Erstaunliche Botschaft einer lesbischen Schwester

Professor Hunter Baker, übrigens Autor einer hervorragenden Einführung in die Politikwissenschaft, hat vor einigen Tagen das Schreiben einer homoerotisch empfindenden Freundin und Christin veröffentlicht (siehe auch hier). Freundlicherweise erteilte mir Hunter Baker das Recht, eine deutsche Übersetzung des Briefes anzufertigen. Marion G. hat kurzfristig übersetzt. Herzlichen Dank also an die Autorin, an Hunter und an Marion!

Hier ist der Brief:

Eine erstaunliche Botschaft von einer lesbischen Schwester in Christus

An die Kirche – zum Thema Homosexuelle und Lesben:

Viele von euch glauben, dass es uns in euren Gemeinden, euren Schulen, in eurer Nachbarschaft nicht gibt. Ihr glaubt, dass wir nur wenige sind und dass man uns leicht erkennen kann. Ich sage Euch aber: wir sind viele. Wir sind eure Lehrer, eure Ärzte, eure Buchhalter und Hochschulsportler. Uns gibt es in allen Hautfarben, Typen und Körpergrößen. Wir sind Singles, Ehemänner und Ehefrauen, Mütter und Väter. Wir sind eure Söhne und Töchter, eure Nichten und Neffen, eure Enkelkinder. Wir arbeiten im Kindergottesdienst mit, sitzen in euren Kirchenbänken, singen in euren Chören und stehen auf euren Kanzeln. Ihr wollt uns nicht sehen, weil ihr uns entweder ignoriert oder weil es eure Gemeinde durcheinander bringen könnte. Wir SIND eure Gemeinde. Wir kommen Woche für Woche in eure Kirchen, weil wir Orientierung und einen Hoffnungsschimmer suchen, dass wir uns verändern können. Wir haben genauso wie ihr Jesus in unser Herz aufgenommen. Genau wir ihr wollen wir sein, wie Christus uns haben will. Wir beten jeden Tag um Gottes Führung, wie ihr es auch tut. Und genauso wie ihr versagen wir oft. 

Wenn das Wort „homosexuell“ in der Gemeine fällt, halten wir den Atem an und bekommen es mit der Angst zu tun. Meist folgen diesem Wort dann Verdammung, Gelächter, Hass oder Witze. Nur ganz selten hören wir Worte der Hoffnung. Wir erkennen unsere Sünde wenigstens. Aber sieht die Kirche auch ihre Sünde? Seht ihr eure Sünde des Stolzes darüber, besser oder Jesus wohlgefälliger zu sein als wir? Seid ihr in euren Beziehungen zu uns Christus-ähnlich gewesen? Würdet ihr euch mit uns am Brunnen oder im Restaurant treffen, um ein Glas Wasser oder eine Tasse Kaffee mit uns zu trinken? Würdet ihr uns berühren, wenn wir Anzeichen von Aussatz oder AIDS hätten? Würdet ihr uns wie Christus den Zachäus vom Baum herunter rufen und bei uns zu Gast sein? Würdet ihr uns einladen, an eurem Tisch zu sitzen und das Brot mit euch zu brechen? Könnt ihr uns bedingungslos lieben und helfen, weil Christus wie bei euch an unserem Herzen arbeitet, damit wir alle zu Überwindern werden?

An alle, die die Kirche verändern wollen, um Schwule und Lesben mit ihrem homosexuellen Lebensstil zu akzeptieren: Ihr gebt uns keine Hoffnung. Alle, die wir Gottes Wort kennen und es nicht verwässern wollen, damit es unseren Wünschen und Sehnsüchten entspricht, wir bitten euch: lest den Brief von Johannes an die Gemeinde in Pergamon:

„Doch einen Vorwurf kann ich dir nicht ersparen: Du duldest in deiner Mitte Anhänger der Lehre Bileams. Bileam hatte Balak den Rat gegeben, die Israeliten zum Essen von Opferfleisch, das den Götzen geweiht war, und zu sexueller Zügellosigkeit zu verführen und sie dadurch zu Fall zu bringen. Auch bei dir gibt es Leute wie Bileam: Es sind die Anhänger der Lehre der Nikolaiten. Darum sage ich dir: Kehre um!”

Um politisch korrekt zu sein, seid ihr bereit, bei Gottes Wort Kompromisse zu machen. Aber wir lassen uns nicht täuschen. Wenn wir eure Kompromissbereitschaft akzeptieren, dann müssen auch wir Kompromisse machen. Dann müssen wir eure Lügen, euren Ehebruch, eure Lust, euren Götzendienst, eure Süchte, EURE Sünden auch akzeptieren. „Wer bereit ist zu hören, achte auf das, was der Geist den Gemeinden sagt!“

Wir bitten euch genauso wenig um die Akzeptanz unserer Sünden wie wir bereit sind, eure Sünden zu akzeptieren. Wir bitten euch einfach nur um die gleiche Unterstützung, Liebe, Orientierung und vor allem Hoffnung, die alle anderen in eurer Gemeinde auch bekommen. Wir sind eure Brüder und Schwestern in Christus. Wir sind noch nicht, was wir sein sollen, aber Gott sei Dank sind wir auch nicht mehr die, die wir waren. Bemühen wir uns miteinander, dass alle sicher nach Hause finden.

Eine Schwester in Christus

Kommentare

  1. Sehr interessante und ausgewogene Stellungnahme wollte ich auch schon übersetzen.
    Vielen Dank

  2. Rolf W. meint:

    Darf man mir einen Vorwurf machen, wenn ich homosexuell bin?
    Darf man mir einen Vorwurf machen, wenn ich alkoholsüchtig bin?
    Darf man mir einen Vorwurf machen, wenn ich drogensüchtig bin?
    Darf man mir einen Vorwurf machen, wenn ich homosexuell bin und auf der Kanzel stehe?
    Darf man mir einen Vorwurf machen, wenn ich alkoholsüchtig bin und in der Kirche ein Lehramt innehabe?
    Darf man mir einen Vorwurf machen, wenn ich drogensüchtig bin, aber diakonische Aufgaben übernommen habe?

    Ist das homosexuelle Empfinden Sünde?
    Ist Süchtigsein nach psychotropen Substanzen Sünde?

    Ich kenne die Antwort auf diese Fragen nicht mehr.

  3. Reformiert meint:

    Rolf, auf diese Fragen gibt es sicher keine Instant-Antwort.
    Doch spätestens wenn ich aufhöre, diese Dinge und Umstände ins Verhältnis zu meinem Glauben zu setzen und sie zu meiner unhinterfragbaren „Normalität“ erkläre, ja gar zum „Segen“ , befinde ich mich in eben jener Verstrickung, die die Bibel u.a. „Sünde“ nennt.

  4. Ich bin entsetzt, dass die Autorin des Briefs Homosexualität als Sünde bezeichnet. Dass jemand der selbst homosexuell ist mit solch einem Brief auch noch denen, die Homosexualität ablehnen in die Hände spielt, nach dem Motto „seht ihr, die sagen ja selbst, dass es falsch ist“, macht mich sehr traurig.

