Historische Theologie

Frank Schaeffer kritisiert religiösen und atheistischen Fundamentalismus

Frank Schaeffer spricht bei GRITtv über sein neues Buch Patience with God: Faith for People Who Don’t Like Religion (or Atheism) und die soziologischen Strukturen in den fundamentalistischen Kreisen Amerikas. Wie zu erwarten, greift er dabei seine eigene Familie und die politische Rechte, nicht ganz zu Unrecht, massiv an.

Frank tritt sehr sendungsbewusst auf. Seine Argumente werden dadurch nicht besser. Es dürfte auch einem Kritiker der christlichen oder atheistischen Mission auffallen, dass Frank Proselytismus brandmarkt, selbst aber aggressiv für seine Sicht der Dinge missioniert und jedem erklärt, wer falsch und wer richtig liegt. Ich habe übrigens kein Problem damit, ihm geduldig zuzuhören.

Wer sich fragt: »Was ist mit mit Frank Schaeffer bloß passiert?«, sollte unbedingt dieses Interview mit Os Guinness hören.

Hier aber das Gespräch mit Franky:

Franke: Die Pluralität der Wahrheit

manifold_witness1.jpgAl Mohler hat das neue Buch:

rezensiert:

Indeed, even as he criticizes the notion of »historic Christianity« and any set of »minimum beliefs« necessary to be a Christian, he also asserts: »Of course I believe in truth. I believe in God. I believe that Jesus Christ is the Son of God. I believe in the Holy Spirit, the holy catholic church, the communion of the saints, the forgiveness of sins, the resurrection of the body, and the life everlasting. Amen.« The problem is this – Franke’s argument that truth is plural means that the church should both embrace and celebrate different and even contradictory understandings of these doctrinal statements and core truths. While Franke is undoubtedly correct in warning that no theological system is free of cultural limitations, his proposal amounts to a total and unconditional surrender of doctrinal accountability. While he insists that not all doctrinal assertions are allowable, he undercuts the authority of Scripture to serve as the norm for establishing truth from error. The Protestant liberals of the 19th and 20th centuries often offered words of criticism that orthodox believers and theologians needed to hear. Nevertheless, their subversion of biblical truth and their embrace of heresy rather than orthodoxy established these theological liberals as adherents of a religion fully distinct from Biblical Christianity.

Hier mehr: www.albertmohler.com.

Bucer: Reformator, Evangelist und Seelsorger

Andrew Purves schreibt in Pastoral Theology in the Classical Tradition über den Reformator Martin Bucer:

The evangelical heart of Bucer’s theology leads him to see evangelism as a primary feature of pastoral care, an evangelism directed both to those who have not yet heard and responded to the word of Christ the Lord, as well as those who have been part of the body of Christ but who have fallen away. Not only are the lost sheep to be sought, but also the stayed sheep are to be restored. In such a way, according to Bucer, pastoral care must have as a primary responsibility a concern for salvation of the sinners lost and strayed who are still God’s elect … Bucer insists that pastoral evangelism is to be pursued with the highest diligence and unremitted effort.

Hier der Kontext zum Zitat: www.reclaimingthemind.org.

GEO Epoche: Martin Luther und die Reformation

mittel.jpgIch habe mir das GEO Epoche-Heft zur Reformation kürzlich auf einem Bahnhof gekauft und kann es alles in allem empfehlen. Gelegentlich sind die Informationen etwas ›unscharf‹. Das Heft ist dafür wunderschön gestaltet und eignet sich für eine entspannte Gute Nacht-Lektüre.

Das Heft gibt’s im Kiosk oder kann hier für 9,00 Euro bestellt werden:

Einkaufsmöglichkeit

Luther auf dem Reichstag zu Worms

Luther.jpgMartin Luther hatte von der Kirche immer wieder die Widerlegung seiner Lehren aus der Heiligen Schrift gefordert. Das wurde ihm unter Berufung auf frühere Konzilsentscheidungen und die Lehrgewalt des Papsttums allerdings nicht zugestanden. Seine Schriften wurden in der päpstlichen Bulle »Exsurge Domine« vom 15. Juni 1520 verurteilt und so hoffte die Kirche, die Sache sei damit vom Tisch.

