Zum Akkreditierungsentzug der STH

Der STH in Basel (Schweiz) wird die staatliche Anerkennung unter anderem deshalb entzogen, weil sie nur männliche Professoren hat – und weil der „Diversitätsbegriff“ der Hochschule zu eng sei.

Die FAZ berichtet: 

In der Schweiz, wo sich das akademische Geschlechterverhältnis auf ähnlichem Niveau wie in Deutschland bewegt, versuchte man jetzt etwas nachzuhelfen. Wie die „Neue Zürcher Zeitung“ berichtet, verlor die in Basel ansässige „Staatsunabhängige Theologische Hochschule“ (STH) ihre staatliche Anerkennung unter anderem deshalb, weil sie zu wenig weibliches Führungspersonal hat. Alle fünf Professuren der Privathochschule sind mit Männern besetzt. Der Akkreditierungsrat wertete dies als Verstoß gegen das Gleichstellungsprinzip.

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Außerdem rügen die Gutachter den zu engen, nur auf Mann und Frau begrenzten Diversitätsbegriff der STH. Soll die Hochschule akademische Stellen demnach nicht nur bevorzugt an Frauen, sondern auch bevorzugt an andere unterrepräsentierte Gruppen vergeben, und wenn ja, in welcher Gewichtung? Bezieht sich Diversität nur auf äußere Merkmale oder auch auf die intellektuelle Vielfalt oder soziale Herkunft? Und wie kann das mit dem Leistungsprinzip in Einklang gebracht werden an einer kleinen Hochschule, die nur wenige Professuren zu besetzen hat? Das Gutachten gibt darauf nur die nebulöse Antwort, der interdisziplinäre Diversitätsdiskurs sei „noch nicht aufgenommen, reflektiert und mit strategischen Zielen einbezogen“ worden.

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