Feuilleton

Feuilleton & Kunst

Erste Verbum-Bücher bei Logos

Heute eine Ankündigung in Sachen Verlag Verbum Medien: Einige Bücher können inzwischen als Logos-Editionen vorbestellt werden! Unter den genannten Titeln in dieser Mail befinden sich zwei kostenfreie, vorbestellbare Artikel und neue Schätze. Einige davon sind noch kurze Zeit stark reduziert, bis sie in Logos verfügbar werden.

Darunter:

Tim Keller: Galater: Kommentar und Arbeitsheft (Die Bibel erklärt, 2 Bde.)

Image 20221117 173634Das Evangelium verändert unser ganzes Leben, zeigt Timothy Keller in dieser Auslegung des Galaterbriefes. Der Kommentar ist nicht akademisch ausgerichtet. Er macht den Galaterbrief zugänglich und bietet relevante Anwendungen für unser Leben. Er kann wie jedes andere Buch von vorne bis hinten gelesen werden, für die Stille Zeit verwendet werden, zur Predigtvorbereitung genutzt werden oder um Hauskreise anzuleiten. Neben dem Kommentar liegt ein Arbeitsheft für Gruppen und Leiter vor, um das Buch in einer Kleingruppe zu studieren.

Die Auslegungsreihe Die Bibel erklärt macht die Bücher der Bibel zugänglich und bietet relevante Anwendungen für unser Leben. Die Kommentare sind für die persönliche Lektüre, für die Stille Zeit und für den Hauskreis geeignet.

Vorbestellung: de.logos.com.

Carl Trueman: Der Siegeszug des modernen Selbst

133113Die moderne Kultur wird zunehmend von Fragen und Antworten rund um die sexuelle Identität beeinflusst – ob im öffentlichen Diskurs oder bei kulturellen Trends. Jedes gesellschaftliche Phänomen hat seine historischen Wurzeln. Von Augustinus, über Rousseau bis hin zu Marx oder Freud sind unterschiedliche Auffassungen des Selbst vorgestellt worden. Im 20. Jahrhundert wurden diese Konzepte des Selbst nicht nur psychologisiert und eng mit der Sexualität verschränkt, sondern unter dem Einfluss von Leuten wie Reich, Marcuse und anderen ebenfalls zu einer politischen Angelegenheit gemacht.

Der Historiker Carl Trueman untersucht in seinem Buch Der Siegeszug des modernen Selbst die Sichtweisen auf „Selbst“, die schlussendlich zur sexuellen Revolution beigetragen haben und seitdem tief in unsere Alltagskultur eingeschrieben sind. Er greift dabei auf Analysen des Philosophen Charles Taylor, des Soziologe Philip Rieff und des Ethikers Alasdair MacIntyre zurück. Trueman gibt einen äußerst hilfreichen Überblick über die Vergangenheit, bringt Klarheit in die Gegenwart und vermittelt Orientierungs- und Argumentationshilfen im Blick auf die Zukunft. Für Christen, die sich in der Kultur einer sich ständig verändernden Suche nach Identität bewegen und bewähren müssen, ist das ein wichtiges Werk.

Vorbestellung: de.logos.com.

Dane Ortlund: Tiefer: Wie Christen echte Veränderung erleben

Ortlund TieferWie können Christen wachsen? Kaum jemand stellt infrage, dass die Bibel uns dazu aufruft, in unserem Glaubensleben zu wachsen. Aber die Erklärung, wie das genau vor sich gehen soll, ist oftmals vage.

Dane Ortlund lenkt den Blick der Gläubigen auf Christus. Er macht deutlich, dass der Weg der Heiligung nicht darin besteht, mehr zu tun oder besser zu werden, sondern tiefer in die wunderbaren Wahrheiten des Evangeliums einzutauchen, die für uns gelten, seit wir mit ihm vereint wurden.

Dabei stützt sich Ortlund auf den Erkenntnisschatz von Persönlichkeiten aus der gesamten Kirchengeschichte. Er ermutigt seine Leser, im Kampf gegen die Sünde auf Jesus zu sehen, sich auf seine Gnade zu stellen und ihre unbesiegbare Identität in Christus auszuleben.

Vorbestellung: de.logos.com.

