Reaktionäres JesusHouse

Dennis Sand klärt auf, über die Evangelikalen. Als Expertin steht ihm Frau Oda Lambrecht zur Seite. Sie weiß ja, wie bedrohlich Menschen sind, die die Bibel unvoreingenommen lesen (vgl. hier).

»Das ist das eigentlich Problematische«, sagt Lambrecht. »Man gibt sich modern, vertritt aber durch und durch reaktionäre Werte.« Und die werden den Jugendlichen langfristig vermittelt. Zwar spricht man offen über Sex – aber nur um für die Jungfräulichkeit vor der Ehe zu werben. Zwar gebe es deutliche Differenzierungen innerhalb der evangelikalen Bewegung – was aber alle Gruppierungen eint, so Lambrecht, ist ein Weltbild, das sich aus einem engen Bibelverständnis ableitet.

»Mit der Regionalisierung von JesusHouse hat die Missionsarbeit nun eine neue Dimension erreicht. Man holt die Jugendlichen da ab, wo sie sind und wo sie wenig andere Angebote finden«, ist im ZEIT-Beitrag zu lesen. Die Regionalisierung von JesusHouse gibt es seit 1998. Woher sollte Dennis das auch wissen. Damals war er 13.

Hier der Beitrag über die Gefährlichkeit von Jungendlichen, die über die Sache mit Jesus nachdenken: www.zeit.de.

Kommentare

  1. Danke für den Hinweis. Für einen ZEIT-Artikel unter aller Sau. Diesen Quatsch kennt man doch sonst eher von Spiegel und Stern.

  2. Wirklich schlimm!!Diese bösen Evangelikalen… was die wieder alles machen. Mir kommmen deswegen schon fast die Tränen 😉

  3. Stewart meint:

    Man fragt sich immer, was das Gefährliche oder Verdächtige an den „reaktionären Werten“ sein soll. Leben wir in einer pluralistischen Gesellschaft, in der „alles geht“, dann gehören die „reaktionären Werte“ auch zum Pluralismus dazu.

    Diesen Zusammenhang aber übersieht sowohl der Autor des Artikels, als auch die „Expertin“ Lambrecht.

  4. @Stewart: In der Tat. Offensichtlich will eine »Elite« allen Menschen z.B. bestimmte sexualethische Standards vorschreiben. Wer sich diesem Anspruch nicht beugt, bekommt das »Label« fundamentalistisch verpasst. Ich rechne damit, dass freiheitsliebenden Menschen unterschiedlichster weltanschaulicher Couleur auffällt, wo die fundamentalistischen Argumentationsfiguren herstammen.

    Liebe Grüße, Ron

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