Bücher

Warum ist Wayne Grudem am Phoenix Seminar gelandet?

Warum unterrichtet Wayne Grudem, Autor einer bekannten Systematischen Theologie (siehe hier), eigentlich am Phoenix Seminar? Als sich Grudem dort bewarb, hatte er in seiner persönlichen Bibliothek mehr Bücher als das gesamte theologische Seminar in ihrer.

Die Antwort, die übrigens etwas mit einem Buch namens „Gelbe Seiten“ zu tun hat, gibt es in diesem liebevoll gemachten Video:

John Piper: 14 Bücher gratis

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14 Bücher von John Piper können derzeit im PDF-, ePub oder Mobi-Format heruntergeladen werden (ePub ist Standard für eReader, Mobi für Kindle). Desiring God schreibt dazu:

Twenty percent of all the books sold last year were electronic, says the latest report from Bookstats. This simply means that ebooks are still on the rise. More and more users like to carry their libraries in their hands. And this matters for the mission of Desiring God.

Though it won’t replace good old-fashioned books, the upward trend of ebooks has created a new platform for us to spread our message — that God is most glorified in us when we are most satisfied in him.

Over the past year we’ve created 14 new titles exclusively released as ebooks, all free, available in three different file formats to fit whichever mobile device you use. They have included specially curated content from John Piper on particular topics, reformatted single messages, combined articles from leading pastors, and foundational teaching from Piper’s corpus, along with introductory sections written entirely new. The topics range from how to listen to sermons to advice on marriage to the influence of C.S. Lewis.

Also hier: www.desiringgod.org.

Linker US-Philosoph sägt am Darwinismus

Ich habe hier schon über das aktuelle Buch von Thomas Nagel berichtet. Jetzt ist das Thema auch in Deutschland angekommen. Sein Buch soll im Oktober in deutscher Sprache unter dem Titel Geist und Kosmos – Warum die materialistische neodarwinistische Konzeption der Natur so gut wie sicher falsch ist beim Suhrkamp Verlag erscheinen. Der Verlag schreibt darüber:

Über eines sind sich die meisten Naturwissenschaftler heute einig: Das Bild, das die exakten Wissenschaften – insbesondere Physik und Evolutionsbiologie – von der Welt zeichnen, ist im Wesentlichen korrekt und alles, was existiert, kann im Prinzip mit deren Methoden erklärt werden. Und in der Tat: Die Fortschritte, die diese materialistische Standardtheorie vorzuweisen hat, sind beträchtlich. Aber es gibt auch noch Lücken: Der menschliche Geist zum Beispiel findet darin bislang keinen rechten Platz. Ein reiner Schönheitsfehler? Nur eine Frage der Zeit? Nein, sagt Thomas Nagel, und bläst in seinem neuen Buch zum Generalangriff auf die etablierte naturwissenschaftliche Weltsicht. Ihr Problem, so seine These, ist grundsätzlicher Natur: Das, was den menschlichen Geist auszeichnet – Bewusstsein, Denken und Werte –, lässt sich nicht reduzieren, schon gar nicht auf überzeitliche physikalische Gesetze. Daher bleibt eine Theorie, die all dies nicht erklären kann, zwangsläufig unvollständig, ja, sie ist mit ziemlicher Sicherheit falsch. Um dies zu begründen, durchmisst Nagel die schwierigen Fragen der Philosophie des Geistes, der Erkenntnistheorie und der Theorie der Werte. Stück für Stück zeigt er mit subtilen philosophischen Argumenten auf, wo und warum der reduktive Materialismus zu kurz greift, und entwickelt erste Ansätze für eine völlig neue Perspektive auf Geist und Kosmos. Das ist so gewagt wie beeindruckend. Philosophie pur.