Lara kann’s nicht lassen

VM Howard Lara Webseite Mockup01 1024x1024 2xFür viele Eltern ist es eine große Herausforderung, ihren Kindern beim Umgang mit digitalen Geräten und Medien gute „Erziehungsrichtlinien“ zu geben. Einerseits weiß man, dass diese Geräte ein enormes Suchtpotential haben, andererseits kommen die Kids spätestens dann, wenn sie zur Schule gehen, zwangsläufig mit diesen Spielzeugen in Berührung und sind oft kommunikativ abgeschnitten, wenn sie keinen Zugang haben.

Betsy Childs Howard, Redakteurin bei The Gospel Coalition, hat ein sehr hilfreiches Kinderbuch zu diesem Thema veröffentlicht, das nun auch in deutscher Sprache erschienen ist. Auf einfühlsame Weise zeigt sie, dass die digitalen Welten uns vom Leben im Hier und Jetzt entfremden können, auch wenn sie nicht verwerflich sind. Das Buch ermöglicht Eltern einen guten Einstieg ins Gespräch (ohne Moralkeulen).

Der Verlag schreibt:

Lara kann den Sommer kaum abwarten, denn dann darf sie wie jedes Jahr Oma und Opa auf dem Bauernhof besuchen. Sie freut sich auf ihre Großeltern, die Tiere, das Mitarbeiten in der Scheune und das Spielen mit Cousin Robin und Cousine Pia. Doch dann bekommt Lara ein neues Tablet geschenkt. Obwohl sie sich so lange auf die Zeit auf dem Bauernhof gefreut hat, verbringt sie plötzlich den größten Teil des Tages allein am Bildschirm. Vielen Kindern geht es beim Gebrauch digitaler Medien wie Lara. Diese Geschichte, in kindgerechter Sprache und mit liebevoll gezeichneten Bildern erzählt, erleichtert Eltern und Erziehungsberechtigten den Gesprächseinstieg ins Thema und bietet konkrete Tipps für den Alltag.

Mehr hier: verbum-medien.de.

Rezension: Der Siegeszug des modernen Selbst

Thimo Schnittjer hat eine sehr hilfreiche Rezension zum Buch: Der Siegeszug des modernen Selbst von Carl Trueman für den Bibelbund verfasst. Er schreibt: 

Carl R. Trueman, Historiker und Theologe, hat mit diesem Werk, welches im Jahr 2020 zunächst in Englisch veröffentlicht wurde, eine bedeutende Analyse des modernen Selbst vorgelegt. Das Werk fand weite Verbreitung (vgl. z.B. die ungewöhnlich hohe Bewertungsanzahl bei Amazon) und traf offenbar den Nerv der Zeit. Die Übersetzung ins Deutsche ist aber nicht nur deshalb, sondern gerade wegen der starken Analyse sehr zu begrüßen.

Grundlegend für Truemans Darstellung sind die Forschungserträge des Philosophen Charles Taylor, des Soziologen Philip Rieff und des Ehtikers Alasdair MacIntyre. Von Charles Taylor übernimmt er u.a. die Erkenntnis, dass die westliche Weltsicht die Welt nunmehr als Rohmaterial begreift, „aus dem sich das Individuum Sinn und Bedeutung erschaffen kann“ (S. 47), ganz im Gegensatz zur früheren Sichtweise, wonach die Welt eine Ordnung und einen Sinn habe, die es zu ergründen gelte (sog. Übergang von der mimetischen zur poietischen Sichtweise).

Rieff dagegen beschreibt die Kultur des Menschen mit verschiedenen Typen. Der momentan vorherrschende Menschentyp sei der des „psychologischen Menschen“, der seine Identität „durch die nach innen gerichtete Suche nach persönlichem Glück“ (S. 54) finde. Die (moderne) Sinnstiftung, eigenen Gefühlen und Wünschen Ausdruck zu verleihen, bezeichnet Taylor als expressiven Individualismus. Die therapeutischen Bedürfnisse des Menschen stehen bei dieser Weltsicht im Mittelpunkt.

