Bibellesepläne 2016
Ligionier Ministries hat auf einer Seite Bibellesepläne für das Jahr 2016 zusammengestellt: www.ligonier.org.

Ligionier Ministries hat auf einer Seite Bibellesepläne für das Jahr 2016 zusammengestellt: www.ligonier.org.

Francis Schaeffer hat 1974 auf dem Kongress für Weltevangelisation in Lausanne über die Orthodoxie der Lehre und der Praxis gesprochen. Hervorgehoben hat er, wie problematisch es werden kann, wenn Christen die bürgerliche Moral mit dem Moralgesetz Gottes verwechseln. Christen folgen dann nämlich schnell – weil es bequemer ist – der wechselnden Sitte und sind so leicht verführbar. Rückblickend ist zu erkennen, wie genau er damals den wunden Punkt getroffen hat und dass seine Befürchtungen leider in Erfüllung gegangen sind.
Hier Auszüge aus seinen Redebeiträgen:
Sein Hauptvortrag wurde später auch in Schriftform herausgegeben. In dem Buch Wahrheit und Liebe: Was wir von Francis Schaeffer lernen können ist der Text im Anhang zu finden. Hier eine wichtige Stelle (S. 237–239):
Wenn wir aber eine inhaltlich klar umrissene Lehre verkündigen, müssen wir diesen Inhalt auch in die Praxis umsetzen, also die Wahrheit ausleben, an die wir zu glauben behaupten. Wir müssen unseren Kindern und der Welt, die uns beobachtet, zeigen, dass wir die Wahrheit ernst nehmen. In einem relativistischen Zeitalter verhallen Lippenbekenntnisse zur Wahrheit ungehört, wenn wir nicht sichtbar und ohne Furcht vor möglichen Konsequenzen diese Wahrheit praktizieren. Als Christen behaupten wir zu glauben, dass Wahrheit existiert. Wir erklären, die Bibel vermittle uns diese Wahrheit in logischer, sprachlicher Form, die wir anderen Menschen weitergeben können. Genau diesen Anspruch erhebt das Evangelium, und dieser Aussage schließen wir uns an. Damit stehen wir aber im Widerspruch zu einer relativistischen Zeit. Können wir dann auch nur einen Augenblick annehmen, wir seien glaubwürdig, wenn wir angeblich an die Wahrheit glauben und doch die Wahrheit in religiösen Dingen nicht praktizieren? Wenn wir hier versagen, können wir nicht erwarten, dass uns die kritischen jungen Menschen des 20. Jahrhunderts, auch die jungen Leute in unseren eigenen Gemeinden, denen von allen Seiten eingehämmert wird, dass es keine Wahrheit gibt, ernst nehmen, wenn wir behaupten: „Hier ist die Wahrheit.“
Was das praktisch bedeuten kann, möge folgendes Beispiel verdeutlichen: Eine sehr begabte junge Frau, die überzeugte Christin war, erhielt einen Lehrauftrag für Soziologie an einer der großen englischen Universitäten. Der Leiter ihrer Abteilung, ein Behaviorist (sozialpsychologische Verhaltensforschung bei Mensch und Tier), stellte sie vor die Alternative, entweder von behavioristischer Grundlage her zu lehren oder ihre Stellung zu verlieren. Unvermittelt stand sie also vor der Frage, ob sie sich in ihrem Handeln zur Wahrheit stellen solle oder nicht. Sie lehnte es ab, den Behaviorismus zu lehren – und verlor ihren Posten. Das meine ich, wenn ich sage: Wir müssen ohne Rücksicht auf mögliche Konsequenzen der Wahrheit entsprechend handeln. Und vor solche Entscheidungen werden wir immer häufiger und in immer mehr Situationen gestellt werden. So werden wir z. B. in einer Umgebung, die sexuelle Zügellosigkeit propagiert, eindeutig zur Frage der sexuellen Lebensform Stellung beziehen müssen. Wir müssen darauf bedacht sein, mit Gottes Hilfe so zu leben wie es die Bibel lehrt, nämlich in der Partnerschaft eines Mannes mit einer Frau; andernfalls zerstören wir die Wahrheit, an die wir angeblich glauben.
