Strategien gegen Antifeminismus

Am 31. Mai veranstaltete das Gunda-Werner-Institut der Heinrich-Böll-Stiftung eine Tagung zum Thema: „Gegner*innenaufklärung – In-formationen und Analysen zu Anti-Feminismus“. Ein Blick in das Programm zeigt, mit welch kämpferischem Aufwand sich die Akteure der Gender Studies gegenüber Kritik absichern und versuchen, ihre Gegner zu diskreditieren. Das ganze Gedöns wird betrieben, um ihre eigenen Anliegen flächendeckend politisch durchzusetzen. Im Fokus stehen vor allem Strategien zur Abwehr von Kritik am Feminismus (oder einer bestimmten Spielart des Feminismus).

Zu den empfohlenen Taktiken gehören:

  • Bündnisse mit betroffenen Wissenschaftler*innen außerhalb der Gender-Studies; Fachgesellschaften und Forschungsverbänden als Ort der Solidarisierung;
  • Dialog mit der Politik suchen;
  • Juristische und Technische Möglichkeiten nutzen;
  • Minderheitenrechte einfordern und proaktiv erklären, warum die Positionen wichtig und richtig sind;
  • Solidarität mit Minderheiten zeigen, z.B. mit angegriffenen Muslimen [wie wäre es mit Solidarität mit bedrohten Christen?];
  • Bildungsarbeit an Schulen stärken;
  • Kritikern rechtspopulistische oder rechtsextreme Einstellungen zuschreiben.

Ganz wichtig – natürlich:

  • Mehr Geld  für Geschlechtergerechtigkeit auf Bundes-, Landes- und Kommunalebene!

Das weckt bei mir Assoziationen an Schulungstage der Freien Deutschen Jugend (FDJ) in der ehemaligen DDR.

Was uns an Hieronymus Bosch fasziniert

In dem Artikel:

  • Andreas Püttmann: „Was uns an Hieronymus Bosch fasziniert“ (FAZ vom 13.08.2016, Nr. 188, S. 1)

habe ich den sehr schönen Satz gefunden:

Unser Empfinden von Modernität entsteht nicht zuletzt durch Unkenntnis des Alten.

Hier der Artikel von Platthaus: www.faz.net.

 

Die Gerechtigkeit gewährenden Offenbarung Gottes

Eckhard Schnabel schreibt zu Römer 3,24 (Der Brief des Paulus an die Römer: Kapitel 1–5, HTA, Witten; Gießen: R. Brockhaus; Brunnen, 2015 S. 389–390):

Mit dem Verb δικαιόω betont Paulus den forensischen Aspekt der Heil schaffenden, Gerechtigkeit gewährenden Offenbarung Gottes (s. zu 1,17). Die Sünder, die die Teilhabe an der Realität der Herrlichkeit Gottes verspielt haben (V. 23), werden von Gott für gerecht erklärt. Im Kontext der Rechtssprache beschreibt die Rechtfertigung des Sünders seinen Freispruch als Angeklagter. Dieser Freispruch ist nur möglich, wenn die Ungerechtigkeit des Sünders (1,18; 3,5.10) gegen die Gerechtigkeit Gottes ausgetauscht wird: Der Sünder steht vor Gott nicht als Sünder, sondern als Gerechter, was nur möglich ist, wenn er ein Gerechtfertigter ist. Der Freispruch ist keine Amnestie, nach der begangenes Unrecht für folgenlos erklärt wird, sondern effektive Vergebung der konkreten Sünden der Ungerechten infolge des Sühnetodes Jesu Christi. Das Rechtsurteil Gottes, das Sünder für gerecht erklärt, hat forensisch effektive Bedeutung: Es hat „schöpferische Kraft“. Im Kontext des Hinweises auf den Verlust der Realität der Herrlichkeit Gottes in V. 23 bedeutet dies, dass Gott dem gerechtfertigten Sünder eine „eschatologisch gewandelte Existenz“ zuspricht und ermöglicht, die von Friede mit Gott (5,1) und von der Bewahrung vom Zorn Gottes (5,0) gekennzeichnet ist sowie von einem Leben, in dem sich der gerechtfertigte Sünder Gott zur Verfügung stellt und die Glieder seines Leibes als Waffen der Gerechtigkeit für Gott (6,13). Die Rechtfertigung des Sünders kann nicht vom Sünder selbst, sondern nur durch Gott bewerkstelligt werden. Dies wird durch die Passivform den Partizips (δικαιούμενοι) angezeigt. Gott selbst ist derjenige, der den Sünder gerecht spricht (8,33: θεὸς ὁ δικαιῶν; vgl. 3,26; 4,5; Gal 3,11). Das Präsens des Partizips ist im Kontext von V. 19-20 einerseits futurisch auf das Endgericht zu beziehen, in dem Gott sein gerechtes Gerichtsurteil offenbaren wird (vgl. 2,5), andererseits im Kontext von V. 25 auf das Geschehen im Sühnetod Jesu in der Vergangenheit, in dem Gott Heil geschaffen hat.

