Allgemein

Sämtliche allgemeinen Beiträge.

An Evangelical Manifesto

Os Guinness hat die Formulierung eines Evangelical Manifesto angeregt, das schließlich am 7. Mai 2008 in Washington D. C. vorgestellt wurde. Al Mohler hat in seinem Blog eine Rezension über das Manifest publiziert und in einer Radiosendung mit Guinness über das Dokument gesprochen.

Der Mitschnitt der Radiosendung kann hier als Stream gehört oder als mp3 herunter geladen werden: www.albertmohler.com. Das Interview beginnt ab der 11. Minute.

ELIZA

JWeizenbaum.jpgMitte der 80ger Jahre habe ich viele Nächte an meinem Atari ST verbracht, um ein Seelsorgemodell in eine Software einzubauen. Der Computer stellte dem Anwender Fragen (z.B. »Wie fühlen Sie sich?«), die dieser über einen Kommandozeileninterpreter beantworten konnte (z.B .»Den Umständen entsprechen sehr gut«). Durch diese Fragetechniken sollte die Software dem Ratsuchenden helfen, sich selbst besser zu verstehen.

Vorbild für diese kleine Anwendung mit dem Namen LALEO war das Programm ELIZA von Joseph Weizenbaum. ELIZA erweckte den Anschein, es könne mit dem Menschen sinnvoll kommunizieren. In einer Zeit, in der Psychologen (oder naive Studenten) glaubten, einen Teil der psychologischen oder seelsorgerlichen Beratung automatisieren zu können, illustrierte Weizenbaum so auf komische Weise die überzogenen Erwartungen an die Künstliche Intelligenz.

Der Jude Weizenbaum schrieb einige bedeutende Bücher, unter anderen »Die Macht der Computer und die Ohnmacht der Vernunft« sowie später »Wer erfindet die Computermythen? Der Fortschritt in den großen Irrtum«.

Der geniale Mann blieb mit seiner Kritik an der IT-Besessenheit ein Außenseiter. Leider! Gestern ist er im Alter von 85 Jahren in Berlin verstorben. Der Heise Verlag hat einen Nachruf veröffentlicht: www.heise.de. Einer seiner letzten Texte ist bei der Süddeutschen Zeitung abrufbar: www.sueddeutsche.de.

Sündenvergebung am Sterbebett?

Krankenhausseelsorger, Pastoren und viele andere kennen die Herausforderung: Ein Mensch sieht den Tod vor Augen und möchte noch so einiges klären. Aber wie?

Ein Mitschnitt aus der amerikanischen Serie Emergency Room zeigt, wie schnell so ein Gespräch scheitern kann und wie hilflos Pastoren sind, wenn sie das neutestamentliche Konzept der Vergebung nicht kennen.

Hier geht es zum 2:39 min Mitschnitt (leider nur in Amerikanisch): youtube.com.

18 von 100 Amerikanern meinen, die Sonne kreist um die Erde

200802170937.jpgEine Gallup Umfrage im Jahre 1999 hat ergeben, dass 18 Prozent der Amerikaner glauben, die Sonne kreist um die Erde. Wer jetzt allerdings meint: »Naja, die Amerikaner!«, sollte zur Kenntnis nehmen, dass 1996 bei einer vergleichbaren Umfrage in Deutschland das Ergebnis ähnlich ausgefallen ist. Damals meinten 16 Prozent der Befragten, die Sonne kreist um die Erde. 10 Prozent der Interviewten bekannten, keine Antwort auf die Frage zu haben. (Sollte dieser Trend anhalten, ließe sich das Ende des kopernikanischen Weltbildes berechnen.)

Die Details zur Umfrage sind hier zu finden: gallup.com.

Bibelquiz

Ein nettes Bibelquiz mit 50 Fragen hat Die Welt dem Artikel »Wie Martin Luthers Bibel unsere Sprache prägt« beigefügt. Auf gehts: www.welt.de.

Lauter neue Perspektiven

Nach einer Neuen Paulusperspektive und einer Neuen Homerperspektive (Raoul Schrott, Homers Heimat, siehe FAZ vom 22. Dezember 2007, Nr. 298) gibt es nun auch eine Neue Olivenölperspektive. Die Pharmakologen Josef Krieglstein und Susanne Klumpp von der Universität Münster plädieren aufgrund eigener Untersuchungen über die Wirkungen des Olivenöls für eine Korrektur der Ansicht, Olivenöl sei gesund.

Wie sagte doch Lyotard: »Man kauft keine Gelehrten, Techniker und Apparate, um die Wahrheit zu erfahren, sondern um die Macht zu erweitern«.

Zu dem Artikel über die schädigende Wirkung des Olivenöls geht es hier: www.welt.de.

Originalsprachige Editionen der Bibel jetzt online

WiBiLex, das wissenschaftliche Bibellexikon im Internet, ist seit dem Jahreswechsel Teil des Bibelportals der Deutschen Bibelgesellschaft. Folgende orginalsprachigen Bibelausgaben gehören inzwischen auch zum Angebot:

  • Hebräisches Altes Testament nach dem Text der Biblia Hebraica Stuttgartensia
  • Griechisches Neues Testament nach dem Text des Novum Testamentum Graece (ed. Nestle-Aland), 27. Auflage
  • Griechisches Altes Testament nach dem Text der Septuaginta (ed. Rahlfs/Hanhart)
  • Lateinische Bibel nach dem Text der Vulgata (ed. Weber/Gryson)

Um die Suchfunktionen des Angebots nutzen zu können, ist eine kostenlose Anmeldung erforderlich. Hier geht es zum Angebot der Deutschen Bibelgesellschaft: www.bibelwissenschaft.de/online-bibeln.