Nirgends aber ist die Praxis der Wahrheit wichtiger als auf dem Gebiet der religiösen Zusammenarbeit. Wenn ich nämlich einerseits behaupte, dass die christliche Lehre wirklich ewig gültige Wahrheit ist und dass der liberale Theologe eine falsche Lehre vertritt – so falsch, dass sie nicht mehr mit dem Wort Gottes vereinbar ist –, andererseits jedoch bereit bin, bei irgendeinem Anlass (und sei es bei einer Evangelisation) öffentlich so aufzutreten, als vertrete dieser Mann dieselbe religiöse Position wie ich selbst, dann bleibe ich die Demonstration der Wahrheit schuldig, die meine Generation von mir erwarten kann und verlangen wird, wenn ich glaubwürdig sein will. Wo bleibt in einer relativistischen Zeit unsere Glaubwürdigkeit, wenn wir auf religiösem Sektor mit Männern zusammenarbeiten, die in ihren Büchern und Vorträgen unverblümt zu verstehen geben, dass sie vom Inhalt der Heiligen Schrift wenig (oder nichts) glauben?
Wenn wir in der religiösen Zusammenarbeit ‚Weitherzigkeit‘ praktizieren, wird im Übrigen die folgende Generation mit ziemlicher Sicherheit in Fragen der Lehre ‚großzügig‘ sein und die Autorität der Bibel abschwächen. Diese Entwicklung lässt sich auch in evangelikalen Kreisen beobachten. Wir müssen deshalb den Mut haben, klar Stellung zu beziehen.
Michael F. Brown hat ein aufsehenerregendes Buch über das Amazonasvolk der Awajún geschrieben. Er schildert nicht nur ihren lebenslustigen Alltag, sondern auch ihr Misstrauen und die Gewaltbereitschaft. „Mit vielen anderen indigenen Völkern teilen die Awajún die Auffassung, dass plötzlichen Todesfällen und schweren Erkrankungen immer übernatürliche Ursachen zugrunde liegen müssen. Sie herauszufinden ist Sache der Schamanen, die sich in einen ekstatischen Trancezustand versetzen und die Namen der Personen nennen, die das Unglück verschuldet haben sollen.“
Karl-Heinz Kohl hebt in seiner Besprechung des Buches sogar hervor, dass aus der Sicht des Ethnologen Brown die christliche Mission für das Volk ein Segen war:
Aus der historischen Distanz betrachtet, erscheint die hohe Zahl an Gewalttaten innerhalb der Gemeinschaft allerdings eher als ein Übergangsphänomen. In einer Situation, in der sich die alten Traditionen auflösten und die Handlungsspielräume der stark auf ihre Autonomie bedachten Awajún kleiner wurden, führten emotionale Verunsicherungen dazu, dass sich das auch früher schon sehr hohe Aggressionspotential nach innen richtete. Auf lange Sicht erwies sich Brown zufolge die Missionsarbeit der evangelikalen Kirchen als segensreich. Sie lieferten neue Orientierungs- und Wertesysteme, die den Frieden nach innen wahren und bei der Anpassung an die Anforderungen der Moderne halfen.
Hier die Buchbesprechung: www.faz.net.
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Siehe zum Thema auch: Das glücklichste Volk und seine Entkehrung.
Wenn ein Pop-Philosoph über die Entstehung des Christentums und die Reformation schreibt, klingt das so:
Aber ich zeige in meinem Buch ja auch, wie das Christentum entstanden ist. Erstaunlich eigentlich, denn es hatte zuvor schon so viel Klügeres gegeben. Die Philosophie war schon auf einem viel höheren Niveau als das, was dann kam. Das Christentum war ein enormer kultureller Rückschritt.
Das Christentum entwickelte den personellen Gottesbezug, das hat die Menschen extrem angesprochen. Und man durfte alle töten, die nicht an Gott glaubten. Bei den Juden war das anders. Es gab ja andere Götter neben Jahwe, die waren aber schwächer. Im Christentum gibt es nur den einen Gott, und wer nicht an den glaubt, der hat sein Leben verwirkt. Die Radikalität der Frühchristen findet man heute wieder bei denen, die sich für den IS rekrutieren lassen. Glücklicherweise hat sich das Christentum dann weiterentwickelt.
…
[Luther] war ein widerlicher Geselle, ein Verbrecher an der Menschheit. Den haben wir noch nicht richtig aufgearbeitet. Wir gehen mit Luther um, als sei er ein „Heiliger“ der evangelischen Kirche. Er war aber ein für die damalige Zeit untypisch aggressiver Antisemit, Frauen verachtend bis ins Mark und vom Denken her völlig mittelalterlich. Teufel war sein Lieblingswort. Die Gesellschaft war sehr viel weiter.
