Zeitgeist

Ersetzung der Wirklichkeit

Matthew Crawford schreibt in Die Wiedergewinnung des Wirklichen: Eine Philosophie des Ichs im Zeitalter der Zerstreuung (Berlin, 2017, S. 116):

Die schleichende Ersetzung der Wirklichkeit durch die virtuelle Realität ist ein herausragendes Merkmal des heutigen Lebens, aber sie hat Vorläufer im abendländischen Denken. Sie ist ein Kulturprojekt, das sich ausgehend von Immanuel Kants Versuch entwickelt hat, die Autonomie des menschlichen Willens zu verwirklichen, indem die materielle Wirklichkeit durch Abstraktionen gefiltert wird.

 

Aufmerksamkeitslandschaften

Matthew Crawford schreibt in Die Wiedergewinnung des Wirklichen: Eine Philosophie des Ichs im Zeitalter der Zerstreuung (Berlin, 2017, S. 69–70):

Man kann es auch so ausdrücken: Im Rahmen des Befreiungsprojekts der Linken wurden überkommene kulturelle Vorrichtungen beseitigt, die dem Leben des Individuums einst eine gewisse Kohärenz verliehen hatten (die vorteilhaft oder nachteilig sein mochte). Es entstand ein kulturelles Autoritätsvakuum, das mit Aufmerksamkeitslandschaften gefüllt wurde, passend entworfen vom Entscheidungsarchitekten, der sich der Aufgabe mit größter Energie widmete. Und normalerweise handelte es sich um einen Architekten, der ein Ertragspotential sah.

 

Jenseits der Gleichheit

Hans Ulrich Gumbrecht, Albert-Guérard-Professor für Literatur an der Stanford University, meint, dass die Gleichmacherei in der Geschlechterdebatte die Welt nicht gerechter macht, sondern Feindseligkeiten puscht. Das merkt jeder, der sich den Dynamiken der kollektiven Intelligenz widersetzt und es wagt, selbst zu denken. Er wird Zeit, über die Blindheit der Gender-Ideologie nachzusinnen:

Die Durchsetzung absoluter Gleichheitspostulate im täglichen Verhalten, darin stimmen jedenfalls zahlreiche soziologische Theorien überein, hat ein Anwachsen kollektiven Ressentiments zur Folge und mithin ein wachsendes Risiko von Gewalt. Genau so mag der angeblich allgegenwärtige Populismus unserer Gegenwart entstanden sein. Es ist jedenfalls höchste Zeit, die Ideologie der Geschlechtergleichheit auf Reflexion umzustellen.

Mehr bei der NZZ: www.nzz.ch.

Sargnägel des Feminismus?

Ein Text des ehemaligen Gender-Studenten Vojin Saša Vukadinović sorgt für Aufsehen. Zurecht. Denn er weist auf zentrale Probleme der Gender-Studies hin.

Diese Entwicklung ist den Prämissen des Gender-Paradigmas geschuldet, das seinen akademischen Siegeszug in den 1990er Jahren angetreten hat und mittlerweile als Nonplusultra eines nicht-essentialistischen, also nicht-biologistischen Geschlechterverständnisses gilt. Demzufolge seien das soziale wie das biologische Geschlecht „konstruiert“, das heißt stets durch Vorannahmen geprägt und nur durch Kultur vermittelbar – bündig: es gäbe keine Natur bzw. keine Realität hinter ihnen. Diese Annahme wird von der Queer Theory gestützt, welche den gleichen Gedanken auf das Sexuelle ausweitet.

Hiervon unbeirrt regiert in den Gender Studies weiterhin das Selbstbild, unverzichtbare universitäre wie gesellschaftspolitische Arbeit zu leisten. Die Fachgesellschaft Geschlechterstudien – der akademische Zusammenschluss aller, die an deutschen Hochschulen in den Gender Studies arbeiten – versteht das eigene Tun beispielsweise als wissenschaftlichen Ausdruck einer dem „Nichtanerkannten und Prekären verpflichteten Gesellschaft“. Die geistige Offenheit und kritische Distanz, die mit dieser Formel suggeriert werden, sind eine Farce: im Gender-Clan herrscht kein Dialog zwischen widerstreitenden Standpunkten, sondern einzig ein Judith-Butler-Monolog. Und der verhält sich – wie die Vordenkerin – bemerkenswert still, wenn es um die Entwürdigung, Misshandlung und Entrechtung von Frauen weltweit geht.

