Zeitgeist

Wer bestimmt, was Kinder lernen?

Erziehungsrecht der Eltern und Erziehungsauftrag des Staates stehen gleichberechtigt nebeneinander. Aber was passiert, wenn die Schule etwas lehrt, das den Eltern missfällt – vor allem, wenn es um Sexualität und Religion geht? Volker Kitz, Jurist und Autor von Ratgeberbüchern, hat in der FAZ dazu Stellung bezogen und zunächst einmal sachlich festgestellt:

Die Schule darf die Kinder nicht indoktrinieren, nicht ein bestimmtes Verhalten befürworten oder ablehnen. Der Unterricht muss offen sein für unterschiedliche Wertungen. Zum anderen muss die Schule den Eltern die Möglichkeit geben, auf das zu reagieren, was ihre Kinder dort lernen. Die Eltern sollen die Sexualerziehung begleiten können, auch kritisch. Deshalb haben sie einen Anspruch darauf, dass die Schule sie rechtzeitig und umfassend informiert, über Inhalt und didaktischen Weg. Auch wenn Eltern und Schule sich gegenseitig nichts vorschreiben können, sollen sie sich abstimmen, auf Kritik und Probleme hören, Erfahrungen und Fragen in Elternversammlungen diskutieren. Das entschied das Bundesverfassungsgericht 1977 im Fall der Fünftklässlerin, und diese Grundsätze gelten bis heute.

Dann aber kommt ein Satz, der es wirklich in sich hat:

Was passiert, wenn eintritt, was das Bundesverfassungsgericht für die religiöse Betätigung als Ausnahmeerscheinung sah? Dass unterschiedliche Wertvorstellungen zu Schlägereien führen? Dass der Schulfriede an der Frage zerbricht, wie „natürlich“ Homosexualität oder Transsexualität ist? Muss die Schule dann, um des Schulfriedens willen, die Finger vom Thema lassen? Das legt das Bundesverfassungsgericht in der Entscheidung zum Schulgebet nahe.

Aber vielleicht ist der Gedanke nicht zu Ende gedacht. Vielleicht muss der Staat notfalls aufrüsten und mit Gewalt die Toleranz und Vielfalt verteidigen, die er vermitteln will. 

Falls ich das richtig verstehe, will der Autor damit sagen: Notfalls muss eben der Staat die „Akzeptanz der sexuellen Vielfalt“ mit Gewalt durchsetzen. Anders formuliert: Die Bürger sollen gezwungen werden, das Konzept der sexuellen Vielfalt zu bejahen.

Hier der vollständige Artikel: www.faz.net.

Rollenbilder in Werbung verbieten

Die Selbstregulierung der Werbebranche in Großbritannien setzt Anzeigen auf einen Index, die althergebrachte Rollenbilder vermitteln. Ballerina-Träume für Mädchen, Ingenieurskarriere für Jungs gelten künftig als unzeitgemäß.

Als Selbstkontrolle der Industrie kann die ASA keine Geldstrafen verhängen, aber sie kann Online-Anzeigen, die gegen die Regeln verstoßen, entfernen lassen. Auch die britischen Rundfunk- und Fernsehanstalten haben sich verpflichtet, sich an die Regeln der ASA zu halten.

Ein Bann der Darstellung von Geschlechterrollen sei mit den neuen Regeln ausdrücklich nicht vorgesehen, stellte Smillie klar. Aber ein Motiv, das Familienmitglieder zeigt, die eine heillose Unordnung anrichten, während eine Frau alleine verantwortlich zeichnet, wieder Ordnung zu schaffen, sei nicht länger akzeptabel, heißt es in den ASA-Empfehlungen.

Das gelte auch für Werbung, die den Eindruck vermittle, gewisse Aktivitäten seien ungeeignet für Mädchen oder Jungs, da sie traditionell mit dem anderen Geschlecht in Verbindung gebracht würden.

Hier mehr: www.welt.de.