Grober Unfug! Da aber davon auszugehen ist, dass David Precht seine Eingebungen mit erhabenen Gesten medial üppig auftischen wird (ich sehe ihn schon vor meinem Auge in zahlreichen Talkrunden sitzend), werden sie ihre Wirkung gleichwohl entfalten.
Hier das gesamte Interview: www.abendzeitung-muenchen.de.
Francis Schaeffer schreibt:
Biblische Liebe ist nicht nur fader guter Wille oder eine vage Freundlichkeit. Biblische Liebe ist etwas sehr Wirkliches und Realistisches. Gott liebt seine Kinder, die Christus als ihren Retter angenommen haben, so sehr, dass er manchmal Schmerzen durch Züchtigung verursacht. Und wahre biblische Liebe in uns muss auch manchmal zu Schmerz bei Menschen führen, unsere Brüder in Christus mit eingeschlossen. Wenn ein Vater sein Kind züchtigt, tut er es, weil er es liebt. Als Spurgeon zu seiner Zeit seine Stimme erhob, tat er das, weil er sowohl die Lehre über biblische Reinheit als auch die Lehre über biblische Liebe verstand. Wenn wir wahre Liebe zum Herrn, zu den Verlorenen und zu unseren Brüdern in Christus haben, dann werden wir bereit sein, einen großen Preis für persönliche Reinheit und für die Reinheit der Gemeinde zu zahlen. Wenn wir nicht dazu bereit sind, dann fehlt unserer Liebe etwas. Das Ziel muss sein, dass sich unsere Liebe auf praktische Weise so zeigt, dass wir gemeinsam untadelig in Heiligkeit vor Gott, unserem Vater, gegründet sind, – und wie viel mehr ist das wichtig, wenn das Kommen unseres Herrn Jesus Christus so nahe scheint.
Der Aufsatz aus dem Jahr 1951 erschien 2009 erstmals in deutscher Sprache und kann hier heruntergeladen werden: SchaefferReinheit.pdf.
Mark Dever schreibt in: Der große Plan (Waldems: 3L Verlag, 2014, S. 64–65):
Was ist denn die Verheißung der Hoffnung, auf die das Volk Gottes im Alten Testament schauen kann? Es ist klar, dass seine Hoffnung nicht in der eigenen Geschichte liegen konnte. Es war eine Geschichte des ständigen Versagens!
Diese Hoffnung konnte auch nicht im Opfersystem liegen. Ein Psalmist sagte dazu: „Opfer und Gaben hast du nicht gewollt; Ohren aber hast du mir bereitet“ (Ps 40,7). Das bedeutet, Gott hat den Psalmdichter zu seinem Eigentum gemacht. Die Autoren des Alten Testaments verstehen offensichtlich, was auch der Autor des Hebräerbriefs schrieb:„Denn weil das Gesetz nur einen Schatten der zukünftigen [Heils]-güter hat, nicht die Gestalt der Dinge selbst, so kann es auch mit den gleichen alljährlichen Opfern, die man immer wieder darbringt, die Hinzutretenden niemals zur Vollendung bringen. Hätte man sonst nicht aufgehört, Opfer darzubringen, wenn die, welche den Gottesdienst verrichten, einmal gereinigt, kein Bewusstsein von Sünden mehr gehabt hätten? Stattdessen geschieht durch diese [Opfer] alle Jahre eine Erinnerung an die Sünden. Denn unmöglich kann das Blut von Stieren und Böcken Sünden hinweg nehmen“ (Hebr 10,1-4).
Ein endlos wiederholendes Opfern kann die Menschen nicht vollkommen machen. Das Blut von Stieren und Böcken kann die Sünde nicht hinweg nehmen. Wo liegt dann in alledem die Hoffnung?
Um die Antwort auf dieser Frage zu finden, müssen wir zurückkehren zu 2Mose 34, wo das Rätsel des Alten Testament steht. Erinnern sie sich daran, dass wir die Frage stellten, wie Gott sowohl „Schuld, Übertretung und Sünde“ vergeben, als auch die Schuldigen „keineswegs ungestraft [lassen]“ kann? Schließlich verdienen Sie und ich Gottes Strafe. Selbst wenn Sie sich für außerordentlich tugendhaft halten, da sie aufmerksam einer Predigt über das ganze Alte Testament zuhörten! Wir sind alle schuldig vor Gott. Und in 2Mose 34 verspricht Gott, dass er unsere Sünde keineswegs ungestraft lassen wird. Also welche Hoffnung gibt es?
