August 2012

JESOT

JESOT-1.1.jpgBei Rob Bradshaw habe ich erfahren, dass es ein neues Journal für das Studium des Alten Testaments gibt, nämlich das Journal for the Evangelical Study of the Old Testament (JESOT).

Zum Journal schreiben die Herausgeber:

Scope

Journal for the Evangelical Study of the Old Testament (JESOT) is a peer-reviewed journal devoted to the academic and evangelical study of the Old Testament. The journal seeks to fill a need in academia by providing a venue for high-level scholarship on the Old Testament from an evangelical standpoint. The journal is not affiliated with any particular academic institution, and with an international editorial board, online format, and multi-language submissions, JESOT cultivates and promotes Old Testament scholarship in the evangelical global community. The journal differs from many evangelical journals in that it seeks to publish current academic research in the areas of ancient Near Eastern backgrounds, Dead Sea Scrolls, Rabbinics, Linguistics, Septuagint, Research Methodology, Literary Analysis, Exegesis, Text Criticism, and Theology as they pertain only to the Old Testament. The journal will be freely available to the scholarly community and will be published bi-annually online. Hard copies will be produced by request. JESOT also includes up-to-date book reviews on various academic studies of the Old Testament.

Doctrinal Position

The editorial staff and board of Journal for the Evangelical Study of the Old Testament endorses the following doctrinal statement which has been adapted from the internationally oriented Lausanne Covenant:

1. The belief in the one eternal God who exists in three persons as Father, Son, and Holy Spirit, and who creates and governs all things in accordance with his will.

2. The belief that the Old and New Testament Scriptures are divinely inspired, without error in all that they affirm, the only infallible rule of faith and practice, and able to accomplish God’s purpose of salvation.

3. The deity of Jesus Christ, his substitutionary death on the cross as the necessary means for the redemption of the world, and his bodily resurrection and return.

4. The work of the Holy Spirit in granting new life to the believer and bearing witness to the Truth through the study and proclamation of the Word of God.

Die Herausgeber sind Stephen J. Andrews, William R. Osborne, Russell L. Meek. Zu den Mitarbeitern gehören Größen wie Walter C. Kaiser Jr., James K. Hoffmeier oder George Athas.

JESOT 1.1 kann hier heruntergeladen werden: JESOT-1.1-internal-linked.pdf.

Aufklärung in Sachen Europa

Otfried Höffe, emeritierter Philosophieprofessor aus Tübingen, plädiert in seinem FAZ-Beitrag „Souverän ist, wer über Verstand verfügt“ (10.08.2012, Nr. 185, S. 33) für mehr Aufklärung „in Sachen Europa“. Ein wohltuender Ruf nach mehr Ehrlichkeit und Klarheit, besonders angesichts der Verneblung der Debatten mit „Generalfloskeln wie ‚alternativlos‘“.

Bei der Frage: Was eint Europa?, verweist Höffe exemplarisch auf die Aufklärung im Kantschen Sinne. Damit aber leider auch nur auf eine Seite der Medaille. So wichtig es ist, Klarheit ins Denken und in die Argumente zu bringen (und hier sehe auch ich ein Verdienst der kritischen Philosophie), so schade ist es doch, wenn wir vergessen, dass es ohne Christentum ein freiheitliches Europa nicht geben würde. Der säkulare Staat ist zwar in mancherlei Hinsicht eine Antwort auf den christlichen Glauben und damit das Produkt der Emanzipation des Weltlichen vom Geistlichen. Trotzdem ist ein modernes Europa ohne Christentum undenkbar, ja das moderne Staatsverständis einschließlich der Trennung von weltlicher und geistlicher Macht hat selbst christliche Wurzeln (genauer wahrscheinlich reformatorische). Der Rechtsphilosoph und ehemaliger Verfassungsrichter Böckenförde hat es prägnant formuliert: „Der freiheitliche, säkularisierte Staat lebt von Voraussetzungen, die er selbst nicht garantieren kann“ (E.-W. Böckenförde, Die Entstehung des Staates als Vorgang der Säkularisation, S. 60).

