DLF: Die Kirche von Laodizäa

Anfang Februar hatte ich kurz auf den Fund der Kirche von Laodizäa hingewiesen. Der DLF hat heute in einem Beitrag ausführlich über die spektakuläre Entdeckung berichtet. Laodizäa wurde im 7. Jahrhundert durch ein Erdbeben zerstört und verlassen. Die entdeckte Kirche ist so gut erhalten, dass sogar noch Malereien an den Wänden bewundert werden können. Voraussichtlich 2012 soll das Bauwerk für Besucher geöffnet werden.

Hier der Beitrag:

Kommentare

  1. Schandor meint:

    Hurra! Vielleicht entdecken die auch das eine oder andere Rezept für Augensalbe zur Bereicherung der Allgemeinmedizin 😉

  2. Alexander meint:

    Paulus erwähnt Laodikeia? Wenn das ein Bezug auf Kol 4 sein soll, ist die Dame nicht auf der Höhe der kritischen Wissenschaft. Paulus soll den Kol geschrieben haben? Und das im DLF, von dem man doch Qualitätsjournalismus erwarten könnte. 😉
    Aber im Ernst, das scheint zwar doch ein wirklich bemerkenswerter Fund zu sein, wenn die Kirche wirklich ins 4. Jh. gehört, mit Mosaiken und Resten von Fresken (und Inschriften!) – aber mir klingt der gute Herr Şimşek etwas zu enthusiastisch. „Erbaut gleich nach dem Mailander Toleranzedikt“, in der „Zeit zwischen 313 und 320“ – eine solch präzise Datierung ist nur über die stilistische Einordnung der Fresken kaum zu machen. Und Şimşek hat die Datierung ja an den Fresken festgemacht und nicht an einer Inschrift, die möglicherweise eine präzisere Datierung erlaubt. Das hört sich bislang also ganz stark nach dem bekannten Wettstreit um eine möglichst frühe Datierung an. Spektakel ist alles, Touristen müssen her. Wenn sich mit dem Christentum Geld verdienen lässt, immer gerne. Ansonsten kann man zur Situation der Christen in der Türkei auf diesem Blog ja die ein oder andere etwas unangenehmere Geschichte nachlesen.

  3. Schandor meint:

    @Alexander

    Tja, die „Höhe der kritischen Wissenschaft“ — die ist ja das Maß der Dinge. Gottseidank haben wir unsere Paläografen, Archäologen und andere Altertumsforscher: Wie auch wäre Gott in der Lage gewesen, uns Fußvolk zu unterrichten? Etwa durch einfache Aussagen und offensichtliche „Fälschungen“ (etwa der, dass Paulus den Kolosserbrief geschrieben haben soll, was ja schon per se nicht sein kann, weil er sich selbst eingangs erwähnt!).

    Wer sich also den Meinungen und Deinungen der Jetztzeit-Papyrusschnüffler nicht beugen will, darf sich ab sofort nicht mehr der Qualitätsjourneille zurechnen — bravo! Dass der Heilige Geist selbst darüber wacht, dass sein Wort unverfälscht bis auf uns gekommen ist, kann die „Wissenschaft“ freilich nicht akzeptieren, denn da wäre ja einer noch höher als sie!

    Und eines weiß man ja spätestens seit den Anfängen der Bibelkritik, ja schon seit Bengel: Was klar und deutlich dasteht, kann so nicht stimmen. Puuh, ich bin wirklich erleichtert, dass Gott der Welt die Bibelkritik und die Wissenschaft geschenkt hat. Anders wäre die Wahrheit wohl nicht zu retten gewesen …

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