Wir haben schon gesagt, dass Sühnung das Leiden und den Tod eines unschuldigen Ersatzes benötigt. Wir haben aber auch angedeutet, dass mehr als der Tod eines Tieres benötigt wird, um dies zu erreichen. Irgendeine Beziehung zwischen Opfer und Schuldigem muss existieren. Es braucht eine weit engere Beziehung als die, die zwischen uns und einem nicht nach Gottes Ebenbild geschaffenen Tier möglich ist.
Wir werden die Antwort zu dem alttestamentlichen Rätsel, das den Israeliten und auch uns gestellt wird, nicht in uns selbst oder bei einem Tier finden. Sowohl ihre Hoffnung als auch unsere muss sich in der verheißenen Person des Alten Testaments finden …
Die Menschen zurzeit Jesu fragten sich nicht, ob ein Messias kommen würde. Für sie war es selbstverständlich, dass ihre einzige Hoffnung in dem „Gesalbten“ Gottes lag. Doch als dieser Gesalbte kam, waren alle überrascht von der Art seines Kommens. Jesus stellte sich selbst nicht nur als die Erfüllung der alttestamentlichen Prophetien des königlichen Messias vor, sondern er erfüllte auch eine Menge von anderen Verheißungen.
Wie viel Altes Testament braucht die christliche Kirche? Notger Slenczka hatte nicht weniger als die Streichung des Alten Testaments aus dem christlichen Kanon gefordert. Sein Argument: Man müsse anerkennen, dass mit der Hebräischen Bibel das Volk Israel angesprochen werde – und nicht die Christenheit. Der Berliner Theologe Rolf Schilder zitiert Positionen seines Kollegen Notger Slenczka wie folgt:
Ihm gehe es darum, der Vereinnahmung des Alten Testamentes zu wehren. Die Verheißungen und die Gebote des Alten Testamentes gelten nun einmal ausschließlich Israel und nicht der Kirche. Dass sich Christen sozusagen in diesen exklusiven Bund hinein mogeln wollen, sei, ich zitiere ihn, eine Unverfrorenheit. Und ein weiteres Zitat: wenn Christen sagen, sorry Leute, durch Jesus Christus gehört das halbe Wohnzimmer hier uns und das richten wir jetzt neu ein, dann sei das eben eine Respektlosigkeit gegenüber dem Judentum und inakzeptabel.
Traurig!
Der Beitrag des DLF berichtet erfreulicherweise auch darüber, dass sich schon bei Schleiermacher eine starke Abneigung gegenüber dem Alten Testament manifestiert hat. Übrigens zeigt Klaus Beckmann in seinem Buch Die fremde Wurzel auf, wie stark der Impuls, der von Schleiermacher ausging, die liberale Theologie des 19. Jahrhunderts insgesamt geprägt hat.
Hier der DLF-Beitrag:
Andreas Köstenberger und Alexander Steward geben hilfreiche Tipps für die Weihnachtspredigt:
Hier mehr: www.christianitytoday.com.
Michael Diener, Vorsitzender der Evangelischen Allianz in Deutschland, hat durch ein Gespräch mit der Tageszeitung DIE WELT und ein Interview mit dem Medienmagazin pro eine intensive Debatte innerhalb der Evangelikalen Bewegung in Deutschland ausgelöst. Es geht – wie kann es anders sein – um Themen wie Sexualethik, Mission und Politik. Ulrich Parzany hat in einem offenen Brief inzwischen auf den Beitrag in der WELT geantwortet.
Da die Dokumente öffentlich zugänglich sind, kann sich jeder, der das will, ein Bild über die unterschiedlichen Sichtweisen und Argumente verschaffen. Die Debatten um die christliche Sexualethik oder das richtige Verständnis von Mission sind allerdings nur die Spitze des Eisbergs. Es geht um viel mehr, nämlich um den Wahrheitsanspruch der christlichen Offenbarung, die Bibelfrage und unsere theologische Arbeitsweise (Methodologie). Kurz: Folgt aus dem „Ja“ zu Jesus Christus ein „Nein“ zu anderen Heilsversprechen? Gehört zum Zeugendienst der Nachfolger Jesu der aktive Widerstand gegenüber falschen Lehren? Ist das Wort Gottes tatsächlich verstehbar und autoritativ, oder so uneindeutig, dass wir gezwungen sind, konkurrierende Auslegungen auch in wichtigen Fragen nebeneinander stehen zu lassen?
