Tom Holland: Die Entstehung des Westens

41XWEgcy5yLIm April 2020 habe ich auf ein Gespräch verwiesen, welches Nicky Gumbel mit dem Historiker und Schriftsteller Tom Holland über Dominion: The Making of the Western Mind geführt hat (siehe hier). Ich habe gute Nachrichten für all jene, die das Gespräch faszinierend fanden. Der Klett-Verlag ist dabei, eine deutschsprachige Ausgabe des Buches auf den Markt zu besorgen. In der Beschreibung heißt es:

Von Babylon bis zu den Beatles, von Moses bis #MeToo Souverän und fesselnd schildert Tom Holland die historischen Kräfte und Ereignisse, die die westliche Welt und unsere Wertvorstellungen bis in die Gegenwart prägten und revolutionierten. Ein grandios und elegant erzähltes Geschichtspanorama, das zeigt, wie wir wurden, was wir sind. Wie wurde der Westen zu dem, was er heute ist? Welches Erbe schlägt sich in seiner Gedanken- und Vorstellungswelt nieder? Mit unvergleichlicher Erzählkunst schildert Tom Holland die Geschichte des Westens ausgehend von seinem antiken und christlichen Erbe. Dabei zeigt er, dass genuin christliche Traditionen und Vorstellungshorizonte auch in unserer modernen Gesellschaft sowie ihren vermeintlich universellen Wertesystemen allgegenwärtig sind – sogar dort, wo sie negiert werden: etwa im Säkularismus, Atheismus oder in den Naturwissenschaften. Holland schlägt einen großen erzählerischen Bogen von den Perserkriegen, den revolutionären Anfängen des Christentums in der Antike über seine Ausbreitung im europäischen Mittelalter bis hin zu seiner Verwandlung in der Moderne. In packenden Szenen schildert der Autor welthistorische Ereignisse und zeichnet in lebendigen Porträts die zentralen Akteure oder auch die Antagonisten des Christentums (u. a. Jesus, Paulus, Abaelard und die Heilige Elisabeth, Spinoza, Darwin, Nietzsche und die Beatles). Über große zeitliche Distanzen hinweg macht Holland Verknüpfungen und Parallelen aus und zeigt auf diese Weise, wes Geistes Kind die westliche Kultur noch immer ist.

Das Werk wird wohl erst im Frühjahr 2021 lieferbar sein. Aber es ist als Kindle-Buch und als Druckwerk bereits vorbestellbar. Ich wünsche dem Buch eine weite Verbreitung.

VD: WH

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13 Kommentare
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Jutta

Jesus und Paulus als Antagonisten des Christentums ?

Was verstehe ich wieder mal nicht?

Hanniel Strebel

Lese das Buch zur Zeit (Kindle & Hörbuch-Kombi). Beeindruckend.

Jörg

@Jutta: Die angeführten Personen sind Beispiele für Antagonisten oder Akteure des Christentums

Udo Colmorgen

Kommt direkt auf meine Liste zu lesender Bücher.
Vielleicht noch eine Anregung: Wenn man auf‘s Buch klickt, landet man automatisch bei Amazon. Ich kaufe Bücher entweder beim Buchhändler in unserer Stadt oder online bei einem christlichen Büchershop. Ich finde, Amazon sollte man, wenn möglich, meiden.

Jutta

Definition:
Antagonist, derGrammatik Substantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Antagonisten · Nominativ Plural: AntagonistenAussprache Worttrennung An-ta-go-nist · Ant-ago-nistHerkunft aus gleichbedeutend antagōnistḗsgriech (άνταγωνιστής) bzw. dessen Entsprechung antagōnistaspaetlat m.
Bedeutungsübersicht+

  1. 1. Gegner, Gegenspieler, Widersacher, Rivale
  2. [Literaturwissenschaftzweitwichtigste Rolle im antiken griechischen Theater, Konfliktpartner des Protagonisten im Stück
  3. 2. [Anatomie
  4. a) Muskel, der dem Agonisten entgegenwirkt
  5. b) einem Zahn gegenüberliegender Zahn im Gegenkiefer
  6. 3. [BiochemieStoff, der in seiner Wirkung einem anderen entgegengesetzt ist und dessen Wirkung aufhebt