Luthers Universität Wittenberg sowie sein Landesfürst, Kurfürst Friedrich der Weise, verteidigten allerdings Luthers Anspruch auf unparteiisches Gehör und eine Widerlegung aus der Heiligen Schrift. Der Kurfürst erlangte beim Kaiser Karl V., der in Worms seinen ersten Reichstag abhielt, dass Luther vorgeladen wurde. Luther wurde dort gefragt, ob er seine von Rom verurteilten Schriften widerrufen wolle. Luther, der damit nicht gerechnet hatte, erbat sich einen Tag Bedenkzeit und entwarf für den 18. April 1521 eine Antwortrede, die ich hier anlässlich des Reformationstages auszugsweise wiedergebe:

Weil ich aber ein Mensch bin und nicht Gott, kann ich meine Schriften nur so verteidigen, wie mein Herr Jesus Christus seine Lehre verteidigt hat. Als er vor Hannas über seine Lehre befragt wurde und ein Diener ihm ins Gesicht schlug, hat er gesagt: »Habe ich unrecht geredet, so beweise, daß es unrecht ist.« (Joh. 18,23). Wenn der Herr selbst, der wußte, daß er nicht irren kann, bereit ist, selbst von einem niederen Knecht ein Zeugnis gegen seine Lehre zu hören, wieviel mehr muß dann ich, der ich ein Nichts bin und nur irren kann, darum bitten und darauf warten, ob jemand gegen meine Lehre Zeugnis vorbringen will. Darum bitte ich durch die Barmherzigkeit Gottes, Eure Majestät, Eure durchlauchtigsten Herrschaften oder wer auch immer es vermag, der Höchste oder der Geringste, wolle Zeugnis geben, die Irrtümer widerlegen, sie mit Propheten- und Evangelienworten überwinden; denn ich werde, wenn ich belehrt worden bin, bereit sein, jeden Irrtum zu widerrufen, und meine Bücher als erster ins Feuer werfen.

Daraus geht, so meine ich, hervor, daß ich die aus Anlaß meiner Lehre in der Welt entstandenen Gefahren, Zwietracht und Streitigkeiten, deretwegen ich gestern ernst und streng ermahnt worden bin, wohl im Auge gehabt und erwogen habe. Für mich ist es allerdings der allererfreulichste Anblick, wenn ich sehe, daß um des Wortes Gottes willen Eifer und Streit entstehen. Denn das ist der Lauf, das Geschick und der Ausgang des Wortes Gottes, wie der Herr sagt: »Ich bin nicht gekommen, Frieden zu bringen, sondern das Schwert; denn ich bin gekommen, einen Menschen mit seinem Vater zu entzweien« usw. (Matth. 10,34 f.) Darum müssen wir bedenken, wie wunderbar und schrecklich unser Herr in seinen Plänen ist, damit nicht das, was zur Beilegung von Streitigkeiten unternommen wird – wenn wir damit anfangen, das Wort Gottes zu verurteilen –, vielmehr zu einer Sintflut unerträglichen Übels führt. Man müßte dann Sorgen haben, daß die Regierung dieses jungen edlen Fürsten Karl (auf den sich nächst Gott viel Hoffnung richtet) unglücklich werden könnte. Ich könnte das an vielen Beispielen der Schrift vom Pharao, vom König von Babylon und von den Königen Israels zeigen, die sich dann am meisten zugrunde gerichtet haben, wenn sie mit den weisesten Ratschlüssen ihre Reiche befrieden und befestigen wollten. Denn Er ist es, der die Klugen in ihrer List fängt und Berge zu Fall bringt, ehe sie es merken (Hiob 5,13; 9,5). Darum bedarf es der Furcht Gottes. Ich sage das nicht, weil so hochgestellte Persönlichkeiten der Belehrung und Ermahnung durch mich bedürften, sondern weil ich meinem Deutschland den gehorsamen Dienst, den ich ihm schulde, nicht vorenthalten darf. Damit befehle ich mich Eurer Majestät und Euren Herrschaften. Ich bitte demütig, es nicht zuzulassen, daß der Eifer meiner Gegner mich ohne Grund bei ihnen in Ungnade stürzen läßt. Ich habe geredet.