Die Kommerzialisierung der Lebenskultur

David F. Wells, Professor für Historische und Systematische Theologie am Gordon-Conwell Theological Seminary, schreibt über die Kommerzialisierung unserer Lebenskultur:

Zur Kultur gehören alle Arten und Weisen, das Leben zu betrachten, alle Denkgewohnheiten, die in einem bestimmten Kontext typisch und zur Norm werden. Kultur ist das, was in einer modernen Gesellschaft mit ihren hochentwickelten Produktionssystemen für Waren und Dienstleistungen in uns mitschwingt, mit ihrer Konzentration auf unsere Städte, durch Technik in ihrer Effizienz gefördert, vernetzt durch nie vorher dagewesene Kanäle der Kommunikation und Information und dominiert von riesigen Bürokratien sowohl der Firmen als auch des Staates. Die Gesellschaft liegt außerhalb von uns, ist aber auch die Welt, die wir geistig und seelisch bewohnen. Wir können nicht anders über das Leben oder über uns selbst nachdenken, als im Kontext dieser Welt um uns herum. Es ist diese Welt, die auf uns eindringt, Forderungen an uns stellt, uns manchmal erschreckt, uns am Leben erhält und uns in Beschlag nimmt. Es ist diese Welt, die uns in Myriaden von Bildern einhüllt, in deren Rahmen wir über das Sein nachdenken, mit denen wir darauf reagieren und durch die wir mit anderen Menschen kommunizieren. Und so viele dieser Bilder, über die wir uns selbst begreifen, sind ihrem Wesen nach kommerziell. Das hat Auswirkungen auf alles, von der Mode über die Politik bis hin zur Religion.

Aus: David F. Wells, Above All Earthly Pow’rs: Christ in a Postmodern World, Grand Rapids, Michigan: Eerdmans, 2005, S. 19.

Und es geschah

Stern.jpgIch wünsche den Lesern von Theoblog gesegnete und frohe Weihnachtstage!

Nachfolgend die Weihnachtsgeschichte des Lukas in einer Übersetzung von Fridolin Stier:

Lk 2,1-20 Es geschah in jenen Tagen: Eine Verfügung ging von Kaiser Augustus aus, die ganze bewohnte Welt sei aufzuschreiben. Diese Aufschreibung geschah erstmals, als Quirinius Statthalter von Syrien war. Und alle machten sich auf, um sich aufschreiben zu lassen, ein jeder in seine Vaterstadt.

Auch Josef stieg von Galiläa, aus der Stadt Nazaret, nach Judäa hinauf zur Stadt Davids, die Betlehem heißt – er war ja aus Davids Haus und Vaterstamm –, um sich aufschreiben zu lassen mit Maria, der ihm Anverlobten. Die war schwanger. Da geschah es: Während ihres Dortseins erfüllten sich die Tage ihres Gebärens. Und sie gebar ihren Sohn, den Erstgeborenen, und sie wickelte ihn und legte ihn in einen Futtertrog, weil in der Einkehr kein platz für sie war.

Auch Hirten waren in demselben Land auf freiem Feld Nachtwache wachend bei ihrer Herde. Und da! Ein Engel des Herrn trat zu ihnen, und Herrlichkeit des Herrn strahlte rings um sie auf. Und Furcht überkam sie – große Furcht. Und der Engel sprach zu ihnen: Ängstet euch nicht! Denn da! Heilsbotschaft bringe ich euch – große Freude, die dem ganzen Volk widerfahren wird: Ein Retter ward euch heute geboren – er ist der Messias, der Herr – in Davids Stadt. Und dies sei euch das Zeichen: Ein Neugeborenes werdet ihr finden, das gewickelt ist und in einem Futtertrog liegt. Und plötzlich war da zusammen mit dem Engel eine Menge himmlischer Heerschar, die Gott lobte und sagte:

Herrlichkeit Gott: in den Höhen!

Und auf Erden: Friede den Menschen seines Gefallens! Und es geschah: Als die Engel von ihnen zum Himmel weggegangen, sagten die Hirten zueinander: Gehen wir nach Betlehem hinüber und sehen dieses Wort, das Geschehnis, das der Herr uns kundgetan. Und sie gingen eilends: fanden Maria und Josef und das Neugeborene, wie es im Futtertrog lag. Als sie es sahen, gaben sie das Wort kund, das ihnen über dieses Kind gesagt worden war. Und alle, die es hörten, staunten über das, was von den Hirten zu ihnen gesagt wurde. Maria aber hielt all diese Worte verwahrt und fügte sie in ihrem Herzen zusammen. Und die Hirten kehrten zurück, Gott verherrlichend und lobend ob allem, was sie gehört und gesehen hatten – wie es zu ihnen gesagt worden war.

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