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Sämtliche allgemeinen Beiträge.

Und es geschah

Stern.jpgIch wünsche den Lesern von Theoblog gesegnete und frohe Weihnachtstage!

Nachfolgend die Weihnachtsgeschichte des Lukas in einer Übersetzung von Fridolin Stier:

Lk 2,1-20 Es geschah in jenen Tagen: Eine Verfügung ging von Kaiser Augustus aus, die ganze bewohnte Welt sei aufzuschreiben. Diese Aufschreibung geschah erstmals, als Quirinius Statthalter von Syrien war. Und alle machten sich auf, um sich aufschreiben zu lassen, ein jeder in seine Vaterstadt.

Auch Josef stieg von Galiläa, aus der Stadt Nazaret, nach Judäa hinauf zur Stadt Davids, die Betlehem heißt – er war ja aus Davids Haus und Vaterstamm –, um sich aufschreiben zu lassen mit Maria, der ihm Anverlobten. Die war schwanger. Da geschah es: Während ihres Dortseins erfüllten sich die Tage ihres Gebärens. Und sie gebar ihren Sohn, den Erstgeborenen, und sie wickelte ihn und legte ihn in einen Futtertrog, weil in der Einkehr kein platz für sie war.

Auch Hirten waren in demselben Land auf freiem Feld Nachtwache wachend bei ihrer Herde. Und da! Ein Engel des Herrn trat zu ihnen, und Herrlichkeit des Herrn strahlte rings um sie auf. Und Furcht überkam sie – große Furcht. Und der Engel sprach zu ihnen: Ängstet euch nicht! Denn da! Heilsbotschaft bringe ich euch – große Freude, die dem ganzen Volk widerfahren wird: Ein Retter ward euch heute geboren – er ist der Messias, der Herr – in Davids Stadt. Und dies sei euch das Zeichen: Ein Neugeborenes werdet ihr finden, das gewickelt ist und in einem Futtertrog liegt. Und plötzlich war da zusammen mit dem Engel eine Menge himmlischer Heerschar, die Gott lobte und sagte:

Herrlichkeit Gott: in den Höhen!

Und auf Erden: Friede den Menschen seines Gefallens! Und es geschah: Als die Engel von ihnen zum Himmel weggegangen, sagten die Hirten zueinander: Gehen wir nach Betlehem hinüber und sehen dieses Wort, das Geschehnis, das der Herr uns kundgetan. Und sie gingen eilends: fanden Maria und Josef und das Neugeborene, wie es im Futtertrog lag. Als sie es sahen, gaben sie das Wort kund, das ihnen über dieses Kind gesagt worden war. Und alle, die es hörten, staunten über das, was von den Hirten zu ihnen gesagt wurde. Maria aber hielt all diese Worte verwahrt und fügte sie in ihrem Herzen zusammen. Und die Hirten kehrten zurück, Gott verherrlichend und lobend ob allem, was sie gehört und gesehen hatten – wie es zu ihnen gesagt worden war.

Verwinkelte (kostspielige) Postmoderne

Wfm_stata_center.jpgDas Massachusetts Institute of Technology (MIT) ist eine der führenden Universitäten in den USA (Cambridge). Im Jahr 2004 wurde auf dem Gelände der Uni nach langen, kostspieligen Baumaßnahmen das von Frank Gehry entworfene »Stata Center« fertiggestellt. Der Komplex, der charakteristische Merkmale postmoderner Architektur aufweist, gibt seit dem Anlass für Kontroversen. Angestellte bezeichnen das »Stata Center« als benutzerunfreundlich und extrem beengt. Wie Accociated Press am 6. November berichtete, zeigen sich nun – bedingt durch die ungewöhnlich schrägen und somit witterungsanfälligen Wände – erhebliche bauliche Mängel am Gebäude. Einige Mankos seien sogar sicherheitsgefährdend.

Hermann Bavinck über das Christentum und den Zeitgeist

bavinckkl.jpgDerzeit arbeite ich an einem Manuskript von Hermann Bavinck (1854–1921), das hoffentlich 2008 (erneut) veröffentlicht werden kann. Der niederländische Theologieprofessor erweist sich bei näherer Betrachtung als ein äußerst vielseitiger Mensch, dessen Leben sich im Spannungsfeld von orthodoxem Christentum und moderner Kultur bewegte.