Diese Weltsicht hat weitreichende und ernstzunehmende Folgen für die Gesellschaft. Traditionelle Moralvorstellungen werden als problematisch angesehen, weil sie den inneren Wünschen im Wege stehen. Auch Meinungs- und Redefreiheit werden als Unterdrückungsmittel verstanden (so z.B. bei Herbert Marcuse), wie sich in der Diskussion um die Wortneuschöpfung „Hassrede“ zeigt. Rieff beschreibt deshalb die aktuelle Situation nicht als Kultur, sondern als Antikultur, die darauf ausgerichtet ist, traditionelle Ordnungen bewusst zu destabilisieren bzw. zu zerstören. Später bezeichnet Trueman sie auch als antihistorisch, weil sie auf verschiedene Art und Weise Gegebenheiten zu vergessen machen sucht (S. 114ff.).

Mehr hier: bibelbund.de.

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Andere Argumente gegen das Gendern

Befürworter der „geschlechtergerechte Sprache“ verweisen gern auf Studien, die freilich methodisch anfechtbar sind. Und es gibt noch mehr wissenschaftliche Einwände gegen das Gendern – meint Tobias Kurfer in einem hilfreichen Artikel, den er für DIE WELT geschrieben hat. Der Text enthält zudem einige Literaturhinweise.

Also:

Kontext, Wortart, Numerus (Plural oder Singular), Syntax, relative Häufigkeit von Maskulina und Worten auf „-in“, Stereotype und Weltwissen – das sind laut Forschung nur einige der Faktoren, die mitbestimmen, ob wir die Wörter Bürger, Forscher, Patienten, Demonstranten geschlechtsneutral verstehen oder eher männlich. Der Einfluss des Plurals etwa ist wohl beträchtlich. Eine Studie, die das eindrücklich zeigt, wurde 2012 mit niederländischen und deutschen Muttersprachlern durchgeführt.

Ein Ergebnis der Untersuchung war: Pluralformen generischer Maskulina wurden von den Probanden im Deutschen zu 97 Prozent korrekt verstanden, also geschlechtsneutral. Bei Rollenbezeichnungen wie Schüler, Zuschauer oder Bewohner waren es sogar 99 Prozent. Und die besonders umstrittenen Berufsbezeichnungen wie Ärzte, Politiker, Schauspieler verstanden die Versuchsteilnehmer zu 94 Prozent als neutral. Mit anderen Worten: Niemand denkt wirklich bei einem Satz wie „60,5 Millionen Bürger sind zur Bundestagswahl aufgerufen“ nur an Männer.

Mehr hier (allerdings hinter einer Bezahlschranke): www.welt.de.

Wer ich bin, das bestimme ich

Lebensläufe waren über Jahrhunderte geprägt von unabänderlichen Fixpunkten. Die freie Geschlechtswahl, die nun in mehreren Ländern eingefordert oder schon erlaubt wird, stellt dies infrage. Menschen können ihre Biografie erfinden und dann vom Staat beglaubigen lassen. Benedict Neff hat für die NZZ beschrieben, zu was für neuen Problemen das führt und in welche merkwürdigen Verwandlungs-Paradoxien wir uns verstricken:

Wir leben in merkwürdigen Zeiten. Einerseits wird der Mensch zur Majestät seiner Existenz, andererseits zum Sklaven seiner Identität. Denn neben der freien Geschlechtswahl etablieren sich zahlreiche Verwandlungstabus, die vor allem für die Mehrheitsgesellschaft gelten. Wenn Weisse temporär einmal Schwarze oder Indianer sein möchten, wird das nicht mehr gern gesehen. Als unlängst ein Mitglied eines Appenzeller Jodlerchors bei einer «Stobete» die Bühne mit schwarz angemaltem Gesicht, Bastrock und Trommel betrat, eröffnete die zuständige Staatsanwaltschaft ein Verfahren wegen Rassendiskriminierung. Die Aktion mag unsensibel gewesen sein, aber ist sie strafrechtlich relevant? Ein rassistisches Motiv war jedenfalls nicht zu erkennen.

Mehr: www.nzz.ch.

