Jesus und Buddha – ein Vergleich
Ein Videomitschnitt der Vorlesung »Jesus and Buddha – Similarities and Differences« von Doug Groothuis ist online abrufbar: www.sermonaudio.com.
Ein Videomitschnitt der Vorlesung »Jesus and Buddha – Similarities and Differences« von Doug Groothuis ist online abrufbar: www.sermonaudio.com.
J.I. Packer wurde von seinem Bischof suspendiert, da er nach wie vor praktizierte Homosexualität für Sünde hält. Dieser Vorfall wird die kanadische anglikanische Kirche (und nicht nur diese) erschüttern. Rob Bradshaw aus UK hat freundlicherweise die Details zusammengetragen: biblicalstudiesorguk.blogspot.com.
Die westfälische Kirche hat eine Orientierungshilfe zum Islam für evangelische Christen herausgegeben. Die Broschüre mit 51 Seiten solle dazu beitragen, den Dialog in religiösen Fragen zu versachlichen und das Zusammenleben zu verbessern, teilte die Kirche am 28. Februar in Bielefeld mit. Die Materialsammlung gibt Anregungen für multireligiöse Gebetsfeiern sowie Eheschließungen von christlichen und muslimischen Partnern. Auch Hilfestellungen für den Umgang mit Muslimen in evangelischen Kindergärten, Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen werden gegeben. Gottesdienste oder Gebetsfeiern, in denen Christen und Muslime gemeinsam beten, lehnt der Herausgeber ab. Ein Muslim könne nur als Muslim und ein Christ nur als Christ beten, heißt es.
Nach Auffassung von Pfarrer Eberhard Troeger, Vorstandsmitglied des Instituts für Islamfragen, lehne sich die Orientierungshilfe an die EKD-Schrift Klarheit und gute Nachbarschaft vom November 2006 an. Eine Wertung des Islam aus biblischer Sicht werde in dem Dokument vermieden.
Die Pressemeldung der Evangelischen Kirche von Westfalen sowie ein Downloadangebot für die Orientierungshilfe ist hier zu finden: www.ekvw.de.
Todd Billings vom Western Theological Seminary geht in einem Artikel für Christianity Today der Frage nach, was eine Kirche »missional« macht und ermutigt dazu, die Kirchengeschichte nicht aus-, sondern einzublenden.
Hier geht es zum Beitrag: www.christianitytoday.com.
Mitte der 80ger Jahre habe ich viele Nächte an meinem Atari ST verbracht, um ein Seelsorgemodell in eine Software einzubauen. Der Computer stellte dem Anwender Fragen (z.B. »Wie fühlen Sie sich?«), die dieser über einen Kommandozeileninterpreter beantworten konnte (z.B .»Den Umständen entsprechen sehr gut«). Durch diese Fragetechniken sollte die Software dem Ratsuchenden helfen, sich selbst besser zu verstehen.
Vorbild für diese kleine Anwendung mit dem Namen LALEO war das Programm ELIZA von Joseph Weizenbaum. ELIZA erweckte den Anschein, es könne mit dem Menschen sinnvoll kommunizieren. In einer Zeit, in der Psychologen (oder naive Studenten) glaubten, einen Teil der psychologischen oder seelsorgerlichen Beratung automatisieren zu können, illustrierte Weizenbaum so auf komische Weise die überzogenen Erwartungen an die Künstliche Intelligenz.
Der Jude Weizenbaum schrieb einige bedeutende Bücher, unter anderen »Die Macht der Computer und die Ohnmacht der Vernunft« sowie später »Wer erfindet die Computermythen? Der Fortschritt in den großen Irrtum«.
Der geniale Mann blieb mit seiner Kritik an der IT-Besessenheit ein Außenseiter. Leider! Gestern ist er im Alter von 85 Jahren in Berlin verstorben. Der Heise Verlag hat einen Nachruf veröffentlicht: www.heise.de. Einer seiner letzten Texte ist bei der Süddeutschen Zeitung abrufbar: www.sueddeutsche.de.
Ein kurzer Clip, in dem Auszüge einer Predigt von John Piper über das Wohlstandsevangelium (engl. prosperity gospel) mit Bildern, Musik und Texteinblendungen gemischt werden, hat in den USA viel Aufmerksamkeit bekommen.
Zurecht. Die drei Minuten lohnen sich: www.youtube.com.