Hier ein wunderschönes Zitat von Bavinck:

Wenn wir das Christentum als für uns nicht passend verwerfen, erweist es sich in demselben Augenblick für uns als unentbehrlich. Wenn die Welt ruft: »Fort mit Christus«, zeigt er gerade in seinem Tode, dass er allein der Welt das Leben gibt. Zu den Inbegriffen, die der moderne Mensch sich über Welt und Leben bildet, passt das Christentum nicht, es steht ihnen diametral gegenüber. Aber desto besser passt es zu Welt und Leben, wie sie in Wirklichkeit sind. Wer sich los macht von den Idolen des Tages, von der öffentlichen Meinung, von den herrschenden Vorurteilen in Wissenschaft und Schule; wer die Dinge mit freiem Blick anschaut, nüchtern und mit offenem Sinn, wer Welt und Menschen, Natur und Geschichte nimmt, wie sie in sich wirklich sind, dem wird sich stets stärker die Überzeugung aufdrängen, dass das Christentum die einzige Religion ist, deren Welt- und Lebensanschauung auf Welt und Leben passt.

C.E.M. Joad über Religion, Wandel und Glaubwürdigkeit

Eine Religion, die sich in einem ständigen Prozess der Revision befindet, um mit dem sich permanent ändernden Weltbild der Wissenschaft übereinzustimmen, mag einerseits leichter zu glauben sein. Aber es fällt schwer zu glauben, dass sie glaubwürdig wäre.

C.E.M. Joad in The Recovery of Belief, London: Faber and Faber, 1955, S. 22. Der britische Philosoph Cyril Edwin Mitchinson Joad (1891–1953) konvertierte kurz vor seinem Tod vom Agnostizismus zum christlichen Glauben.

Ben Stein stellt sich einigen Fragen zum Intelligent Design

Ben Stein, ein amerikanischer Journalist und Entertainer, der im Frühjahr 2008 beim Filmprojekt Expelled – No Intelligence Allowed durch das Programm führen und zahlreiche Wissenschaftler zur Evolutionstheorie befragen wird, hat sich in Bill O’Reilly’s Fernsehshow (Fox News) einigen kritischen Fragen zum Intelligent Design-Konzept (ID) gestellt.

Seiner Meinung nach werden ID-Wissenschaftler in den Vereinigten Staaten bereits diskriminiert. Stein, der selbst kein überzeugter ID-Anhänger ist, plädiert für mehr Offenheit bei dem Versuch, Fragen nach dem Ursprung des Lebens zu klären. Es zeuge nicht für die Reife eine Gesellschaft, wenn man einigen Leuten den Mund verbiete.

Ein Mitschnitt des (amerikanischen) Interviews kann hier abgerufen werden: youtube.com.

Woody Allen interviewt Billy Graham

Schon mehrmals habe ich aufgeschnappt, dass Woody Allen vor langer Zeit den Evangelisten Billy Graham auf originelle Weise interviewt haben soll. Dank Youtube konnte ich nun das Interview tatsächlich sehen und habe dabei viel gelacht.
Zu dem Interview geht es hier: Interview Teil 1. Den zweiten Teil sollte man sich auch anschauen: Interview Teil 2.

Steht uns eine neue Inquisition bevor?

feuerWährend die Klischeevorstellungen über die Inquisition und den Index verbotener Bücher durch die Öffnung der Vatikanarchive im Jahr 1998 allmählich korrigiert werden, erscheinen am Horizont neue zensierende Geister. Drei Beispiele:

(1) Kürzlich wurde in den U.S.A damit begonnen, die Gefängnisbibliotheken von christlicher Literatur zu befreien, um einer möglichen Fanatisierung der Insassen zuvor zu kommen. Die Liste der weiterhin erlaubten christlichen Literatur umfasst lediglich 150 Bücher. Auch einige Bücher von C. S. Lewis sind in Zukunft nicht erwünscht. (Mark Earley von der Organisation Prison Fellowship hat darüber berichtet und die New York Times informierte in einem Artikel über scharfe Proteste.)

