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Die deutsche Ausgabe von Logos 7

Meinen ersten Computer kaufte ich 1985. Ich war damals 20 Jahre alt. Damit gehöre ich weder zu den „digitalen Ureinwohnern“, die eine Welt ohne Computer nicht mehr kennengelernt haben, noch zu den „digitalen Einwanderern“, die erst als Erwachsene der Computerwelt begegnet sind. Ich bin irgendetwas mittendrin.

In meinem Freundeskreis war ich der Erste, der seine Nächte mit dem Rechner verbrachte. Ich interessierte mich damals für das Programmieren, das Entwickeln von kleinen Datenbanken und natürlich die enorm nützlichen Textverarbeitungen. „Digital Kids“ können sich gar nicht mehr vorstellen, was es bedeutet, eine Hausarbeit mit einer Schreibmaschine und „Tippex“ (eine Korrekturflüssigkeit zum Überdecken von Tippfehlern) zu schreiben. Für uns war das damals ein gewaltiger Entwicklungsschritt, Texte vor dem endgültigen Ausdruck stilistisch überarbeiten und korrigieren zu können. Zwar haben wir gelegentlich Wochen damit verbracht, Druckertreiber zu schreiben, die in der Lage waren, Sonderzeichen und Altsprachen zu drucken. Aber es war trotzdem eine große Erleichterung und machte riesigen Spaß.

In dieser Zeit lernte ich auch meine ersten digitalen Bibeln kennen. Mit einfachen Textdateien auf Disketten (Datenträger, die man in so genannte Laufwerke geschoben hat, um Daten zu lesen oder zu schreiben) fing es an. So waren wir nicht mehr gezwungen, Bibeltexte mühsam abzuschreiben, sondern konnten sie in unsere Ausarbeitungen hineinkopieren. Später kamen einfache Bibelprogramme mit schlichten oder bereits diffizilen Suchmöglichkeiten hinzu.

Die erste kommerzielle Bibelsoftware war für mich Elbikon und lief unters Windows 3.1. Später erwarb ich das BibleWorks-Paket, das ebenfalls unter Windows läuft und einschließlich der Ursprachen über Jahre hervorragende Dienste geleistet hat. BibleWorks zählt noch heute zu den führenden Bibelanwendungen (www.bibleworks.com). Als ich 2006 vollständig in die Welt von Apple wechselte, musste ich mich von Bibelworks trennen, da es damals keine praktikable Möglichkeit gab, unter dem Macintosh-Betriebssystem damit zu arbeiten. Ich verkaufte BibleWorks und wechselte zur Bibel-Software Accordance (www.accordancebible.com). Accordance war damals unter Theologen, die mit einem „Apple“ arbeiteten, das Programm der Wahl. Es eröffnete völlig neue Möglichkeiten im Umgang mit biblischen Texten und bibelnahen Referenzen. Damals veröffentlichte ich eine Rezension über Accordance und stehe noch heute zu der Begeisterung, die aus ihr spricht. Accordance ist in der aktuellen Version 12 eine exzellente Anwendung und gerade dort, wo schnelle Verarbeitung und große Exaktheit erwartet werden, etwa in der Forschung, sehr zu empfehlen.

Im Jahre 2016 bin ich trotzdem zur Bibel-Software Logos gewechselt. Dafür gibt es vor allem fünf Gründe:

Erstens liebe ich die Möglichkeit, in meinen Texten Begriffe, Sätze und Abschnitte zu markieren. Das geht unter Logos ganz hervorragend. Zwar kann das eine Software wie Accordance auch. Aber die Markierungen und Anmerkungen werden dort nicht auf dem Server gespeichert, sondern lokal auf dem genutzten Gerät. Leider sind mir beim Synchronisieren meine Hinterlegungen mehrfach verloren gegangen. Unter Logos läuft das ganz hervorragend und ich kann mir inzwischen diese Option nicht mehr wegdenken.

AugustinusZweitens nutze ich Logos nicht nur zum Bibelstudium, sondern auch zur Lektüre von eBooks. Das Angebot unter Logos ist einfach gigantisch und meist sind die Bücher untereinander verknüpft. Das bedeutet, dass, wenn ich etwa in der Dogmatik von Herman Bavinck einen Verweis auf den Gottesstaat von Augustinus finde, ich über ein Popup-Fenster die Referenzstelle sofort einsehen und – wenn ich das möchte – auch in das Buch „springen“ kann. Das setzt natürlich voraus, dass ich das entsprechende Werk unter Logos auch besitze. Ich habe durch diese Funktion schon immens viel Zeit gespart.