  5. Aus eigener Erfahrung: je deutlicher mir von den Geschwistern gesagt wurde, dass ich in Sünde lebe, desto leichter fiel es mir, damit – Gott sei alle Ehre – aufzuhören. Lieber einen hilfreichen Vorwurf als fruchtloses Mitgefühl.

    Übrigens liegt die Sünde in der Praxis, deswegen verstehe ich nicht warum in der Einleitung von „homoerotisch empfindend“ und zum Schluss dann von „unserer Sünde“ die Rede ist. Ein Freund und Christ erzählt mir auch von „Empfindungen“, die er aber nicht in die Praxis umsetzt und auch immer wieder überwindet. Ich würde ihn nicht als schwul bezeichnen, er selbst tut das auch nicht.

    „Ich kann nicht verhindern, dass Vögel über meinem Kopf fliegen, aber ich kann wohl verhindern, dass sie auf meinem Kopf ein Nest bauen.“ – Luther

    Schwule, Lesben genauso wie Ehebrecher sind nur die mit den Nestern…

  6. Simone Hachik meint:

    Seit Dezember gibt es eine neue Theorie, dass in 8% aller Geburten eine die Sexualität der Elternteile an das Kind vererbt werden, auch bei Tieren, und dadurch Bi – und Homosexuälitaet in allen Varianten vorkommt, wobei 7% unter Bi-Varianten fallen und 1% rein homosexuell sind.

    http://www.wissenschaft.de/wissenschaft/news/316539.html

  7. Schandor meint:

    @Rami

    zu Luther: Luther hat nur nicht bedacht, dass die Vögel, die da landen wollen, stets aus den Nestern unserer eigenen Herzen abfliegen …

  8. Schandor meint:

    @Sina
    Ich glaube, die Autorin versucht nur, bibeltreu zu sein. Sie will doch gerade sagen, dass der eine unter dem, der andere unter diesem leidet – und beide sündigen. Ist es denn nicht gerade das, was uns so erlösungsbedürftig macht: dass wir so sind, wie wir sind? Dürfen wir denn aus der Tatsache, dass wir sind, wie wir sind, das Recht ableiten, sein zu dürfen, wie wir sind? Besteht denn nicht gerade darin unsere Erlösungsbedürftigkeit?
    Und kommt es nicht gerade jetzt darauf an, ob wir mit Lady Gaga trotzig sagen: I am made this way!, oder ob wir sagen: Jesus, sei mir Sünder gnädig? Besteht nicht exakt an dieser Stelle die Wegscheide, von der Kierkegaard so schön gesagt hat: Glaube oder Ärgernis? Du brauchst die Erlösung, und ich brauch sie auch. Der Schwule braucht sie, der Alkoholsüchtige, der Stolze, der Herablassende – wenn uns Gott nicht von Vornherein gnädig ist, dann … gnade uns Gott!

  9. Philipp meint:

    @ Schandor:
    Ich würde, um der Kommunikation willen, Homosexualität nicht in die gleiche Kategorie wie Alkoholismus, Stolz usw. packen. Zu Stolz neigen wir alle mehr oder weniger. Meinetwegen kann die Neigung zur Homosexualität sowie die zur Alkoholsucht genetisch veranlagt sein, dennoch scheint mir ersteres viel mehr mit der Identität eines Menschen zu tun zu haben, während letzteres rein auf der Verhaltensebene steht. Sex spielt daher aus biblischer Sicht auch in einer anderen Liga (vgl. 1. Kor 6,18). Vielmehr glaube ich, dass es vom Empfinden her eher wie das „unzüchtige“ (meistens) männliche Verlangen nach fremden Frauen ist, was genauso der Vergebung und Erlösung bedarf.

  10. Schandor meint:

    @Philipp

    Gut getroffen! Das nennt man einen klugen Schachzug: Zuerst etwas unterstellen, dann es dementieren 😉
    Nein, selbstverständlich „packe“ ich diese beiden Dinge nicht in dieselbe „Kategorie“. Deinen Ausführungen stimme ich vollinhaltlich zu! 🙂

  11. Ich habe schon verstanden, dass evangelikale Christen – selbst wenn sie homosexuell sind – das Ausleben homosexueller Neigungen als Sünde ansehen. Gibt es denn eine rationale Erklärung dafür, die nicht mit „Weil es in der Bibel steht…“ anfängt? Ich gehe hierbei von dem Grundsatz aus, dass biblische Gebote einen tieferen Grund haben, z.B. Schutz vor destruktiven Handlungsweisen. Wie sieht das im Fall Homosexualität aus?

    Und weil es durchaus gelungen ist ein kurzes Video, was meinen Punkt untermauert: http://www.youtube.com/watch?v=ASF0rzfSvEc

  12. @Ben: Ein Beitrag von Michael Kotsch: http://www.zeltmacher-nachrichten.eu/sites/default/files/Homosexualit%C3%A4t%20-%20Selbstbild.rtf

    @Schandor: Jesus reinigt unsere Herzen. Da sollten keine Nester mehr sein, selbst wenn sich immer mal wieder Zweige sammeln wollen. Mit den kreisenden Vögeln sind wohl eher die Versuchungen und Anfechtungen gemeint, mit den Nestern aber ein Leben in Sünde (hier: ein Leben in der „Homo-Ehe“).

  13. Schandor meint:

    @Ben

    Deine optimistische Anthropologie kann ich nicht teilen; ich bin der festen Überzeugung, dass wir hier auf Erden Sünder sind und bleiben und dass uns diese „Nester“ (in dem Sinn, wie ich sie verstehe) bleiben.
    Ja, Jesus reinigt unser Herz (=Denken/Sinn), aber rein in faktischer Hinsicht wird es erst im Himmel sein. Wer meint, schon hier auf Erden diese Reinheit zu erhalten, macht Gott zum Lügner. Rein sein bedeutet, dass uns vergeben ist, nicht dass wir irgendwie die Gerechtigkeit „eingestiftet“ bekommen haben (katholische Lehre, auch Ossiander).
    Das Schöne ist, dass Gott uns in Jesus Christus die Gerechtigkeit zurechnet, als hätten wir das Leben Jesu geführt. Wohlgemerkt: „zurechnet“ und „als hätten“!

    Zu Deiner Anfrage siehe Rami A. Dazu gibt es auch ein großartiges Video von Ravi Zacharias zum Thema: http://www.youtube.com/watch?v=K7M3PZEOQz4 – seine Antwort finde ich umwerfend.

  14. @Rami A.: Dierser Text von dem Herrn Kotsch ist meiner Meinung nach recht vollgestopft von Stereotypen. Was davon gibt es denn bitte nicht im heterosexuellen Bereich? Wenn das die Begründung für das biblische Gebot sein soll, dann ist mir das defintiv zu mager…

    @Schandor: Wenn ich das richtig verstehe, dann ist die Antwort auf das von mir gepostete Video ungefähr so zu formulieren: Die Ethnie/ Rasse eines Menschen ist heilig und darf daher nicht angetastet werden, genauso ist es mit der Sexualität (wobei er wohl ausschließlich Heterosexualität meint). Dabei sagt er, dass ausgelebte Homosexualität die Heterosexualität antastet. Habe ich das richtig verstanden? Demnach setzt er also ausgelebte Homosexualität mit Rassismus gleich. Was genau ist für dich an dieser Antwort umwerfend und überzeugend? Oder geht es dir um eine andere Passage aus dem Video?