(2) Ebenfalls in den U.S.A. wurde dem renommierten Astronom Guillermo Gonzalez im April 2007 eine Professur verweigert, weil er sich zum »Intelligent Design« bekennt. Wozu haben wir eigentlich all die Antidiskriminierungsgesetze?

(3) Anfang Oktober wird der Europarat darüber tagen, ob der Kreationismus einschließlich »Intelligent Design« eine Gefahr für die Wissenschaft und die Menschenrechte darstellt. Der französische Europapolitiker Guy Lengagne, der das umstrittene (105 Punkte umfassende) Dokument 11375 über die »Gefahren des Kreationismus« wesentlich initiierte, würde gern all jene vom Wissenschaftsbetrieb auszuschließen, die intellektuelle Zweifel an der Evolutionstheorie hegen. Die Argumentationsfigur sieht ungefähr so aus: Da es absolut keinen Zweifel an der Wissenschaftlichkeit der Evolutionstheorie gibt, können Kreationisten und ID’ler nur fundamentalistisch verführte Ignoranten sein. Also:

Wenn wir nicht wachsam sind, sind Werte, die den Kern des Europarates bilden, in Gefahr, von kreationistischen Fundamentalisten bedroht zu werden.

Der Wissenschaftstheoretiker Hans Albert dürfte an diesem Argument seine Freude haben. Es ist ein klassischer Fall für die »Immunisierung« eines (in diesem Fall ›evolutionistischen‹) Dogmas.

Andreas Dippel hat für das Medienmagazin pro die wichtigsten Hintergrundinformationen über die Debatte im Europarat kompakt zusammengestellt.

Die Europäische Evangelische Allianz ermutigt dazu, auf die Abgeordneten zuzugehen und gegen drohende Denkverbote zu protestieren. Es sei skandalös, dass der suggestive Entwurf des Europarates behaupte, die Demokratie und die Menschenrechte seien durch den Kreationismus gefährdet, heißt es in ihrer Stellungnahme. Eine ähnliche Auffassung vertritt Paul C. Murdoch vom Arbeitskreis der für Religionsfreiheit der Deutschen Evangelischen Allianz in einem Brief an den Leiter der Deutschen Delegation in der Versammlung des Europarats.

Mein Kollege, Freund und Philosoph Thomas K. Johnson hat einen offenen (und zugleich sehr persönlichen) Brief an Senator Guy Lengagne geschrieben. Matthew Cserhati hat für die Hungarian Protestant Creation Research Group in einem Schreiben berechtigten Unmut formuliert. Thomas Torrance, vom Departmen of Economics der School of Management & Languages in Edinburgh hat ebenfalls einen bedenkenswerten Kommentar verfasst. (Alle drei Dokumente biete ich mit freundlicher Genehmigung der Verfasser an.) Die Zensurgeister scheinen sehr nervös zu sein. Hoffen wir, dass sie bald wieder verschwinden.

Interview mit Collin Hansen

Collin.jpgMatthew Hall sprach mit Collin Hansen über das Comeback der reformierten Theologie in den U.S.A. Hansen, der für Christianity Today das Feature über Mark Driscoll verfasste und 2008 ein Buch über die jungen (wilden) Reformierten bei Crossway publizieren wird, deutet den Trend verheißungsvoll. Das Interview mit Hansen über die Renaissance der kalvinistischen Theologie in Nordamerika kann als mp3 heruntergeladen werden: Interview.

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Foto von Collin Hansen mit freundlicher Genehmigung.