Konkreter: Das Studium der Gender Studies macht Studierende oftmals nicht schlauer, sondern in vielen Fragen dümmer. Sie lernen nicht, globale Probleme objektiv zu erfassen, sondern sie durch eine hochgradig antiimperialistische Agenda zu filtern.

Mehr: www.emma.de.

Roberto Simanowski: Fröhliche Wissenschaft – Abfall

415yLbNuxnL SX263 BO1 204 203 200Der Germanist Roberto Simanowski erzählt in seinem Buch Abfall die Algorithmisierung der Welt als Erbe der Aufklärung. Den Tod Gottes setzt er voraus. Trotzdem liefert er – dem Erbe der Postmoderne verpflichtet (große Antworten gibt es nicht mehr) – ein Buch mit geistreichen Beobachtungen und Denkanstößen.

Hier vier Zitate:

Das anfängliche Lob der (individuellen) Freiheiten und (demokratischen) Möglichkeiten des Internet ist der Kritik seiner Negativposten gewichen: Überwachung, Narzissmus, kollektive Einsamkeit, Self-Tracking, Filter Bubble, algorithmische Regulation –ganz zu schweigen von so gefährlichen Nebenwirkungen wie hyper-attention, power browsing, der Sucht nach instant gratification und der »fear of missing out« (FOMO). Dieser Abfall von den Utopien des Beginnens ist wohl die schmerzlichste Lesart des Titels, den dieses Buch über die neuen Medien trägt. (Kindle-Position 94)

Quantität ist die Währung des Populären, das im Reiche Facebook herrscht. Man bemisst den Wert der Menschen und Beiträge, auf die man hier trifft, nach ihrer Anzahl an Freunden, Shares und Likes. Die Frage ist nicht, welche Freunde man hat und wofür es Likes gab, sondern wie viele. Die Möglichkeit sprachlicher Kommentare hilft da wenig, denn 1. erschöpfen sich diese zumeist auf wenige Worte, 2. verblasst ihre Menge jeweils vor der Fülle an Klickbewertungen und 3. weiß jeder, der auf Facebook mal einen nuancierten Text angeboten hat, wie wenig das dort geliket wird. Die numerische Bewertung ist der Standard auf Facebook mit politisch bedenklichen Folgen. (195)

Der numerische Populismus ist dem postfaktischen Emotionalismus verwandt: begründungslose Likes sind die technische Variation der gebetsmühlenhaften Wiederholung haltloser Slogans. So wie im realen Leben eine Lüge, die oft genug erzählt wird, für viele Wahrheit ist, so gewinnt eine Meldung auf Facebook dadurch an Gewicht, dass sie Gewicht hat: Man klickt immer auf die Angebote mit der höchsten Zahl und befestigt so ihre Spitzenposition. Die Zahl ist ein Appell ans Gefühl, denn so viele können nicht irren, schon gar nicht, wenn meine besten Freunde darunter sind. (196)

