Psychologie

Studie: Immer mehr Jugendliche bereuen Transition

Laut einer Studie klinischer Gesundheitspsychologen ist nicht nur die Zahl der Kinder und Jugendlichen, die ihr biologisches Geschlecht hormonell und operativ verändern wollen, in den westlichen Industrienationen rapide angestiegen, sondern auch die Zahl der Jugendlichen, die zu ihrem biologischen Geschlecht zurückkehren wollen. Sie halten eine Transition nicht für das Mittel der Wahl und wünschen sich alternative Angebote. Das berichtete das Institut für Medizinische Anthropologie und Bioethik (IMABE) Anfang Oktober.

DIE TAGESPOST schreibt: 

Fazit der Untersuchung, für die ein Team um den klinischen Gesundheitspsychologen Pablo Exposito-Campos von der Universität des Baskenlandes in Nordspanien Daten von 2.689 Personen sichtete: Die Rückkehr ins eigene Geschlecht sei „oft mit einem Mangel an sozialer und professioneller Unterstützung“, fehlenden Informationen und Ressourcen sowie „mit zwischenmenschlichen Schwierigkeiten, Identitätsproblemen und Stigmatisierung durch Detransphobie“ verbunden. Betroffene hätten oft „mit komplexen Gefühlen wie Trauer und Schuld“ sowie „mit Diskriminierung und Ablehnung“ zu kämpfen. Das Gros der Betroffenen seien Mädchen.

Mehr: www.die-tagespost.de.

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Hinter dem Regenbogen

Gemäß dem affirmativen Modell gilt Transsexualität als ein subjektives Gefühl, das nicht hinterfragt werden darf. Frau Prof. Dr. med. Sibylle M. Winter von der Charité in Berlin sagte dazu einmal: „Für uns bedeutet das: Wir prüfen nicht, wir stellen es nicht infrage. Wir schauen nicht, ob es wirklich so ist“ (siehe hier). 

Dieser affirmative Behandlungsansatz gerät nun immer stärker in die Kritik. Nachfolgernd dazu der Auszug eines WELT-Interviews mit dem Jugendpsychiater Alexander Korte: 

WELT: Die Transgender-Diskussion ist zum Politikum geworden, wird auf Kosten körperlich gesunder Kinder und Jugendlicher ausgetragen, wie Sie es in Ihrem Buch darstellen. Wie kann man wieder – ohne allzu großen Gesichtsverlust der extremen Pole – zu einer sachlichen Auseinandersetzung kommen?

Korte: Der Gesichtsverlust, wenn man so will, findet seit Anfang dieses Jahres statt, seit nämlich der Cass-Review (britische Studie zur Behandlung von Kindern und Jugendlichen mit Geschlechtsdysphorie, Anm. d. Red.) den affirmativen Behandlungsansatz und Pubertätsblocker als das entlarvt hat, was sie sind: kindergefährdende Freistil-Medizin ohne jede Evidenz. Das Pendel des Zeitgeistes schlägt gerade zurück – auch wenn manche den Big Bang noch immer nicht gehört haben. Die Grünen haben es erkannt, ihre Chefs sind zurückgetreten und haben sich Asche aufs Haupt gestreut. Respekt! Auch so wahrt man sein Gesicht!

WELT: Könnten neben identitätspolitischen Motiven nicht auch wirtschaftliche Aspekte eine Rolle spielen? Immerhin profitieren Ärzte und Pharmafirmen durch Eingriffe und Gender-Beratungszentren. Die Ampel-Regierung hat eine Kostenübernahme für „geschlechtsangleichende“ Maßnahmen im Koalitionsvertrag vereinbart.

Korte: In den USA machen Pharmakonzerne und körpermodifizierende Medizin schon jetzt ein dreistelliges Millionengeschäft mit der Transgender-Hausse. Mit exponentiellen Zuwachsraten, die wir auch bald bei uns sehen werden. Früher hieß der zynische Spruch amerikanischer Ärzte: „One pacemaker a day keeps your boat in the bay!“ Bald könnte es heißen: „I am a doctor in the gendertainment business!“

Mehr (hinter einer Bezahlschranke): www.welt.de.

Das mit Spannung erwartete Buch Hinter dem Regenbogen: Entwicklungspsychiatrische, sexual- und kulturwissenschaftliche Überlegungen zur Genderdebatte und zum Phänomen der Geschlechtsdysphorie bei Minderjährigen von Alexander Korte erscheint Ende Oktober und kann bereits vorbestellt werden.

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Autogene Training – eine dunkle Entstehungsgeschichte

Seit vielen Jahren ist das autogene Training ein Renner. Die These: Mit Hilfe der eigenen Vorstellungskraft könne man sich durch autogenes Training in einen Zustand der Entspannung versetzen, Stress abbauen und sogar Schlafstörungen lindern. Die sanfte Form der Selbsthypnose wird nicht nur von verschiedensten Krankenkassen empfohlen (vgl. hier), sondern hat sich hin und wieder auch in christliche Seelsorgeangebote eingeschlichen. Und Jesusnachfolger, die einst Esoteriker waren und heute vor der Methode warnen, werden nicht selten schief angeschaut.

DIE WELT präsentiert den Artikel eines Arztes, der dem autogenen Training abgeschworen hat, nachdem er auf die dunkle Geschichte des deutschen Erfinders Johannes Heinrich Schultz gestoßen ist. Schultz, als „international herausragende Persönlichkeit der Neuropsychiatrie und Psychotherapie“ gefeiert, war ein echter Nazi und Förderer des „Euthanasie“-Programms.