War das Familienbild im Dritten Reich vorbildlich?

familie.jpgGegenwärtigen wird heftig darüber diskutiert, ob die Familienwerte während der Zeit des Nationalsozialismus für uns eine Vorbildwirkung haben könnten. Scheinbar waren damals die Familien in Takt, die Rollenverständnisse klar verteilt, die Geburtenraten stimmten. Der Theologe und Soziologe Thomas Schirrmacher sieht das anders. Im Rahmen seiner Arbeit an der Promotion über Hitlers Kriegsreligion verfestigte sich die Einsicht, dass der Nationalsozialismus den verbreiteten Zusammenbruch der Familie mit zu verantworten hat. Er begründet seine Aufassung mit folgenden acht Punkten:

1. alle nichtarischen Familien wurden bis hin zur physischen Ausrottung bekämpft;

2. angeblich rassische Mischehen wurden zur Auflösung gezwungen und es wurde tief in das Menschenrecht auf freie Partnerwahl eingegriffen;

3. man hat alle arischen Familien nicht mehr an irgendwelchen Familienwerten gemessen, sondern allein an ihrer Bedeutung für Volk, Rasse und Krieg;

4. die Rolle der Mütter auf eine biologische reduziert wurden und man für die gefühlsmäßig-seelische Seite der Elternschaft und das Selbständigwerden als Erziehungsziel nur Hohn und Spott übrig hatte;

5. die Kinder den Eltern möglichst früh entfremdet wurden und innerhalb nationalsozialistischer Organisationen neuen ›Vorbildern‹ und Autoritäten unterstellte;

6. durch den Rassekrieg überhaupt erst die ›vaterlose Gesellschaft‹ (Mitscherlich) hervorbracht wurde und nicht nur in Deutschland, sondern auch bei den Kriegsgegnern Millionen Familien zerstörte und das bewusst in Kauf nahm;

7. die Bedeutung der Ehe hintan gestellt wurde, indem der Gedanke eines ›Kindes für den Führer‹ auch ohne feste Beziehung zu dem biologischen Vater (z. B. einem SS-Offizier) propagiert wurde, was die Grundlage des Lebensborngedankens war, und schließlich

8. Hitler selbst verbal sehr frauenfeindlich war.

Die volltändige Stellungnahme kann hier heruntergeladen werden: bq042.pdf.

Das RSI-Syndrom

maus.jpgWer viele Stunden seines Arbeitstages vor dem Bildschirm sitzt und dabei überwiegend die Maus für die Steuerung der Anwendungsdialoge nutzt, kennt das Problem: häufige Schmerzen im Arm und in der Schulter, ausgelöst durch das so genannte RSI-Syndrom (Repetitive Strain Injury-Syndrom). Immer mehr Menschen klagen über solche Beschwerden, seit sich die Kombination Tastatur und Maus als Eingabegeräte etabliert hat. Ich kämpfe nach 20 Jahren Mausbedienung auch mit diesen unangenehmen Beschwerden.

Das Bundesverwaltungsamt (INFO 1691) hat ein Informationsblatt zu diesem Phänomen herausgeben und empfiehlt, anstelle einer Computermaus einen Eingabestift zu verwenden. Ich habe mir vor zwei Jahren tatsächlich ein Grafiktablett von Wacom angeschafft und lebe seitdem etwas schmerzfreier, wenn auch die Umstellung gewöhnungsbedürftig ist und Wacom horrente Preise für das Zubehör verlangt (manchmal müssen Stifte und Cover erneuert werden).

In Europa wird derzeit begonnen, seriös über das RSI-Sydrom zu forschen. Einen guten Artikel von H. Sorgatz über »Repetitive strain injuries« können Sie hier herunterladen.

Von Peter Strahm aus der Schweiz, der selbst auch mit dem Problem kämpft, bekam ich den Hinweis auf Übungen, die die Heilung des RSI-Syndroms begünstigen können. Es handelt sich um Dehnungsübungen für die Therapie eines Tennisarms. Ich habe die Empfehlungen angetestet und tatsächlich eine Verbesserung beobachtet.

Um möglichst gar nicht erst einen Mausarm zu bekommen, sollte man die Sehnen regelmäßig entlasten und den Arm bewegen. Inzwischen gibt es mit Workrave eine kleines Tool, dass ab und an zu Mikropausen und einigen Übungen einlädt. Das Tool gibt es bisher nur für Linux und Windows. Für die MAC-Welt hat Onne Gorter die Software AntiRSI geschrieben, die jedoch bisher keine Übungsanleitungen anbietet.

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