Drei Jahrhunderte vor Lennon schrieb der französische Philosoph Blaise Pascal, dass die Menschen deswegen unglücklich seien, weil sie nicht ruhig in einem Zimmer zu bleiben vermögen. Mit sich allein gelassen würde der Mensch über die Mühen des Lebens und über seine Sterblichkeit nachdenken, »so dass er nun, wenn ihm das fehlt, was man Zerstreuung nennt, unglücklich ist«. Deswegen gehe man raus und jage Hasen; nicht weil man hungrig ist, sondern um die Zeit totzuschlagen. Ein Jahrhundert nach Pascal war das Zimmerproblem gelöst: Mit einem Buch konnte man sich in den eigenen vier Wänden zerstreuen, mit einer Lampe noch lange nach Sonnenuntergang. Mit dem Fernsehen ging das auch ohne extra Licht, seit den Privatsendern sogar durch die ganze Nacht. Und durchs Leben! Denn darauf kam es im 20. Jahrhundert immer mehr an. Pascal warb nicht für die Hasenjagd, sondern für Gott. In Gott finde das Sein zum Sinn, in der frohen Botschaft weiche die Angst vor der Stille dem Gefühl der Geborgenheit. Pascal fehlte noch deutlich die dreiste Leichtigkeit der Beatles. Was aber, wenn Gott tot ist, wie Nietzsche zwei Jahrhunderte nach Pascal verkündete? Was wenn auch keine philosophischen und politischen Erzählungen mehr den Sinn geben, den sie vor dem Aufstieg der Postmoderne und dem Niedergang des Realsozialismus noch beanspruchen konnten? Dann gibt es drei Möglichkeiten: Man richtet sich in der Aussichtslosigkeit ein, man reanimiert Gott oder man sucht nach einem Narkotikum, das sicher durch Nacht und Leben bringt. (1468-1480)

Die Hasenjagd des 21. Jahrhunderts findet im Verbund der sozialen und mobilen Medien statt. Die Alternative zum Priester ist der Programmierer. Die Moderne kann ihr Projekt, das mit der Rückkehr der Religion scheitern würde, nur durch die Flucht ins Technische retten: Indem sie »Rückbindung« in »Religion« als »Link« übersetzt und zum heilbringenden Medium nicht die Kanzel kürt, sondern das soziale Netzwerk. Dort ereignen sich die Begegnungen unserer Zeit im schwindelerregenden Takt der Updates. Dort feiert sich, in Anbetung unentwegter Gegenwart, die ewige Wiederkunft des Gleichen. Der Facebook-User entkommt, solange er das Kommunikationskarussell am Leben hält, nicht der Weltbejahung. (1510-1516)

Wenn Gott tot ist, wartet der Nihilismus oder die Zerstreuung via Facebook & Co. Was aber, wenn Gott ist?

Hier eine Besprechung des DLF:

 

Wer bestimmt, was Kinder lernen?

Erziehungsrecht der Eltern und Erziehungsauftrag des Staates stehen gleichberechtigt nebeneinander. Aber was passiert, wenn die Schule etwas lehrt, das den Eltern missfällt – vor allem, wenn es um Sexualität und Religion geht? Volker Kitz, Jurist und Autor von Ratgeberbüchern, hat in der FAZ dazu Stellung bezogen und zunächst einmal sachlich festgestellt:

Die Schule darf die Kinder nicht indoktrinieren, nicht ein bestimmtes Verhalten befürworten oder ablehnen. Der Unterricht muss offen sein für unterschiedliche Wertungen. Zum anderen muss die Schule den Eltern die Möglichkeit geben, auf das zu reagieren, was ihre Kinder dort lernen. Die Eltern sollen die Sexualerziehung begleiten können, auch kritisch. Deshalb haben sie einen Anspruch darauf, dass die Schule sie rechtzeitig und umfassend informiert, über Inhalt und didaktischen Weg. Auch wenn Eltern und Schule sich gegenseitig nichts vorschreiben können, sollen sie sich abstimmen, auf Kritik und Probleme hören, Erfahrungen und Fragen in Elternversammlungen diskutieren. Das entschied das Bundesverfassungsgericht 1977 im Fall der Fünftklässlerin, und diese Grundsätze gelten bis heute.

Dann aber kommt ein Satz, der es wirklich in sich hat:

Was passiert, wenn eintritt, was das Bundesverfassungsgericht für die religiöse Betätigung als Ausnahmeerscheinung sah? Dass unterschiedliche Wertvorstellungen zu Schlägereien führen? Dass der Schulfriede an der Frage zerbricht, wie „natürlich“ Homosexualität oder Transsexualität ist? Muss die Schule dann, um des Schulfriedens willen, die Finger vom Thema lassen? Das legt das Bundesverfassungsgericht in der Entscheidung zum Schulgebet nahe.

