IT

Informationstechnologie

Der supersüße Spion im Wohnzimmer

Die jüngste Datenpanne beim Versicherungskonzern Allianz zeigt, wie risikobehaftet die neuen Technologien für den Datenschutz sind. Die digitale und vernetzte Welt der Daten wird immer anfälliger für den Missbrauch, sogar im Privathaushalt. Vom Smartphone bis zum kommunizierenden Plastikhasen sind heute alle möglichen Geräte mit der digitalen Cloud verbunden. Auch wer die Diktierfunktion des neuesten MAC Betriebssystems Mountain Lion (10.8) nutzt, stimmt der Übertragung seiner Texte an Apple zu. Was aber passiert mit diesen Daten? Peter Läppert hat in einem Beitrag für die FAZ viele gute Fragen gestellt. Die Antworten stehen aus. Trotzdem können die Nutzer gegensteuern.

Längst sind auch andere Geräte auf diese Weise mit Sendefunktionen versehen worden, etwa Roboterstaubsauger (mit WLAN und Kamera.) Ähnlich funktioniert auch Microsoft Kinect, ein Spielecontroller mit Kameras, Infrarotkameras und Mikrofonen. Oder das iPhone oder iPad mit der Sprachsteuerung Siri. Es ist inzwischen bekannt, dass Apple Daten von Siri-Dialogen auf einer eigenen Wolke speichert. Nicht bekannt ist, was das Unternehmen damit tut.

Smartphones speichern ohnehin kaum noch etwas auf dem Gerät selbst, alles steigt auf in die digitale Wolke. Alle Android-Geräte nutzen Googles Cloud, alle Apple-Geräte die iCloud, alle Blackberrys die von Research in Motion (RIM). Allerdings geschieht das mit unterschiedlichen Geschäftsmodellen; Google verdient explizit Geld mit der Auswertung dieser Daten. Apple hält sich bedeckt, was das angeht, und RIM schließt eine Auswertung explizit aus.

Mehr: www.faz.net.

VD: JS

Accordance: NA27 tagged

Für Anwender der Bibelsoftware Accordance der kurze Hinweis, dass es inzwischen einen „Tagged NA27 Greek New Testament with Apparatus“ gibt. Anwender, die den Nestle-Aland bei der Deutschen Bibelgesellschaft erworben haben (oder einen anderen griechischen „tagged“ Text), können über ein Upgrade in den Genuss dieses „verschlagworteten“ Textes kommen. Im April bietet Accordance 25 Prozent Rabatt auf Einkäufe an. Da ich sowohl den Text von der Bibelgesellschaft als auch den NT-T besaß, habe ich das Upgrade für ca. 12 Euro erhalten.

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Hacker: Porträt einer Gegenkultur

Da Würmer und Viren in der digitalen Welt verheerende Schäden anrichten, verschärfte die Bundesregierung 2007 den „Hackerparagraphen“. Das Benutzen bestimmter „Tools“ ist seither mit Gefängnisstrafe belegt, Netzpiraten stehen juristisch neben Kriminellen und Terroristen. Doch die Stars der Szene wie Paul-Sebastian Ziegler aus Berlin haben Deutschland bereits verlassen und loggen sich in Tokio ein.

Alexander Biedermann aus Leipzig hat eine hochspannende Dokumentation über Hacker produziert, die derzeit hier abgerufen werden kann: www.3sat.de.

Accordancebible.de

Johannes hat seine Internetseite zur MAC Bibelsoftware Accordance  überarbeitet und stellt neue Textmodule und Anleitungen zur Verfügung. In seiner Rezension (erschienen in Glauben und Denken heute 2/2012) stellt er außerdem die neuen deutschsprachigen und ursprachlichen Textausgaben vor:

acc_joh.gifDie Mac Studienbibel trägt jetzt den Namen Mac Studienbibel 2 – Ge- samtausgabe und enthält einige Neue- rungen: Nun sind auch Septuaginta und Vulgata mit einem textkritischen Apparat versehen. Neu entahlten ist zudem das Thomas-Evangelium in koptischer, englischer und deutscher Sprache sowie, neben dem Nestle- Aland Text (27. Auflage), das Greek New Testament (4. Auflage) und die Biblia Hebraica Quinta6 (allerdings bisher nur mit Deuteronomium, Rut, Esther, Nehemia, Prediger, Sprüche, Hohelied, Klagelieder und den zwölf kleinen Propheten). Zudem enthält die Gesamtausgabe auch alle deutschen Bibelübersetzungen – also die gesam- te Mac Studienbibel 2 – Deutsche Bi- belausgaben. Bei den Wörterbüchern und Lexikas gibt es keine erkennbaren Neuerungen. Die Mac Studienbibel 2 – Gesamtausgabe soll für 249 Euro er- hältlich sein und wäre damit doppelt so teuer wie der Vorgänger.

Vielen Dank!

Kinderköpfe brauchen Ruhe

David Gelernter warnt zurecht vor zu viel Technik im Kinderzimmer. Ich füge hinzu: In der Schule können die digitale Welten den Blick auf die wirkliche Welt ebenso versperren. Wohl dem Schüler, dessen Lehrer noch mit Tafel und Kreide umgeben kann.

Mit iSpielzeug spielen ist, als würde man ein Kinderlexikon durchblättern und sich nur die Bilder anschauen, ohne ein einziges Wort zu lesen. Das Lexikon hat jedoch einen entscheidenden Vorteil: Es ist langweilig. Das Kind sucht sich also etwas anderes. Modernes iSpielzeug erlaubt kein Abschweifen der Gedanken. Wenn Dante sein Fegefeuer heute neu schriebe, würden die Protagonisten mit iPhones herumlaufen, sie müssten mit Apps spielen und einander ständig anrufen, bis sie ihre Strafe verbüßt haben; sie werden nicht arbeiten, nicht ruhen, nichts schaffen, an das sie sich mit Freude oder Stolz erinnern.