  15. @Ben: Auch im heterosexuellen Bereich gibt es Sünde, natürlich. Ich verstehe auch nicht ganz, was Du mit „rationaler Erklärung“ eigentlich meinst. Wer ist Maßstab, der Mensch oder sein Schöpfer? Viel interessanter als jede Diskussion ist immer wieder die Frage, welche Konsequenz der Fragende eigentlich aus einer noch so guten Antwort ziehen würde. Wenn keine, erübrigt sich die Diskussion.

    @Schandor: Begrifflichkeiten, wir sind einer Meinung.

  16. Johannes Strehle meint:

    Ich finde den Brief der lesbischen Schwester sehr gut,
    er passt aber nicht zur Lage in Deutschland.
    In Deutschland ist es auch für Christen längst „in“,
    sich als homosexuell zu „outen“.
    Im neuen deutschen „christlichen“ Sündenregister
    gehört es vielmehr zu den Todsünden,
    praktizierte Homosexualität Sünde zu nennen.

  17. @Rami A.: Eine rationale Erklärung wäre für mich eine Begründung des biblischen Gebots. Es heißt in der Schrift immer wieder: „tut dies, und du wirst leben“. Gebote in der Schrift haben immer dazu beigetragen, dass Gesellschaft sich ins Positive verändert hat. Es geht dabei gar nicht darum, wer der Maßstab ist. Wenn das Verbot der Auslebung Homosexueller Neigung wirklich gottgemäß ist, dann sollte es doch möglich sein, die positiven Auswirkungen aufzeigen zu können – oder eben die andere Möglichkeit: Man könnte aufzeigen, welche negativen destruktiven Auswirkungen verhindert werden, so man sich an das Gebot hält.

    Ich habe nicht gesagt, dass dies ein oder gar der Weg ist, wie man die Frage nach der Homosexualität hermeneutisch klären kann. Ich frage mich nur, warum bibeltreue Christen so energisch in dieser Frage sind. Was genau steht auf dem Spiel? Will man verhindern, dass bestimmte Verse aus der Bibel ihre Relevanz verlieren, weil der kulturelle Druck da ist? Sprich, geht es um die biblische Wahrheit? Und/Oder ist es eben ein Kampf um destruktive Auswirkungen im Leben, die man verhindern will?

  18. Ja, es geht um die Wahrheitsfrage bzw. um die Frage, ob wir Gott noch beim Wort nehmen, ob wir Ihn fürchten usw.

    Ungeachtet dessen bin ich natürlich auch davon überzeugt, dass der Schöpfer am besten weiß was gut für uns ist. Wenn wir anfangen, seine Gebote zu hinterfragen, erheben wir uns selbst zum Gott. Wenn wir Gott und seinem Wort nicht mehr vertrauen, welcher Glaube bleibt dann noch?

    3. Mose 18,22: „Du sollst nicht bei einem Mann liegen wie bei einer Frau; es ist ein Greuel.“ Was ist daran unverständlich? – http://zeltmacher-nachrichten.eu/content/pfr-dr-theo-lehmann-es-geht-um-das-wort-gottes

  19. Schandor meint:

    Pro-Homos finden die erstaunlichsten Dinge, um das biblische Gebot, das eindeutig ist und mehrfach in der Bibel formuliert wird, außer Kraft zu setzen.

    Genauso glaubwürdig könnte man die Rechtmäßigkeit von Alkoholismus anhand von Dan 5,1 belegen (Bitte unbedingt Luthertext 😉

    @Ben
    Eine rationale Erklärung wäre für Dich? Das ist stark! Aber geschickt von Dir angestellt! Aber müsstest nicht eigentlich Du zuerst beweisen (oder nachweisen, wenn Dir das zu stark klingt), dass die Stellen in der Schrift, die sich eindeutig gegen die Homosexualität aussprechen, heute aufgrund kultureller Umwälzungen nicht mehr in Kraft sind? Bitte keine Beweislastumkehr! 😉

  20. @Schandor: Ich würde behaupten, dass so heute niemand mit der Bibel umgeht. Keiner setzt die Bibel „wörtlich“ um und überlegt dann, ob man die Stelle so verstehen sollte oder ob man sie heute noch so verstehen sollte.

    (Das Beispiel hat soooo einen Bart, aber nun gut: Mt 5,29+30: Wenn dich also dein rechtes Auge zur Sünde verführt, dann reiß es heraus und wirf es weg! Besser, du verlierst eins deiner Glieder, als dass du unversehrt in die Hölle geworfen wirst. 30 Und wenn dich deine rechte Hand zum Bösen verführt, so hack sie ab und wirf sie weg! Es ist besser, verstümmelt zu sein, als unversehrt in die Hölle geworfen zu werden.“

    Müsste ich hier nicht ebenso fragen, was ist daran unverständlich?)

    Ich finde es im Übrigen nicht geschickt, sondern unabdingbar, theologische oder ethische Aussagen zu hinterfragen. Und wer dann kommt und mit dem Zeigefinger droht, man könne doch nicht das Wort Gottes hinterfragen – dann möchte ich ich entschieden zwischen dem Wort Gottes und unserem Verständnis desselben zu unterscheiden wissen. Wer Fragen zurückweist mit dem Zusatz, die Bibel sei nicht zu hinterfragen, dann habe ich ein ganz schlechtes Gefühl dabei. Denn mit dieser Diskussionsgrundlage kann man dann wirklich jeden Schwachsinn als biblisch postulieren.

    Über die Stelle aus Daniel werd ich jetzt mal bei einem Bierchen nachdenken =)

  21. Schandor meint:

    @Ben

    Der „Bart“ des von Dir genannten Beispiels stört mich wenig; Du bist intelligent genug, zu wissen, dass es zum Vergleich vollkommen unangebracht ist.

    Das Hinterfragen theologischer und ethischer Fragen, so wie Du es betreibst, konnte schon der eine da im Paradies. „Sollte Gott wirklich gesagt (will sagen: gemeint) haben …?“. Er hatte auch ein schlechtes Gefühl, als Eva anfangs nicht so recht wollte, sondern rumzickte. Nun, aber da er mit seinen Argumenten besser wegkam als seine Kontrahentin, musste er sein schlechtes Gefühl ja nicht behalten.
    Im Übrigen ist Deine Anfrage höchst langweilig, da jeder unschwer sehen kann, dass Du schon wieder versuchst, die Beweislast umzukehren. Gäääääähn!

    Ganz ehrlich: Ich will Dir keineswegs krumm kommen, aber ein wenig mehr intellektuelle Redlichkeit wäre mE schon geboten, meinst Du nicht? 🙁

  22. @Ben: Es geht nicht ohne Hermeneutik und es wird auch kein blinder Glaube gefordert. Mit den einschlägigen Textstellen über Homosexualität hat man sich ja bereits intensiv auseinandergesetzt (genauso wie mit Mt 5:29f.). Mich wundern Aussagen wie die von Nikolaus Schneider (EKD) neulich bei idea:

    „Die Heilige Schrift lehnt Homosexualität zwar deutlich ab. Aber die Treue zum Evangelium entscheidet sich nicht an der Haltung zur gleichgeschlechtlichen Liebe, sondern an Kreuz und Auferstehung.“

    Was soll das? Die biblische Ethik ist zwar eindeutig, aber dann doch nicht so wichtig? „Schwamm drüber“, ist das die Heiligkeit Gottes?

