
Pünktlich zum 100-jährigen Jubiläum der Erstveröffentlichung der Menge-Bibel (1926) erscheint in der „edition predigt.archiv“ eine Neuausgabe des Neuen Testaments (sowie des Alten Testaments in weiteren Bänden). Es handelt sich dabei um die originale, unrevidierte Textfassung von 1939 (Ausgabe letzter Hand).
Diese Edition unterscheidet sich in zwei wesentlichen Punkten von klassischen Ausgaben, was sie zu einem besonderen Werkzeug für die theologische Textarbeit macht:
- Ein durchgehender Fließsatz ohne Verszählung: Der Verzicht auf die Versziffern im Text lenkt den Blick zurück auf den literarischen und theologischen Gesamtzusammenhang. Gerade die neutestamentlichen Lehrbriefe lassen sich so wieder als fortlaufende Gedankengänge und Argumentationslinien erfassen, ohne die Gefahr einer atomistischen Fragmentierung des Textes. Zur Orientierung sind lediglich die Kapiteleinteilungen dezent erhalten geblieben.
- Ein echter Schreibrand von 4,5 cm: Um dem Anspruch einer echten Arbeitsbibel gerecht zu werden, bietet das einspaltige Layout knapp 5 Zentimeter freien Außenrand auf jeder Seite. Dieser Platz ist ideal für exegetische Notizen, Strukturierungsentwürfe für Predigten oder eigene Wortstudien, ohne dass Notizen in den Bundsteg gedrängt werden.
Abgerundet wird die Ausgabe durch ein klares, ruhiges Schriftbild mit klassischen Schmuck-Initialen und einer hochwertigen Umschlaggestaltung aus dem Hause 2K/DENMARK.
Wer war der Bibelübersetzer Dr. Hermann Menge und welche Schwerpunkte legte er bei seiner Bibelübersetzung? Joannes Otto hatte anlässlich seines 75. Todestags den Artikel „Suche Jesum und sein Licht …“ geschrieben, der diese Fragen beantwortet und hier heruntergeladen werden kann: Menge.pdf.
Eine Leseprobe der neuen Bibelausgabe mit einem durchgehenden Fließsatz gibt es hier: Bibel_Menge_1939_NT_Leseprobe.pdf.
Bestellt werden können die Bände beispielsweise bei Amazon (#ad):
Lieber Herr Kubsch, von Herzen vielen Dank für das Vorstellen meines Herzensprojekts – ich habe mich sehr über Ihren Beitrag gefreut! Danke auch für den Hinweis und die Verlinkung des Beitrags zum 75. Todestag von Hermann Menge. Die Menge-Bibel besitzt eine sprachliche Tiefe und Präzision, die im heutigen Dschungel der Neuübersetzungen zu Unrecht in den Hintergrund gerückt ist. Mit dem Buchsatz hatte ich eine Bibel im Sinn, die dem Text den Raum zurückgibt, den er ursprünglich hatte: als zusammenhängender Text. Und, wenn man die Psalmen liest, als zusammenhängendes Gedicht. Am Anfang ist es ungewohnt, etwa die Lehrbriefe ohne Verseinteilung zu lesen; aus Gewohnheit versucht man, die Verse zu „finden“. Doch nach kurzer Zeit genießt man einfach das Lesen im Zusammenhang; und dieser erschließt sich dann viel leichter. Mit dem breiteren Schreibrand habe ich mir zugleich einen kleinen Wunsch erfüllt: mehr Platz für Notizen, denn die 2,8 cm Rand in meiner Schlachter-Schreibrandbibel waren mir immer „zu wenig“. Ich hoffe sehr, dass… Weiterlesen »