„Freiheit bedeutet die Freiheit, zu sagen, daß zwei und zwei vier ist. Gilt dies, ergibt sich alles übrige von selbst“, heißt es in George Orwells 1984. Das Buch ist eine gute Empfehlung für die Urlaubslektüre. Sehr aktuell!

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Mauerhofer: „Habe Angst vor immer mehr Anpassung“

Armin Mauerhofer prägte über Jahrzehnte als Pastor, Gemeindegründer und Theologe den freikirchlichen Gemeindebau in der Schweiz. Ende Mai 2016 wurde er an der STH Basel emeritiert. Im idea-Interview äusserte er sich damals zu Themen und Trends und äußert seine Sorge im Blick auf die Anpassungstendenzen der Evangelikalen:

Ich habe Angst, dass die Evangelikalen statt die Auseinandersetzung die Anpassung suchen. Man sucht die Anpassung etwa in den Fragen des Frauenpastorats, der Homosexualität, des vorehelichen Geschlechtsverkehrs, der Scheidung und Wiederheirat. Die Bibel vertritt in all diesen Bereichen klare Standpunkte. Die Evangelikalen passen sich aber immer mehr an. Wenn ich zum Beispiel im Bereich des Frauenpastorats nach wie vor die Auseinandersetzung suche, werde ich verachtet. Man gibt mir zu verstehen, dass ich ein „Ewig-Gestriger“ sei.

…

Es geht hier generell um die Frage, wie verbindlich die Aussagen der Bibel sind. In den Augen vieler gibt es sogenannte Randfragen, in denen die Bibel zeitgebundene Aussagen macht. Es bricht bei dieser Art, die Bibel zu betrachten, doch die Frage auf: Welches sind nun zeitgebundene Aussagen und welche haben überzeitliche Bedeutung? Wenn es in der Bibel zeitgebundene Aussagen und Vorstellungen gibt, warum sollten dann die Aussagen, die das Erlösungswerk Jesu betreffen, nicht auch zeitgebunden sein? Wer sagt mir, wo die Grenze zwischen zeitgebundenen und überzeitlichen Aussagen ist?

Mehr: www.ideaschweiz.ch.

Gleichgeschlechtliche Elternschaft auf dem Prüfstand

In der Debatte über die sogenannte „Ehe für alle“ (Efa) und deren mögliche Auswirkungen auf die Gesetzgebung zu Adoptionsrecht, Samenspende, Ei-Spende und Leihmutterschaft behaupten ihre Befürworter oft, es mache für das Kindeswohl keinen Unterschied, ob ein Kind bei einem gleichgeschlechtlich lebenden Paar oder bei Mutter und Vater bzw. einem Frau-Mann-Paar aufwächst. Die Medien haben fast einhellig diese These übernommen und lautstark verbreitet. Doch ist die These sachlich begründet und empirisch belegt?

Jeppe Rasmussen hat das geprüft und kommt zu folgendem Ergebnis:

Homosexuelle Elternschaft nimmt eine vorrangige Rolle im politischen Kampf um Gleichheit ein. Wie dieser Studienüberblick zeigt, können – was das Kindeswohl betrifft – zwei Männer oder zwei Frauen nicht gewährleisten, was ein verheiratetes Paar, das seine gemeinsamen, leiblichen Kinder aufzieht, leistet.

Fast alle Studien, die nach eigenen Angaben keinen Unterschied zwischen den Familienformen feststellen konnten, zeigen erhebliche methodische Schwächen, verwenden keine repräsentativen Daten und ziehen häufig unzulässige Schlussfolgerungen. Manche der „Kein-Unterschied“-Studien weisen – nach einer erneuten Analyse der Daten – auf deutliche Unterschiede hin.

Die jüngsten Studien, die mit den größten Datensätzen arbeiten und repräsentative Stichproben nutzen, zeigen allesamt auf, dass das Kindeswohl in gleichgeschlechtlichen Familien gefährdeter ist als in anderen Familienformen. Der größte Unterschied besteht dabei zwischen Kindern in homosexuellen Haushalten und Kindern, die bei ihren gemeinsamen, leiblichen Eltern aufwachsen.