  23. @ Rami: 3 Mose 18, 22 scheint eindeutig zu sein. Was ist dann z. B. mit 3 Mose 19, 19, mit 3 Mose 19, 9. Oder mit 3 Mose 18, 19. Wie oft werden Christen gegen diese eindeutigen Verse verstoßen.
    Mir gefällt ja 3 Mose 19, 33 und 34 ganz gut. Wenn sich bibeltreue Christen ähnlich für Flüchtlinge oder Ausländer in Deutschland engagieren würden wie sie sich beim Thema Homosexualität engagieren, das wäre schon was.

  24. @nik: An 3 Mo 18:19 halten wir uns, 19:9 ist ein guter Hinweis in der Diskussion über die Finanzkrise und zu 19:19 müsstest Du einen Bauer fragen. Zum zweiten Punkt stimme ich zu, vieles müssten die Christen besser machen.

    Ein Frohes Fest, ich verabschiede mich aus der Diskussion. Jesus lebt! – und ich hoffe und bete, das wird von allen hier wörtlich verstanden… 🙂

  25. 3 Mose 19, 19: Wie oft legen wir Kleider an, die aus zweierlei Faden gewebt sind?
    Ein gesegnetes Osterfest.

  26. Andreas meint:

    @Ben,

    Wenn das Verbot der Auslebung Homosexueller Neigung wirklich gottgemäß ist, dann sollte es doch möglich sein, die positiven Auswirkungen aufzeigen zu können – oder eben die andere Möglichkeit: Man könnte aufzeigen, welche negativen destruktiven Auswirkungen verhindert werden, so man sich an das Gebot hält.

    Damit ersetzt Du das bisherige hermeneutische Kriterium („Was sagt die Bibel, bzw. was war gemeint“) und ergänzt es um zwei weitere Kriterien: Wenn ein Gebot nun mal so dasteht, muss es immer noch „nützlich sein“, und der, der entscheidet, ob es nützlich ist, ist der Mensch. (Oder: das ist der Ben, der das entscheidet.) Da kann man doch bei allen besten Beweisen sagen: „Das überzeugt mich nicht“.

    So einen Nachweis zu erbringen, wie Du ihn erforderst, ist nahezu unmöglich. Es handelt sich um geistliche Prozesse, die man nur bedingt empirisch messen kann – erst recht nicht in einer Zeit, in der diese Diskussion so ideologisiert worden ist wie heute bei uns. Es kann kaum noch neutrale Studien zum Thema „Schädliche Folgen von Homosexualität“ geben – die Wissenschaftler würden vermutlich bald ihres Amtes enthoben. Also, tu doch bitte nicht so, als ob Du das nicht wüsstest. Die Grünen sind gerade dabei, einige der letzten unabhängigen Institutionen (z.B. das DIJG) zu torpedieren und hohe Geldstrafen in Aussicht zu stellen. Das ist nur der erste Schritt. Weitere Gesetzesvorhaben werden folgen, sobald die Öffentlichkeit mithilfe der Medien vorbereitet ist.

    Übrigens: Genausowenig kann man konkret nachweisen, dass folgende Dinge „gesellschaftlich schädlich“ wären:
    – Wenn ein Single zu einer Prostituierten geht.
    – Wenn man jemandem, der 10 Millionen Euro hat, eben mal 100.000 Euro stiehlt. („Er wird ja nicht verhungern.“)
    Etc.

    In allen diesen Fällen wird aber der Charakter der Handelnden verdorben.
    Sünde ist immer schlecht für das Land. Gebet und Fürbitte, Leben aus dem Glauben an Christus, ist gut für das Land.

    Bei gelebter Homosexualität ist das auch so. Es zerstört den Charakter der Personen, die definitiv nicht nach der gottgewollten Schöpfungsordnung leben. In unserem Land hat zwar der Einzelne das Recht, sich selbst zu zerstören (in gewissen Graden), aber man soll bitteschön nicht auch noch von der Kirche erwarten, das zu segnen.
    Es kann zwar sehr schwierig sein und mit vielen Kämpfen verbunden sein, diese Neigung nicht ausleben zu können, aber Gott kann dabei helfen. Es ist sicher manchmal eine schwere Prüfung, ohne Frage.

  27. @Andreas: Ich hatte bereits gesagt, dass meine Fragestellung nichts mit Hermeneutik zu tun hat. Lies bitte noch einmal etwas weiter oben. Ob ein Gebot rational erklärbar ist oder nicht sagt noch lange nicht, dass es biblisch ist oder nicht.

    Aber was machst du, wenn du (wie z.B. ich) homosexuelle Christen kennenlernst, deren Charakter inspirierend ist, so dass du dir denkst, davon möchte ich selber mehr haben?

    Dann könnte es sein, dass du (wie z.B. ich) dir die Frage stellst, ob Homosexualität wirklich den Charakter zerstört. Und dann fragst du vielleicht noch mehr Fragen.

    Ich selber habe die Frage nach Homosexualität und Bibel noch nicht durch. Aber eine Sache weiß ich: Die Kirche hat ein dickes Problem! Homosexuelle Christen leben in unseren Kirchen – wie der Brief zeigt – in Angst. Wir zwingen sie zum Versteckspiel. Würde die westliche Kirche mehr Leben haben, dann müssten nicht diese Ausgrenzungsmechanismen und harte Verurteilungen herhalten, damit die Heiligkeit gewahrt bleibt. Wenn die Antwort auf die Frage nach der Homosexualität wirklich das Zölibat wäre, dann würde sich dieser Lebensstil in einer lebendigen Kirche von selbst generieren – ohne dass Verurteilung und Ausgrenzung das ist, wofür Christen bekannt sind. Sind wir da einer Meinung?

    @Schandor: Kennst du das, dass dir Christen Bibelverse sagen und ihren Standpunkt gut untermauern, sie die richtigen und besseren Argumente haben, aber ihre Praxis zeigt, dass etwas nicht stimmt? An diesem Punkt bin ich. Wie würdest du vorgehen?

  28. Schandor meint:

    @Ben
    Kenn ich. Ich würde nachforschen, was da nicht stimmt. Dabei stellt sich mir die Frage: Was, wenn Paulus noch lebte? Was würde er auf den Vorwurf entgegnen, die Kirche segne homosexuelle Paare nicht?

  29. Gute Fragen. Wie sieht dein nächster Schritt aus?

  30. Seine Homosexualität anzunehmen und nicht mehr bekämpfen zu wollen, heisst nicht automatisch in sexueller Zügellosigkeit zu leben. Es gibt unzählige Betroffene, die eine jahrelange Leidensgeschichte durch Veränderungsprogramme hinter sich haben und nun endlich Frieden (auch Frieden vor Gott!) gefunden haben, indem sie ihre Homosexualität angenommen haben und verantwortungsvoll damit umgehen.

