E21-Konferenz 2026: Glaube, der bleibt

Die Hauptkonferenz von Evangelium21 fand vom 30. April bis zum 2. Mai in der Arche-Gemeinde Hamburg statt. Vorträge, Podiumsdiskussionen und Seminare standen unter dem Thema „Glaube, der bleibt – von Generation zu Generation“. E21 schreibt:

Begleitend zu Ken Mbuguas Vorträgen wurde auf der Konferenz fortlaufend durch den 2. Timotheusbrief gepredigt. Matthias Lohmann (Pastor der FeG München-Mitte) und Alexander Reindl (Pastor der Hoffnungskirche Wipptal, Österreich) verwiesen auf die Tatsache, dass sich christliche Beziehungen im alltäglichen Leben abspielen. In einer Zeit wachsenden digitalen Einflusses sollten Christen lernen, sich primär auf die Menschen zu fokussieren, mit denen sie ihr Leben teilen. Dabei sei Jüngerschaft nicht mit einem Fertiggericht zu vergleichen, betonte Alexander Reindl. Es gehe nicht um „maximale Dichte, mit schnellem Profit und höchster Zufriedenheit“, sondern darum, sich mit Geduld in die Menschen vor Ort zu investieren, denn dabei präge man nicht nur eine, sondern auch die nachfolgenden Generationen. Er rief zu einer „leidenschaftlichen Unaufgeregtheit“ im Dienst auf. Christen seien aufgerufen, mit Gottes Wort zu arbeiten, um Menschen zu gewinnen. Entscheidend sei dabei aber, dass nicht der Mensch, sondern Gott die Frucht schenkt.

Die Konferenz wurde durch Seminare und Podiumsdiskussionen ergänzt. Ein zentrales Anliegen war es, die Konferenzteilnehmer zu ermutigen, geistliche Verantwortung für die nächste Generation zu übernehmen. Dabei wurde immer wieder betont, dass es sowohl klare biblische Lehre als auch gelebte liebevolle Gemeinschaft brauche.

Ein Höhepunkt der Konferenz war das Podiumsgespräch zum Thema „Den Lauf lange laufen“ mit Pastor Wolfgang Wegert, Pfarrer Ulrich Parzany und Wolf Christian Jaeschke, langjähriger Mitarbeiter in der Studentenmission. Auf die Frage, welche klassischen Stolpersteine es im geistlichen Dienst gebe, antwortete Parzany, es seien die vier altbekannten Fallen Sex, Geld, Macht und Eitelkeit. Er selbst habe einen Seelsorger, mit dem er sehr offen über seine eigenen Sorgen und Anfechtungen reden könne. Wolfgang Wegert betonte, wie wichtig theologische Festigkeit sei. Ihm persönlich hätten Charles Haddon Spurgeon und Joni Eareckson Tada sehr dabei geholfen, seine reformierte Sichtweise zu vergewissern.

Mehr: www.evangelium21.net.

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2 Kommentare
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Kommentator
1 Tag vor

Glaubensweitergabe und Säkularisierung geschieht im Elternhaus, das hat die Religionssoziologie inzwischen ausführlich erforscht. Der Versuch eine solche Aufgabe institutionell anzugehen, entspringt dem 1970er-Glauben an das Allheilmittel Institution mitsamt Erfindung der „Gemeindepädagogin“ als Vorläuferin der ordinierten Pastorin. Bestenfalls ist diese institutionelle Geschäftigkeit nicht kontraproduktiv, im Worst Case befeuert sie noch den Exodus – das sieht man doch gut am Papst und seiner Bischofskonferenz. Genau bei den treuesten Katholiken wird die örtliche Pfarrkirche penibel gemieden – und das sieht man auch nur weil diese Gruppe anders als ihr protestantisches Gegenstück erfasst und damit zählbar ist. Der demographische Wandel ist abgeschlossen, auch wenn man das erst mit Jahrzehnten Verzögerung sieht. (Jetzt sind nämlich gerade die nicht mehr geborenen Mütter damit dran, keine Kinder zu bekommen.) Die nachfolgende Kohorte abendländischer Prägung (also Zielgruppe) der freien evangelischen Gemeinden ist auf einen winzigen Bruchteil geschrumpft. Womit wir zu einem ganz praktischen Problem von Institutionen kommen: Die Kompanie, die sich nun auf diese übrig gebliebenen jungen Menschen… Weiterlesen »

Stephan
1 Tag vor

Ich lese die Worte des Kommentators, sehe aber nur ein Bejammern der Situation, aber keine Lösungsvorschläge. Nicht einmal die Schilderung des von ihm angewandten Erfolgsrezeptes, das in seiner Gemeinde erfolgreich den Niedergang bekämpft.

Die von ihm angeführte Freie ev. Gemeinde hat noch um die 40.000 Mitglieder, nach der Rekordzahl von 42.350 Mitgliedern Ende 2021. Die Gottesdienste werden von 10.000 Kindern besucht, was ein recht gutes Verhältnis ist, vergleicht man das mal mit den Amtskirchen. Rechnet man das auf die Altersstrukturen und demografischen Verhältnisse um, dann ist der Anteil der Kinder überproportional hoch zu anderen Altersstufen.

Da halte ich es nicht für vergebene Liebesmüh, wenn man in Konferenzen etc. versucht Rezepte zu erarbeiten oder vorzustellen, wie man den Nachwuchs erreicht und hält.

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