Gott, Gier und Geld

Danny Fröse hat das Buch Gott, Gier und Geld von Costi W. Hinn gelesen und seine Eindrücke veröffentlicht. Costi Hinn gehörte einst als Neffe von Benny Hinn zu den Anhängern des Wohlstandsevangeliums. Da er immer mehr Ungereimtheiten entdeckt hat und von seiner Frau auf „wunde Punkte“ aufmerksam gemacht wurde, hat er mit Gottes Hilfe den Ausstieg geschafft und die eigentliche Bedeutung des Evangeliums sehen können.

Danny Fröse schreibt: 

Viel interessanter ist für den Leser jedoch das Zeugnis Costi Hinns über sein eigenes Leben. Hinn wuchs in dieser charismatischen Prägung des Wohlstandsevangelium auf und genoss ein von Reichtum geprägtes Leben. Als Predigerkind war er natürlich fest überzeugt, dass auf seinem Onkel und seinem Vater eine ganze besondere Salbung lag. Aber in der Schule musste er Anfeindungen erleben, weil man seinen Onkel als Irrlehrer beschimpfte. Hinn scheut sich nicht, zu beschreiben, wie schwierig sein eigenes Verhalten in der Schule war. Er war arrogant, überheblich und dachte von sich selbst, die Salbung zu haben, die anderen fehlte. Doch der Glaube an das Wohlstandsevangelium begann zu bröckeln, als einer seiner Onkel an Krebs starb. Immer wieder bekommen wir einen Einblick, wie Hinns Zweifel wuchsen: „Ich erinnere mich an den Moment, als ich das erste Mal realisierte, dass unser Lebensstil dadurch ermöglicht wurde, dass wir andere ausnutzen und von Freiwilligen und Mitarbeitern unterstützt wurden, die nicht wie wir lebten. […] Irgendwas schien nicht zu stimmen. Aber ich war noch Jugendlicher und so wischte ich die Zweifel und Bedenken fort“ (S. 56).

So wurde Hinn Teil von einem Team, das mit seinem Vater und Benny Hinn um die Welt reiste. Er war voll in die Arbeit integriert und fühlte sich gut dabei, einen sehr verschwenderischen Lebensstil zu führen. An einer Stelle führt er die Liste der edelsten und teuersten Hotels auf, in denen er während dieser Zeit gastierte. Ein Abschnitt beschreibt ausgezeichnet die Diskrepanz des Wohlstandsevangeliums mit dem biblischen Evangelium.

Mehr: www.evangelium21.net.

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Jutta

Ich kenne die „Szene“ in den USA nicht, aber das passt.
Ich kann das nicht verstehen, wie ein halbwegs intelligenter Mensch, der sich dann krichengeschichtlich ein wenig auskennt, auf solch einen Humbug wie ein Wohlstandsevangelium kommen kann.
Aber klar, Geld (und Sex) sind die großen Momente im heutigen westlichen Leben … und die Gesellschaft dekadent bis ins Mark, incl. in den Gemeinden.
Sicherlich wird diese Lebensgeschichte von Hollywood bald verfilmt.
Wird dann bewegend und rührend, und alle nicken mit dem Kopf und ändern wird sich gar nichts.

Ob das alles auch mit diesen vielen christlichen Ratgebern zu tun hat?
Wie man was am besten umsetzen kann? Damit man auch wirklich ein Christ ist?

Wie haben die früheren Christen ohne diese Zusatzliteratur bloss überlebt?

Tut mir leid, wenn das überkritisch und sarkastisch klingt .. aber manchmal kann ich mich nur noch wundern … und frage mich oft, was wohl unsere verfolgten Geschwister von uns denken.