Stephen Westerholm über die Neue Paulusperspektive

Das 2014 in einer ausführlichen Rezension vorgestellte Buch Justification reconsidered von Stephen Westerholm ist inzwischen in einer deutschen Übersetzung erschienen:

UnknownDer deutsche Verlag schreibt über das Buch:

Rechtfertigung allein aus Glauben – das ist nicht nur die zentrale Erkenntnis der Reformation, sondern das A und O des Evangeliums. Und gerade diese entscheidende Lehre von der persönlichen Rechtfertigung des Sünders durch den Glauben an Jesus wird in jüngster Zeit massiv angegriffen. Theologen wie N.T. Wright, E.P. Sanders, James G.D. Dunn und Douglas A. Campbell üben mit ihrer „Neuen Paulusperspektive“ immer mehr Einfluss aus und werden bereitwillig angenommen. An theologischen Ausbildungsstätten versteht man den Begriff der Rechtfertigung plötzlich ganz anders und meint, bibeltreue  Christen hätten Paulus jahrhundertelang falsch verstanden. Der Paulus-Experte Stephen Westerholm untersucht die Argumente der Neuen Paulusperspektive und prüft sie anhand der Bibel. Seine gründliche Studie hilft uns, die biblische Lehre der Rechtfertigung besser zu verstehen und gegen unbiblische Auffassungen zu verteidigen. Weil dieses Buch eine so herrliche Wahrheit des Evangeliums klar herausstellt, ist es nicht nur eine Pflichtlektüre, sondern auch ein Genuss.

Greg Gilbert im Gespräch

Der Hauptredner der diesjährigen E21-Konferenz, Greg Gilbert, spricht hier gemeinsam mit Kevin DeYoung über das Thema „Was ist der Auftrag der Kirche?“. Kevin DeYoung hat übrigens für die E21-Konferenz im Jahr 2016 zugesagt.

Noch sind Anmeldungen für die Konferenz im April 2015 möglich!

D.A. Carson: Das Evangelium

Kürzlich hat der Neutestamentler D.A. Carson in Themelios das Evangelium erklärt, also gesagt, was das Evangelium ist und was es nicht ist. Hier ein Interview, in dem er ebenfalls über das Wesen des Evangeliums spricht:

Vorträge von D.A. Carson mit deutscher Übersetzung können auf der Internetseite von Evangelium21 abgerufen werden: www.evangelium21.net.

Der neue Sündenbegriff

Michael Herbst zitiert in seiner Seelsorgelehre bei Marianne Gronemeyer einen spätmodernen Sündenbegriff (Michael Herbst, Beziehungsweise  2012, S. 569):

„Ich werde an meinem einzigen Leben schuldig, wenn ich nicht ein Optimum an persönlicher Erfüllung erreiche.“

O’Brien: Paulus und das Gesetz

Justification and variegated nomismWir freuen uns, mitteilen zu können, dass Prof. Dr. Peter O’Brien am Montag, den 23. März, um 19.30 Uhr in der FeG München Mitte (Mozartstraße 12, 80336 München) einen Vortrag zum Thema „Paulus und das Gesetz“ halten wird. Bereits am Samstag, den 21. März, wird er am Martin Bucer Seminar München eine Vorlesung über den Philipperbrief halten (siehe hier).

Prof. O’Brien hat gemeinsam mit D.A. Carson das zweibändige Werk Justification and Variegated Nomism: The Paradoxes of Paul (Wissenschaftliche Untersuchungen zum Neuen Testament, 2. Reihe, 2004) herausgegeben und gilt als exzellenter Kenner des Themas.

Wir sind dankbar, dass Prof. O’Brien zu dem Thema „Paulus und das Gesetz“ sprechen wird. Die Vorlesung wird in englischer Sprache gehalten und ins Deutsche übersetzt. Der Eintritt ist frei. Eine Kollekte wird erbeten.

„Pille danach“ nun frei

Seit Sonntag gibt es die „Notfallverhütung“ durch die „Pille danach“, rund um die Uhr, ohne Rezept und ohne Altersbeschränkung. Bei „pro familia“ stößt die Freigabe auf großen Zuspruch. Der Verband fordert sogar die Kostenübernahme durch die Kassen, wenn kein Rezept vorliegt. Außerdem will „pro familia“ für Hartz-IV-Empfänger eine allgemeine Kostenübernahme für sämtliche Verhütungsmittel durch den Steuerzahler. Viele Frauenärzte sehen in der Freigabe jedoch keinen Fortschritt. Sie warnen vor ganz neuen Risiken für Mädchen und Frauen (siehe dazu auch den Vortrag von Michael Kiworr).