  31. Andreas meint:

    @Ben,

    Aber was machst du, wenn du (wie z.B. ich) homosexuelle Christen kennenlernst, deren Charakter inspirierend ist, so dass du dir denkst, davon möchte ich selber mehr haben?

    Ich sprach von homosexueller Handlung, die den Charakter zerstört, nicht von der Haltung.
    Es gibt ja in der katholischen Kirche homosexuell empfindende Priester, die eine hervorragende Arbeit für Gottes Reich machen, die auch gehorsam leben, und die ihre Neigung nicht ausleben. Solche Menschen können auch hochbegabt sein. Wenn jemand viele Gaben von Gott bekommen hat (z.B. Energie, Charme, etc.), dann denken wir auch sehr leicht: „Der hat einen guten Charakter“. Wenn jemand eher still daherkommt, denken wir: „Hm, der ist ja kein so ein super Typ…“

    Ob ein Charakter aber gut ist oder nicht, können wir nicht mit unseren oberflächlichen Kriteren beurteilen. Nur Gott weiss letztlich, was im Herzen vorgeht.
    Und ob ein Charakter gut ist oder nicht, liegt in letzter Instanz an der Frage, ob und inwieweit wir Gott als Gott anerkennen, Ihn anbeten, und Ihm gehorsam sind in allen Bereichen. DAS ist das Kriterium.
    Leute können sehr ansprechend wirken, rein äußerlich. (Denke an den Antichristen, der viele Leute verführen wird).

    Ich könnte Dich übrigens fragen: was machst Du, wenn Du einen Bankräuber triffst, der über die Maßen freundlich und zuvorkommen ist, und Dir darin ein Vorbild ist? Würdest Du Deine Meinung über Bankraub ändern ? (Das Problem bei so einer Beurteilung ist wieder die sehr subjektive Wahrnehmung von „Vorbildhaft“, die dabei reinspielt).

    Zu der homosexuellen Empfindung: Von dem wenigen, was ich von der DIJG gelesen habe, ist Homosexualität meist auf eine psychische Fehlentwicklung in der Jugend zurückzuführen. (z.B. ein sehr unnahbarer Vater oder ähnliches).
    Dazu müssten wir aber beide die einschlägige Literatur lesen. Siehe Deutsches Institut für Jugend und Gesellschaft im Internet, und die dortigen Literaturverweise. Hast Du das schon mal gelesen?

    An dem, was einem in der Jugend widerfahren ist, kann man meist wenig machen. Daher sollte man jemanden auch wegen einer „Empfindung“ nicht verurteilen – auch wenn sie sündhaft ist. Denn sie ist widernatürlich (gegen Gottes Schöpfungsordnung). Ich wehre mich dagegen, Sünde nicht als solche zu benennen – auch die Empfindung ist schon sündhaft.

    Trotzdem dürfen wir nicht verurteilen. In dieser Spannung liegt das Problem. Kirchenmitglieder sind auch „nur Menschen“, die auch sündigen – z.B. indem sie Menschen verurteilen. Wenn es Dein Ziel ist, eine Atmosphäre in Kirchen zu schaffen, in denen Menschen eine gewisse sündhafte Neigung offen bekennen können, ganz ohne verurteilt zu werden, dann ist das vielleicht utopisch!

    Genausowenig kann man einfach nach vorne gehen und sagen: „Ich bin alkoholabhängig“, oder „ich schlage öfters meine Frau, bitte betet für mich“. Da sind dann immer ein paar Leute dabei, die sich denken: „Was für ein seltsamer Typ“!

    Denn nicht alle in den Gemeinden sind Superheilige.

    Mit dieser Spannung werden wir also weiter leben müssen. Wir können weder die Homosexualität noch andere Sünden für „legal“ erklären, damit Leute, die ihre Sünden bekennen, nicht mehr verurteilt werden.

    Natürlich können wir in Gemeinden weiter darauf hinarbeiten, dass die Menschen lernen, andere nicht zu verurteilen. Das ist sicher notwendig. Aber das Wort Gottes antasten – nein.

  32. Andreas meint:

    @Ben,

    Homosexuelle Christen leben in unseren Kirchen – wie der Brief zeigt – in Angst. Wir zwingen sie zum Versteckspiel. Würde die westliche Kirche mehr Leben haben, dann müssten nicht diese Ausgrenzungsmechanismen und harte Verurteilungen herhalten, damit die Heiligkeit gewahrt bleibt.

    Sorry, das ist QUATSCH. Von welchen „Ausgrenzungsmechanismen“ redest Du??? Du verwendest gedankenlos bestimmte Phrasen der Homo-Lobby.

    Es gibt eine klare biblische Linie:
    – Praktizierte Homosexualität ist Sünde. Wer das praktizieren will, kann kein Gemeindemitglied werden. Das gilt aber für jede andere bewußt praktizierte Sünde auch. Gegen diese Art von „Ausgrenzung“ wirst Du aber nichts haben können, oder? Du musst viel klarer zwischen „guter“ und „falscher“ Ausgrenzung unterscheiden.
    – Wer homosexuell empfindet, und davon freikommen will, wird – prinzipiell – nicht ausgegrenzt. (Es gibt allerdings „fleischlich“ lebende Christen, die andere verurteilen.)

    Wenn die Antwort auf die Frage nach der Homosexualität wirklich das Zölibat wäre, dann würde sich dieser Lebensstil in einer lebendigen Kirche von selbst generieren

    Ja, das ist doch auch so. Wenn jemand homosexuell empfindet, und Gott mehr liebt als alles andere, wird er – von selber – fragen, was Gottes Wort sagt. Und wer wird dann auf das Ausleben seiner Homosexualität verzichten. Auch wenn es sehr schwierig ist.

    Es wäre aber zunächst zu fragen, was Du mit „lebendig“ meinst. Hoffentlich nicht „laut und überschwänglich“. Sondern: wo die Früchte des Heiligen Geistes zu spüren sind.
    Zweitens: Es liegt doch nicht an der „lebendigen Kirche“, sondern an den jeweiligen „Besuchern“ der Gemeinde (also z.B. denen, die homosexuell empfinden.)
    Sind die „lebendig“, das ist doch die Frage?
    Sexualität ist allerdings ein sehr starker Trieb. Auch das lebendige Christsein hindert nicht, dort „Mangel“ zu empfinden, wenn man es nicht ausleben kann! Wenn Du meinst, ein bischen gute Stimmung in der Kirche würde den Sexualtrieb mindern, täuschst Du Dich!

    – ohne dass Verurteilung und Ausgrenzung das ist, wofür Christen bekannt sind. Sind wir da einer Meinung?

    Nein, da sind wir anderer Meinung. Es ist die Homolobby, die die Christen gerne als „verurteilend und ausgrenzend“ darstellen will. Die tun das mit einer bewussten Begriffsvermischung.
    Da könnte sich ja auch die Bankräubervereinigung und die Steuerhinterziehungsvereinigung wehren und sagen: „Wir werden in den blöden Kirchen so ausgegrenzt“. Nein, werden sie nicht. Sie hören dort – wie jeder andere – was Gottes Wille ist. „Lasst das Bankrauben und das Steuerhinterziehen“. Wenn sie sich daran halten, oder zumindest erklären, dass sie sich daran halten wollen und Gottes Kraft brauchen für Veränderung – sollten sie nicht ausgegrenzt werden.

