Neue Biografie über Francis Schaeffer

schaeffer_bio.jpgIn den vergangenen Jahren sind mehrere Biografien über Francis Schaeffer veröffentlicht worden (siehe hier, hier und hier). Nun ist ein weiteres Buch über den amerikanischen Evangelisten und Apologeten erschienen:

  • Mostyn Roberts: Francis Schaeffer, Evangelical Pr, 2012, 144 S., ca. 9 Euro.

Ranald Macaulay, Schwiegersohn und Direktor des „Christian Heritage“ in Cambridge schreibt über das Buch:

When Frances Schaeffer was converted to faith in Christ he at first refused to call himself a Christian because he thought Christianity was the ‚unreal stuff‘ he had experienced at church. What he discovered was a whole new way of life. From then on his great desire and commitment was to tell others about God, that the Bible is true, and that it answers the big questions of life that philosophy can only raise. Schaeffer trained for the ministry and was sent, with his wife Edith, to Europe. They established child evangelism work and he developed a profound understanding of contemporary culture and the state of the church. He experienced a spiritual crisis which made faith and prayer more real to him, and founded the L’Abri Fellowship. Here, thousands of people have heard about the God who is Creator and Saviour. In his last decade Schaeffer became famous for his Christian film series and his anti-abortion stance. As Mostyn Roberts reviews the life of this man of God, variously called a prophet for his prescient analysis of trends in culture that explain where we are today, an apologist, and even a philosopher, he shows us that fundamentally Schaeffer rejoiced, to the end, in being a pastor and evangelist. ‚Francis Schaeffer, who was born exactly a hundred years ago, is arguably one of the five most important Evangelical leaders of the second half of the 20th century. This brief but excellent summary of his life and ideas is a helpful reminder of his importance. As a genuine prophet, Schaffer’s assessment of our times and of what we should be doing about them is, if anything, more relevant today than when he first wrote.

 

Kommentare

  1. Hallo Ron,
    würdest du eine der Biografien bevorzugt empfehlen?
    Herzlichen Gruß,
    Walde

  2. Hanniel meint:

    Duriez ist sehr gut, das von Little sind verschiedene Aufsätze aus dem Umfeld von Schaeffer.

  3. @Walde: Lies die Rezensionen aus GuDh (Link oben). Das Buch von Roberts habe ich noch nicht gelesen.

    Liebe Grüße, Ron

  4. Das Buch hat ein ästhetisch sehr schlechtes cover design, was ich angesichts von Francis Schaeffers hoher Wertschätzung für Kunst und intensiver theologischer Auseinandersetzung mit Kunst und Kultur bedauerlich finde. Als Mensch mit ein bisschen ästhetischem Gespür sehe ich darin sofort den nach vor nicht überwundenen, selbstgewählten kulturellen Isolationismus der bibeltreuen Christen – genau das, was Francis Schaeffer mit seinem Lebenswerk überwinden wollte.
    In einer normalen Buchhandlung würde es als überdurchschnittlich geschmacklos herausstechen; in einer christlichen Buchhandlung wird es leider ins Sortiment passen.
    Tja, warum ist das nur so? Warum nur machen die Kinder Gottes, sprich die evangelikalen Verlage, so viel schlechtere Buchdesigns als die Kinder der Welt?
    Scheuen sie sich etwa, gute Grafiker anzustellen, wenn jene nicht „bekehrt und wiedergeboren“ sind? Dann könnten sie sich vom König Salomon ein Stück abschneiden. Jener rekrutierte nämlich die Handwerker und Künstler für den Tempel nicht im Volk Gottes, sondern in Tyrus, ganz einfach, weil es die weltweit Besten waren.

  5. @Lukas: Das kann ich verstehen. Die Antwort ist aber ziemlich einfach: Mit christlichen Büchern lässt sich in Deutschland kaum das Geld verdienen, welches gebraucht wird, um gute Künstler zu bezahlen. Verlage stellen Grafiker selten an, meist läuft das über Freelancer. In den USA sieht das ja anders auch und dort haben wir auch sehr schön gestaltete Bücher.

    Es gibt übrigens gute christliche Grafiker, auch in Deutschland. Hätten wir eine andere Lesekultur, könnten sie etwas verdienen.

    Liebe Grüße, Ron

  6. Danke, Ron. Teilweise mag das stimmen, aber teilweise geht es auch einfach auf mangelndes Interesse und Gespür zurück. In den meisten Städten gibt es eine richtige Invasion von jungen Grafikern. Viele träumen davon, Bücher zu gestalten, weil dies eine sehr schöne Disziplin ist, und viele verlangen zumindest am Anfang ihrer Karriere noch keine hohen Honorare.
    A propos USA: Ich habe die amerikanische Ausgabe der Gesamtwerke von Francis Schaeffer von Crossway Books. Auf jedem cover der fünf Bände ist das gleiche Foto von Schaeffer, das so schlecht wiedergegeben ist, dass man anstelle der Augen nur zwei schwarze Flecken sieht. Man muss sich das einmal vergegenwärtigen, was man damit für ein Signal aussendet! Wenn man bedenkt, dass gerade durch den christlichen Glauben in der Kunst ein neues Interesse an den Augen aufkam – das Auge ist die Leuchte des Leibes! Das hat nichts mehr fehlenden finanziellen Mitteln zu tun.
    Die Bücher von Francis Schaeffers kritischem Sohn Frank, z.B. „Crazy for God“, können sich übrigens in jeder trendigen, säkularen Buchhandlung sehen lassen.

  7. @Lukas: Ein Cover auf dem kleinen Markt kostet zwischen 250 – 500 Euro. Wenn Verlage ein christliches Buch über 1000 Mal verkaufen, sind sie froh (von Bestsellern natürlich abgesehen). Da ist nicht viel zu machen.

    Zur Werkausgabe: Werkausgaben sind oft schlicht gestaltet, egal wie der Autor heißt. Es geht ja dabei weniger um Ästhetik als um die Förderung der wiss. Druchdringung. Die Werkausgabe von Schaeffers Mentor ist da eine rühmliche Ausnahmen: http://piquanteditions.com/product_info.php?products_id=36.

    Liebe Grüße, Ron

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  1. […] durch den Austausch mit Lukas über die Gestaltung der Werkausgabe von Francis Schaeffer habe ich entdeckt, dass die Werkausgabe […]

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