Die FAZ schreibt:

Die Bundesärztekammer fordert gemeinsam mit den Gynäkologen eine genaue Untersuchung der verschiedenen Entwicklungen in den nächsten fünf Jahren. Insbesondere solle beobachtet werden, ob die Zahl der Abtreibungen bei Teenagern steigt und inwieweit sich Nebenwirkungen und Beschwerden bei Mehrfachnutzung der „Pille danach“ einstellen, worüber es bislang keine gesicherten Erkenntnisse gibt. Noch hat die Politik auf die Forderung der Ärzte nicht reagiert.

Der große Gewinner der Rezeptfreigabe in Deutschland steht unterdessen längst fest: Die Firma HRA, die seit Jahren in intensiver Lobbyarbeit in Deutschland, aber auch in Straßburg und Brüssel auf die Freigabe hingearbeitet hat, macht aus ihren Geschäftsinteressen kein Geheimnis. Sie antwortet auf die Freigabe vielmehr mit einer neuen Preisoffensive und senkt den Preis für die „Pille danach“ von knapp 36 auf knapp 30 Euro. Die Preissenkung unter die Marke von 30 Euro soll helfen, die Marktführerschaft rasch auszubauen und auf lange Sicht das Monopol zu sichern. Gut möglich, dass sich „Ella“ auch als alltagssprachlicher Begriff durchsetzt und zum Synonym für die „Pille danach“ wird. Da es keine Konkurrenzprodukte anderer Firmen gibt, hat HRA noch viel Zeit, das Markenimage der „Ella“ zu festigen.

Hier mehr: www.faz.net.

Credo (1/2015)

Credo Feb 2015 Cover 01 272x300Die neue Ausgabe der Zeitschrift CREDO ist erschienen, wie immer gefüllt mit interessanten Artikel. Dazu gehören:

  • RETHINKING THE CANON OF SCRIPTURE (Interview mit Michael Kruger)
  • HOW DID WE GET THE OLD TESTAMENT (Paul D. Wegner)
  • HOW DO I READ THE OLD TESTAMENT? (Deven K. MacDonald)
  • DO YOU UNDERSTAND WHAT YOU ARE READING? (Ardel Caneday)

Zu lesen ist auch, welche englischen Bibelübersetzungen beispielsweise Kevin DeYong, James White, Thomas Schreiner oder Douglas Moo bevorzugen.

Hier: 5851008/By%20the%20Book.pdf.

Brüllen im Hörsaal

Amerikanische Universitäten berichten von „Niederbrüllen“ und der Unterdrückung freier Diskussionen durch muslimische Studenten. Wie das Institut für Islamfragen meldet, fragt die Kriminologin Anat Berko in einem Artikel des Gatestone Institute (New York) vom 6. Januar 2015, warum Universitäten es muslimischen Studenten erlauben, durch Niederbrüllen oder Drohungen Hörsaalvorträge oder freie Diskussionen zu verhindern oder vorzeitig zu beenden.

Sie beschreibt eine Anzahl von Vorfällen, die sie selbst erlebt hat oder von anderen Referenten gehört habe, in denen Universitäten es Studenten erlaubt hatten, die akademische Freiheit zu missbrauchen und andere Studenten und Professoren an der Ausübung ihrer Rechte zu hindern. Sie ist überzeugt, dass das Problem weit verbreitet ist und noch zunähme. Es sei furchteinflößend, mitzuerleben, wie die akademische Freiheit in einer so großen Demokratie wie der USA von Studenten ausgehebelt würde und die Universitäten sie offenbar aus Furcht gewähren ließen.

Es gäbe aber auch Hoffnungsschimmer. Viele muslimische Studenten seien gerade wegen dieser Gewalt und Intoleranz radikaler Muslime aus ihren Heimatländern geflohen.

Ist jedes Kind hochbegabt?

Heike Schmoll hat für die FAZ beschrieben, wie die Ideologisierung der Schulen durch die progressiven Kultusministerien die Zukunftsfähigkeit Deutschlands gefährdet. Ein wenig mehr Empirie könne nicht nur nicht schaden, sondern sei notwendig.

Nach der Pisa-Hysterie ist die Abneigung gegen die Vielzahl von Studien und die empirische Bildungswissenschaft so gewachsen, dass die Propheten unter den sogenannten Bildungsfachleuten, David Precht etwa und Gerald Hüther, inzwischen wie Heilsbringer herumgereicht werden.