Malte Lehmig schreibt für CICERO:

Nagel nennt die Auffassungen, gegen die er leidenschaftlich und gleichwohl kühl und trocken anschreibt, abwechselnd psychophysikalischen Reduktionismus, Materialismus und Naturalismus. „Ich finde diese Sicht unglaubhaft“, schreibt er, sie sei der „heroische Triumph einer Ideologie über den Wirklichkeitssinn“. Als Grund für diesen Triumph vermutet er die Fortschritte der Naturwissenschaftler auf den Gebieten der Neurophysiologie und Molekularbiologie. Dadurch sei die übermütige Hoffnung genährt worden, auch sämtliche Phänomene des Geistes unter eine einzige physikalische Konzeption der Welt subsumieren zu können. Nagel hält das für unmöglich. Kaum gnädiger urteilt er über die Evolutionstheorie. Sie sei zwar nicht falsch, aber ungenügend. Die „ganze Wahrheit“ werde von ihr nicht erfasst. Denn die im Prinzip ziellose Abfolge von Mutation und Selektion könne nicht ausreichend erklären, wie aus anorganischem organisches Leben entstand, aus einfachen Systemen komplizierte wurden und Instinkt in Verstand und Bewusstsein mündete. „Organismen wie die unseren haben nicht einfach nur zufällig Bewusstsein.“ Die Lehre Darwins müsse folglich ergänzt werden durch teleologische Hypothesen, oder anders gesagt: einer „kosmischen Prädisposition der Entstehung von Leben, Bewusstsein und den Werten, die sich davon nicht trennen lassen“. Teleologie meint in diesem Zusammenhang: Dinge geschehen auch, weil sie auf dem Weg zu einem Ziel liegen.

Hier: www.cicero.de.

Fünf gute alte Bücher

ImageTimFür das Blog des empfehlenswerten Timotheus Magazins habe ich fünf wertvolle Bücher vorgestellt:

Kürzlich war ich mit einem unserer Kinder im Sportgeschäft, um Fußballschuhe zu kaufen. Als uns der Verkäufer fragte, ob er helfen könne, entwickelte sich ein kurzes Gespräch. „Früher“, sagte er, „haben wir beim Kauf von Sportschuhen auf die Lederqualität und die solide Verarbeitung geachtet. Heute interessiert die jungen Leute vor allem, wer in der Bundesliga welche Schuhe trägt“. „Die Hersteller bringen ja auch jedes Jahr neue Farben auf den Markt“, erwiderte ich. „Hm“, antwortete der Verkäufer. „Die Farben wechseln mehrmals im Jahr.“

Wir haben uns an die schnelllebige Kaufkultur gewöhnt. Die Hersteller wecken in uns das Bedürfnis, immer aktuell sein zu wollen. Wir wollen die Farben tragen, die gerade „in“ sind oder genau mit dem Smartphone telefonieren, das gerade frisch auf den Markt gekommen ist. Also kaufen wir.

Im Rahmen der Literatur ist es manchmal ähnlich. Was nicht neu ist, ist „out“. Sind die Schrifttypen unmodern oder die Sätze altertümlich verschachtelt formuliert, werden Bücher schnell beiseitegelegt. Dabei gibt es besonders im Raum der Theologie ältere Bücher von hervorstechender Qualität und Bedeutsamkeit. Theologische Gegenwartsliteratur kann meist alten Klassikern das Wasser nicht reichen. Deshalb empfehle ich nachfolgend einige Bücher, die nicht mehr ganz frisch sind, aber dennoch viel zu bieten haben.

Hier geht’s weiter: www.timotheusmagazin.de.

Louis Berkhof: Systematische Theologie

BerkhofVergangene Woche erschien die Dogmatik von Wayne Grudem in deutscher Sprache. In dieser neuen Woche gibt es ein weiteres Schmankerl: Die Systematische Theologie von Louis Berkhof aus dem Jahre 1932 steht ab sofort online zur Verfügung und kann als PDF-Datei oder im ePub-Format (für eBook-Lesegeräte) heruntergeladen werden. Vielen Dank an die Leute von BiblicalTraining.org, die mit Können und Fleiß das Buch gesetzt haben.

Louis Berkhof lehrte fast vierzig Jahre am Calvin Theological Seminary. Seine Systematik zählt zu den besten Dogmatiken, die im 20. Jahrhundert geschrieben wurden. Berkhof lag wenig daran, mit neuen originellen Ideen aufzutrumpfen. Seine Anliegen war die Treue zur Heiligen Schrift und  die sorgfältige Vermittlung der reformierte Theologie.

Einen Überblick über den Aufbau hat R. Scott Clark vor 12 Jahren zusammengestellt. Eine deutschsprachige Zusammenfassung des Buches ist kürzlich beim 3L Verlag neu aufgelegt worden.