Lehrt Paulus eine unsichtbare Entrückung?

In 1. Thessalonicher 4,16–18 lesen wir:

Denn er selbst, der Herr, wird, wenn der Befehl ertönt, wenn die Stimme des Erzengels und die Posaune Gottes erschallen, herabkommen vom Himmel, und zuerst werden die Toten, die in Christus gestorben sind, auferstehen. Danach werden wir, die wir leben und übrig bleiben, zugleich mit ihnen entrückt werden auf den Wolken in die Luft, dem Herrn entgegen; und so werden wir bei dem Herrn sein allezeit. So tröstet euch mit diesen Worten untereinander.

Behauptet Paulus hier, dass die Gemeinde bei der Wiederkunft von Jesus Christus auf für die Welt unsichtbare Weise entrückt wird? Dr. Guy Waters, der übrigens unter E. P. Sanders studierte, versucht in diesem RTS-Vorlesungsmitschnitt genau diese Frage zu klären:

Beten ohne Langeweile

Donald S. Whitney sagt:

Oft fühlen wir uns dann beim Beten wie Versager. Wir halten uns für Christen zweiter Klasse, weil unsere Gedanken so schnell abdriften – obwohl wir uns Christus doch wirklich hingeben wollen, obwohl wir Gott lieben und uns nach einem tiefen Gebetsleben sehnen! Aber was wäre, wenn nicht wir das Problem wären, sondern unsere Methode? Ich glaube, die einfachste, effektivste und schriftgemäßeste Lösung für dieses Problem ist, damit aufzuhören, sich ständig eigene Gebete auszudenken, die letztlich in floskelhaften Wiederholungen enden. Stattdessen sollten wir durch die Bibel beten. Konkret heißt das, mit Gott über die Dinge zu reden, die uns in den Sinn kommen, wenn wir Sein Wort lesen.

Mehr: D.Whitney_Beten_ohne_Langeweile.pdf.

Die rigorosen Wünsche der Antidiskriminierungstelle

Wenn es nach den Wünschen der Antidiskriminierungsstelle des Bundes geht, soll das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG) weiter verschärft werden. Dies erklärte Christine Lüders, die Vorsitzende der Behörde, während der Vorstellung eines Evaluierungsberichts am 9. August. Der Bericht geht auf Untersuchungen zur Wirksamkeit des AGG zurück und wurde von dem grünen Kommunalpolitiker Alexander Klose verfasst. Mehrere Politiker, unter ihnen Michael Fuchs (CDU), sprachen davon, dass es sich nicht um einen Evaluierungsbericht, sondern um einen Forderungskatalog handele. Gefordert werden nicht nur längere Klagefristen und ein Klagerecht für Verbände, sondern auch Quoten für Migranten und andere Minderheiten.

Dorothea Siems hat dankenswerter Weise für die WELT die Forderungen treffend kommentiert:

Doch jetzt bereiten die Verfechter der rigorosen Linie einen Coup vor. Die Leiterin der Antidiskriminierungsstelle des Bundes, Christine Lüders, legt am Dienstag einen Evaluationsbericht vor, der es in sich hat.

Denn die von ihr beauftragten Gutachter halten die bisherigen Maßnahmen für völlig unzureichend. Weil zu wenige Betroffene vor Gericht ziehen, sollen künftig auch Verbände, Gewerkschaften und Betriebsräte sowie die Antidiskriminierungsstelle selbst klagen dürfen, heißt es in dem Bericht.

Überdies müsse der Gesetzgeber die Unternehmen viel stärker als bisher an die Kandare nehmen und nicht nur für Frauen eine Quote für Führungsposten und Gleichstellungspläne vorschreiben. Solche „proaktiven Gleichstellungsmodelle“ seien auch für Migranten (Link: http://www.welt.de/157014684) und andere Minderheiten zu erwägen – nicht nur für die Wirtschaft ist das eine Horrorvorstellung.

Dass der aus Steuergeldern finanzierte Evaluationsbericht kaum statistische Daten, aber dafür einen ellenlangen Forderungskatalog enthält, ist kein Zufall. Denn Lüders hat sich bewusst an eine Forschungsstelle gewandt, die einen radikalen Ansatz in der Antidiskriminierungspolitik propagiert.