Drittens liebe ich die Logos-Software für mein Tablet. Da ich viel unterwegs bin, lese ich sowohl meine Bibel als auch sonstige Literatur auf dem iPad. Die Logos-Anwendung ist mir inzwischen ein nicht mehr wegzudenkender Begleiter geworden. Ich studiere damit (fast) täglich meine Bibeltexte, führe Gebetslisten und gehe der theologischen Literatur auf den Grund. So kann ich etwa die Zeitschrift Themelios im Logos-Format abonnieren und komfortabel lesen. Die 2018 erschienene mobile Logos-Anwendung hat einige Funktionen gründlich überarbeitet. Ich kann jetzt beispielsweise mehrere Bücher öffnen und einfach zwischen den Texten hin- und herspringen. Verbesserungen wünsche ich mir noch bei der Suchfunktion. Eine nüchterne Suche innerhalb des Buches, das ich gerade lese, würde das Erschließen von Inhalten vereinfachen. Derzeit muss ich noch in ein extra Suchmenü wechseln und eine entsprechende Auswahl vornehmen.

Viertens schätze ich die dynamische Preisgestaltung. Ich muss das kurz erklären: Manchmal kommt es vor, dass ich zum Beispiel einen Kommentar aus einer Kommentarreihe gekauft habe. Wenn ich später die gesamte Reihe erwerbe, zum Beispiel im Rahmen einer Rabattaktion, erkennt Logos beim Bestellvorgang, dass ich bereits einen Kommentar aus dieser Reihe besitze und kalkuliert entsprechend günstiger. Gleiches gilt auch für Paketangebote. Die Funktion hat mich schon mehrfach davor bewahrt, Bücher doppelt zu erwerben.

Besonders hervorheben möchte ich den fünften Grund für meinen Systemwechsel: Ich kenne keine Bibel-Software, die so viele deutsche Werke anbietet wie Logos. Der Hersteller hat sich vor Jahren entschlossen, auf dem deutschsprachigen Markt Fuß zu fassen und dafür personell und lizenzrechtlich enorm investiert. Schon mit der deutschen Version von Logos 6 Gold sind bedeutende Werke ausgeliefert worden. Ich nenne mal Siebenthals Griechische Grammatik zum Neuen Testament, das Theologisches Wörterbuch zum Alten Testament (ThWAT) oder den Kommentar zum Neuen Testament aus Talmud und Midrasch von Strack und Billerbeck (3 Bände).

Mit der deutschsprachigen Version 7 legt Logos noch einmal nach. So gehört bei der Version Gold Herders Theologischer Kommentar zum NT (24 Bände) dazu. Schon in der Version Silber ist mein geliebtes Exegetisches Wörterbuch zum Neuen Testament (EWNT) von Balz und Schneider oder auch das Theologische Handwörterbuch zum Alten Testament von Jenni und Westermann (2 Bände) enthalten. Nicht alle Werke können derzeit ausgeliefert werden. Es wird noch an ihnen gearbeitet. Wer allerdings jetzt Logos 7 erwirbt, bekommt die Produkte im Laufe der nächsten Monate nachgeliefert.

Wortstudie

Hinzu kommt, dass in der Version 7 die Datensätze für das Nachschlagen und Visualisieren von exegetischen Befunden überarbeitet und erweitert worden sind. Dank ihnen lässt sich in Logos jedes Wort des Bibeltextes nun auch in deutscher Sprache gründlich analysieren. Neben Bedeutungen und Wortformen stehen viele andere Informationen bereit, wie etwa Paralleltexte, Stilfiguren oder syntaktische Funktionen (die meisten Funktionen allerdings erst ab der Version Gold).

Für Einsteiger hält der Hersteller eine kleine Version bereit, die derzeit mit einem Frühveröffentlichungsrabatt von 20 Prozent erworben werden kann. Theologiestudenten und Theologen werden bei Silber oder Gold einsteigen. Ich kann das jedenfalls sehr empfehlen!

Hier der Link für mehr Informationen: de.logos.com.

„Facebook ist ein Tatort“

Tech-Größen aus dem Silicon Valley wenden sich gegen Facebook und Co. Sie wollen gegen die negativen Auswirkungen sozialer Netzwerke vorgehen. Die TAGESSCHAU meldet:

Ihre Verbitterung richte sich vor allem gegen Facebook, sagt Tristan Harris, ehemaliger Google-Manager, der die neue Initiative leitet. „Diese Tech-Unternehmen haben einen großen Einfluss auf unsere Kultur, auf unser Wahlverhalten, auf die Entwicklung von Kindern. Sie sind mächtiger als nahezu jeder Politiker – sie beeinflussen die Gedanken von zwei Milliarden Nutzern. Dazu benötigen wir eine Diskussion“, fordert Harris im Wirtschaftssender Bloomberg.