Hier das Buch: www.biblicaltraining.org.

Biblische Dogmatik von Wayne Grudem erschienen

Dogmatik WGrudem CoverDie „Biblische Dogmatik“ von Wayne Grudem ist endlich erschienen. Damit ist das weltweit in aktuell zwölf Sprachen und mit über 300.000 gedruckten Exemplaren weitverbreitete Standardwerk in deutscher Sprache erhältlich. Es bietet „Eine Einführung in die systematische Theologie“ auf der Basis reformatorischer Theologie bei gleichzeitiger offener und fairer Darstellung und Diskussion anderer Positionen. Der Bonner Verlag für Kultur und Wissenschaft gibt dieses Buch in Co-Produktion mit arche-medien, dem Verlag des Gemeinde und Missionswerkes ARCHE (Hamburg), heraus. Dies wurde maßgeblich durch umfangreiche Hilfe vieler Mitarbeiter des Martin Bucer Seminars möglich.

Wayne Grudem glaubt, dass Theologie „gelebt und gebetet und gesungen“ werden soll (Vorwort) – doch bevor dies geschehen kann, muss sie zunächst verstanden werden. In diesem viel verkauften Lehrbuch beginnt jedes Kapitel mit einer klaren Definition der zu erörternden Lehre und diskutiert im weiteren Verlauf ausführlich deren Begründung in der Heiligen Schrift. Dann folgen Fragen zur persönlichen Anwendung, die dabei helfen sollen, die Relevanz der Lehre für das Leben des einzelnen Christen und der Kirche deutlich zu machen. Jedes Kapitel endet mit einem Loblied, das zum gemeinsamen und persönlichen Singen und Nachsinnen geeignet ist. Wayne Grudems warme, pastorale und praktische Herangehensweise an die systematische Theologie ist weithin hoch gewürdigt worden. Er belegt Seite für Seite, wie wichtig biblische Lehre ist, sowohl für das geistliche Wohl des Einzelnen als auch für das Wohlergehen der christlichen Kirche in ihrer Gesamtheit.

Stimmen zum Buch

John Piper:

„Wayne Grudems Systematische Theologie ist wegen ihrer außergewöhnlichen Gegenüberstellungen bemerkenswert. Das Buch ist gründlich, aber nicht verwirrend; direkt und unzweideutig, aber nicht rücksichtslos oder überspitzt; gut lesbar und klar, aber nicht oberflächlich; biblisch fundiert, ja von der Bibel durchtränkt, aber nicht nachlässig oder unbedacht mit den biblischen Texten umgehend; tiefgläubig und ehrfürchtig, aber nicht unkritisch oder naiv; praktisch, aber nicht dem vorherrschenden Trend entsprechend oder sentimental; umfassend, aber nicht Details überbetonend; ein Buch für die Gemeinde, aber nicht kirchen- oder denominationsgebunden. Ich gehe davon aus, dass ich jahrzehntelang darauf zurückgreifen werde.“

James I. Packer:

„Wenn Sie gehofft hatten, ein Lehrbuch für Theologiestudenten zu finden, das … Ihre geistliche nicht weniger als Ihre intellektuelle Bildung sucht, dann freuen Sie sich: Wayne Grudem hat genau das geschrieben, was Sie haben wollten, und er hat sein Vorhaben auf sehr kompetente Weise ausgeführt.“

Thomas Schirrmacher:

„Ihre große Verbreitung hat die vorliegende Dogmatik nicht vorrangig ihrer theologischen Ausrichtung an der Reformation bei gleichzeitiger Offenheit für Erweckungsbewegungen jüngerer Zeit zu verdanken. Grudem verbindet in enormer Übersichtlichkeit eine eindeutige eigene Position mit einer gut informierten Darstellung anderer Positionen.“

Christian Wegert:

„Nachdem wir im Rahmen unserer Gemeindebibelschule die Lektionen der Biblischen Dogmatik von Wayne Grudem behandelt haben, hat sich gezeigt, dass sie nicht allein ein Standardwerk für Theologiestudenten, Pastoren und Bibellehrer ist, sondern auch ein gesegnetes Hilfsmittel zur Festigung biblischer Erkenntnis für jeden Gläubigen. So hat dieses Buch für viele die Weichen zu einem gesunden Glauben gestellt. Wir freuen uns, dieses großartige Werk in deutscher Sprache mit herausgeben zu dürfen.“