412gU4hcxNL._SL500_AA300_.jpgIch lese gerade ein faszinierendes Buch des katholischen Philosophen Martin Rhonheimer mit dem Titel Christentum und säkularer Staat: Geschichte – Gegenwart – Zukunft, Herder Verlag, 2012, 473 S.). Der Schweizer Rhonheimer geht in seiner ausgesprochen soliden Untersuchung der Frage nach, ob Aufklärung und Moderne auf dem Humus einer vom christlichen Glauben geprägten Zivilisation erwachsen sind. Das Bild, welches er zum Einstieg verwendet, ist eindrücklich (S. 15):

Stellen wir uns vor: Wir sitzen auf der Spitze eines Baumes mit wunderbaren Ästen und Früchten, genießen den Blick in die Weite. Dann wandert unser Blick hinab. Wir sehen andere, wunderbare und auch weniger wunderbare Äste, die dem Stamm entsprießen. Der Blick nach unten ist ein Blick in die Geschichte des Baumes. Wir erblicken da auch eine Menge knorriges, verwachsenes Geäst und am Boden einige herabgefallene, bereits angefaulte Früchte. Und nun – so stellen wir uns vor – rufen wir empört: „Was doch dieser Stamm nicht alles an Unrat hervorgebracht hat! Er taugt zu nichts mehr und muss umgehauen werden!“ Natürlich wäre dies ein höchst törichtes Unterfangen. Der Sturz aus der Höhe wäre die unausweichliche Folge. Aber nicht nur den Stamm umhauen wäre töricht, auch das Urteil über ihn ist es, und noch törichter erscheint es, dass wer so urteilt, übersieht, wem er seine Höhenposition und die frische Luft, die er atmet, verdankt: eben diesem Stamm, den er umhauen lassen will.

Doch solche Torheit gibt es. Sie ist Menschen eigen, die ein demokratisches, pluralistisches, säkulares Europa wollen, in dem die Freiheit eines jeden anerkannt wird, seiner religiösen und moralischen Überzeugung gemäß zu leben, ein Europa, in dem Frieden, Rechtssicherheit und Wohlstand herrschen, in dem die Wissenschaft blüht, das sozial und zukunftsorientiert ist. Als geistige Wurzeln einer solchen Welt anerkennen sie, neben dem aus der Antike stammenden Kulturerbe, die europäische Aufklärung, nicht aber das Christentum, die von ihm geschaffene Zivilisation und ihr soziales, rechtliches, politisches und religiöses kulturelles Erbe.

 

Allyson Felix: „Es geht um mehr …“

Nach der Silbermedaille in Peking, gewann die amerikanische Sprinterin Allyson Felix an der Olympiade in London nun Gold über 200 Meter und gibt Gott dafür die Ehre. factum meldet:

„Es ist ausserordentlich, wenn alles zusammenpasst“, sagte die glückliche Allyson Felix, 26, nach dem Gewinn der Goldmedaille. „Diesmal wusste ich, wenn ich ins Stadion gehe und mein Rennen laufe, könnte es gelingen.“ Sie habe sich gut gefühlt und habe Gott gedankt.

Allysons Vater ist Professor für Neues Testament am Masters Seminary in Sun Valley. Sie selbst scheut sich nicht, gegenüber Medien und in der Öffentlichkeit ihren Glauben an Jesus Christus zu bezeugen. Sie sprintet auch geistlich, im Wettkampf des Glaubens (vgl. 1. Kor. 9, 24 bis 26).

Das Aufwachsen in einer christlichen Familie als Kind eines Predigers habe ihrem Leben Halt gegeben, erzählte Allyson gegenüber dem Magazin „USA today“. „Ich wuchs mit tollen Eltern auf, die hart arbeiten und ihren Glauben authentisch leben. Sie waren starke Vorbilder. Ich habe aufgenommen, was sie mich lehrten und alles behalten, auch während meiner Laufkarriere.“

Der Grund, weshalb sie Sprinterin sei, sei ihr Glaube. „Ich bin der festen Überzeugung, dass mich Gott mit dieser ausserordentlichen Gabe gesegnet hat. Deshalb will ich sie bestmöglich einsetzen.“

Mehr: www.schwengeler.ch.