Erst kürzlich hat Marc Benioff, Chef des Cloudanbieters Salesforce, gefordert, man solle Facebook behandeln wie die Tabakindustrie. Das soziale Netzwerk mache süchtig und schade den Menschen. Apple-Chef Tim Cook meinte, er wolle nicht, dass sein Neffe soziale Netzwerke benutze. Ärzte in den USA hatten Facebook vor wenigen Tagen aufgefordert, eine Chat-App wieder vom Markt zu nehmen, die sich an Kinder ab sechs Jahren richtet.

#NETZDG erweist sich als Desaster

Der 30. Juni 2017 war ein denkwürdiger Tag. Zuerst hat der Deutsche Bundestag mit 393 Ja-Stimmen geradezu berauscht die „Ehe für alle“ eingeführt. Und anschließend wurde in Gegenwart von nur 40 bis 60 Politikern das Netzwerkdurchsetzungsgesetz (NETZDG) bei Gegenstimmen der Fraktion Die Linke und Enthaltung der Fraktion Bündnis 90/Grüne und nur einer Gegenstimme aus den Reihen der CDU/CSU-Fraktion verabschiedet.

Maas sagte in der kurz geführten Debatte (alles nachzulesen im Protokoll der Sitzung):

Mit diesem Gesetz beenden wir das verbale Faustrecht im Netz und schützen die Meinungsfreiheit aller, die im Netz unterwegs sind und sich dort auch äußern wollen. Wir stellen sicher, dass jeder seine Meinung äußern kann, ohne deswegen beleidigt und bedroht zu werden. Das ist keine Einschränkung, sondern es ist eine Voraussetzung für die Ausübung der Meinungsfreiheit.

Das Gesetz gegen Hass im Netz erweist sich bereits nach wenigen Tagen als Desaster. Die sozialen Netzwerke werden nicht befriedet, sondern wirken zunehmend toxisch. DIE WELT hat eine kurze Zwischenbilanz veröffentlicht:

Und selten gab es wohl ein Gesetz, bei dem sich bereits nach einer knappen Woche konstatieren lässt, dass es nicht das tut, was es tun soll. Beziehungsweise: Es tut viel zu viel. Oder noch präziser: Es verleitet die Netzwerke dazu, viel zu viele Beiträge aus ihren Netzwerken zu löschen, die zwar möglicherweise schwer zu ertragen, aber vom Grundsatz der Meinungsfreiheit gedeckt sind.

Selbst in Fällen, die juristisch zweifelhaft sind, wird – wie im Vorfeld prognostiziert – lieber ein Kommentar gelöscht, um sich als profitorientiertes Unternehmen nicht angreifbar zu machen. Denn eine Geldstrafe für das Löschen von zu vielen Postings gibt es natürlich nicht. Zumal die Betreiber der Netzwerke auf ihren Plattformen im rechtlichen Rahmen letztlich schalten und walten können, wie sie wollen.

Hier: www.welt.de.

Lesen am Bildschirm

Immer höre ich Leute sagen: „Ich lese meine Bibel lieber analog auf Papier gedruckt!“ Dafür kann es gute Gründe geben. Schon im März berichtete Fridtjof Küchemann über Vor- und Nachteile der digitalen Lesegeräte. Jetzt hat er mit der Psychologin Rakete Ackerman vom Israel Institut of Technology über das Lesen am Bildschirm gesprochen.

Unsere Untersuchungen legen nahe, dass die Menschen digitale Geräte mit oberflächlichem Lesen verbinden. Grundsätzlich sehen wir eine Unterlegenheit von Bildschirmen bei Lern- und Problemlöseergebnissen, bei der Selbsteinschätzung der Leistung und der Effektivität im Umgang mit Zeit. Interessanterweise ist das allerdings nicht durchgehend der Fall.

