Wer sind eigentlich die Eltern?

Eizellspende und Leihmutterschaft sind in Deutschland noch verboten. Paare nutzten allerdings im Ausland die Möglichkeiten der Reproduktionsmedizin. Wenn Kinder auf diesem Weg gezeugt werden, ist die Frage der Elternschaft oft kaum mit herkömmlichen Begriffen und Gesetzen zu klären. Deshalb soll ein reformiertes Abstammungsrecht her. „Die soziale Wirklichkeit der Familienmodelle verändert sich, und unser Recht muss mit diesem Veränderungsprozess Schritt halten, wenn seine Gestaltungskraft nicht leiden soll“, sagte Justizminister Heiko Maas der FAS. Der Begriff „Abstammung“ soll abgeschafft und möglicherweise durch den Ausdruck „rechtliche Eltern-Kind-Zuordnung“ ersetzt werden (FAS, 02.07.2017, Nr. 26, S. 6).

Eine originelle Formulierung, oder?

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Nachtrag vom 04.07.2017: Artikel ist inzwischen online: www.faz.net.

Kommentare

  1. Jutta meint:
  2. Tim-Christian meint:

    Wenn es sich um ein (evangelisch-)reformiertes Abstammungsrecht handelt, bin ich dafür … 😉

  3. Schandor meint:

    Die soziale Wirklichkeit der Vermögensverhältnisse ändert sich auch. Auch hier gilt es, rechtlich-ökonomische Implikationen durch die Schaffung suburbaner Bereiche (Wellblech-Häuschen, Verschläge etc.) zu schaffen, um Menschen, die alternative Lebensweisen gewählt haben, ein Umfeld zur Verfügung zu stellen, in welchem sie ihre frei gewählte Lebensart verwirklichen können.

    Mit diesem Veränderungsprozess sollte unsere Baupolitik Schritt halten, weil sie sonst an Gestaltungskraft verlöre. Daher sollten Begriffe wie „Armut“, „Unterschicht“, „Slums“, „Favelas“ abgeschafft werden, weil sie auf Menschen, die ihren Wohnort aufgrund ökonomischer Verhältnisse in Wellblechoasen verlegt haben, sonst diskriminiert fühlen müssten.

    Es steht einmal geschrieben: Zwei Hörner wie ein Lamm, doch redete es wie ein Drache.
    Hier sind aber weder Drachen noch Lämmer im Spiel, sondern Schafe, die geschlachtet werden sollen.

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