Ungetrübt von irgendeiner empirischen Forschung können sie so bizarre Thesen verbreiten wie diese: „Jedes Kind ist hochbegabt.“ Das kommt besonders gut an, weil dann eben alle hochbegabt sind. Der Erfolg der Bildungsgurus müsste die Kultusminister zutiefst beunruhigen, weil er ein Indiz für eine dumpfe Wissenschaftsfeindlichkeit ist, die sich ausbreitet. Ein vernünftiges Maß an empirischen Kenntnissen über die Schulwirklichkeit und vor allem das Können der Schüler ist dringend nötig.

Außerdem muss der muttersprachliche Unterricht dringend gestärkt werden. In anderen Ländern, in Frankreich und in China zum Beispiel, wird die Landessprache mit bis zu zehn Unterrichtsstunden gelehrt. Es ist ein Unding, dass Lehrstühle für Deutsch im Anfangsunterricht an Pädagogischen Hochschulen und Universitäten häufig mit Professoren besetzt werden, die weder ein Lehramtsstudium noch Staatsprüfungen, noch ein Referendariat, geschweige denn eine unterrichtspraktische Erfahrung vorweisen können. In jedem anderen ernst zu nehmenden wissenschaftlichen Fach taugte das für einen Aufruhr, nur in der Pädagogik wird es einfach geduldet. So zufällig sind die Rechtschreibdefizite also nicht.

Mehr hier: www.faz.net.

EU-Parlament für Menschenrecht auf Abtreibung

Da ist es, das Menschenrecht auf die Tötung von Menschen. Die jüngste Entschließung des Europäischen Parlaments zeigt, wie menschenverachtend Politik sein kann. Die 441 Politiker, die diese Entschließung zu verantworten haben, sollten sich in Grund und Boden schämen. Die europäische Politik und ihre Leitkultur, die penetrant Gleichstellung, Gleichberechtigung oder soziale Gerechtigkeit einfordert, ignoriert die Schwächsten und  ist inzwischen blind für das abscheuliche Unrecht der Kindestötung im Mutterleib. Scheinbar lässt es sich mit dieser fast unsichtbaren Auslese gut leben. Aber die Schuld wiegt schwer und hinterlässt Spuren. Irgendwann wird es ein böses Erwachen geben.

Das Nachrichtenportal idea meldet:

Ein schwerer Schlag gegen das Lebensrecht ungeborener Kinder: Das Europäische Parlament hat sich in einer Entschließung für ein Menschenrecht auf Abtreibung ausgesprochen. Für den sogenannten Tarabella-Bericht – benannt nach dem belgischen Sozialisten Marc Tarabella (Anthisnes bei Lüttich) – stimmten am 10. März 441 Abgeordnete; 205 votierten dagegen und 52 enthielten sich der Stimme. Darin fordert das Parlament unter anderem das Recht der Frauen auf sexuelle und reproduktive Gesundheit, einschließlich Abtreibung und Empfängnisverhütung. Die Initiative Familienschutz (Berlin), die im Vorfeld zu Protesten gegen den Bericht aufgerufen hatte, bedauerte die Entscheidung. Tausende von Bürger hatten in E-Mails an ihre Abgeordneten appelliert, gegen den Bericht zu stimmen. „Wir haben einen guten Kampf gekämpft – und in einem wichtigen Punkt verloren“, erklärte die Sprecherin der Initiative, Hedwig von Beverfoerde, gegenüber der Evangelischen Nachrichtenagentur idea. Schmerzlich müsse man zur Kenntnis nehmen, dass sich die Mehrheit der EU-Abgeordneten mit dem Tarabella-Bericht für ein Menschenrecht auf Abtreibung ausgesprochen hätten. Immerhin sei es gelungen, das Subsidiaritätsprinzip zu verteidigen. Mit den Änderungsanträgen der Fraktionen von EKR (Europäische Konservativen und Reformer) und EVP (Europäische Volkspartei) habe das Europäische Parlament den Tarabella-Bericht dahingehend ergänzt, dass Fragen zur sexuellen und reproduktiven Gesundheit ausschließlich in die Zuständigkeit der Mitgliedstaaten fallen. „Gerade deshalb muss die Tarabella-Entscheidung uns Ansporn sein, noch mehr Kräfte zum Schutz des Lebens und der Familie in der EU zu mobilisieren“, erklärte von Beverfoerde.

Mehr: www.idea.de.

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