Orwell in China

China möchte bis 2020 ein System aufbauen, das das Verhalten seiner Bürger bewertet. Das chinesische „Sozialkreditsystem“ soll möglichst alles erfassen: Zahlungsmoral, Strafregister, Einkaufsgewohnheiten, Lebensstil und Lebenswandel. Dafür werden Daten über Daten gesammelt. In Städten, in denen Pilotprojekte laufen, machen viele Bürger begeistert mit. Wer gehorcht, wird belohnt.

Ich kann die Sendung aus der Reihe SWR2 Kontext sehr empfehlen:

 

Kommentare

  1. Orwell nicht nur in China!

    Ich habe ein ähnliches System bereits erlebt, als ich einen Teil meiner Adoleszenz in den sechziger Jahren, noch vor den bösen 68ern, in einer -durch und durch katholischen- Kleinstadt in Bayern verbringen durfte.
    Das war wirklich eine Orwellsche Erfahrung und mehr als eineinhalb Jahrzehnte später war dieses bösartige System noch in Kraft, als es zum Beispiel Christine Schanderl völlig ungerechtfertigt traf, wie alle gerichtlichen Instanzen festgestellt haben.
    Nicht dass man im Glashaus gar keine Steine schmeissen dürfte! Das chinesische System ist sicher ein würdiger Gegner für aufrechte Demokraten im freiheitlich verfassten Rechtsstaat, aber es gibt eben auch bei uns im staatlichen und kirchlichen Bereich Felder, in deren Richtung man vielleicht vorsichtiger sein könnte, beim Steine schmeissen.

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