Glauben und Denken heute

GLAUBEN UND DENKEN HEUTE 2/2018 online

Die Ausgabe 2/2018 der Zeitschrift für Theologie und Gesellschaft, GLAUBEN UND DENKEN HEUTE, hat sich diesmal etwas verspätet, steht aber nun online. Neben Buchhinweisen und Rezensionen enthält diese Ausgabe wieder wertvolle Artikel.

Hier der Inhalt:

Artikel

  • Ron Kubsch: Editorial
  • Hanniel Strebel: Der Verkündiger als Wächter
  • George M. Ella: Henry Bullinger (1504–1575): Vater und Hirte der Reformation
  • Tim-Christian Hebold: Jesus Christus, wahrer Gott und wahrer Mensch
  • Jonathan Edwards: Ein göttliches und übernatürliches Licht

Rezensionen

  • Tony Reinke: Wie dein Smartphone dich verändert (Tanja Bittner)
  • Martin Rhonheimer: Homo Sapiens: die Krone der Schöpfung (Daniel Facius)
  • Ajith Fernando: The Family Life of a Christian Leader (Daniel Vullriede)
  • Jayson Georges: Mit anderen Augen (Tanja Bittner)
  • Johann Hafner, Helga Völkening, Irene Becci (Hrsg.), Band 1, Jana Haase, Sabine Schicketanz (Hrsg.), Band 2: Glaube in Potsdam (Steffen Weil)
  • Christiane Tietz: Karl Barth: Ein Leben im Widerspruch (Ron Kubsch)
  • John M. Frame: Theology in Three Dimensions | Christianity Considered | Theology of My Life (Hanniel Strebel)

Buchhinweise

  • Johan Bouman: Augustinus. Die Theologie seiner Predigten über die Psalmen (Hanniel Strebel)

Die Zeitschrift kann hier heruntergeladen werden: gudh_2_2018_web_a.pdf.

GLAUBEN UND DENKEN HEUTE 1/2018 erschienen

Die Ausgabe 21 (1/2018) der Zeitschrift Glauben und Denken heute ist erschienen und enthält folgende Beiträge:

Artikel

  • Ron Kubsch: Editorial: Carpe diem – Von Heinrich Bullinger Studieren lernen
  • Thomas Schirrmacher: Benedikts Jesus-Trilogie und die historisch-kritische Theologie
  • Jonathan R. Pratt: Die Beziehung zwischen Rechtfertigung und geistlicher Frucht in Römer 5–8
  • Ron Kubsch: Die deutsche Ausgabe von Logos 7
  • J.V. Fesko: John Owen über die Einheit mit Christus und die Rechtfertigung
  • Heinrich Bullinger (1553): Väterliche Anweisungen

Rezensionen

  • Thorsten Dietz: Sünde: Was Menschen heute von Gott trennt (Tanja Bittner)
  • Os Guinness: Als Jesusnachfolger auf dem Marktplatz der Meinungen (Hanniel Strebel)
  • Diewald, Gabriele u. Steinhauer, Anja (Hg.): Richtig gendern (Daniel Vullriede)
  • Reinhold Rieger: Martin Luthers Theologische Grundbegriffe: Von „Abendmahl“ bis „Zweifel“ (Ron Kubsch)

Buchhinweise

  • Harald Seubert: Platon – Anfang, Mitte und Ziel der Philosophie (Ron Kubsch)
  • Amy Nelson Burnett u. Emidio Campi (Hg.): Die schweizerische Reformation: Ein Handbuch (Ron Kubsch)

Die Ausgabe kann hier heruntergeladen werden: gudh_1_2018_d.pdf.

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GLAUBEN UND DENKEN HEUTE 2/2017

Gudh 2 2017 c TitelDie Ausgabe Nr. 20 (2/2017) der Zeitschrift GLAUBEN UND DENKEN HEUTE ist erschienen. Anläßlich des 500. Reformationsjubiläums sind einige Beiträge reformatorischen Themen gewidmet. Frau Professor Burghartz stellt uns das bewegende Leben von Wibrandis Rosenblatt vor, die gleich viermal heiratete; zu ihren Ehemännern gehörten Johannes Oekolampad, Wolfgang Capito und Martin Bucer.

In der Rubrik „Von den Vätern lernen“ geben wir die Geschichte über das Leben von Martin Luther wieder, die Philipp Melanchthon schon kurz nach dem Tod es Reformators veröffentlicht hat.

Dr. Wolfgang Reinhardt plädiert in seinem Vortrag „Reformation aktuell …“ für die Mündigkeit aller Christen, alle Lehre zu beurteilen. Hintergrund dafür ist seine Beobachtung, dass die Pflicht zur Unterscheidung zwischen rechter und falscher Lehre vernachlässigt wird.

