
In den kommenden Tagen wird Gavin Ortlund mehrere Vorträge in München halten. Am kommenden Samstag ist er Hauptreferent der E21-Regionalkonferenz in München zum Thema „Einig …, aber wie“, die freilich bereits ausgebucht ist. Ein Streaming der Vorträge ist geplant.
Am Sonntag referiert er über die Thesen seines Buches Wofür es sich zu kämpfen lohnt – und wofür nicht und stellt sich anschließend Rückfragen.
Und am 28. Januar hält er im Herkulessaal einen Vortrag über die Schönheit des christlichen Theismus.
Ortlunds Triage ist inzwischen mit einem Jahr Verzögerung im deutschen Evangelikalismus angekommen und wird dort nun als Heilmittel für Krise der zerbröselnden Freikirchen(bünde) verbreitet. Sie hilft nicht, denn am Ende zerbrechen Gemeinschaften nämlich immer am Streit über die „erstrangigen Lehren“. Die Zwistigkeiten um „zweitrangige“ oder „drittrangige“ Lehren gehen diesen schlicht voraus und zielen zum Schluss immer auf die Allerlösung ab. Diesen unnötigen Irrweg kann man sich entsprechend ersparen, indem man sich bereits dann trennt, wenn „Drittrangiges“ in Frage gestellt wird. Ganz unten drunter schlummert dann nämlich bereits das grundsätzliche Gehorsamsproblem gegenüber dem Herr der Heerscharen. Unterm Strich drehen sich solche Überlegungen dann auch eher darum, die Gemeinschaft der Heiligen irgendwie größer aussehen zu lassen, als sie tatsächlich ist. Nachdem die angebliche „Gemeinde“ irgendwie wieder zusammengekittet wurde, kann der Herr Pastor sich seiner großen Anzahl von „Nachfolgern“ sonnen, die tatsächlich gar keine sind. Wenn von Triage die Rede ist, dann muss man feststellen: Am Ende werden nicht Lehren erwählt, sondern Seelen.… Weiterlesen »