Was mögliche Auswirkungen einer rechtlich anerkannten „Ehe“ für homosexuell lebende Paare betrifft, sind zudem alarmierende Ergebnisse aufgetaucht: Die Untersuchung von Sullins zeigt, dass es Kindern bei gleichgeschlechtlich-verheirateten Paaren schlechter geht als bei gleichgeschlechtlich lebenden, aber nicht miteinander verheirateten Paaren. Die Resultate korrelierten statistisch mit der Dauer, die ein Kind bei einem homosexuell lebenden Paar verbracht hat: Je länger, desto schlechter ging es dem Kind. Der explorative Charakter dieser Ergebnisse legt nahe, dass weitere Untersuchungen notwendig sind.

Hier der vollständige Artikel: www.dijg.de.

Wer sind eigentlich die Eltern?

Eizellspende und Leihmutterschaft sind in Deutschland noch verboten. Paare nutzten allerdings im Ausland die Möglichkeiten der Reproduktionsmedizin. Wenn Kinder auf diesem Weg gezeugt werden, ist die Frage der Elternschaft oft kaum mit herkömmlichen Begriffen und Gesetzen zu klären. Deshalb soll ein reformiertes Abstammungsrecht her. „Die soziale Wirklichkeit der Familienmodelle verändert sich, und unser Recht muss mit diesem Veränderungsprozess Schritt halten, wenn seine Gestaltungskraft nicht leiden soll“, sagte Justizminister Heiko Maas der FAS. Der Begriff „Abstammung“ soll abgeschafft und möglicherweise durch den Ausdruck „rechtliche Eltern-Kind-Zuordnung“ ersetzt werden (FAS, 02.07.2017, Nr. 26, S. 6).

Eine originelle Formulierung, oder?

– – –

Nachtrag vom 04.07.2017: Artikel ist inzwischen online: www.faz.net.

Erfolgsbegriff „Ehe für alle“

Stefan Niggemeier hat in einem Beitrag nachgezeichnet, wie aus der „Homo-Ehe“ die „Ehe für alle“ wurde. Ein Lehrstück!

Natürlich hing der Kampf für die Gleichstellung nicht nur an der Durchsetzung eines Hashtags. Aber der Begriff „Ehe für alle“ half sehr, das Anliegen sympathisch, positiv und allgemein wirken zu lassen, nicht speziell und vor allem nicht sexuell. „Viele Leute sprechen das Wort ‚Homo‘ nicht gerne aus“, sagt der Initiator Sören Landmann. „Das ist schade, aber das ist Realität.“ Auch Unternehmenspartnern falle es möglicherweise leichter, eine Botschaft zu unterstützen und zu übernehmen, wenn sie nicht nach etwas Sexuellem klingt (die Eisfirma Ben & Jerry’s warb mit dem Hashtag und dem Slogan: „Yes, I dough“). Dass man plötzlich über die „Ehe für alle“ reden konnte, habe auch dafür gesorgt, dass sich mehr Menschen überhaupt zu dem Thema äußerten.

Man kann, mit etwas bösem Willen, die Übernahme des Kampagnenbegriffs in den Sprachgebrauch der Medien natürlich auch einfach dadurch erklären, dass die Mehrzahl der Journalisten die Sache an sich sympathisch fanden. Das mag auch eine Rolle gespielt haben. Mit Sicherheit trug aber auch eine gute Vorbereitung und Strategie der Aktivisten dazu bei – und die Tatsache, dass die etablierte Alternative „Homo-Ehe“ objektiv problematisch war.

Weil das Wort von der „Homo-Ehe“ als genau das Gegenteil dessen verstanden werden konnte, was er beschreiben sollte: keine besondere Ehe für Homosexuelle, sondern eine Ehe für alle.

Mehr gibt es hier (kostenpflichtig): uebermedien.de.

VD: Thomas S.!

