Theologie

Der Homosexuelle

Der homosexuelle Mann muss nicht immer homosexuell bleiben. Keiner ist dazu verpflichtet, schwul zu sein.

Den Artikel »Der homosexuelle Mann« von Elmar Kraushaar können Sie bei der taz lesen: www.taz.de.

Marjoe Gortner

Wenn ich sehe, wie selbsternannte Apostel, Propheten und Heilungsprediger Menschen verführen, erfüllt mich das jedes Mal mit Traurigkeit und Unverständnis. Traurig machen mich die vielen Menschen, die sich willenlos den respektlosen und selbstsüchtigen Experimenten der »vollmächtigen« Prediger ergeben. Nicht verstehen kann ich, warum es diesen Leuten so einfach gemacht wird, gesellschaftlichen und geistlichen Schaden anzurichten. Lieben es manche Menschen, betrogen zu werden? Wo sind die Mündigen, über die Dietrich Bonhoeffer so viel geschrieben hat?

Wer meint, dass sich lautes Predigen, Heilungswunder, Zungenrede oder das »Umgeworfen werden im Geist« (engl. »slain in the spirit«) nur als Wirkung des Heiligen Geistes erklären lassen, sollte sich einmal mit dem Leben von Hugh Marjoe Ross Gortner befassen.

Gortner, der als Marjoe Gortner bekannt wurde, trat schon als vierjähriges Kind auf Erweckungsveranstaltungen auf. Nachdem er sich als junger Mann vom christlichen Glauben gelöst hatte, veranstaltete er 1971 »erfolgreiche« Erweckungsfeldzüge unter Einbeziehung eines Filmteams. In den Pausen und nach den Events erklärte Gortner, der damals schon Atheist war, den Dokumentarfilmern die Wirkungsweise seiner rhetorischen und hypnotischen Tricks. Kurz: Der ganze »Feldzug« war ein »fake«.

Mitschnitte aus der preisgekrönten Dokumentation Marjoe können bei youtube.com eingesehen werden:

  1. www.youtube.com
  2. www.youtube.com
  3. www.youtube.com

Weitere Mitschnitte lassen sich bei youtube.com unter dem Stichwort »Marjoe« finden.

Zwingli und Bucer

Martin_Bucer.pngZur Zeit denken reformierte Christen zu Recht gern und viel an Johannes Calvin (1509–1564), da er 2009 seinen 500. Geburtstag feiert. Neben Martin Luther (1483–1546) gehören aber auch Huldrych Zwingli (1484–1531) und Martin Bucer (1491–1551) zu den großen Persönlichkeiten der Reformation. Gerhard Gronauer vergleicht auf 68 Seiten das Leben der beiden letztgenannten Reformatoren in einer übersichtlichen Zeittafel:

  • Gerhard Gronauer, »Zeittafel von Zwingli und Bucer«, MBS Texte 86, Reihe: Reformiertes Forum, 2007

Die Ausarbeitung kann hier frei herunter geladen werden: mbstext086.pdf.

Gott, eine Hirnfunktion?

Seit Jahrunderten versuchen Wissenschafter und Philosophen, das Wesen Gottes und der Religion zu erklären. Neue Ergebnisse der Gehirnforschung legen den Gedanken nahe, dass wir von Natur aus zum Glauben programmiert sind. Professor Georg Northoff: »Wir müssen glauben und können nicht anders.«

Lesen die den Artikel, den Georg Northoff in Kantscher Manier für Die Welt geschrieben hat, hier: www.welt.de.

40 von 100 Kindern in Südafrika sind Vergewaltigungsopfer

Für eine in Südafrika geborene Frau ist die Wahrscheinlichkeit, vergewaltigt zu werden, höher als die, lesen und schreiben zu lernen. Dies errechnete der britische Sender BBC aus Zahlenmaterial, das die University of South Africa (UNISA) zur Verfügung gestellt hat. Die TAZ schreibt:

In Südafrika sind nach einer Studie 40 Prozent aller Schüler unter 18 Jahren vergewaltigt worden. Das ist das Ergebnis einer Befragung an 1.200 Schulen des Landes, die am Montag veröffentlicht wurde. Die Forscher Neil Andersson und Ari Ho-Foster vom CIET Trust in Johannesburg hatten die sexuelle Gewalt unter Schülern untersucht. In 20 Prozent aller Fälle gaben die Opfer an, der Täter sei ein Lehrer gewesen.