VD: LZ

Buchempfehlung für das Buch Der Siegeszug des modernen Selbst

In der Zeitschrift Bekennende Kirche ist eine Buchempfehlung für das Buch Der Siegeszug des modernen Selbst erschienen (Ausgabe 12/2022, Nr. 91, S. 52–54). Trueman wird dort mit folgenden Worten wiedergegeben:

Die Ursprünge dieses Buches liegen in meiner Neugierde. Ich wollte wissen, wie es sein kann, dass folgende Aussage heute stimmig erscheint: Ich bin eine Frau, die im Körper eines Mannes gefangen ist. Mein Großvater starb vor weniger als 30 Jahren, im Jahr 1994. Ich habe wenig Zweifel daran, dass er diesen Satz, wenn er ihm zu Ohren gekommen wäre, als Unsinn abgetan hätte. Heute betrachten viele diese Aussage nicht nur als sinnvoll, sondern als so bedeutsam, dass man als dumm, unmoralisch oder Träger einer irrationalen Phobie dasteht, wenn man sie in irgendeiner Weise hinterfragt oder ablehnt. Dies betrifft nicht nur Studenten, die Hochschulseminare über die Queer-Theorie oder den französischen Poststrukturalismus besucht haben, sondern ganz normale Menschen. […] Kurz gesagt: Um vom durchschnittlichen Denken der Welt meines Großvaters in die Welt von heute zu gelangen, waren allerlei gravierende gedankliche Verschiebungen nötig. Die Geschichte der Verschiebungen – oder besser gesagt ihrer Hintergründe – möchte ich in den folgenden Kapiteln darlegen.

Zentraler Punkt des Buches ist folgendeÜberzeugung: Die sogenannte sexuelle Revolution der letzten sechzig Jahre[…] kann erst dann richtig verstanden werden, wenn man sie im Kontext der umfassenden Veränderungen dessen betrachtet, wie die Gesellschaft den Menschen sieht. Die sexuelle Revolution istsowohl Symptom als auch Ursache fürdie Kultur, die uns heute überall umgibt,von den Sitcoms bis hin zum Parlament.Kurz gesagt ist die sexuelle Revolution einfach ein Ausdruck der größerenRevolution des „Selbst“, die im Westenstattgefunden hat. Erst wenn wir diesen größeren Kontext erkennen, sind wir in der Lage, die Dynamik der Sexualpolitik, die aktuell unsere Kultur beherrscht,wirklich zu begreifen.

Die Ausgabe von Bekennende Kirche kann hier heruntergeladen werden: Bekennende_Kirche_91.pdf.

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Augustins Briefe

Das Buch:

  • The Letters of St. Augustine. London: SPCK, 1919, S. 336.

gibt es inzwischen als freien Download.

Enthalten sind folgende Abteilungen:

  1. Letters Prior to His Congregation
  2. Letters on Paganism
  3. Letters on the Doctrine of God
  4. Letters on African Church Divisions
  5. Letters on the Doctrine of Grace
  6. Letters on Biblical Exposition
  7. Letters to S. Jerome
  8. Letters to Women
  9. Letters on the Eucharist
  10. Letters on Diocesan Affairs
  11. Letters of the Closing Years

Hier der Link zur PDF-Datei: letters-of-augustine_sparrow-simpson.pdf.

Franken JuGo

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Zum zweiten Mal finden von Januar bis März die „Franken-JuGo’s“ in Schwabach (Nähe Nürnberg) statt. Auch dieses Jahr werden verschiedene Könige Judas und Gottes Urteil über ihr Leben betrachtet. Das wird dazu herausfordern, sein eigenes Leben aus Gottes Perspektive zu überdenken und verändern zu lassen. Gleichzeitig stehen diese Könige aber auch im Kontrast zu dem einen perfekten König, Jesus Christus, der sein Volk auch heute noch rettet und es wunderbar regiert.

Komm vorbei beim „Franken JuGo“ und lass dich herausfordern, dein Leben unter die vollkommene Herrschaft dieses wahren Königs zu stellen.

Mehr Infos unter: www.franken-jugo.de.

Die Profiteure der Gendersprache

Was vor einigen Jahrzehnten als Nischenprojekt der „feministischen Linguistik“ begann, wird heutzutage vom Staat und von Großkonzernen wie Apple, Google oder Microsoft vorangetrieben: die Gendersprache.