Heißt das nun, dass wir die Tablets lieber beiseitelegen sollen? Nein! Jüngste Untersuchungen deuten an, dass man mit der richtigen Einstellung auch auf digitalen Lesegeräten vertieft studieren kann:

Unsere jüngste Untersuchung zeigt, dass es am Bildschirm ganz besonderer Aufgabenstellungen bedarf, damit Menschen effektive Problemlösung betreiben, während es auf Papier ihre grundsätzliche Vorgehensweise ist. Wenn eine Aufgabe zum Beispiel als das eigentliche Ziel und nicht als Training zur Vorbereitung auf eine andere Aufgabe vorgestellt wird, erreichen die Menschen am Bildschirm und auf Papier gleiche Werte. In einer früheren Studie konnten wir zeigen, dass die Aufgabe, beim Lesen den Inhalt eines Textes mit Stichwörtern zusammenzufassen, die gleiche Wirkung hat. Es gibt also ganz einfache Verfahren, um die Unterlegenheit des Bildschirmlesens auszugleichen. Allerdings stammen unsere Erkenntnisse aus Untersuchungen mit Studienanfängern im Labor. Sie sind also nur ein erster Schritt. Wir müssen die Bedingungen erforschen, wie solche Verbesserungen auch in alltäglichen Lebenssituationen möglich werden.

Ich finde es gut, dass die Untersuchungen zum digitalen Leseverhalten Schwung aufnehmen.

Hier: www.faz.net.

Orwell in China

China möchte bis 2020 ein System aufbauen, das das Verhalten seiner Bürger bewertet. Das chinesische „Sozialkreditsystem“ soll möglichst alles erfassen: Zahlungsmoral, Strafregister, Einkaufsgewohnheiten, Lebensstil und Lebenswandel. Dafür werden Daten über Daten gesammelt. In Städten, in denen Pilotprojekte laufen, machen viele Bürger begeistert mit. Wer gehorcht, wird belohnt.

Ich kann die Sendung aus der Reihe SWR2 Kontext sehr empfehlen:

 

Erweiterte Interlinearbibeln für Logos

In der Bibelsoftware Logos ermöglicht eine erweiterte Interlinearbibel den Zugriff auf den biblischen Grundtext in Hebräisch oder Griechisch innerhalb einer Übersetzung und liefert zudem eine linguistische Kurzanalyse.

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Bald wird es unter Logos neben der Luther84 zwei weitere deutschsprachige Interlinearbibeln geben, nämlich Schlachter2000 und Luther2017.

Mehr hier: deutsch.logos.com.

Mehr Informationen über deutschsprachige Logos-Ausgaben gibt es hier: de.logos.com.

Logos in Deutsch kostenlos testen

Logos Basic ist die kostenlose Version des marktführenden professionellen Bibelprogramms. Seit ein paar Tagen gibt es eine kostenlose deutschsprachige Einführungsversion der Software. Um Basic Deutsch herunterzuladen, ist nur eine Anmeldung  für den Newsletter erforderlich.

Mehr Informationen hier: de.logos.com.

Tablet oder Papier?

Lesen wir mit Tablet und Smartphone anders als im gedruckten Buch? Welchen Einfluss hat das Lesegerät auf unsere Fähigkeit, das Gelesene zu erinnern? Welche darauf, sich ins Lesen auch zu vertiefen?

Fridtjof Küchemann aus der FAZ-Redaktion setzt sich in seinem Artikel „Wo stand das jetzt gerade noch?“ genau mit solchen Fragen auseinander. Mehr als hundertfünfzig Wissenschaftler aus mehr als dreißig Ländern haben sich Ende 2014 zur Initiative E-Read zusammengeschlossen, um die Leseprozesse im digitalen Zeitalter zu erforschen.

Die allgemeinen Vorteile von digitalen Lesegeräten sind nicht von der Hand zu weisen: ihre Speicherfähigkeit, die leichte Verfügbarkeit schier grenzenloser Textmengen, die Möglichkeit, die Größe der Buchstaben und die Helligkeit des Hintergrunds auf die eigenen Bedürfnisse abzustimmen. Wer in Texten sucht oder den Verweisen auf andere Texte direkt nachgehen will, wird die Vorteile des Bildschirmlesens schätzen.

Es gibt aber auch ein großer „ABER“:

Andererseits hat das Lesen am Bildschirm auch seine Nachteile. In ihrem zwei Jahre alten Buch „Words On Screen“ fasst die Linguistin Naomi Baron den Forschungsstand so zusammen: Das Lesen gerade längerer Texte sei auf dem Bildschirm schwieriger, das vertiefte Lesen, das Erinnern des Gelesenen, der persönliche Zugang und die emotionale Beteiligung fielen schwerer. Das Erinnerungsvermögen, erklärt der Niederländer Aariaan van der Weel, Buchwissenschaftler an der Universität Leiden, werde durch die physische Verortung des Gelesenen begünstigt: Wir verknüpfen bestimmte Textpassagen mit ihrer Position in einem konkreten Buch. Wenn wir beim Lesen scrollen oder auf demselben Gerät verschiedene Texte läsen, werde das verhindert.