Der Leiter des von ihr beauftragten „Büros für Recht und Wissenschaft“, Alexander Klose, wirbt schließlich als Fachreferent für Migrations- und Flüchtlingspolitik in der Fraktion der Berliner Grünen seit Jahren für einen scharf linken Kurs.

Mehr: www.welt.de.

Totalschaden für die Orthographie

Die FAZ gab 2007 dem öffentlichen Druck nach und passte ihre Rechtschreibung der Rechtschreibreform aus dem Jahre 1996 an. Inzwischen ist die Reform 20 Jahre alt und in der FAZ ist Folgendes zu lesen (Heike Schmoll, „Totalschaden für die Orthographie“, Ausgabe vom 10.08.2016, Nr. 185, S. 8):

Zwanzig Jahre nach der Einführung der Rechtschreibreform hat sich die Anzahl der Orthographiefehler selbst bei Gymnasiasten vervielfacht.

Die Rechtschreibreform aus dem Jahre 1996 sei „ein Flop“ resümierte Grund [gemeint ist der ehemalige Lehrerausbildung Uwe Grund; Anm. R.K.], der mehrere Studien zur Rechtschreibreform auswertete und auf einschlägige Daten aus Leistungsvergleichen zurückgreifen konnte.

Offenbar hat die Rechtschreibreform also nicht nur die Fehlerquote erhöht, sondern ihr selbst vorgegebenes Ziel der „Vereinfachung“ des Schreibens völlig verfehlt. „Sie hat in das historisch gewachsene orthographische Regelwerk eingegriffen, ohne den damit verknüpften Anspruch einzulösen“, schreibt Grund.

Der Präsident des Deutschen Lehrerverbandes Josef Kraus, selbst bis vor kurzem Deutschlehrer und Schulleiter eines bayerischen Gymnasiums, sieht sich durch Grunds Studie in seiner Einschätzung der Rechtschreibreform bestätigt. Kraus, dem schon die „Erleichterungspädagogik“ der Reformer zuwider ist, verweist darauf, dass nicht nur die Schreib- und Lesbarkeit von Texten gelitten hat, sondern auch das semantische Differenzierungsvermögen. Die Ausdrucksvielfalt habe sich deutlich reduziert, sagt Kraus im Gespräch mit dieser Zeitung. „Alles in allem waren die Nutznießer der Rechtschreibreform außer ein paar Karrieristen nur die Verlage, allen voran Bertelsmann, Duden und einige Schulbuchverlage.“ … Er sieht deshalb die einzige Lösung in einer Rückkehr zur Schreibung von 1996. Das allerdings wird ganz gewiss nicht geschehen, denn dann müssten die Kultusminister, die fahrlässig und ahnungslos eine Rechtschreibreform beschlossen, öffentlich ihren Fehler rückgängig machen.

D.A. Carson: Der Gott, der da ist

D.A. Carson hat in einer 14-teiligen Serie die ersten zwei Kapitel des ersten Buches der Bibel (1. Mose oder Genesis genannt) ausgelegt. Die Serie ist eine Art Einführung in den christlichen Glauben für Anfänger.

Hier der erste Teil der Serie:

Gespräch mit Dominic „Musa“ Schmitz

Mit 17 schloss sich Dominic Schmitz einer salafistischen Gruppe an, drehte Propagandavideos und pilgerte nach Mekka. Pierre Vogel und Sven Lau waren seiner Mentoren. In dem Buch Ich war ein Salafist: Meine Zeit in der islamistischen Parallelwelt beschreibt der ehemalige Salafist diese Zeit  und gibt so Einblicke in die Szene.

Im DLF sprach er kürzlich über seine Konversion zum Islam:

Die evangelistische Strategie Jesu

Andreas Köstenberger hat in einer kurzen Untersuchung zur Begegnung Jesu mit der Samariterin (Johannes 4) einige hilfreiche Einsichten herausgearbeitet. Es geht um Fragen wie:

  • Hast du es erlebt, wie Gott Beziehungen in deinem Leben heilt und stärkt?
  • Welche Barrieren hat Jesus überwunden, als er das das Gespräch mit der Samaritanerin suchte?
  • In was für eine Hinsicht kann Jesus uns als Beispiel dafür dienen, wie wir mit anderen mit dem Evangelium begegnen?

Im Dialog mit der Frau zeigt Jesus eine dreifache evangelistische Strategie: (1) er weckt eine Sehnsucht (7-16); (2) er weckt ein Gefühl der Sündhaftigkeit (17-18.); und (3) zeigt er auf sich als Retter (19-26).

Hier mehr: www.biblicalfoundations.org.

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