Fabian Payr durfte für DIE WELT zusammentragen, wer von diesem Experiment profitiert und was für Schäden diese neue Sprachpraxis anrichtet. Ich fasse zusammen: 

Die Vorteile

  1. Gendern als Gesinnungsmarker: Wer gendert, bringt zum Ausdruck, dass er auf der Höhe der Zeit ist und sich im Lager der Fortschrittlichen und Guten ansiedelt. Gendern ist Distinktionsmerkmal und praktisches Instrument, um Informationen und die eigene politische Haltung zu einem zeitgeistkonformen Paket zu verschnüren.
  2. Gendern ist ein Geschäft: Gendersprache ist anspruchsvoll. Ein neuer Markt für Verlage und Ausbilder ist entstanden.
  3. Gendern schafft Arbeitsplätze: Leitfäden müssen erstellt, Formulare und Software geschlechtergerecht umgearbeitet und Stellenanzeigen genderfair ausgeschrieben werden. Somit ist Gendern auch eine Arbeitsbeschaffungsmaßnahme.
  4. Woker Kapitalismus – Fragmentierung der Gesellschaft: Philosophen wie Alexander Grau und Robert Pfaller haben darauf hingewiesen, dass linke Identitätspolitik und neoliberaler Kapitalismus eine perfekte Ehe eingegangen sind. Wenn Unternehmen wie Apple, Google oder Spotify sich mit „Diversität“ schmücken und ihre Texte mit Gendersternchen oder Doppelpunkten garnieren, so ist das mehr als bloße Anbiederung an den Zeitgeist. Diese Art von virtue signalling passt perfekt in ein politisches Umfeld, dass mit Engagement im Kleinen von den großen Problemen ablenken will.

Die Schäden

  1. Die Sprache nimmt Schaden: Sie verliert an Eleganz, Prägnanz, Praktikabilität, Natürlichkeit und Stimmigkeit.
  2. Ein exklusives Projekt: Wer das höchst anspruchsvolle Deutsche durch Gendern noch komplizierter macht, erschwert vielen Menschen den Zugang zu dieser Sprache: Kindern, Migranten, Menschen mit kognitiven oder sensorischen Beeinträchtigungen (etwa Blinde). 
  3. Die Gendersprache steht auf dem Kriegsfuß mit der Logik: Wer gegenderte Texte liest/hört, wird mit einer Vielzahl von Ungereimtheiten konfrontiert. Das fängt schon mit der Paradoxie an, dass Gendern einerseits alle Geschlechter sichtbar machen soll (wie bei „Student*innen“), dann aber wieder alle Geschlechter unsichtbar (wie bei „Studierende“). 
  4. Einschränkung der Redefreiheit: Immer mehr Behörden, Institutionen, Medien und Wirtschaftsunternehmen erklären Gendersprache zum zeitgemäßen und verbindlichen Sprachstandard. Jeder, der am etablierten Sprachgebrauch festhält, muss sich rechtfertigen. Sprach-Leitfäden üben Druck aus.
  5. Der rechte Rand profitiert: Der von Sprachgouvernanten gegängelte Wähler sucht immer öfter Zuflucht am äußersten rechten Rand des politischen Spektrums. Linke Identitätspolitik generiert rechte Wähler. 
  6. Gesellschaftliche Spaltung: Die unablässigen Debatten um moralisch korrektes Deutsch führen zu gesellschaftlicher Spaltung und sozialem Unfrieden. Wer es wagt, das Gesinnungsdeutsch zu kritisieren, wird in die rechte Ecke gestellt oder als rückschrittlich bezeichnet. 
  7. Gendern ist sexistisch: Kein Vorwurf wiegt schwerer als der Hinweis auf den sexistischen Kern des Genderns. Wer gendert, markiert unablässig das Geschlecht von Personen. 

Das Fazit: „Die überwältigende Mehrheit der Sprachgemeinschaft hat ihr Urteil über den genderfairen Sprachumbau gefällt: In ihren Augen überwiegt der Schaden bei Weitem den Nutzen. Es fragt sich, wann unsere Politiker diese Stimmen endlich wahrnehmen. Wer den lieben langen Tag ‚Sichtbarkeit‘ für die Marginalisierten dieser Erde einklagt, sollte die Mehrheit seiner Bevölkerung und ihre ebenfalls berechtigten Interessen nicht aus den Augen verlieren. Auch sie hat ‚Sichtbarkeit‘ verdient.“ 

Hier der vollständige Artikel (hinter einer Bezahlschranke): www.welt.de.

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Eine Stunde ohne Soziale Medien

So manche unter uns haben sich vielleicht vorgenommen, im neuen Jahr weniger Zeit mit den Sozialen Medien zu verbringen. Als Motivationsschub hier ein Erfahrungsbericht von dem Musiker Jonathan Ogden. Achtung: Nicht ganz ernst gemeint:

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