Sören Kierkegaard vor 200 Jahren geboren

Gestern wäre der dänische Schriftsteller und Philosoph Sören Kierkegaard 200 Jahre alt geworden. Anbei der Link zu einem kurzen ERF-Interview, das ich heute anlässlich des Jahrestages gegeben habe (beim Gespräch ist leicht zu „erhören“, dass ich gerade mit einer Erkältung und einer Pollenallergie kämpfe). Zur Vertiefung empfehle ich den Aufsatz „Schaeffers Kierkegaard: Können wir mit […]

Sören Kierkegaard als Medienkritiker

Ein wunderbarer DLF-Beitrag über die Medienkritik Sören Kierkegaards. Das Publikum lässt sich als Masse durch die Presse leiten. „Ein wahres Martyrium ist da, wo man mit der Menge zu tun hat.“ Oder: „Je stumpfer die Zeit, desto mächtiger die Presse.“ http://podcast-mp3.dradio.de/podcast/2013/04/17/dlf_20130417_0942_a895cb7b.mp3Podcast: Download

Im Dialog mit Kierkegaard

Mein Kollege Prof. Dr. Thomas K. Johnson hat vor einigen Jahren den Text „Dialogue With Kierkegaard in Protestant Theology: Donald Bloesch, Francis Schaeffer, and Helmut Thielicke“ verfasst. Twentieth century Protestant theology effectively began in 1919 with the publication of Karl Barth’s great Roman’s Commentary. Here Barth effectively declared the otherness of God and the crisis of […]

Kierkegaard und das Paradox des Glaubens

Der Däne Sören Kierkegaard gilt als Begründer der Existenzphilosophie und als Kritiker einer bürgerlichen Kirchlichkeit, für die das Christentum auf Sitte und Gewohnheit reduziert wurde. Mit seinen Schriften beeinflusste er zahlreiche Philosophen, Theologen und Schriftsteller von Martin Heidegger über Karl Barth bis zu Albert Camus. Der DLF hat zwei informative Beiträge über Sören Kierkegaard veröffentlicht: […]

Kierkegaards Sprung (mit Literaturangaben)

Hier der im November 2009 angekündigte Text über Kierkegaards Sprung mit Literaturangaben: mbstexte144.pdf.

Kierkegaards Sprung (Teil 5)

Dürfen Christen ihren Glauben durchdenken? Kierkegaard diente den säkularen Existentialisten als Folie und ist Vordenker einer Theologie, die Offenbarung von Geschichte abtrennt. Er drängte bedauerlicherweise genau die Leute, die die Notwendigkeit einer lebendigen Christusbeziehung hervorhoben, in ein anti-intellektuelles Denkklima. Kierkegaard, der selbst einen erwähnenswerten Teil seines Vermögens für seine 2748 Bücher ausgab, initiierte so ungewollt […]

Kierkegaards Sprung (Teil 4)

Die drei Ebenen des Glaubens Betrachten wir das Problem einmal mit Hilfe der aus der lutheri­schen Orthodoxie stammenden Unterscheidung zwischen drei Ebe­nen des Glaubens (vgl. Abb. 2). Die erste Ebene ist notitia, die Kenntnis eines Glaubensinhaltes. Wir können solche Inhalte auch Propositionen nennen. Propositionen sind Objekte mentaler Aktivitäten wie Wollen, Glauben oder Hoffen. Sätze oder […]

Kierkegaards Sprung (Teil 3)

Wider die leidenschaftslose Theologie Dass existentielle Wahrheit etwas anderes ist als eine ›objektive Wahrheit‹ oder ›Wahrheit an sich‹, leuchtet ein. Problematisch allerdings ist, dass existentielle Wahrheit jeweils nur Wahrheit ›für mich‹ sein soll. Subjektive Wahrheit ohne intersubjektive oder transsubjektive Aussagekraft oder Gültigkeit schneidet das Erlebnis von der Welt der Tatsachen und des Wissens ab. Glaube […]

Kierkegaards Sprung (Teil 2)

Der Sprung als leidenschaftliche Entscheidung Schon früh lässt sich im Werk Kierkegaards das alles durchdringende Leitmotiv seines Lebens erkennen. Nicht »Theorie und bloßes Wissen, sondern Tun und Leben, nicht teilnahmslose, neutrale Objektivität, sondern Einsatz und Entscheidung«, sind seine Themen. Kierkegaard vertritt einen strengen Fideismus und hat damit die Bahnen für den europäischen Existentialismus vorgezeichnet. Der […]

Kierkegaards Sprung (Teil 1)

Das kurze Leben eines Genies Sören Kierkegaard wird am 5. Mai 1813 als jüngstes von sieben Kindern geboren. Sein Vater, ein wohlhabender Wollwarenhändler, ist bereits 57 Jahre alt. Seine Mutter und fünf seiner Geschwister sterben innerhalb weniger Jahre. Von 1830 bis 1840 studiert Kierkegaard an der Universität Kopenhagen Philosophie und protestantische Theologie. 1841 hört er […]

Kierkegaards Sprung

Über den dänischen Philosophen Sören Kierkegaard (1813-1855) gibt es sehr viel zu sagen. Er hielt sich für ein Ausnahmetalent (und war es auch). Er führte ein furchtbar verwirrtes Leben. Er misstraute allem, was vor ihm in der Philosophie behauptet worden war. Er verlagerte das Denken vom Allgemeinen und Objektiven weg in das wirkliche Leben des […]

Was hat Kierkegaard mit der Emerging Church zu tun?

Hören wir, wie zugespitzt bei Sören Kierkegaard die leidenschaftliche Innerlichkeit zum Wahrheitskriterium der Gottesfrage wird.

Wenn einer, der mitten im Christentum lebt, zu Gottes Haus hinaufsteigt, zu des wahren Gottes Haus, mit der wahren Vorstellung von Gott im Wissen, und dann betet, aber in Unwahrheit betet; und wenn einer in einem heidnischen Lande lebt, aber mit der ganzen Leidenschaft der Unendlichkeit betet, obgleich sein Auge auf einem Götzenbild ruht: wo ist dann am meisten Wahrheit? Der eine betet in Wahrheit zu Gott, obgleich er einen Götzen anbetet; der andere betet in Unwahrheit zu dem wahren Gott, und betet daher in Wahrheit einen Götzen an. (Unwissenschaftliche Nachschrift: 342)

Ich wundert es nicht, dass dieses Gleichnis von der „Emerging Church-Bewegung“ positiv aufgenommen wird.