Hier: www.faz.net.

Google-Forscher sagt: »Treffer sind keine Antworten«

Googles Suchmaschine wirkt schlauer als sie ist. Tatsächlich versteht die Software das Netz nicht – sie analysiert nur, was Menschen für wichtig halten. Dan Russell beobachtet für den Konzern die Nutzer. Im Interview warnt er: Überlasst der Technik nicht das Denken!

Wenn ich Seminare zum Thema Web-Glaubwürdigkeit gebe, sage ich immer: Interpretieren Sie Treffer nicht als Antworten – das sind unterschiedliche Dinge. Google befreit nicht von der Verantwortung zu denken. Das können wir nicht übernehmen. Wir haben bisher keinen Weg gefunden, Nutzern zu sagen, was die Wahrheit ist. Wir können nur urteilen: Das ist eine von Nutzern sehr gut angenommene Quelle.

Hier: www.spiegel.de.

»Kindle Fire« fordert das iPad heraus

Handelsgigant Amazon geht mit einem Tablet-PC an den Start. Dank des üppigen Bücher- und Musik-Angebots sowie einem günstigen Preis könnte es das iPad von Apple herausfordern.

Dem Vernehmen nach soll es „Kindle Fire“ heißen und mit einer Bildschirmdiagonalen von 7 Zoll (17,8 cm) etwas kleiner als das iPad sein. Mit einem US-Preis von 250 Dollar werde es nur etwa halb so teuer wie das günstigste iPad verkauft, schrieb das Blog „TechCrunch“. Es laufe zwar mit dem Google-Betriebssystem Androide, aber in einer von Amazon selbst weiterentwickelten Version.

Amazon wird zugetraut, zu einem starken Herausforderer für Apple und das iPad zu werden: Der Konzern kann beim Tablett nahtlos sein breites Angebot an Büchern, Musik, Filmen und Apps integrieren, zumindest in den USA. Der Online-Händler kann auf dem Erfolg seines Kindle-Lesegerät für digitale Bücher aufbauen.

Mehr: www.welt.de.

25 Apps für Theologiestudenten

Ich nutze zur Zeit weder das iPad noch einen Kindle und hege ein gesundes Misstrauen gegenüber zu viel Technik auf dem Schreibtisch (Mal ganz ehrlich: Kann es ein elektronisches Lesegerät wirklich mit einem schön gestaltetem Buch aufnehmen?). Trotzdem gibt es gute Gründe für die Arbeit mit einem elektronischen Spielzeug. Leute, die viel reisen, fallen sofort einige ein.

Tim Dalton stellt in einem aktuellem Post 25 iPad Apps vor, die sich Theologiestudenten mit einem iPad näher anschauen sollte:

No matter if you’re studying for ministry prep, for teaching or for religious writing, your studies as a theology student can benefit from technology. The following list of 25 incredible iPad apps that you might use include readers that you can use to enjoy any type of document or book, research materials and tools that can help you detail and share your research and writing in an organized manner. From Christianity to Muslim theology to Jewish philosophy and beyond, your studies can become richer with an iPad and the following tools.

Hier: theologydegreesonline.com.

Das Ende der Privatsphäre – Facebook & Co.

Der DLF hat einen Kurzbeitrag über die Zwiespältigkeit der sozialen Netzwerke ausgestrahlt. Indem ich viel von mir preisgebe, nutze ich Netzwerke wie Facebook erfolgreich. Wo liegen die Grenzen des freizügigen Umgangs mit digitalen Identitäten? Im Beitrag spricht Urs Gasser, Mitautor des Buches Generation Internet. Die Digital Natives: Wie sie leben – Was sie denken – Wie sie arbeiten .

Hier der Beitrag:

[podcast]http://podcast-mp3.dradio.de/podcast/2011/05/24/dlf_20110524_0948_a20df621.mp3[/podcast]

Das Leben nach der digitalen Explosion

201105180826.jpgDie Zeitschrift Christianity Today hat mit Tim Challies (siehe auch seine Rezension des Buches Love Wins von Rob Bell) über sein neuen Buch Next Story: Life and Faith After the Digital Explosion gesprochen.

Ein Auszug:

CT: You point out that the „new Calvinists“ gained influence by adopting technology. How do you see those tools shaping the movement?

Challies: You can’t really understand new Calvinism apart from the Internet. It allowed us to hear from these people in an unprecedented way. We seem to have short attention spans, and much of what we’re learning and hearing comes through social media. Far more people are getting John Piper in 140-character chunks than are listening to his 45-minute sermons, which means we’re not learning in more holistic ways.

CT: Is a specifically Reformed understanding of technology possible?

Challies: If it is, I don’t know that I want to major in it. But certainly, I am Reformed in my understanding of God’s sovereignty over all creation and my heightened sense of human depravity. A Reformed understanding would take into account God’s sovereignty even over technology as the starting point and ending point. God saw fit to allow us technology, and God cares how we use it. Our job is to ensure that we’re using technology in a way that’s subject to his authority.

CT: Does the emphasis on depravity lead to a stronger sense of caution or skepticism toward new technologies?

Challies: I think Reformed theology causes us to expend more effort understanding our sinfulness. That might give us a different starting point when we look at technology. We might have more reasons to doubt ourselves, but we also need a heightened sense of God’s sovereignty.

Mehr hier: www.christianitytoday.com.

 

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