Evangelische Kirche erwägt Fusion mit den Grünen

Es ist die Meldung des Tages:

„Die Idee entstand durch einen kuriosen Zufall“, erläutert der Vorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland. „Ich wollte mir gerade das Programm des aktuellen Kirchentages vornehmen, griff aber versehentlich zum Parteitagsprogramm der Grünen, das aus irgendwelchen Gründen direkt daneben lag. Aber erst nach etwa einer halben Stunde bemerkte ich, dass ich das falsche Heft in der Hand hatte.“ Der Unterschied sei aufgefallen, weil in dem Parteiprogramm etwas von Trennung von Kirche und Staat stand, womit das Oberhaupt einer aus Steuern finanzierten Vereinigung selbstverständlich wenig anfangen kann.

Auch die grüne Partei denkt schon seit längerem über einen Zusammenschluss mit der EKD nach.

Vorsicht! Satire der Internetseite: Messe in Moll.

Kommentare

  1. Man liest von Sebastian Moll sehr viel Kritik (die ich im Grundsatz teile), erfährt man irgendwo aber auch, wofür er denn eigentlich steht? Was ist seine „positive“ Botschaft, was seine grundsätzlichen theologischen Überzeugungen hinsichtlich Evangelium und Bibelverständnis. Das würde mich interessieren.

  2. Schandor meint:

    Das ist keine Satire. Das ist Prophetie. Erfüllte.

  3. Johannes Strehle meint:

    Sehr gut!

  4. Marita Dilly meint:

    Ich habe ganz bewusst, die Partei der GRÜNEN verlassen, weil sie sich, Anfang 2015, beim Predigtstreit in Bremen, ( Pastor Olaf Latzel) alles andere als korrekt verhielt. Die EKD, wie wir sie in den meisten Fällen erleben, hat mit dem Missionsauftrag „nicht mehr viel am Hut“ Da ist Mainstream angesagt. Das ist mit Sicherheit ein Grund, weswegen die mit den GRÜNEN zusammen arbeiten könnten. Deren Themen wären dann, Gleiche Rechte für Mann und Frau, Umweltfragen, eine klare Stellung gegen Rechts – ist ja auch richtig, und natürlich soziale Fragen. – Doch wo bleibt hier der Glaube, das Christentum, das JESUS predigte? – Wir, die Christen beten zum Dreieinigen Gott, Gott Vater, Sohn und Heiliger Geist. Und dieser Gott ist NICHT Allah! Gerade muss ich feststellen, wie sehr die Evangelische Kirche gesunken ist.

  5. Roderich meint:

    @Marita Dilly,

    klare Stellung gegen Rechts – ist ja auch richtig

    Wieso ist das richtig?

  6. Liebe Marita Dilly,

    zu Olaf Latzel immer wieder lesenswert:

    http://www.kirche-bremen.de/downloads/Martini-Predigt_3-9_BEK-Forum_Feb.2015.pdf

    vor allem die Stimmen aus der theologischen Wissenschaft.

    Ob man so etwas heute noch in Bremen schreiben würde?

    Herzliche Grüße!

  7. Tim-Christian meint:

    @Peter

    Das ist ja eine gruselige Handreichung. Gerade die Damen und Herren aus der Wissenschaft scheinen keine Ahnung mehr davon zu haben, dass die Predigt nach reformatorischem Verständnis eben kein exegetisches Referat, sondern vollmächtige Verkündigung des Gotteswortes zu sein hat (vgl. 1 Pet 4,11). Die haben eine solche „streng wissenschaftliche“ Distanz zwischen sich und dem Text aufgebaut, dass es für sie gar keinen Götzendienst mehr geben kann. Wenn solche Leute den Pfarrnachwuch ausbilden, dann kommt es in unseren Kirchen eben zu sowas:

    http://www.br.de/mediathek/video/sendungen/nachrichten/amoklauf-muenchen-trauerfeier-oekumene-hajer-100.html

    (Und dennoch fragen sich viele Christen beim Bibellesen: „Ha, wie doof sind denn diese Israeliten? Jahwe hat sie aus Ägypten geführt und die machen sich ein goldenes Kalb …“ Tja.)