Theresa Schilhab, Erziehungswissenschaftlerin an der Universität Aarhus, sieht diesen Verzicht auf physische Anker, der mit dem Gebrauch digitaler Multifunktiönsgeräte einhergeht, in noch größerem Rahmen! Schon Babys würden mit iPads beruhigt, abgelenkt oder unterhalten und wendeten sich immer weniger der gegenständlichen, physischen Welt zu. Unsere unmittelbaren Erfahrungen nähmen ab. Das multimediale Füllhorn führe dazu, dass wir uns mit der wirklichen Welt immer weniger beschäftigten. „Ich möchte nicht nahelegen, dass diese Entwicklung ein Irrweg ist“, formuliert die Forscherin vorsichtig, „aber ich wäre froh, wenn wir uns ernsthafter mit den Folgen beschäftigen worden, die das für unser Lernen oder für unser Verständnis von der Welt haben könnte.“

Mir persönlich ist die Umstellung auf das digitale Lesen schwergefallen und ich trauere meiner Bibel samt den Anstreichungen immer wieder nach. Da ich aber viel auf Reisen bin, überwiegen die Vorteile der digitalen Reader. Das Mitschleppen von Büchern während der Zugfahrten ist – von Ausnahmen abgesehen – Vergangenheit. Die Software Logos erlaubt es mir, auf eine umfängliche Bibliothek zuzugreifen, vorausgesetzt, ein WLAN steht zur Verfügung. Bücher, mit denen ich häufiger arbeite, habe ich auf dem lokalen Speicher meins Tablets gesichert, darunter mehrere Bibeln. So mache ich inzwischen das persönliche Bibelstudium auf dem Tablet unter Logos. Eine feine Sache, aber dennoch nicht unproblematisch. Folgende Beobachtung kann ich bestätigen:

Selbstverständlich könne auf einem Tablet genauso eindringlich gelesen werden wie in einem Buch, stellt Adriaan van der Weel klar, es sei nur sehr viel weniger wahrscheinlich. Die Verbreitung von ausschließlich für das Lesen vorgesehenen digitalen Geräten wie dem Kindle oder dem Tölino halte sich in Grenzen. Und auf den Smartphones und Tablets konkurriere das Lesen mit der nächsten Whatsapp-Nachricht, einem Youtube-Clip öder dem raschen Blick in die Facebook-Timeline. Ablenkung sei ein Merkmal dieser Geräte, und es könne auch zum Merkmal von Texten werden, die eigens für diese Geräte entstanden seien. „Das Lesen hat Effekte, die wir nicht bewusst suchen, die aber beim Lesen gedruckter Texte gut zum Tragen kommen“, erläutert van der Weel: „der Rückzug aus der sozialen Umwelt, die Anregung der Phantasie, die Entwicklung von Empathie, die Entwicklung und Verbesserung der Konzentrationsfähigkeit und der Disziplin, die Erweiterung des Wortschatzes oder abstraktes Denken.

Die digitalen Lesegeräte werden sich weiter verbreiten und wohl langfristig durchsetzen. Dennoch hoffe ich, dass uns die gedruckten Bücher noch lange erhalten bleiben. Ich liebe in diesem Fall das Arrangement.

Fridtjof Küchemann hat einen feinen Beitrag geschrieben (FAZ vom 22.03.2017, Nr. 69, S. 9). Vielen Dank!

Nachtrag vom 24.03.2017: Der Artikel steht inzwischen online: www.faz.net.

Logos 6 Gold zu gewinnen!

Gold 3DBis zum 11. März verlost Faithlife ein Paket der Bibelsoftware Logos Gold 6 Deutsch.

Logos 6 Gold (deutsch) ist das bislang mächtigste Bibelprogramm, das in deutscher Sprache verfügbar ist. Neben umfassenden Funktionen zur Analyse des Bibeltexts enthält Logos auch eine digitale Bibliothek theologischer Werke. Was Logos kann, erfahren Sie hier.

Die Teilnahme an der Verlosung ist kostenlos, die (ganz gewöhnlichen) Teilnahmebedingungen lassen sich in dem Formular am unteren Seitenrand unter „Terms & Conditions“ nachlesen (siehe die Markierung im Bild unten).

Logos

Den Link zum Gewinnspiel gibt es hier: deutsch.logos.com.

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