Warum Christen ihre Social-Media-Konten löschen sollten

Brad East ist der Meinung, dass die sozialen Medien mehr schaden als nutzen, und plädiert für die Schließung der Konten. Hier sein Appell:

Eine Zeit lang habe ich … meine „moderate“ Nutzung sozialer Medien verteidigt. Aber ich konnte mich nicht länger selbst belügen. Ich hasste das Gefühl, das es in mir auslöste. Ich hasste, was es mit mir machte. Ich hasste den Voyeurismus, den Zwang, das Verlangen des Süchtigen nach immer noch ein bisschen mehr. Schließlich stehe ich gerade in der Abholschlange vor der Schule oder warte in der Arztpraxis. Was machen da schon zehn Minuten mehr aus?

Vor etwa fünf Jahren habe ich dann endlich das Handtuch geworfen. Ich habe meine Konten nicht nur deaktiviert – ich habe sie gelöscht. Das war eine der besten Entscheidungen, die ich je getroffen habe. Und seitdem bin ich so etwas wie ein Verfechter eines Lebens jenseits der sozialen Medien geworden.

…

Lieber Christ, ich möchte, dass du nach den höchsten Zielen strebst, nicht nach den niedrigsten. „Alles ist erlaubt“, so Paulus, „aber nicht alles ist nützlich“ (1Kor 10,23). Soziale Medien mögen technisch gesehen zulässig sein – die Bibel verbietet sie nie namentlich –, doch sie helfen weder, noch bauen sie auf. Sie formen die Seele nicht in der Tugend; sie bringen keine Früchte des Geistes hervor. Aus christlicher Sicht liegt die Beweislast daher bei demjenigen, der soziale Medien nutzen möchte – Warum ist es gut oder gar notwendig für mich, sie zu nutzen? – und nicht bei demjenigen, der darauf verzichtet.

Also schneide es ab. Ein Leben ohne soziale Medien ist besser. So einfach ist das. Im Moment mag es sich vielleicht nicht so anfühlen. Eine Zeit lang wirst du vielleicht noch das Phantomglied spüren. Aber mit der Zeit wirst du dich daran gewöhnen und dankbar sein für dessen Abwesenheit und den Raum, den diese Abwesenheit für bessere Dinge schafft.

Ich sehe das nicht so radikal, kann aber einige Gründe und die Entscheidung gut nachvollziehen und denke, dass es für einige Leute der richtige Schritt wäre. Die Vorstellung jedoch, dass Christen auf den sozialen Medien gar nicht mehr präsent sind, ist auch nicht so prickelnd. 

Wie seht ihr das?

Mehr: www.christianitytoday.com.

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1 Kommentar
ErzgebirgsEngländer
5 Minuten vor

Vor langer Zeit habe ich das gemacht: habe ich den Kontakt zu Bekannten, sogar Freunde im Ausland verloren? Ja, dafür Freundschaften vor Ort gestärkt und Gemeinschaft vor Ort mehr genossen.. Ich habe auch neulich entschieden, WAMS in Papierform zu beziehen. So lese ich die Nachrichten und denke darüber nach.

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