Bemerkenswert ist auch ein Aufsatz von Tanja Bittner zur Frage, ob es einen biblischen Auftrag für den Erwerb der Selbstliebe gibt. Ich zitiere:

Haben wir hier vielleicht nach vielen freudlosen Jahrhunderten, in denen die Christen zur Selbstverleugnung ermahnt wurden, den wahren Schlüssel zu einem gelingenden christlichen Leben gefunden? Dann ergeben sich daraus weitreichende Konsequenzen. In dem Fall müssen wir tatsächlich alles daransetzen, durch Lehre und Seelsorge Christen zur „gesunden“ Selbstliebe zu führen (wie dies vielfach schon geschieht), um hingegebene Nachfolger Christi aus ihnen zu machen. Aber vermittelt die Bibel tatsächlich, dass Selbstliebe ein solch fundamentales Lernziel ist?

Hanniel Strebel plädiert in seinem Beitrag dafür, dass Christen den Menschen Antworten auf die brennenden Fragen unserer Zeit geben. Christen sind Hoffnungsträger. Die biblische Offenbarung gibt Antworten auf die Dinge, die die Menschen im 21. Jahrhundert umtreiben, meint Hanniel.

Abgerundet wird die Ausgabe wie immer durch Rezensionen und Buchhinweise. Viele Spass beim Stöbern!

Hier der Inhalt:

ARTIKEL

  • Ron Kubsch: Editorial: An Christus vorbei glauben – Warum Martin Luther der Glaube allein nicht reicht
  • Tanja Bittner: Muss Selbstliebe erworben werden?
  • Philipp Melanchthon: Die Historie Martin Luthers
  • Hanniel Strebel: Der Sog der 98%
  • Susanna Burghartz: Wibrandis Rosenblatt
  • Wolfgang Reinhardt: Reformation aktuell …

REZENSIONEN

  • Colin Marshall, Tony Payne (Hg.): Das Spalier und der Weinstock (Daniel Vullriede)
  • Chiara Bertoglio: Reforming Music (Daniel Dangendorf)
  • Ron Kubsch: Der neue Paulus (Andreas Münch)
  • Miroslav Volf: Zusammen wachsen (Daniel Facius)
  • Jan Dochhorn, Susanne Rudnig-Zelt u. Benjamin Wold (Hg.): Das Böse, der Teufel und Dämonen (Ron Kubsch)
  • Eugene Ulrich: The Dead Sea Scrolls (Mario Tafferner)
  • Hendrik J. Koorevaar, Mart-Jan Paul (Hg.): Theologie des Alten Testaments. (Jonathan de Oliviera)

BUCHHINWEISE

  • Miles V. Van Pelt: A Biblical-Theological Introduction to the Old Testament (Ron Kubsch)
  • Rudolf Decker: Europa und Afrika (Thomas Schirrmacher)

Die Ausgabe kann hier heruntergeladen werden: gudh_2_2017_c.pdf.

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Glaube und Denken heute 2/2016

Die neue Ausgabe der Zeitschrift GLAUBEN UND DENKEN HEUTE ist erschienen (Nr. 18, 2/2016). Folgende Beiträge sind enthalten:

ARTIKEL

  • Ron Kubsch: Editorial
  • Philipp F. Bartholomä: Die Gnade repräsentieren
  • Douglas J. Moo: John Barclays Paul and the Gift
  • Greg Koukl: Das Böse? Kein Problem!
  • Christine Schirrmacher: Der Herrschaftsanspruch des „Islamischen Staates“ im Nahen Osten

REZENSIONEN

  • Tim Dowley: Der Atlas zur Reformation in Europa (Ron Kubsch)
  • John M. Frame: Systematic Theology (Hanniel Strebel)
  • Ana Honnacker: Postsäkularer Liberalismus (Micha Heimsoth)

BUCHHINWEISE

  • Wolfgang Reinhard: Die Unterwerfung der Welt (Ron Kubsch)
  • Anselm von Canterbury: Freiheitsschriften (Daniel Facius)
  • Michael J. Kruger (Hrsg.): A Biblical-Theological Introduction to the New Testament (Ron Kubsch)

Besonders hervorheben möchte ich den Aufsatz von Philipp F. Bartholomä. Der Autor schlägt vor, das Evangelium als strukturgebenden Handlungsrahmen für den Gottesdienstaufbau zu nutzen:

Der freie (bzw. freikirchliche) Gottesdienst befindet sich in einem gestalterischen Spannungsfeld zwischen traditioneller Liturgie und pragmatischer Beliebigkeit. Der vorliegende Aufsatz plädiert dafür, die Kernelemente des Evangeliums als strukturgebenden Handlungsrahmen für den Aufbau des Gottesdienstes zu installieren. Für einen solchen evangeliumszentrierten Gottesdienstablauf werden dabei anhand von zehn Thesen sowohl dezidiert liturgische als auch stärker theologisch bzw. missiologisch akzentuierte Argumente vorgetragen. Die im Evangelium enthaltene Sequenz des Gnadenhandelns Gottes.