Zitat: 

Das Autogene Training wurde vor rund hundert Jahren von dem deutschen Psychiater Johannes Heinrich Schultz (1884 – 1970) entwickelt. Schon als junger Arzt begann Schultz, der Medizin in Lausanne, Breslau und Göttingen studiert hatte, sich für Hypnose zu interessieren und hierzu seine eigene Methode zu entwickeln. Zunächst hatte er, der 1924 nach Berlin gezogen war, sie als „autogene Organübungen“ benannt, aber in seinem Buch von 1932 änderte er dann den Namen in „Autogenes Training“, ein Begriff, der so viel bedeutet wie ein Training, das aus sich selbst heraus entsteht.

Schultz kann als überzeugter Nazi gelten. Er war zwar in erster Ehe mit einer jüdischen Kinderärztin verheiratet gewesen, machte dennoch rasch Karriere. Schultz wurde 1933 Vorstandsmitglied der Deutschen Medizinischen Gesellschaft für Psychotherapie unter Matthias Heinrich Göring, Arzt und Cousin des Reichsmarschalls Hermann Göring.

Von 1936 an war er Vorstandsmitglied des Deutschen Instituts für Psychologische Forschung und Psychotherapie. Er trat dem Nationalsozialistischen Kraftfahrerkorps (NSKK) bei, das 1935 in der SA aufging, und war Mitglied der Nationalsozialistischen Ärztekammer.

Schultz war ein aktiver Befürworter der Zwangssterilisation von Personen, die damals als genetisch belastet eingestuft wurden, und des „Euthanasie“-Programms der Nazis, das die Vernichtung von Behinderten und anderen „lebensunwerten“ Menschen betrieb. Durch seine Diagnosen fällte Schulz zahlreiche Todesurteile und er prägte sogar den Begriff „Todesurteil in Form einer Diagnose“. Schultz wurde schließlich stellvertretender Direktor des Göring-Instituts in Berlin. 

Mehr: www.welt.de.

Verlässliche Familienstrukturen begünstigen Lebenszufriedenheit und Gesundheit

Die Soziologin Bettina Hünteler erforscht am Max-Planck-Institut für demografische Forschung und an der Universität zu Köln, welche Familienkonstellation ein glückliches Leben fördert. Wenig überraschend fand sie heraus, dass verlässliche Familienstrukturen über Generationen hinweg zur psychischen Stabilität beitragen.

Zitat:

Wenn man über einen langen Lebenszeitraum mehrere Rollen gleichzeitig innehat, man also einerseits Kind seiner Eltern ist, anderseits aber auch selbst schon Kinder oder Enkel hat, dann scheint das für Menschen dieser Geburtsjahrgänge eher positiv gewesen zu sein. Beispielsweise haben Menschen, die in einer Vier-Generationen-Familie leben und spät die eigenen Eltern verlieren, in der Tendenz eine leicht erhöhte Lebenszufriedenheit.

Im Gegensatz dazu haben wir herausgefunden, dass Menschen, die kinderlos bleiben und auch früh ihre Eltern verlieren, eine geringere Lebenszufriedenheit und mehr funktionale Einschränkungen, also etwa Einschränkungen des Bewegungsapparats haben. Die Frage, wie lange wir in großen Familienstrukturen leben, scheint hier einen Unterschied zu machen. Menschen, die in einer Drei-Generationen-Familie mit Kindern und Enkelkindern leben, waren auch weniger von Depressivität oder funktionalen Einschränkungen betroffen. Je kleiner das Generationengefüge, desto schlechter war es um Gesundheit und Lebenszufriedenheit bestellt. 

Mehr (hinter einer Bezahlschranke): www.welt.de.

Haidt: Universitäten in einem Zustand tiefer Schande

Der amerikanische Psychologe Jonathan Haidt ist der Meinung, dass die großen Universitäten in den USA ihren Kredit verspielt haben. Sie seien zu Orten großer Schande geworden:

Politische Proteste sind natürlich in Ordnung, aber leider haben amerikanische Universitäten seit dem Jahr 2015 die Idee des störenden Protests und der Einschüchterung legitimiert. Wir hatten eine Kulturrevolution auf dem Campus, bei der es jedem, der für das, was man soziale Gerechtigkeit nannte, protestierte, erlaubt war, Redner stillzustellen. Sie durften Kurse blockieren und sich in einer sehr einschüchternden Art gegenüber Leuten verhalten, die nicht mit ihnen übereinstimmten. Das begann 2015 und hat uns an einen dunklen Ort geführt.

Die Universitäten der Vereinigten Staaten befinden sich in einem Zustand tiefer Schande. Wir hatten früher die beste Marke der Welt, jetzt haben wir eine schreckliche Marke. Wir sind zum Gespött geworden. Wir sind lächerlich. Die Dinge, die die Protestierenden sagen, würden hart bestraft werden, würde es um jede andere Gruppe gehen. „From the river to the sea“ ist ein Aufruf zur Vernichtung Israels.

Wir haben neun Jahre lang über Mikroaggressionen diskutiert. Mikroaggressionen sind so Fragen wie „Woher kommst du?“ Das ist lächerlich. Wir haben uns so sehr damit beschäftigt, die Identitätsgefühle der Menschen zu beschützen, und plötzlich schreien Gruppen „Tod den Zionisten“. Die Verfassung schützt auch die Verwendung eines Slogans wie „There is only one solution, intifada revolution“, er bedroht aber Juden auf eine Art und Weise, wie wir es bei keiner anderen Gruppe zulassen würden. Hier zeigt sich die außergewöhnliche Heuchelei der Universitäten. Meine Hoffnung ist, dass wir die Heuchelei und den Mikroaggressions-Unsinn beenden.

Mehr: www.welt.de.

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