Matthias Lohmann:

„Dieses Buch liefert eine umfassende und dennoch leicht zugängliche Einführung in die systematische Theologie. Grudem erklärt sowohl die wesentliche Eckpunkte der biblischen Lehre, wie auch in differenzierter Form die Themen, zu denen es innerhalb des evangelikalen Christentums unterschiedliche Positionen gibt. Ich freue mich sehr, dass dieses Standardwerk nun auch in deutscher Übersetzung erhältlich ist und kann es jedem Christen nur wärmstens empfehlen.“

Wayne A. Grudem war zwanzig Jahre lang als Professor für Biblische und Systematische Theologie an der Trinity Evangelical Divinity School, Deerfield, Illinois, tätig und ist heute Professor mit Forschungsauftrag für Bibel und Theologie am Phoenix Seminary, Arizona. Er hat akademische Grade von Harvard (B. A.), vom Westminster Seminary (M. Div.) und von der Universität Cambridge (Ph. D.) inne.

Hier das Inhaltsverzeichnis und die Einführung: Biblische_Dogmatik__S._1-50_.pdf.

Derzeit gibt es das Buch zum Einführungspreis von 49.90 Euro hier: www.genialebuecher.de.

J.I. Packer: Fünf bedeutende Bücher

Als Professor J.I. Packer danach befragt wurde, welche Bücher ihn in besonderer Weise geprägt haben, nannte er Werke, die zum Teil auch in deutscher Sprache erhältlich sind:

Hier die Bücher:

  1. John Calvin, Unterricht in der christlichen Religion
  2. 2. J. C. Ryle, Seid helig!
  3. John Bunyan, Die Pilgerreise
  4. Richard Baxter, Das Predigeramt aus Sicht eines Puritaners
  5. John Owen, Indwelling Sin and The Mortification of Sin (m.W. nicht auf Deutsch erschienen)

VD: JT

Wie die Bibel wieder zur Heiligen Schrift werden kann

NewImageDer emeritierte Neutestamentler Ulrich Wilckens hat Ende 2012 einen Zwischenbilanz seiner Kritik der Bibelkritik vorgelegt.

  • Ulrich Wilckens: Kritik der Bibelkritik: Wie die Bibel wieder zur Heiligen Schrift werden, Neukirchener Verlag, 2012, 172 S.

 

Der Verlag schreibt über das Buch:

Wenn aus dem biblischen Gott eine Idee wird, eine Vorstellung, und aus der Heiligen Schrift ein bloßes Buch – was geschieht dann? Dann ist die Folge, dass im Umgang mit der Bibel in Predigt, Konfirmanden- und Schulunterricht ein hohes Maß an Willkür vorherrscht.

Liegt das an der historisch-kritischen Exegese? Ja und nein. Ja – denn die biblischen Texte werden uns durch diese Art der Auslegung fremd und verlieren ihre Lebendigkeit, sodass es eines wachsenden Spielraums eigener Phantasie bedarf, um die Kluft zwischen ihrem damaligen Sinn und einem für uns heute annehmbaren Sinn zu überbrücken. Nein – denn der christliche Glaube hat seine Grundlage in der Geschichte Gottes mit uns Menschen. Und weil diese Geschichte im Alten und Neuen Testament bezeugt wird, muss sie in der Auslegung der Bibel auch historisch ernst genommen werden. Ulrich Wilckens stellt sich daher der Aufgabe, die Rede von Gott von der Ebene religiöser Subjektivität auf die Ebene der objektiven Wirklichkeit Gottes des biblischen Zeugnisses zu transportieren. Dazu hilft vor allem das Ernstnehmen der alttestamentlichen Gotteserfahrung in der Geschichte seines Handelns mit Israel. Unter diesem Aspekt gewinnt sodann das neutestamentlich bezeugte Heilsgeschehen in Jesus Christus einen überzeugenden Sinn. Dieser ist, historisch ausgelegt, der gemeinsame Horizont aller zentralen Glaubensaussagen in den verschiedenen Schriften des Neuen Testaments, ihrer Verfasser und der Sprache des Gottesdienstes der urchristlichen Gemeinden.

