Paul Helm (1940–2025)
Der britischer Philosoph und reformierter Theologe Paul Helm ist vor einigen Tagen verstorben. Er lehrte am Regent College, wo er von 2001 bis 2005 als erster Inhaber des J.I. Packer-Lehrstuhls für Theologie tätig war. Von 2007 bis 2010 war er außerdem Professor für Theologie am Highland Theological College in Schottland.
Ich habe gern seinen Blog Paulhelmsdeep.blogspot.com verfolgt und einige seiner Bücher in guter Erinnerung. Sein Werk The Providence of God ist eine klare, eindringliche und zum Nachdenken anregende Einführung in einen wichtigen und viel diskutierten Bereich der Theologie und gilt inzwischen als Standardwerk.
Vor einigen Jahren hat Paul Helm, damals schon über 80 Jahre alt, ein Interview zur Frage der Willensfreiheit gegeben, in dem er sich mit der Sichtweise von Richard A. Muller auseinandersetzt (siehe dazu Reforming Free Will). Gern weise ich hier im Gedenken an ihn auf das Gespräch hin:
Ich habe Carl Trueman’s The Rise and Triumph of the Modern Self – Cultural Amnesia, Expressive Individualism and the Road to Sexual Revolution gelesen (Crossway). Ich konnte es kaum aus der Hand legen. Es ist eine gewichtige, klare und gründliche Abhandlung seines Themas, des modernen Verständnisses des eigenen Ichs. Während des gesamten Buches scheint der Autor sein Material unter Kontrolle zu haben und hat einen klaren, souveränen Stil. Er ist von Beruf Historiker und ein konservativer Protestant. Eine Behandlung dieser Art von Analyse der zeitgenössischen Kultur macht das Buch ziemlich einzigartig.