Die Aufblähung des Menschen als endlichen Subjekt

Wolfhart Pannenberg schreibt (Theologie und Philosophie, Göttingen: Vandenhoeck & Ruprecht, 1996, S. 286–287):

Gerade bei der Reflexion auf die unvermeidliche Endlichkeit menschlicher Denkvollzüge sollte jedoch Hegels Einsicht festgehalten werden, daß die Eliminierung Gottes aus unserem Erkennen durch die Verstandeskritik der Aufklärung zur Aufblähung des Menschen als endlichen Subjekts geführt hat, so als sei der Mensch in seiner Endlichkeit absolut. Man kann sich nicht in scheinbarer Demut auf die eigene Endlichkeit und das Bewußtsein nur endlicher Inhalte beschränken, ohne damit das Endliche als solches und vor allem die Endlichkeit des Menschen selber und das eigene Ich zum Absoluten zu machen und also faktisch an die Stelle Gottes zu setzen.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.

1 Kommentar
Inline-Feedbacks
Alle Kommentare anzeigen
David
7 Minuten vor

Also, dieser Hegelflegel ist mir ja suspekt. Habe neulich seine „Phönomenologie des Geistes“ angefangen (und wieder aufgehört bevor‘s zu Ende war). Was will der eigentlich sagen? Ist das so ne Art Pantheismus? Wer kann ne Hegemeinführung für Laien empfehlen?

Nach oben scrollen
DSGVO Cookie Consent mit Real Cookie Banner