Hier der vollständige Beitrag: www.taz.de.

Von den Kirchenvätern lernen

Nick Needham hat einen einführenden Aufsatz über Augustinus geschrieben. Der Text ist für all diejenigen gut geeignet, die bisher wenig über den Kirchenvater gelesen haben und die englische Sprache mögen.

Erschienen ist der Text als:

  • Nick Needham, »Augustine of Hippo: The Relevance of His Life and Thought Today«, SBTS, Vol. 12, No. 2, 2008, pp. 38–50.

Sie können den Beitrag hier frei herunter laden: www.sbts.edu.

Von der Kunst des Geschichtenerzählens

Sie glauben, Sie könnten als Pastor erfolgreich sein, indem Sie zu einem inhaltlich klar umrissenen Glauben einladen? Sie hoffen, das Wachstum Ihrer Gemeinde zu fördern, indem Sie die Vorzüge des christlichen Glaubens gegenüber anderen Religionen und Weltanschauungen ausführen? Gehören Sie noch zu denen, die es für wichtig halten, auch über die Konsequenzen des Christseins zu sprechen?

Da liegen Sie leider falsch!

Das Geheimnis der Gegenwart lautet »Storytelling«, die Kunst des Geschichtenerzählens. In den USA wird diese Mode sogar allmählich zu einer philosophischen Haltung, zu einem Leben in permanenter Fiktion im Gegensatz zur rationalen Analyse der Wirklichkeit. Geben Sie »Storytelling« bei Google ein, und Sie werden sehen, dass das Thema auf 16 Millionen Seiten aus allen Winkeln beleuchtet wird.

Dass Billy McLaren, Erwinus McManus oder Robby Bell derzeit umjubelt werden und Bestseller produzieren, verdanken sie nicht so sehr ihren Ansichten über biblische Theologie oder das Reich Gottes, sondern vielmehr ihrer Fähigkeit, überall kleine, gut einprägsame Geschichten zu erzählen.

Wenn Sie die vollständige (nicht ganz ernst gemeinte) »Geschichte« lesen wollen, sollten sie dieses Dokument herunter laden: storytelling.pdf.

Zurück nach Rom

ReturntoRome.jpgIm Jahre 2004 traf ich Francis Beckwith auf der Jahrestagung der Evangelical Theological Society (ETS) in Texas. Wer konnte ahnen, dass der damals schon designierte Präsident der ETS über eine Konversion zum Katholizismus nachdachte?

In seinem neuen Buch beschreibt der Philosoph (University of Notre Dame), warum er seinen Protestantismus bereut und in den Schoß der einen wahren Kirche zurückgekehrt ist. Ich ahne, dass es neben einem anderen Sakramentsverständnis nicht zuletzt etwas mit der Profillosigkeit der Evangelikalen in ethischen Belangen zu tun hat.

Wir dürfen auf das Buch, dass in wenigen Wochen erscheint, gespannt sein.

Codex Sinaiticus im Internet

180px-Codex_sinaticus.jpgEinige Teile des Codex Sinaiticus können ab Donnerstag, den 24. Juli 2008 im Internet eingesehen werden. Bis zum Sommer 2009 sollen alle Seiten des etwa 1600 Jahre alten Codex abrufbar sein. Die Manuskriptfotos werden den vollständigen Majuskeltext sowie die über die Jahrhunderte vorgenommene Korrekturen enthalten.

Der Codex Sinaiticus ist ein ägyptisches Bibelmanuskript aus dem 4. Jahrhundert und enthält große Teile des ersten Testamentes sowie das vollständige Neue Testament. Der Codex wurde am 7. Februar 1859 von Konstantin von Tischendorf im Katharinenkloster am Berg Sinai (Ägypten) geborgen (erste Teile entdeckte er bereits 1844), als er im Auftrag des russischen Zaren Alexander II. nach alten Handschriften suchte. Die sowjetische Regierung verkaufte 1933 den Codex für 100.000 Pfund nach England.

Im textkritischen Apparat des Nestle Aland wird der Codex Sinaiticus mit einem א (Aleph) bezeichnet.

Hier die Internetseite, die allerdings erst am 24. Juli freigeschaltet wird: www.codex-sinaiticus.net.

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