Hermann Hesse: Der Wanderer und sein Schatten

Mit Klassikern wie Steppenwolf und Das Glasperlenspiel prägte Hermann Hesse die Protestbewegung der 1960er-Jahre. Mit einer Gesamtauflage von über 120 Millionen Exemplaren gehört der Literaturnobelpreisträger heute zu den meistgelesenen deutschen Autoren weltweit.

Nun jährt sich sein Todestag zum 50. Mal und der Gedanke liegt nahe, die Zeit der Selbstfindungsliteratur à la Hesse sei vorbei. Stimmt nicht. Der Suhrkamp Verlag meldet, dass noch zwischen 350.00 bis 400.000 Hesse-Bücher pro Jahr verkauft werden.

Der DLF hat eine gute Sendung zum eigensinnigen Rebell der Literatur gestaltet. Besonders empfehlen kann ich Oliver Pohlmanns Rezension der starken Erkundung Hesse: Der Wanderer und sein Schatten:

Der Mann sieht rot

Dass Gleichstellung vor allem Frauenrechte stärken soll, ist ein Skandal, meint Monika Ebeling in der aktuellen Ausgabe Christ & Welt (07/2012):

Gleichstellungspolitik, die in der Vergangenheit weitgehend Frauenpolitik war, hat sich mehrerer für Frauen einseitig parteilicher Grundannahmen bedient. Man ging von einer Geschlechterhierarchie zwischen Mann und Frau aus. Es wurde die Frage der Schuld des Mannes in die Debatte um die Gleichstellung von Mann und Frau implementiert. Auch pflegte man jahrzehntelang ein Täter-Opfer-Schema zuungunsten des Mannes.

Der Zeitpunkt ist gekommen, sich von diesen Grundannahmen trennen zu können. Das körperliche, seelische und soziale Wohlbefinden von Männern sollte auch aus gleichstellungspolitischer Sicht einmal bewertet werden. 2011 ist der erste Männergesundheitsbericht erschienen, ein Pilotbericht der Stiftung Männergesundheit in Berlin. Macht es uns nachdenklich, dass Männer rund sechs Jahre früher sterben als Frauen? Fühlen wir uns zum Handeln veranlasst, wenn wir erfahren, dass Männer fast doppelt so oft unter chronischen Erkrankungen leiden wie das andere Geschlecht? Winken wir müde ab, wenn wir zur Kenntnis nehmen müssen, dass Männer an ihre körperlichen und seelischen Grenzen gehen? Es werden bei Männern beispielsweise 74,3 Prozent tödliche Wegeunfälle gemeldet. Die Problematik der Depression des Mannes ist seit Robert Enges Selbstmord endlich ins öffentliche Bewusstsein gedrungen. Im Männergesundheitsbericht heißt es, dass nicht erfüllbare Leitbilder Männergesundheit genauso belasten wie mangelnde Work-Life-Balance. Nur 8,6 Prozent der Männer arbeiten in Teilzeit. Viele Männer gehen berufliche Gesundheitsrisiken ein und verdienen damit ihren Lebensunterhalt. So ist es zum Beispiel bei der Berufsfeuerwehr, den Industriekletterern oder Dachdeckern.

Hier mehr: www.christundwelt.de.

Werkausgabe von Hans Rookmaaker

Angestoßen durch den Austausch mit Lukas über die Gestaltung der Werkausgabe von Francis Schaeffer habe ich entdeckt, dass die Werkausgabe von Hans Rookmaaker derzeit für 5 britische Pfund zu haben ist. Der Inhalt:

  1. Art, Artists and Gauguin
  2. New Orleans Jazz, Mahalia Jackson and the Philosophy of Art
  3. The Creative Gift, Dürer, Dada and Desolation Row
  4. Western Art and the Meanderings of a Culture
  5. Modern Art and the Death of a Culture
  6. Our Calling and God’s Hand in History

Der internationale Versand kostet noch einmal 4,95 Pfund. Für Kunstliebhaber bestimmt eine lohnenswerte Investition!