Anbei ein Aufsatz, der im Jahr 2001 entstand und sich im Geiste Schaeffers kritisch mit dem Post- und Transhumanismus befasst.
In diesem Zusammenhang: Das vergangene Jahrhundert offenbarte nicht nur eine Krise der Moderne, sondern eine Krise des Menschen überhaupt. Für Sigmund Freud (1856–1939) waren die Menschen alles andere als freie Persönlichkeiten, sondern triebgesteuerte Wesen, für die Rationalität einer von vielen Verdrängungsmechanismen ist. Im Jahre 1962 sprach Theodor Adorno (1903–1969) davon, dass der Anthropozentrismus »nicht zu retten« sei. 1966 schrieb Michel Foucault (1926–1984) begeistert vom »Verschwinden des Menschen« und deutete es als Befreiung von der Enge einer anthropologischen Axiomatik. François Lyotard (1924–1998) spricht davon, dass das Erbe Kants und Wittgensteins »von der Schuldenlast des Anthropomorphismus« zu befreien sei. Zyniker wie der aus Rumänien stammende E. M. Cioran oder der deutsche Ulrich Horstmann proklamieren sogar Sätze wie »Das Paradies ist die Abwesenheit des Menschen« oder »Daß es besser wäre, wenn es nicht wäre, hat sich das Untier [gemeint ist der Mensch] immer schon auf die ein oder andere Weise eingestanden.«
Kurz: Das Menschbild der nachmodernen Denker ist tief pessimistisch und in manchem Punkten geradezu biblisch düster. Warum verweigern so viele postmoderne Christen genau in dieser Frage ihren Lehrern die Gefolgschaft und entwerfen ein Menschenbild, dass bisweilen sogar den biblischen Sündenbegriff relativiert?.
Hier der Aufsatz: Entwertung.pdf .
Eines der großen Vermächtnisse von Francis Schaeffers war es, uns zu zeigen, dass »Ideen Konsequenzen haben« und wir die Geistes- und Kulturgeschichte kennen müssen, um die Gegenwart zu verstehen. Schaeffer lehrte, dass wir ohne Kenntnis der Heilige Schrift und ohne Vertrautheit mit der Kulturgeschichte nicht in der Lage sind, gegenwartsrelevant zu leben und die Menschen mit dem Evangelium zu erreichen. So mahnte er eindringlich, die Genealogie des existentialistischen und konstruktivistischen Wahrheitsverständnisses wahrzunehmen. Schon im Jahre 1968 schrieb er:
Die heute zwischen den Generationen aufgebrochene Kluft ist zum größten Teil durch einen Wandel im Wahrheitsverständnis entstanden. Wo immer wir hinschauen, herrscht dieses neue Verständnis vor. Es umgibt uns als ein nahezu fugenloser Meinungsblock auf allen Gebieten, sei es in den Künsten, in der Literatur oder auch nur beim Lesen von Zeitungen und Wochenschriften, wie Spiegel, Weltwoche, Welt am Sonntag, Sunday Times, L’Express de Paris, Elsevier’s Weekblad und anderen mehr. Von allen Seiten her spüren wir den Würgegriff einer neuen Methodologie – und mit Methodologie meinen wir die Art und Weise, wie wir an Wahrheitserkenntnis und Wissen herangehen. Es ist erstickend wie der dichteste Londoner Nebel! Und sowenig sich der Nebel durch Wände und Türen abhalten läßt, so wenig können wir uns der vorherrschenden Meinung entziehen. Das geht so weit, daß wir in unseren eigenen vier Wänden nicht mehr klar sehen und uns doch nicht erklären können, was eigentlich geschehen ist. Die Tragik unserer heutigen Situation liegt darin, daß die neue Einstellung zur Wahrheit Männer und Frauen in ihren Lebensgrundlagen erschüttert hat, ohne daß sie sich jemals Rechenschaft über den neuen Kurs gegeben haben. Die jungen Menschen werden zunächst im Rahmen des alten Wahrheitsverständnisses erzogen. Dann geraten sie unter den Einfluß der modernen Auffassung. Mit der Zeit werden sie unsicher, weil sie die ihnen vorgelegte Alternative nicht durchschauen. Diese Unsicherheit führt zu Verwirrung und bald zu einem inneren Zerbruch – unglücklicherweise nicht nur bei jungen Menschen, sondern auch bei vielen Pfarrern, Lehrern, Evangelisten und Missionaren. So ist, wie ich meine, die veränderte Auffassung über den Weg, der zu Erkenntnis und Wahrheit führt, das entscheidende Problem, das sich der Christenheit heute stellt.