Aber vielleicht ist der Gedanke nicht zu Ende gedacht. Vielleicht muss der Staat notfalls aufrüsten und mit Gewalt die Toleranz und Vielfalt verteidigen, die er vermitteln will. 

Falls ich das richtig verstehe, will der Autor damit sagen: Notfalls muss eben der Staat die „Akzeptanz der sexuellen Vielfalt“ mit Gewalt durchsetzen. Anders formuliert: Die Bürger sollen gezwungen werden, das Konzept der sexuellen Vielfalt zu bejahen.

Hier der vollständige Artikel: www.faz.net.

Rollenbilder in Werbung verbieten

Die Selbstregulierung der Werbebranche in Großbritannien setzt Anzeigen auf einen Index, die althergebrachte Rollenbilder vermitteln. Ballerina-Träume für Mädchen, Ingenieurskarriere für Jungs gelten künftig als unzeitgemäß.

Als Selbstkontrolle der Industrie kann die ASA keine Geldstrafen verhängen, aber sie kann Online-Anzeigen, die gegen die Regeln verstoßen, entfernen lassen. Auch die britischen Rundfunk- und Fernsehanstalten haben sich verpflichtet, sich an die Regeln der ASA zu halten.

Ein Bann der Darstellung von Geschlechterrollen sei mit den neuen Regeln ausdrücklich nicht vorgesehen, stellte Smillie klar. Aber ein Motiv, das Familienmitglieder zeigt, die eine heillose Unordnung anrichten, während eine Frau alleine verantwortlich zeichnet, wieder Ordnung zu schaffen, sei nicht länger akzeptabel, heißt es in den ASA-Empfehlungen.

Das gelte auch für Werbung, die den Eindruck vermittle, gewisse Aktivitäten seien ungeeignet für Mädchen oder Jungs, da sie traditionell mit dem anderen Geschlecht in Verbindung gebracht würden.

Hier mehr: www.welt.de.

„Freiheit bedeutet die Freiheit, zu sagen, daß zwei und zwei vier ist. Gilt dies, ergibt sich alles übrige von selbst“, heißt es in George Orwells 1984. Das Buch ist eine gute Empfehlung für die Urlaubslektüre. Sehr aktuell!

Mauerhofer: „Habe Angst vor immer mehr Anpassung“

Armin Mauerhofer prägte über Jahrzehnte als Pastor, Gemeindegründer und Theologe den freikirchlichen Gemeindebau in der Schweiz. Ende Mai 2016 wurde er an der STH Basel emeritiert. Im idea-Interview äusserte er sich damals zu Themen und Trends und äußert seine Sorge im Blick auf die Anpassungstendenzen der Evangelikalen:

Ich habe Angst, dass die Evangelikalen statt die Auseinandersetzung die Anpassung suchen. Man sucht die Anpassung etwa in den Fragen des Frauenpastorats, der Homosexualität, des vorehelichen Geschlechtsverkehrs, der Scheidung und Wiederheirat. Die Bibel vertritt in all diesen Bereichen klare Standpunkte. Die Evangelikalen passen sich aber immer mehr an. Wenn ich zum Beispiel im Bereich des Frauenpastorats nach wie vor die Auseinandersetzung suche, werde ich verachtet. Man gibt mir zu verstehen, dass ich ein „Ewig-Gestriger“ sei.

Es geht hier generell um die Frage, wie verbindlich die Aussagen der Bibel sind. In den Augen vieler gibt es sogenannte Randfragen, in denen die Bibel zeitgebundene Aussagen macht. Es bricht bei dieser Art, die Bibel zu betrachten, doch die Frage auf: Welches sind nun zeitgebundene Aussagen und welche haben überzeitliche Bedeutung? Wenn es in der Bibel zeitgebundene Aussagen und Vorstellungen gibt, warum sollten dann die Aussagen, die das Erlösungswerk Jesu betreffen, nicht auch zeitgebunden sein? Wer sagt mir, wo die Grenze zwischen zeitgebundenen und überzeitlichen Aussagen ist?

