheit. Sie erklärt in einem Gespräch mit der Tageszeitung Die Welt, wie „Läuterungsentrepreneure“ eine ganze Gesellschaft vor sich hertreiben können.

Als die Idee der politischen Korrektheit entstand, ging es um Begriffe, deren Zweck darin lag, Menschen abzuwerten. Daher war es absolut berechtigt, die Verwendung solcher Begriffe zu problematisieren. […] Kostner: Heute geht es darum, der Gesellschaft ein identitäres Weltbild aufzuzwingen. Ein Weltbild, in dem es keine Individuen, sondern nur noch Träger von Opfer- und Schuldidentitäten gibt. Dieses Weltbild beeinflusst in den USA schon den Unterricht.

Mehr: www.welt.de.

Agendawissenschaft

Die Welt nicht verstehen, sondern verbessern: Das ist das Ziel vieler akademischer Aktivisten. So gut die Absicht sein mag, so schlecht ist oftmals das Resultat. Denn am Ende zählt die richtige Gesinnung mehr als das Wissen. Sandra Kostner, die Diversitätsbeauftragte an der Pädagogischen Hochschule Schwäbisch Gmünd, plädiert in der NZZ für die freie Lehre und Forschung. 

Zitat: 

Studenten, die das agendawissenschaftliche Programm radikalisieren oder einfach nur Macht über andere ausüben möchten. So haben es sich manche zur Aufgabe gemacht, Disziplinarmassnahmen für Dozenten einzufordern, deren Lehrinhalte oder deren Sprachgebrauch von der «richtigen» Gesinnung abweichen. Die Anklage lautet stets: rassistisch, sexistisch, anschlussfähig an rechte Diskurse, femo-/homonationalistisch oder islamophob. Vorgebracht werden die Anschuldigungen über Social-Media-Accounts oder über Beschwerdebriefe an Leitungsebenen. Die Zahl der Studenten, die Sanktionen für Lehrende fordern, deren Seminarinhalte nicht deckungsgleich mit ihrer moralischen Komfortzone sind, wächst auch im deutschsprachigen Raum. Hochschulen – und hier sind zuvörderst die Leitungsebenen gefragt – müssen wissenschaftsfeindlichen Tendenzen resolut entgegentreten, solange sie können. 

Hier: www.nzz.ch.

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