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Echos aus Eden

NewImageJerram Barrs befasst sich in seinem neuen Buch:

mit dem Thema Kunst. Tim Keller schreibt über die Veröffentlichung:

Echoes of Eden is the most accessible, readable, and yet theologically robust work on Christianity and the arts that you will be able to find. It is biblical, theologically sound, filled with examples, and edifying. It anticipates and answers well all the most common questions that evangelical people ask about the arts. I highly recommend it.

William Edgar sagt:

A beautiful book on the contours of beauty by a beautiful man. Jerram Barrs here presents a lifetime of meditations on a subject close to his heart. The arts, he argues, are not a luxury, nor are they the savior. Instead they are an integral part of human life because they provide a unique window onto divine truth and the truth of the divine. The chapter on how to judge the arts is alone worth the price of admission. Reading these pages one can tell that art is not the subject for Jerram, but a rich palette, one he has lived with over the years. The arts, in his assessment, tell us not only what has been lost after Eden, but also how we may return to that gorgeous land. This book will enrich both professional artists and anyone else sensitive to the power of the arts for all of life.

Hier das Inhaltsverzeichnis:

  1. God and Humans as Creative Artists
  2. Imitation, the Heart of the Christian’s Approach to Creativity
  3. Building a Christian Understanding of the Artist’s Calling
  4. How Do We Judge the Arts?
  5. Echoes of Eden: God’s Testimony to the Truth
  6. The Conversion of C. S. Lewis and Echoes of Eden in His Life
  7. Echoes of Eden in Tolkien’s Lord of the Rings
  8. Harry Potter and the Triumph of Self-Sacrificing Love
  9. Shakespeare and a Christian Worldview
  10. Jane Austen, Novelist of the Human Heart
  11. Appendix: The “Outing” of Dumbledore

Das Buch erscheint Ende des Monats.

VD: JT

Der Häretiker Thomas Nagel

41dvfCkcIPL BO2 204 203 200 PIsitb sticker arrow click TopRight 35 76 AA300 SH20 OU03Der ursprünglich aus Belgrad stammende Thomas Nagel gehört zu den renommiertesten Philosophen der Vereinigten Staaten und hat mit Büchern wie Das letzte Wort die Vernunft gegen die Angriffe des Subjektivismus verteidigt. Bei ihm kann man folgende Sätze finden: „Kommt es zu philosophischen Auseinandersetzungen über die Objektivität irgendeiner Form des Denkens, muß das letzte Wort bei einigen uneingeschränkten Gedanken über das Sosein der Dinge liegen – bei Gedanken, die stets dableiben, einerlei, wie sehr wir uns bemühen, aus ihnen herauszutreten oder sie bloß als zufällige psychische Veranlagungen zu betrachten“ (Thomas Nagel, Das letzte Wort, S. 8).

In seinem bisher letzten Buch Mind and Cosmos: Why the Materialist Neo-Darwinian Conception of Nature Is Almost Certainly False hat sich Nagel gegen eine naturalistische Welterklärung ausgesprochen. Der Verlag schreibt:

In Mind and Cosmos Thomas Nagel argues that the widely accepted world view of materialist naturalism is untenable. The mind-body problem cannot be confined to the relation between animal minds and animal bodies. If materialism cannot accommodate consciousness and other mind-related aspects of reality, then we must abandon a purely materialist understanding of nature in general, extending to biology, evolutionary theory, and cosmology. Since minds are features of biological systems that have developed through evolution, the standard materialist version of evolutionary biology is fundamentally incomplete. And the cosmological history that led to the origin of life and the coming into existence of the conditions for evolution cannot be a merely materialist history. An adequate conception of nature would have to explain the appearance in the universe of materially irreducible conscious minds, as such. No such explanation is available, and the physical sciences, including molecular biology, cannot be expected to provide one. The book explores these problems through a general treatment of the obstacles to reductionism, with more specific application to the phenomena of consciousness, cognition, and value. The conclusion is that physics cannot be the theory of everything.

Wie es einem ergeht, wenn er das Getöne des Establishments hinterfragt, zeigt der Artikel „The Heretic: Who is Thomas Nagel and why are so many of his fellow academics condemning him?“ von Andrew Ferguson: www.weeklystandard.com.

 

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