Mehr: www.ideaschweiz.ch.

Gleichgeschlechtliche Elternschaft auf dem Prüfstand

In der Debatte über die sogenannte „Ehe für alle“ (Efa) und deren mögliche Auswirkungen auf die Gesetzgebung zu Adoptionsrecht, Samenspende, Ei-Spende und Leihmutterschaft behaupten ihre Befürworter oft, es mache für das Kindeswohl keinen Unterschied, ob ein Kind bei einem gleichgeschlechtlich lebenden Paar oder bei Mutter und Vater bzw. einem Frau-Mann-Paar aufwächst. Die Medien haben fast einhellig diese These übernommen und lautstark verbreitet. Doch ist die These sachlich begründet und empirisch belegt?

Jeppe Rasmussen hat das geprüft und kommt zu folgendem Ergebnis:

Homosexuelle Elternschaft nimmt eine vorrangige Rolle im politischen Kampf um Gleichheit ein. Wie dieser Studienüberblick zeigt, können – was das Kindeswohl betrifft – zwei Männer oder zwei Frauen nicht gewährleisten, was ein verheiratetes Paar, das seine gemeinsamen, leiblichen Kinder aufzieht, leistet.

Fast alle Studien, die nach eigenen Angaben keinen Unterschied zwischen den Familienformen feststellen konnten, zeigen erhebliche methodische Schwächen, verwenden keine repräsentativen Daten und ziehen häufig unzulässige Schlussfolgerungen. Manche der „Kein-Unterschied“-Studien weisen – nach einer erneuten Analyse der Daten – auf deutliche Unterschiede hin.

Die jüngsten Studien, die mit den größten Datensätzen arbeiten und repräsentative Stichproben nutzen, zeigen allesamt auf, dass das Kindeswohl in gleichgeschlechtlichen Familien gefährdeter ist als in anderen Familienformen. Der größte Unterschied besteht dabei zwischen Kindern in homosexuellen Haushalten und Kindern, die bei ihren gemeinsamen, leiblichen Eltern aufwachsen.

Was mögliche Auswirkungen einer rechtlich anerkannten „Ehe“ für homosexuell lebende Paare betrifft, sind zudem alarmierende Ergebnisse aufgetaucht: Die Untersuchung von Sullins zeigt, dass es Kindern bei gleichgeschlechtlich-verheirateten Paaren schlechter geht als bei gleichgeschlechtlich lebenden, aber nicht miteinander verheirateten Paaren. Die Resultate korrelierten statistisch mit der Dauer, die ein Kind bei einem homosexuell lebenden Paar verbracht hat: Je länger, desto schlechter ging es dem Kind. Der explorative Charakter dieser Ergebnisse legt nahe, dass weitere Untersuchungen notwendig sind.

Hier der vollständige Artikel: www.dijg.de.

Wer sind eigentlich die Eltern?

Eizellspende und Leihmutterschaft sind in Deutschland noch verboten. Paare nutzten allerdings im Ausland die Möglichkeiten der Reproduktionsmedizin. Wenn Kinder auf diesem Weg gezeugt werden, ist die Frage der Elternschaft oft kaum mit herkömmlichen Begriffen und Gesetzen zu klären. Deshalb soll ein reformiertes Abstammungsrecht her. „Die soziale Wirklichkeit der Familienmodelle verändert sich, und unser Recht muss mit diesem Veränderungsprozess Schritt halten, wenn seine Gestaltungskraft nicht leiden soll“, sagte Justizminister Heiko Maas der FAS. Der Begriff „Abstammung“ soll abgeschafft und möglicherweise durch den Ausdruck „rechtliche Eltern-Kind-Zuordnung“ ersetzt werden (FAS, 02.07.2017, Nr. 26, S. 6).

Eine originelle Formulierung, oder?

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Nachtrag vom 04.07.2017: Artikel ist inzwischen online: www.faz.net.

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