Luther wurde nach diesen Worten vorgehalten, er habe nicht zur Sache geredet und ihm stehe nicht zu, Konzilienentscheidungen in Zweifel zu ziehen. Man erwartete von ihm keine »gehörnte«, sondern eine einfache Antwort. Der Reformator antwortete:

Wenn Eure Majestät und Eure Herrschaften denn eine einfache Antwort verlangen, so werde ich sie ohne Hörner und Zähne geben. Wenn ich nicht durch Schriftzeugnisse oder einen klaren Grund widerlegt werde – denn allein dem Papst oder den Konzilien glaube ich nicht; es steht fest, daß sie häufig geirrt und sich auch selbst widersprochen haben –, so bin ich durch die von mir angeführten Schriftworte überwunden. Und da mein Gewissen in den Worten Gottes gefangen ist, kann und will ich nichts widerrufen, weil es gefährlich und unmöglich ist, etwas gegen das Gewissen zu tun. Gott helfe mir. Amen.

Kann Wahrheit trennen?

Martin Luther:

Es ist besser, durch die Wahrheit voneinander getrennt zu werden, als durch Irrtum vereinigt zu sein.

Seyran Ates zieht sich zurück

Die Berliner Frauenrechtlerin Seyran Ates ist Mitglied der deutschen Islamkonferenz. Die deutsch-türkische Anwältin kämpft seit 20 Jahren für die Rechte muslimischer Frauen in Deutschland. Nun hat die Anwältin wegen mehrerer Morddrohungen ihre Kanzlei geschlossen und zieht sich aus der Öffentlichkeit zurück.

Im Interview mit SPIEGEL ONLINE spricht Ates über die Feigheit deutscher und türkischer Verbände und ihre Hoffnung auf mehr Zivilcourage im Land. Das Medienmagazin pro informiert über die Hintergründe, die zum Rückzug geführt haben: www.pro-medienmagazin.de.

Der Messias aus Röhrnbach

Ich wundere mich schon den ganzen Tag darüber, dass der Beitrag über die Radikalisierung der Wort+Geist-Bewegung überdurchschnittlich oft aufgerufen wird. Die Erklärung ist einfach: Das ZDF-Magazin Frontal 21 hat gestern über die »Erweckungsbewegung« berichtet. Idea schreibt:

Am 13. August berichtete das Magazin über die umstrittene Glaubensgemeinschaft „Wort+Geist“ (Röhrnbach/Niederbayern). Wie die Moderatorin des Magazins, Hilke Petersen, sagte, befänden sich christliche Freikirchen im Aufschwung. Sie nähmen die Bibel einschließlich der darin geschilderten Wunder »wortwörtlich«. Eine dieser »neureligiösen Glaubensgemeinschaften« sei die Bewegung »Wort+Geist«, deren Zentrum sich in Röhrnbach (Niederbayern) befindet. Dort werde Heilung von schweren Krankheiten durch Handauflegen versprochen. Das könne »richtig gefährlich werden«, so
Petersen.

Die Wort+Geist-Bewegung hat mit einer protestantischen Kirche nichts gemein und muss in der Tat als gefährlich bezeichnet werden. Ich hoffe und bete, dass möglichst viele der von Helmut Bauer und seinen Mitarbeitern verführten Menschen den Weg in die Freiheit zurückfinden.

Wer an diesem Urteil zweifelt, lese den oben erwähnten Beitrag sowie die dazugehörigen Kommentare und höre sich folgende O-Ton-Mitschnitte an: www.youtube.com.

Zu denken, ein Christ müsse den Verstand ausschalten, ist ein tragisches Missverständnis. Gott will, wie Paulus es im 12. Kapitel des Römerbriefes schreibt, ja gerade unser Denken erneuern. Also, ihr lieben Freunde: Wacht auf und erinnert euch daran, dass »falsche Lehrer auftreten, die heimlich gefährliche Lehren einführen« (2Petr 2,1).

Die Lehren der Gnade

Gnade.jpgBeim Betanien Verlag ist das Buch:

erschienen.

R.C. Sproul schreibt im Vorwort:

Mit diesem Buch präsentieren James Boice und Philip Ryken nicht nur eine präzise und zwingende Darstellung der Gnadenlehren, sondern auch den historischen Rahmen ihrer Entwicklung. Das Buch verfolgt die geschichtliche Wirkung dieser biblischen Wahrheiten. Zudem entblößt es den traurigen Zustand, der die Gemeinde heimsucht, wenn diese Lehren abgestritten oder vernachlässigt werden.

Titelei und Kapitel 2 können hier als PDF-Datei herunter geladen werden: www.betanien.de.

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