„Axolotl Overkill“

Helene Hegemann wurde 2007 wie ein Wunderkind durch die Feuilletons gereicht. Sie hatte den postmodernen Roman „Axolotl Roadkill“ veröffentlicht und ist damit berühmt geworden. Der Romanstoff wurde zusammengeklaut (vgl. hier). Macht nichts: „Originalität gibt’s sowieso nicht, nur Echtheit.“

Der Roman handelt von wohlstandsverwahrlosten Jugendlichen in Berlin. Intertextuell. Es sind Fragmente, oft zusammenhangslos. Zu lesen sind dann fast schon faschistisch anmutende Sätze, wie:

„Ich bin in Berlin. Es geht um meine Wahnvorstellungen“ – und wenn dann hauptsächlich vom Ficken und vom Kotzen, vom Scheißen, vom Saufen und vom Kiffen die Rede ist, dann nicht, weil das Leben „in Berlin“ so ist, sondern weil da gar kein Leben ist.

„Mir bereitet es keine Schwierigkeiten, dabei zuzusehen, wie einer Sechsjährigen bei vollem Bewusstsein gleichzeitig mit kochendem Schwefel die Netzhaut ausgebrannt und irgendein Schwanz in den Arsch gerammt wird, und danach verblutet sie halt mit weit geöffneten Augen auf einem Parkplatz“ …

Mit dem Film „Axolotl Overkill“ hat es der Roman nun in die Kinos geschafft. Helene Hegemann selbst hat Regie geführt. Trotz guter Schauspieler, Kulisse und Bildqualität kann „Axolotl Overkill“ aber manche Kritiker nicht überzeugen. Andrea Diener empfiehlt in ihrer „bösen“ Filmbesprechung, die Zeit lieber für einen Spaziergang oder eine leckere Pizza zu nutzen.

Hier die Kritik: www.faz.net.

Kannst Du Gottes Stimme noch hören?

Die geräuschvolle Lebenskultur nimmt uns Christen so in Beschlag, dass wir Gottes Stimme leicht überhören. Wer sich etwa jede Woche eine Netflix-Serie gönnt und vor lauter Serienstress keine Ruhe mehr findet, um über Gottes Wort zu meditieren, hat unserer sinnlichen Kultur bald nichts mehr entgegenzusetzen.

Ein paar gute Tipps zum Thema von David Mathis:

Zwischen Sponsoring und Staatskohle

Der Evangelischen Kirchentag wird von Konzernen wie VW oder DM gesponsert. Vor allem die öffentliche Hand finanziert die Großveranstaltung maßgeblich mit. Das Land Berlin gibt trotz desaströser Verschuldung achteinhalb Millionen Euro, Brandenburg eine Million, der Bund zwei. Zusammengenommen ist das die Hälfte des Gesamtetats. Kirchenkritiker halten es für einen Fehler, dass so viele Steuergelder in ein Projekt der Kirche fließen.

Ellen Ueberschär vom Kirchentag hält allerdings dagegen. Was sie sagt, ist so selbstoffenbarend, dass ich es zitieren will:

„Dann könnte man sämtliche Kultur- und gesellschaftlichen Veranstaltungen absagen und sagen, das ist aber nicht die Aufgabe der öffentlichen Hand. Also was ist die Aufgabe der öffentlichen Hand? Ein partizipatives Leben zu ermöglichen, wo viele Menschen über gesellschaftliche Fragen diskutieren. Dass wir in Deutschland ein offenes, liberales Klima haben, das hat auch mit solchen Veranstaltungen wie Kirchentagen zu tun. Und insofern ist das immer gut investiertes Geld.“

„Es ist auch für Atheisten gut investiertes Geld“, sagt Ueberschär. „Es ist logisch, dass eine öffentlich finanzierte Veranstaltung offen ist für jeden und jede. Wer das Programmheft aufschlägt, wird sehen, dass genau die Themen, die alle Menschen umtreiben – wie erfüllen wir die Nachhaltigkeitsziele, was ist mit diesem Gender-Kram, geht uns das was an, ist das wichtig, wie wird Frieden, was passiert in Syrien – all diese Dinge werden auf dem Kirchentag verhandelt und jede und jeder ist eingeladen, daran zu partizipieren.“

Also, worum geht es beim Evangelischen Kirchentag? Es geht um Themen, die alle Menschen umtreiben: ein offenes, liberales Klima, Nachhaltigkeitsziele, Gender-Kram, Frieden, Syrien usw. Das sind alles interessante Dinge. Allerdings möchte ich zurückfragen: Brauchen wir für die Diskussion solcher Themen eine Kirche?