    Kennst du das, dass dir Christen Bibelverse sagen und ihren Standpunkt gut untermauern, sie die richtigen und besseren Argumente haben, aber ihre Praxis zeigt, dass etwas nicht stimmt? An diesem Punkt bin ich. Wie würdest du vorgehen?

    @ Ben, die Frage ist wieder falsch. Wie bemisst Du, dass „etwas“ nicht stimmt, was ist Dein Kriterium? Wenn es das Wort Gottes ist, musst Du sie daran erinnern, Gottes Wort zu halten. (Denn es gibt in der Tat Menschen, die ihre Theorie nicht in die Praxis umsetzen).
    Wenn Du aber einen anderen Maßstab hast, woran Du bemisst, was „stimmt“ und was nicht „stimmt“, dann wirst Du letztlich dahin kommen, Gottes Wort zu hinterfragen. Es scheint, dass Du auf dem besten Wege dahin bist. Du musst Dich also fragen lassen: Was ist Dein letzter Referenzpunkt?

  33. @Andreas: Warum findest du es Quatsch wenn ich davon rede, dass Homosexuelle in christlichen Gemeinden ausgegrenzt werden? Hast du davon noch nicht gehört?

    Unter „lebendig“ verstehe ich die tiefe und kraftvolle Veränderung durch den Geist Gottes. Gute Stimmung gibt es fast in jeder modernen Freikirche. Dagegen ist auch nichts einzuwenden (schlechte Stimmung = geistlich wäre eine seltsame Formel). Aber Lebendigsein erkennt man an der Jesusähnlichkeit.

    Noch einmal zur Ausgrenzung: So wie ich den oben aufgeführten Brief verstehe, geht es da um eine Christin, die Homosexuell ist und das Ausleben ihrer Neigung als Sünde bezeichnet. Und dennoch ist der Brief geprägt von Angst vor Ausgrenzung. Richtig?

    Das ist meine Kritik an der kirchlichen Realität.

    Ich selber bin Teil einer Kirche, die das Ausleben homosexueller Neigungen als nicht nach Gottes Willen wertet. Allerdings heißt es in unserer Satzung, dass Homosexuelle Menschen einen Platz in unserer Kirche haben. Kannst du dir vorstellen, dass bei solch einem Satz viele Christen die Nase rümpfen?

    Zu der Frage, wenn die Praxis zeigt, dass etwas nicht stimmt: Unterscheidest du zwischen der Bibel als Gottes Wort und der menschlichen Interpretation desselben? Anders ausgedrückt: Kann man die Bibel verstehen, ohne sie auszulegen? Spricht sie für sich selber und ist daher eindeutig, so dass Hinterfragen gleichzusetzen mit verwerflicher Bibelkritik ist?

  34. Schandor meint:

    @Ben

    ‚tschuldigung, dass ich da mal kurz nachfrage. Du sagst:
    „dass Homosexuelle Menschen einen Platz in unserer Kirche haben. Kannst du dir vorstellen, dass bei solch einem Satz viele Christen die Nase rümpfen?“

    Meinst Du Menschen, die ihre Homosexualität ausleben, oder solche, die eben so empfinden und es nicht ausleben?

    Zu 1) Wenn dieses Verhalten in der Kirche toleriert wird, dann möchte ich, dass wir gleich noch ein paar weitere Abweichungen tolerieren.

    2) Ja, da rümpfen viele die Nase. Mir ist es eher unheimlich.

  35. Für alle, die sich mit dem Rüstzeug scheinbar biblisch argumentierender Homo-Apologeten aus der christlichen Szene auseinandersetzen wollen, sei an dieser Stelle das Buch „Streitfall Liebe“ von Valeria Hinck empfohlen: http://www.amazon.de/Streitfall-Liebe-Biblische-Ausgrenzung-homosexueller/dp/394326226X/ref=pd_sim_b_5

    Die Autorin hat auch eine sehr umfangreiche Seite, auf der man eine ältere Version des Buches (2003) und viele andere Artikel findet. Viele Aspekte in Ben´s Argumentation finden sich bei dieser Autorin in elaborierterer Form.
    http://www.streitfall-liebe.de/

  36. Andreas meint:

    @Ben,

    @Andreas: Warum findest du es Quatsch wenn ich davon rede, dass Homosexuelle in christlichen Gemeinden ausgegrenzt werden? Hast du davon noch nicht gehört?

    Kennst Du denn Leute persönlich, die Opfer von Ausgrenzungen geworden sind?

    In unserer Gemeinde kann ich mir so eine „Ausgrenzung“ nicht vorstellen. (Auch wenn womöglich manche Vorurteile bleiben – so dass es nicht einfach sein mag, sich zu outen). Aber das Wort „Ausgrenzung“ ist definitiv das falsche Wort. Da bist Du einer Medienmanipulation aufgesessen. Man sollte nicht alles nachplappern, was linke Medien so bringen, oder was die Homo-Lobby so an Phrasen drischt…

    Diese „Ausgrenzung“ kommt meines Erachtens heute kaum noch vor. Andererseits gibt es aber auch sehr viele, die es einfach nicht bekennen, wenn sie homosexuell empfinden. (Wenn, dann nur in kleinen Kreisen).

    Die Satzung in Eurer Kirche finde ich sehr mißverständlich, sie ist – wie Schandor gezeigt hat – „unterbestimmt“.
    Praktizierende Homosexuelle, die auch keinerlei Einsehen oder Interesse an Umkehr haben, sollten in der Gemeinde nicht mitarbeiten dürfen (und auch kein Mitglied werden, falls es dort Mitgliedschaft gibt). Sie dürfen kommen, dürfen sich aber nicht als Christen bezeichnen. Das gilt aber für unbußfertige bei jeder anderen Sünde genauso. Wenn jemand sagt, er habe Probleme mit Aggressivität, bittet um Gebet, und erkennt seine Aggressionen als „Sünde“, der darf weiter Mitglied bleiben. Wenn jemand sagt, er sei halt so geboren, und müsse weiterhin aggresiv bleiben, und wer ihn nicht aufnehmen und zum Jugendmitarbeiter machen wolle, sei diskriminierend und intolerant, der ist einfach plemplem.

    Aber diskutieren wir nicht weiter um den heißen Brei herum: es geht darum, ob praktizierte Homosexualität gegen den Willen Gottes ist. Wenn ja, kann es einfach keine Mitgliedschaft geben für solche Leute. Bleiben wir also bei der Kernfrage.

  37. Andreas meint:

    @logan,
    in dem Amazon Werbetext zu dem von Dir empfohlenen Buch heißt es:

    Anhand von zahlreichen Bibelzitaten tritt die Autorin den Beweis an, dass Kirche und Homosexualität durchaus miteinander vereinbar sind.

    Au weia… da darf man ja auf einige Verdrehungen der Bibeltexte gespannt sein.

  38. Schandor meint:

    Wenn die Homosexualität in der Kirche salonfähig wird, verliert sie eine Säule ihrer Daseinsberechtigung. Wie wichtig Gott die (richtig ausgelebte!) Sexualität ist, erkennt man schon daran, dass ständig davon die Rede ist – und es auch ständig Probleme damit gibt.