Mehr: piquanteditions.com.

Neue Biografie über Francis Schaeffer

schaeffer_bio.jpgIn den vergangenen Jahren sind mehrere Biografien über Francis Schaeffer veröffentlicht worden (siehe hier, hier und hier). Nun ist ein weiteres Buch über den amerikanischen Evangelisten und Apologeten erschienen:

  • Mostyn Roberts: Francis Schaeffer, Evangelical Pr, 2012, 144 S., ca. 9 Euro.

Ranald Macaulay, Schwiegersohn und Direktor des „Christian Heritage“ in Cambridge schreibt über das Buch:

When Frances Schaeffer was converted to faith in Christ he at first refused to call himself a Christian because he thought Christianity was the ‚unreal stuff‘ he had experienced at church. What he discovered was a whole new way of life. From then on his great desire and commitment was to tell others about God, that the Bible is true, and that it answers the big questions of life that philosophy can only raise. Schaeffer trained for the ministry and was sent, with his wife Edith, to Europe. They established child evangelism work and he developed a profound understanding of contemporary culture and the state of the church. He experienced a spiritual crisis which made faith and prayer more real to him, and founded the L’Abri Fellowship. Here, thousands of people have heard about the God who is Creator and Saviour. In his last decade Schaeffer became famous for his Christian film series and his anti-abortion stance. As Mostyn Roberts reviews the life of this man of God, variously called a prophet for his prescient analysis of trends in culture that explain where we are today, an apologist, and even a philosopher, he shows us that fundamentally Schaeffer rejoiced, to the end, in being a pastor and evangelist. ‚Francis Schaeffer, who was born exactly a hundred years ago, is arguably one of the five most important Evangelical leaders of the second half of the 20th century. This brief but excellent summary of his life and ideas is a helpful reminder of his importance. As a genuine prophet, Schaffer’s assessment of our times and of what we should be doing about them is, if anything, more relevant today than when he first wrote.

 

Erotische Gottesdienste

Sex verkauft sich – auch im Gottesdienst. Da wird in der Kirche der Playboy verteilt oder auf dem Kirchentag ein erotischer Gottesdienst angeboten. Pfarrer Ralf Schmidt will besonders „cool“ auftreten und bot einen geiles Event an, einen erotischen Abendmahlsgottesdienst.

„Die Kirche ist nicht sexualfeindlich, nicht leibfeindlich“, sagte Ralf Schmidt, evangelischer Pfarrer der Erlösergemeinde Mainz-Kastel. Auch in der Sexualität sei Gott gegenwärtig. Doch die Kirche habe in der Vergangenheit die Themen Sex und Erotik vernachlässigt.

Der Gottesdienst soll mit Musik, Tänzen und Düften alle Sinne ansprechen. Außerdem sollen rote Rosenblätter von der Empore regnen und ein erotisches Bild an die Wand projiziert werden, kündigt der Pfarrer an. Eintritt ist erst ab 16 Jahren.

Abfällige, vulgäre Reden über Sexualität will er nicht aussparen: „Alle Welt, auch meine Schüler, redet von „Poppen“ und „Ficken“, und diese Worte kommen auch in der Predigt vor.“ Er wolle diesen Begriffen aber „gute Worte, um Sexualität zu beschreiben“ entgegensetzen. Innerhalb der Kirche sorgt die Ankündigung von Schmidt für Neugierde. Ein Sprecher der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) sagte: „Wir sind gespannt auf den Gottesdienst. Grundsätzlich betrifft das Evangelium aber alle Lebensbereiche, auch Sexualität und Erotik.“

Journalisten des STERN waren dabei und meinen, die Besucher gehörten mehrheitlich zu den Leuten jenseits der 70. Da fällt mir wieder ein, was Kurt Tucholsky über die Kirchen schrieb:

Atemlos jappend laufen sie hinter der Zeit her, auf dass ihnen niemand entwische.