Doch Schaeffer war kein pessimistischer Nörgler oder ein weltfremder Experte. Er bejahte das Leben und zeigte den Menschen, dass sie wertvoll und wichtig sind. Der Mann, der sich so sehr für die großen Zusammenhänge interessierte, bemühte sich leidenschaftlich darum, für jeden einzelnen Nächsten eine geistliche Perspektiven zu entwickeln. Udo Middelmann schreibt:
Schaeffers Bereitschaft, mit und über die Bibel zu diskutieren, entsprang der Entdeckung, dass man ihrem Wahrheitsgehalt vertrauen kann. Dazu kamen seine Freude an Menschen und sein Respekt für sie. Er sah nicht die Masse, sondern den Einzelnen. Er sah nicht Bedürftige, sondern Individuen, die eine Antwort auf die verwirrenden Lebensfragen brauchten. Bei Schaeffer gab es keine kleinen Leute, sondern nur Männer und Frauen im Ebenbild Gottes. Das heißt nicht, dass er sich nicht manchmal über einen Menschen ärgerte, sondern dass er nie über Fragen und Situationen schockiert war, mit denen Menschen ihn konfrontierten. Für ihn waren sie alle Menschen aus Fleisch und Blut, neugierig und begabt und mit mehr oder weniger Mut zum Leben.
Schaeffer nahm einfühlsam wahr, dass es in der Welt um uns herum auch gute Gründe dafür gibt, kein Christ zu sein. Ohne die Bibel ist die Welt in vielen Bereichen um uns ein verwirrendes Durcheinander. Wenn die Welt um uns herum so von Gott gemacht oder gewollt ist, existiert er entweder gar nicht oder er ist ein Monster. Nur die Bibel kann eine treffendere Erklärung der Realität und der Geschichte, des Schöpfers und seines Einsatzes für unsere Erneuerung vorweisen. Schaeffer ging immer von der jetzigen Unzulänglichkeit aus und freute sich über das, was dennoch in einer gefallenen Welt bewirkt werden kann.
Nun der Link auf den vierten Mitschnitt der Vorlesung »Watershed of the Evangelical World«: www.youtube.com und ein kurzer Videoclip aus dem Jahre 1982. Schaeffer hatte sich damals bereits von der Evangelikalen Bewegung entfremdet und war von seiner schweren Krankheit gezeichnet.
Schließlich der Hinweis auf einen Artikel aus dem World Magazin über 50 Jahre L’abri: www.worldmag.com.
Als alarmierenden Verstoß gegen die Menschenrechte und die Religionsfreiheit bezeichnet die Islamwissenschaftlerin Prof. Dr. Christine Schirrmacher vom Institut für Islamfragen das geplante iranische Gesetz zur Festlegung der Todesstrafe für muslimische Apostaten. Da bisher eine gesetzliche Festlegung dieser Strafe fehlte, konnten die Richter auch entsprechend lange Gefängnis- oder harte Arbeitsstrafen verhängen. Da sich der Gesetzesentwurf nach Artikel 112 auf alle Aktionen gegen die innere und äußere Sicherheit des Landes bezieht, wären künftig auch iranische Christen, die aus Deutschland oder anderen Ländern abgeschoben würden, von einer Verurteilung bedroht und in Lebensgefahr. Nachdem der Gesetzesentwurf bereits im Januar vom Kabinett genehmigt wurde, steht die erwartete Zustimmung des Parlaments noch aus. Das Gesetz würde neben Konvertiten zum Christentum auch liberale Denker und Mitglieder der religiösen Minderheit der Baha’i betreffen.
Die vollständige Pressemitteilung gibt es hier: PM0034.pdf.
Hier ist der Link auf den dritten Mitschnitt der Vorlesung »Watershed of the Evangelical World«: www.youtube.com.
Der Liedermacher und Pfarrer Matthias Laubvogel hat vor seinem frühen Heimgang im Jahre 2006 einen kleinen Artikel zum 20. Todestag von Francis Schaeffer geschrieben: www.matthiaslaubvogel.de.