Inzwischen hat Ulrich Parzany eine eindringliche Stellungnahme veröffentlicht, die nach dem „Wohin?“ der Evangelikalen fragt. Bezugnehmend auf die Initiative „Zeit zum Aufstehen“, heißt es dort:
Aber wer Ja sagt, muss auch Nein sagen. Zum „Wir bekennen“ gehört auch das „Wir verwerfen die falsche Lehre“. Das ist im Aufruf „Zeit zum Aufstehen“ teilweise formuliert, an wichtigen Stellen aber nicht ausgesprochen und konkretisiert. Wir brauchen den entschiedenen Widerstand gegen die Irrlehren, die in den evangelischen Kirchen z.T. ausdrücklich vertreten und gefördert werden. Das ist angesichts der Erinnerung an die Reformation vor 500 Jahren besonders geboten.
Ich setze die sieben Thesen des Aufrufs als bekannt voraus. (https://www.zeit-zum- aufstehen.de/) Ich weise jetzt nur auf einige wichtige, kontroverse Punkte hin, zu denen wir deutlicher Stellung nehmen müssen:
• Die Bibel ist Gottes Wort. Sie ist Urkunde der Offenbarung Gottes. Die historisch- kritische Bibelauslegung wird dieser Tatsache nicht gerecht und ist zu überwinden. Es ist völlig unakzeptabel, dass die historisch-kritische Bibelauslegung in der Ausbildung der Pfarrer nach wie vor eine beherrschende Rolle hat. Es ist auch völlig unakzeptabel, dass die EKD im Grundlagentext ihres Rates zu 500 Jahre Reformation, „Rechtfertigung und Freiheit“ (S. 84), behauptet, dass die biblischen Texte heute wegen der Erkenntnisse der historisch-kritischen Forschung nicht mehr wie von den Reformatoren als Wort Gottes verstanden werden könnten.
• Jesus Christus allein ist Retter für alle Menschen. Wir bekennen mit der ganzen Christenheit seine Menschwerdung, sein stellvertretendes Leiden und Sterben am Kreuz, seine Auferweckung und sein Wiederkommen zur Auferweckung der Toten und zum Gericht. Wir verwerfen die falsche Lehre, es gäbe auch andere Wege zum Heil, und das Evangelium von Jesus Christus müsse nicht allen Menschen zu ihrer Rettung verkündet werden. Es gilt auch daran festzuhalten, dass die rettende Botschaft von dem Messias Jesus nach wie vor den Juden zuerst gilt.
Ich kann nur empfehlen, den Aufruf von Ulrich Parzany sorgfältig zu lesen: Wo-gehen-wir-hin.pdf.
Ryan Hoselton schreibt in: „Ein zeitgemäßes Vorbild Der Abolitionist William Wilberforce und die Lebensrechtsbewegung heute“:
Aber wer war William Wilberforce eigentlich? Was hat seine Rolle als Kämpfer gegen den Sklavenhandel damals mit der Lebensrechtsbewegung von heute zu tun? Ich will versuchen, nachfolgend einige Antworten zu geben.
Der 1759 geborene William Wilberforce war einer der ein ussreichsten britischen Parlamentarier seiner Zeit. In seiner Jugend verschwendete er viel Zeit und Energie beim Feiern im Luxus der gesellschaftlichen Elite. Als er 25 Jahre alt war, erlebte er etwas, was er selbst als „großen Wandel“ bezeichnet hat. Durch das evangelistische Zeugnis des Mathematikprofessors und Freundes Isaac Milner (1750–1820) sah Wilberforce die Leere seines oberflächlichen Lebens, nahm das Evangelium an und widmete sein Leben dem selbstlosen Dienst für seinen Herrn Jesus Christus. Von seiner neuen Liebe zu Gott und zum Nächsten be ügelt, widmete Wilberforce sich von da an nachhaltig der Abscha ung des Sklavenhandels.
…
Am Anfang el es Wilberforce ziemlich schwer, seine neue Identität als Christ mit seiner politischen Rolle zu vereinbaren. Er fragte sich sogar, ob er lieber eine weniger herausfordernde Stelle im ö entlichen Dienst annehmen sollte. Aber Dank der Ermutigung sei- nes Freundes, des Pastors John Newton (1725–1807) – ein ehemaliger Sklaven- händler, der das bekannte Lied „Amazing Grace“ dichtete –, fand Wilberforce eine neue Sicht auf seine politische Karriere. Newton drängte ihn, im Amt zu bleiben und Gott dadurch zu dienen. Dieser Rat machte den entscheidenden Unterschied.
Mehr hier: theoblog.de.