Es war nie so anstrengend, ein Kind zu erziehen

Früher verlangten Eltern Gehorsam. Heute stellen viele Familien kaum noch Regeln auf, alles wird ausdiskutiert. Das Ergebnis: Kinder werden zu geliebten Nervensägen. Freia Peters schreibt für DIE WELT über die Wandlung der Erziehung:

Ecarius hat Familien zwischen 1908 bis 1994 analysiert und mehr als hundert Großeltern, Eltern und Kinder über ihre Erziehung befragt. „Es gibt einen steten Wandel vom Befehls- zum Verhandlungshaushalt“, sagt Ecarius. In der älteren Generation (1908-1929) war die Machtbalance zwischen den Generationen klar verteilt: Die Eltern verlangten Gehorsam, Unterordnung, Sauberkeit und Pünktlichkeit – wer sich nicht daran hielt, wurde bestraft.

In der jüngsten Generation (1967-1994) sind die Eltern nicht mehr Respekts- sondern Vertrauensperson. Es gibt keine klare Hierarchisierung mehr von Alt nach Jung. Das Kind steht stärker im Mittelpunkt, auch die Freizeit wird nach ihm ausgerichtet. Kinder müssen weniger im Haushalt helfen und haben zu Hause kaum Pflichten zu erfüllen. Fehlverhalten wird nicht mehr körperlich bestraft, sondern verhandelt und diskutiert. Zwar gibt es Regeln, aber nur wenige und die Übergänge sind fließend.

Mehr: www.welt.de.

Vom Segen der Selbstvergessenheit

Der Psychoanalytiker Hans-Joachim Matz hat in seinem Buch Die narzisstische Gesellschaft ein schonungsloses Psychogramm unserer orientierungslosen Gier- und Konsumgesellschaft gezeichnet. Wir sind in die Narzissmus-Falle geraten: „Solange wir keine Mittel und Wege finden, den Narzissmus und die ihm zugrunde liegende Bedürftigkeit zu zähmen, so lange gleichen alle unsere Versuche, die Krise zu überwinden und die gesellschaftlichen Verhältnisse doch noch zum Besseren zu verändern, einem Stühlerücken auf der Titanic“ (Zitat aus der Buchbeschreibung).

Tullian Tchividjian erklärt in einem Beitrag für das Leadership Journal, dass sogar Christen die „Heiligung“ mit Narzissmus verwechseln. Heiligung – so die These von Tchividjian – hat wenig mit Konzentration auf das Selbst zu tun. Dort, wo wir von uns wegschauen und über die Gnade und Größe Gottes staunen, wachsen wir.

Maturity is not becoming stronger and stronger, more and more competent. Christian growth is marked by a growing realization of just how weak and incompetent we are, and how strong and competent Jesus is on our behalf. Spiritual maturity is not our growing independence. Rather, it’s our growing dependence on Christ. Remember, the apostle Paul referred to himself as the „least of all the saints“ (Eph. 3:8) and the „chief of sinners“ (1 Tim. 1:15), and this was at the end of his life!

For Paul, spiritual growth was realizing how utterly dependent we are on Christ’s cross and mercy. It’s not arriving at some point where we need Jesus less because we’re getting better and better. Paradoxically, Paul’s ability to freely admit his lack of sanctification demonstrated just how sanctified he was.

Here’s my point: when we stop focusing on our need to get better, that’s what it means to get better. Stop obsessing over your need to improve, and that is improvement!

The focus of the Bible is not the work of the redeemed but the work of the Redeemer. The Good News is his victory for us, not our „victorious Christian life.“ The gospel declares that God’s final word over Christians has already been spoken: „Paid in full.“ Therefore, we now live with confidence that „there is now no condemnation for those who are in Christ Jesus“ (Rom. 8:1).

Hier der Artikel: www.christianitytoday.com.

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