  8. Johannes Strehle meint:

    Eine Satire als Dankeschön an „Messe in Moll“:

    Der deutsche Papst des Baptistenbundes, Selbstlob Baptist Schleiermacher,
    hat sich bei „Messe in Moll“ über die Diskriminierung
    der Freikirchen im Allgemeinen und der Baptisten im Besonderen beschwert.
    Die Dominanz der EKD bei „Messe in Moll“ grenze an Rassismus.
    Er werde die Diversitätsbeauftragte der Kirchen einschalten.
    „Messe in Moll“ bat um Vergebung und Ablass.
    Darüber lasse sich reden, sagte Schleiermacher.
    Er müsse aber auf Bußübungen bestehen, die eine Besserung erkennen lassen.
    „Messe in Moll“: Ich kann mir die Vernachlässigung der Baptisten nur so erklären,
    dass ich je länger desto mehr Schwierigkeiten damit habe,
    grundsätzliche theologische Unterschiede
    zwischen den Baptisten und der EKD zu erkennen.
    Schleiermacher: Das freut mich. Wir haben uns große Mühe gegeben.
    „Messe in Moll“: Dann bleibt nur das Taufverständnis übrig.
    Sind Sie der Meinung, dass EKD-Mitglieder nicht in den Himmel kommen,
    weil sie ein falsches Taufverständnis haben?
    Schleiermacher: Wo denken sie hin? Alle Toleranten kommen in den Himmel.
    Aber wir sind schließlich noch nicht im Himmel.
    „Messe in Moll“: Warum ist Ihnen Ihr Taufverständnis so wichtig?
    Schleiermacher: Jeder Marketing-Experte wird Ihnen die Bedeutung des USP, deutsch: Alleinstellungsmerkmals, bestätigen.
    Keine Marke ohne Alleinstellungsmerkmal.
    „Messe in Moll“: Aber es gibt doch auch andere Freikirchen
    mit Ihrem Taufverständnis.
    Schleiermacher: Bei allem Respekt: Das sind Kopien.
    Die Menschen haben heute eine große Sehnsucht nach dem Original,
    nach Authentizität.
    „Messe in Moll“: Ich verstehe. Ich danke Ihnen für dieses Gespräch.

  9. Johannes Strehle meint:

    @Roderich und Marita Dilly
    Das linke Dogma Nr. 1:
    Links ist gut, rechts ist schlecht und böse.
    Das linke Dogma Nr. 2:
    Wer an linken Dogmen zweifelt,
    wird wegen Intoleranz, Diskriminierung und Rassismus
    auf ewig aus dem sozialistischen Paradies verbannt.
    Damit das niemand für eine Belohnung hält, wird der Zweifler
    in der Originalversion nach Sibirien,
    in der Softversion ins politische und mediale Abseits verbannt,
    ausgenommen die Rechtsextremen.

  10. Gast15 meint:

    Das ist in der Tat seltsam.

    Denn die Linken halten sich links, um von Gleichgesinnten Applaus zu bekommen.
    Menschen, die über gesunden Menschenverstand verfügen, können zwar links plappern,
    nicht aber links überzeugt sein. Denn dann hätten sie keinen Menschenverstand.
    So aber ist ihnen der Beifall von ihresgleichen lieber,
    als zu sehen, wie die Dinge wirklich liegen.
    Der Zeitgeist jedenfalls weht von links,
    und möge dieser Wind uns nie, nie, nie erreichen.
    Denn dann wird ein Stück aufgeführt werden in Deutschland, wogegen die französische Revolution nur wie eine harmlose Idylle erscheinen möchte (Heine).

    Da muss man freilich auch anmerken: links und rechts haben ihre ursprüngliche Bedeutung längst verlassen (gut, das weiß heute nun wirklich jeder).

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