    Soll die Kirche dem Druck der Gesellschaft nachgeben? Darf sie das? Antwort: nein, denn das liegt außerhalb ihres Kompetenzbereichs.

    Vielleicht schafft die Gegenreformation jetzt, ihr subversives Werk zu vollenden: Die totale Zersetzung des Protestantismus. Lange genug arbeitet sie daran. Mächtig und klug genug sind ihre Protagonisten. Die Zeichen stehen allerorts auf Erfolg. Ordo ab Chao! – und dann: zurück in den Schoß der katholischen Kirche? Nein danke.

  39. @Andreas @Schandor: Da scheint mir doch eine subtile Ungleichbehandlung in der Realität die Praxis zu bestimmen. Ja, ich kenne persönlich mehrere Homosexuelle, die Ausgrenzung in Gemeinden erlebt haben. Ich finde, dass „Ausgrenzung“ ein recht neutraler Begriff ist, linke Medien reden von Diskrimminierung. Aber wenn es um den praktischen Umgang mit Homosexuellen in der Gemeinde geht, dann kann man doch nicht nach Schema F handeln. Deswegen finde ich die Frage von Schandor letztlich irritierend. Da stellt man sich doch hoffentlich auf jede Person individuell ein, hört sich die Geschichte an und fragt dann, wie man so jemandem helfen kann, den nächsten Schritt zu gehen…

    Gegenfrage: Wieviele „Christen“ kennt ihr, die wegen Geiz, Völlerei, Hochmut, Geldliebe oder wegen Wutausbrüchen die Mitgliedschaft gekündigt bekamen?

    Zur Frage von Schandor: In meiner Kirche wird es anders gehandhabt homosexuell Praktizierende werden von Leitungsaufgaben/-Positionen ausgeschlossen. Was ich nicht ganz verstanden habe ist dein Punkt 2 – was genau ist dir unheimlich?

    Zu dem Buch: Spannend fände ich, wenn einmal kurz und bündig formuliert werden könnte, worin die unterschiedlichen Interpretationen/Ansätze liegen…

  40. @Ben
    Also ich bin auch keine Anhänger von „Schema F“. Individualität und Gleichheit sind aber gar nicht so einfach „auf die Reihe zu bekommen“.

    Der Eindruck, der sich mir jetzt aufdrängt, ist aber der:
    Diejenige, die diesen Brief schrieb, hatte ein konkretes Anliegen, konkrete Fragestellungen …
    Es ist nicht richtig, das Thema jetzt so zu drehen als ob sie „Homosexualität“ als segensreich verstünde, damit rationale Erklärungsnot hätte oder darüber eine Debatte auslösen wollte …

    So wie ich den Brief verstehe, will sie (die Schreiberin) eben keine Kompromisse mit Sünde.
    Was sie will, ist Hilfe. Kompromisse und Kleinreden sind keine Hilfe …
    Sich gegenseitig vorzuhalten, wer jetzt der größte und abartigste Sünder ist ebenso wenig.

    Mir kommt eher der Gedanke, dass es darum geht:
    „Ich bin ein Sünder, ich will nicht sündigen. Oh Gott, sei mir gnädig!“
    „Du bist ein Sünder, du willst auch nicht sündigen. Oh Gott, sei mir gnädig! – ist auch dein verzweifelter Ausruf. “
    Wo unterscheiden sich jetzt Beide? Wo suchen beide Hilfe? Ist es legitim, sich gegenseitig das Leben so zu erschweren, dass Keiner das Ziel erreicht?

    An der Stelle möchte ich aus dem Brief zitieren:
    Zitat: „Wir bitten euch genauso wenig um die Akzeptanz unserer Sünden wie wir bereit sind, eure Sünden zu akzeptieren. Wir bitten euch einfach nur um die gleiche Unterstützung, Liebe, Orientierung und vor allem Hoffnung, die alle anderen in eurer Gemeinde auch bekommen. Wir sind eure Brüder und Schwestern in Christus. Wir sind noch nicht, was wir sein sollen, aber Gott sei Dank sind wir auch nicht mehr die, die wir waren. Bemühen wir uns miteinander, dass alle sicher nach Hause finden.“

    Mir sieht der Brief überhaupt nicht danach aus, dass es hier um Homosexuelle geht, die ihre Lust gern und ausgiebig ausleben und gleichzeitig irgendwie noch die Akzeptanz der „Kirche“ dazu wöllten …

    Kann sein, dass ich jetzt was falsch interpretiere, aber ich habe wirklich den Eindruck, dass die ganze Diskussion auf dem besten Wege dahin ist, wo die Schreiberin selbst nie hin wollte.

  41. Andreas meint:

    @Ben,
    warum differenzierst Du nicht zwischen „Ausgrenzung von praktizierenden Homosexuellen, die das nicht aufgeben wollen“, und „Ausgrenzung von solchen, die homosexuell empfinden, und davon loskommen wollen“ ?

    Magst Du etwa die Unklarheit, um damit Christen in ein schlechtes Licht zu rücken?

    Nochmals, Ausgrenzung ist ein ungenaues Wort. Es geht einfach um Ausschluss von der Gemeindemitarbeit.
    Ich kenne Christen, die wegen vorehelicher Beziehungen ausgeschlossen wurden. Sie durften weiter zum Gottesdienst kommen, aber Mitarbeit und Mitgliedschaft sind dann natürlich ausgeschlossen – so sollte das bei allen Sündern sein, die keine Buße tun. Siehst Du das anders?

  42. @Lutz: Mag sein, dass die Verfasserin des Briefes nicht dahin wollte, wo die Diskussion ist – dennoch ist die Diskussion recht wichtig.

    @Andreas: Sehe ich genauso. Ausschluss von Gemeindemitarbeit macht bei unbußfertigen Sündern Sinn. Sollten praktizierende Homosexuelle in einer Gemeinde mitarbeiten dürfen, dann sicher nicht aus dem Grund, weil man die anderen Sünder ja auch nicht konsequent von der Mitarbeit ausschließt. Klare Sache. Und doch ist es so, dass bestimmte Sünden überhaupt nicht auf dem Schirm sind oder als solche angesprochen werden. Sexuelle Sünden schon, aber ansonsten wüsste ich nicht wirklich von Beispielen zu berichten…Warum ist das so?

    Die Antwort auf diese Frage könnte vielleicht helfen, ungesunden Ausgrenzungsmechanismen (von bußfertigen Homosexuellen) zu begegnen.

    Aber nochmals meine Frage: Worin unterscheiden sich Befürworter und Gegner der Homosexualität nun genau, wenn es um Hermeneutik und Auslegung geht?

  43. @Ben
    Nein, da kann ich dir nicht vorbehaltlos zustimmen.
    Vielleicht wirst du ahnen warum: Schema F?????

    Du kannst nicht jeden „dir genehmen Aufhänger“ verwenden, um das für dich „subjektiv Wichtige“ zu thematisieren.