Duden GWDS, 1999 und DWDS, 2019
Bedeutungen1.
Gegner, Gegenspieler, Widersacher, Rivale
Kollokationen: 
in Koordination: Protagonist und Antagonist

Jörg

In packenden Szenen schildert der Autor welthistorische Ereignisse und zeichnet in lebendigen Porträts die zentralen Akteure oder auch die Antagonisten des Christentums (u. a. Jesus, Paulus, Abaelard und die Heilige Elisabeth, Spinoza, Darwin, Nietzsche und die Beatles).

Last edited 7 Monate zuvor by Jörg
Christian B.

@Jutta: Der Beitrag sagt, dass der Autor in lebendigen Porträts sowohl „Akteure“ als auch „Antagonisten“ schildert. „u. a. Jesus, Paulus, Abaelard und die Heilige Elisabeth, Spinoza, Darwin, Nietzsche und die Beatles“.

Es werden also zwei Kategorien genannt. Zum einen Akteure. Zum anderen Antagonisten.

Manche der aufgeführten Personen gehören zu den Akteuren. Manche zu den Antagonisten.

Der Beitrag sagt nun nicht explizit, welche der aufgeführten Personen in welche Kategorie gehören. Es ist jedoch stark anzunehmen, dass der Schreiber Jesus und Paulus z.B. in der Kategorie der Akteure des Christentums verortet, Darwin und Nietzsche hingegen in der Kategorie der Antagonisten.

Hoffe, das hilft bei der Auflösung. 🙂

Liebe Grüße
Christian

Last edited 7 Monate zuvor by Christian B.
Jutta

@Christian,
bin dir sehr verbunden, danke.
😉

Jakob

Ich war damals wegen dem von dir geposteten Video auf Tom Holland aufmerksam geworden und habe das Buch dann im September Hörbuch angehört. Hier meine Zeilen dazu: https://jakobhaddick.de/auslese-september-2020/.

Robertus Theophilus

Hallo Ron,

vielen Dank für diesen sehr interessanten Vorschlag, der in Kürze (auch nicht bei amazon wie schon von Udo erwähnt) bestellt wird. Habe durch Dich schon so einige Juwelen entdeckt!
Daher eine (OT) Anfrage : Mein Sohnemann fängt gerade an, Psychologie zu studieren. Würde ihm gerne zu Weihnachten ein kompetentes Buch zum Thema aus christuszentrierter Sicht schenken. Kannst Du da was empfehlen?

Liebe Grüße und friedvolle Adventszeit!

Rob

Robertus Theophilus

Hallo Ron,
sehe gerade, mein letzter Kommentar hat’s irgendwie nicht geschafft.
Vielen Dank für den Tip, das Buch ist bestellt. Deinen Artikel will ich mir auch noch durchlesen.
Seine Motivation ist wohl, andern helfen zu wollen, da er schon in seiner Schulzeit „Problemfälle“ begleitet hat. Er war auf der Bibelschule, von dem her ist er auch nicht anti-christlich eingestellt. Sieht aber die Welt natürlich etwas anders als die Eltern. 😉
Vielen Dank nochmal und gesegnete Weihnachtszeit!
Robert

Markus Jesgarz

Dies ist ein Kommentar zu der Aussage:
Psychologie ist ein sehr weites Feld.
Meine Meinung ist:
Glücklicherweise hat Herr Armand Nicholi sein Interesse an der Psychologie dazu geführt, dass er als klinischer Professor für Psychiatrie an der Harvard Medical School den Kurs „The Question of God: C.S. Lewis and Sigmund Freud Debate God, Love, Sex, and the Meaning of Life“ („Die Frage nach Gott: C.S. Lewis und Sigmund Freud debattieren über Gott, Liebe, Sex und den Sinn des Lebens“) mehr als 35 Jahre lang unterrichtete.