Hier der DLF-Beitrag:

 

Homo Deus

Der Historiker Yuval Noah Harari glaubt, dass wir Menschen bald eine nächste Evolutionsstufe erreichen. Dank neuer Technologien werde der gottgleiche Homo Deus den Homo sapiens verdrängen.

Das Buch Homo Deus wird vom Verlag mit den Worten vorgestellt:

In „Homo Deus“ stößt er vor in eine noch verborgene Welt: die Zukunft. Was wird mit uns und unserem Planeten passieren, wenn die neuen Technologien dem Menschen gottgleiche Fähigkeiten verleihen – schöpferische wie zerstörerische – und das Leben selbst auf eine völlig neue Stufe der Evolution heben? Wie wird es dem Homo Sapiens ergehen, wenn er einen technikverstärkten Homo Deus erschafft, der sich vom heutigen Menschen deutlicher unterscheidet als dieser vom Neandertaler? Was bleibt von uns und der modernen Religion des Humanismus, wenn wir Maschinen konstruieren, die alles besser können als wir? In unserer Gier nach Gesundheit, Glück und Macht könnten wir uns ganz allmählich so weit verändern, bis wir schließlich keine Menschen mehr sind.

Was meint der israelitische Historiker mit dem Begriff Homo Deus? Dem SPIEGEL sagte er:

Ganz wörtlich: einen Menschen, der Fähigkeiten erlangt, die in traditionellen Vorstellungen Göttern vorbehalten sind. Manches davon haben wir längst erreicht, insofern müsste schon der heutige Mensch seinen Vorfahren wie ein Gott vorkommen. Für den größten Teil der Geschichte erwarteten die Menschen von ihren Göttern Lösungen für praktische Probleme. Man war krank, man betete zu Gott. Es fiel kein Regen, und die Ernte war bedroht, man betete zu Gott. Heute haben die Wissenschaft und der technische Fortschritt für die meisten dieser Probleme Lösungen gefunden, die viel besser sind als die unzuverlässigen Götter. Die Konzepte, die wir im 21. Jahrhundert noch mit Religionen verbinden – das Jenseits etwa oder die moralischen „Werte“ – sind nur Überreste des Göttlichen. Durch die ganze Geschichte hindurch haben die Religionen ihr Angebot angepasst, in einer steten Fluchtbewegung vor dem Fortschritt. Sobald sie merkten, dass ihre Hilfe am Krankenbett oder in der Landwirtschaft nicht mehr gefragt war, nahmen die Religionen neue Fantasieleistungen in ihr Angebot auf, die von der Wissenschaft noch nicht abgedeckt wurden, eben das „Leben nach dem Tod“.

Der SPIEGEL fragt zurück: Die zentrale Fähigkeit des biblischen Schöpfergottes ist aber die Erschaffung von Leben. Worauf Harari antwortet:

Daran arbeitet der Mensch gerade. Ich glaube, dass die wichtigsten Produkte der Ökonomie des 21. Jahrhunderts nicht mehr Autos, Textilien und Esswaren sein werden, sondern Körper und Gehirn und Bewusstsein, also künstliches Leben. Und es gibt drei Wege, wie sich der Mensch zum Homo Deus „upgraden“ kann: erstens Bioengineering, zweitens Cyborgs, drittens anorganisches Leben. Wenn das gelingt, werden wir Götter sein.

Na, wenn sich Yuval Noah Harari da nicht gewaltig irrt. Schnell kann aus dem Homo sapiens ein Homo satanas werden.

Siehe auch meine in die Jahre gekommene Kritik des Transhumanismus: entwertung.pdf.

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