    Wo wäre dann die Grenze zum „Missbrauchs“?
    Hilfe für Hilfebedürftige wird mehr als fraglich. Benutzt du die Hilfesuchenden für … – oder geht es dir um den konkreten Menschen???? Wenn es letzteres ist, dann muss das Anliegen des konkreten Menschen auch bei dir eine Wichtung haben. Wo aber hier ganz konkret? Das kann ich momentan nicht sehen. Stelle dir doch einfach vor, die Schreiberin, ist dein „konkreter Fall“ …

  44. andreas meint:

    Aber nochmals meine Frage: Worin unterscheiden sich Befürworter und Gegner der Homosexualität nun genau, wenn es um Hermeneutik und Auslegung geht?

    Vielleicht in der Konsequenz der Anwendung der selben Hermeneutik?
    Und manche Befürworter der „Sündlosigkeit praktizierter Homosexualität“ werden sicher eine ganz andere Hermeneutik haben (Postmoderne, etc.)

    Man müsste da ins Detail gehen und sich jede Bibelstelle einzeln ansehen. Fest steht für mich aber: Mit einer ehrlichen Haltung kann man nicht zum Schluss kommen, dass Gott Homosexualität gut findet oder sie geschaffen und ursprünglich so gewollt hat, und dass so eine Handlung keine Sünde ist. (Da steht dann also immer ein Interesse dahinter, das zu einer Fehlinterpretion führt).

  45. schlotti meint:

    Als ich diesen Brief der Schwester gelesen habe, war ich sehr beeindruckt. Sie schildert offen die Not homosexuell empfindender Menschen in der Gemeinde, im Bewusstsein, dass Homosexualität nicht dem Willen Gottes entspricht. Kein Versuch, die Neigung zu rechtfertigen oder die biblischen Aussagen umzuinterpretieren. Es ist jedoch gerade die beschriebene Not, die mich nachdenklich gemacht hat. Wie häufig kommt in meiner Verkündigung Homosexualität „nur“ in den Lasterkatalogen vor, ohne die Gnade Gottes zu betonen, die mit Sünde kämpfenden Menschen gilt und größer ist, als alle Sünde?

    Ich bin kein großer Freund davon, in der Diskussion über Homosexualität einfach bestimmte Verse zu zitieren, wie etwa Lev 18,22 und darauf hinzuweisen, wie klar er ist. Damit „provoziert“ man schlicht Fragen, wie sie z.B. nik stellt, wie es denn dann mit Lev 19,9.19 usw. ist. Bei solch drängenden Fragen ist es meiner Meinung nach entscheidend, biblisch-theologisch zu arbeiten. Das heißt, die biblischen Aussagen werden auf einer breiteren Basis untersucht, in dem der heilsgeschichtliche Kontext berücksichtigt wird. Man wird zwangsläufig der Frage nachgehen, ob eine Stelle aus Levitikus an das theokratisch regierte Israel weiterhin für die Gemeinde des Neuen Bundes relevant ist und wenn ja, wieso. Man geht weiterhin der Frage nach, welch positive Begründung das Gebot in der damaligen Zeit hatte und ob es bindende Prinzipien gibt, die Ort, Zeit und Adressat „überdauern“. Ein biblisch-theologisches Herangehen an diese Frage wird den Fokus nicht allein auf einzelne Stellen richten, sondern sie im Kontext dessen sehen, was Gott über Ehe und Sexualität an sich sagt.

    Selbstverständlich sprengt ein solches Vorgehen die Diskussion in einem Blog. Meiner Meinung nach lässt sich jedoch von einer biblischen Theologie her, Homosexualität (wie sie heute gelebt wird) nicht rechtfertigen. Nicht allein aufgrund einzelner Stellen, die selbstverständlich ihre Berechtigung haben. Vor allem, weil sie dem gesamtbiblischen Befund widerspricht, wie Gott den Menschen an sich geschaffen hat, warum er die Ehe bestimmt und geschenkt hat und was Sexualität ist und wozu er sie geschenkt hat.

    Dennoch möchte ich mir diesen sehr offenen Brief, in dem der Ruf nach Hilfe zu hören ist, zu Herzen nehmen. Denn es genügt nicht, Homosexualität als falsch zu verkündigen. Ich muss mich auch fragen, was eine auf das Evangelium ausgerichtete Verkündigung Menschen zu sagen hat, die mit Sünde kämpfen.

    Liebe Grüße
    Schlotti

  46. BjörnJ meint:

    @Schlotti

    Schön geschrieben. Diese im Brief geschilderte Not hat mich auch betroffen gemacht, obwohl ich noch nicht so oft im Gemeindekontext auf das Problem gestoßen bin.

    Was mir bei der Diskussion hier zu Ausgrenzung und Mitarbeit usw. eingefallen ist, ist der Punkt, dass oft im konkreten Leben unserer Gemeinden nicht Homosexualität sondern falsch gelebte Heterosexualität das Problem darstellt.
    Ein kleine Randnotiz aus dem nördlichen Europa(Finnland ), wo ich lebe: auch hier sind extrem starke Bemühungen zu registrieren über diese spezielle Frage eine schon von Hass geprägte Stimmung gegen Christen und bibeltreue Gemeinden zu erzeugen. Da es hier nur ein paar zentrale Medienorgane gibt, scheint es mir noch extremer wie n Deutschland voranzugehen. Unser Pastor aus Estland sagte vor kurzem, dass die Entwicklng ihn sehr an die Zeit unter sowjetischem Einfluss erinnert.

    Frohe Ostern allen. Unser Herr lebt.
    „19und welche da sei die überschwengliche Größe seiner Kraft an uns, die wir glauben nach der Wirkung seiner mächtigen Stärke, 20welche er gewirkt hat in Christo, da er ihn von den Toten auferweckt hat und gesetzt zu seiner Rechten im Himmel 21ber alle Fürstentümer, Gewalt, Macht, Herrschaft und alles, was genannt mag werden, nicht allein auf dieser Welt, sondern auch in der zukünftigen; 22und hat alle Dinge unter seine Füße getan und hat ihn gesetzt zum Haupt der Gemeinde über alles, 23welche da ist sein Leib, nämlich die Fülle des, der alles in allem erfüllt.“ Eph 1, 19ff

    Gruesse Björn

  47. Roderich meint:

    @Ben und andere,
    hier ein guter Hinweis, dass selbst an konservativen Bibelschulen in den USA die Homosexuellen nicht (mehr) diskriminiert werden. Ich halte das Gerede von „Diskriminierung“ nach wie vor für Stimmungsmache. Ich möchte das gerne mal sehen – eine evangelikale Gemeinde, die so empfindende Leute (wenn sie es als Sünde ansehen und davon loskommen wollen) wirklich „diskriminiert“, und woraus die Diskriminierung genau bestehen soll. Die gibt es meines Erachtens nicht. Es sei denn man sieht einen „Ruf zur Buße“ als Diskriminierung.
    http://www.dennyburk.com/being-gay-at-jerry-falwells-university-brandonambro/

  48. Schandor meint:

    … das Schicksal setzt den Hobel an und hobelt alle gleich … 😉

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  1. […] freundlicher Genehmigung von Ron Kubsch (TheoBlog), kann an dieser Stelle ein sehr interessanter offener Brief veröffentlicht werden. Aus dem […]

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