Die Ausgabe kann hier als PDF-Datei heruntergeladen werden: gudh018_2016_b.pdf.

GLAUBEN UND DENKEN HEUTE 1/2016

Glauben & Denken heute
Die neue Ausgabe der Zeitschrift Glauben und Denken heute (1/2016, Nr. 17) ist erschienen. Folgende Beiträge sind enthalten:

Artikel

  • Ron Kubsch: Editorial
  • Thomas Schirrmacher: Die Grünen, Pädophilie, der damalige Zeitgeist und die Neuauflage heute
  • David F. Wells: Auslegungen der Heiligen Schrift
  • Thomas K. Johnson: Religiös motivierter Terror, Brüssel und die Suche nach dem Sinn
  • Hanniel Strebel: Wie sollen wir als Christen im 21. Jahrhundert leben?

Rezensionen

  • Kim Riddlebarger. Streitfall Millennium (Hanniel Strebel)
  • Anthony Esolen: Defending Marriage (Hanniel Strebel)
  • Blaise Pascal. Briefe I: Die private Korrespondenz (Ron Kubsch)
  • Karl-Heinz Vanheiden: Center Church – Kirche in der Stadt (Timothy Keller)
  • Christoph Heilig: Hidden Criticism? (Benedikt Mankel)
  • Timothy Keller: Beten: Dem heiligen Gott nahekommen (Ron Kubsch)
  • Andrew Goddard u. Don Horrocks: Homosexualität (Ron Kubsch)
  • Manfred Niehoff: Lerne Latein mit der Bibel! (Daniel Facius)
  • Hans Schwarz: Theologie im globalen Kontext (Johannes Traichel)
  • Scott R. Swain. Trinity, Revelation, and Reading (Mario Taffner)

Buchhinweise

  • Alvin Plantinga. Gewährleisteter Christlicher Glaube (Ron Kubsch)
  • Jürgen Moltmann. Werke (Ron Kubsch)
  • Marie-Christine Kajewski u. Jürgen Manemann. Politische Theologie und Politische Philosophie (Ron Kubsch)
  • Christof Müller, in Zusammenarbeit mit Robert Dodaro u. Allan D. Fitzgerald. Kampf oder Dialog? (Ron Kubsch)
  • Harald D. Seubert. Mission und Transformation (Ron Kubsch)

Die Ausgabe kann hier heruntergeladen werden: 2016_gudh_1b.pdf.

GLAUBEN UND DENKEN HEUTE 1/2015

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Die neue Ausgabe von Glauben & Denken heute steht online. Vielen Dank an alle Leser des Blogs, die durch ihre Aufsätze, Übersetzungen, Rezensionen, … zur Entstehung von Nr. 15 beigetragen haben!

Enthalten sind folgende Texte:

Artikel

  • Ron Kubsch: Editorial
  • Holger Lahayne: Die Lehre der freien und freisten Gnade
  • John M. Frame: Neue Ideen für das theologische Seminar
  • Thomas K. Johnson: Kampf der Kulturen oder Kampf gegen den Nihilismus?
  • Thomas Schirrmacher: Die Päpstliche Bibelkommission wird konservativer in ihrer Bibelhaltung

Rezensionen

  • Jörg Lauster: Die Verzauberung der Welt (Ron Kubsch)
  • Vishal Mangalwadi: Truth and Transformation (Hanniel Strebel)
  • Michael Schwartz: Ethnische ‚Säuberungen‘ in der Moderne (Thomas Schirrmacher)
  • Vishal Mangalwadi: Das Buch der Mitte: (Hanniel Strebel)
  • Stefan Schreiber: Der erste Brief an die Thessalonicher (Micha Heimsoth)
  • Peter L. Berger: The Many Altars of Modernity (Hanniel Strebel)
  • J. P. Moreland, Chad Meister u. Khaldoun A. Sweis (Hrsg.): Debating Christian Theism (Angus Menuge)
  • Charles Lee Irons: The Righteousness of God (Ron Kubsch)

Buchhinweise

  • Siegfried M. Schwertner: IATG3 (Ron Kubsch)
  • Fuge: Öffentliches Schweigen (Ron Kubsch)
  • Ulrich Wilckens: Theologie des Neuen Testaments (Ron Kubsch)
  • Thomas Klöckner: Martin Bucer und die Einheit der Christenheit (Daniel Facius)
  • Brian G. Mattson: Restored to Our Destiny (Ron Kubsch)
  • Manfred Alberti: Vorsorgebuch (Micha Heimsoth)
  • Wolfhart Pannenberg: Systematische Theologie (Ron Kubsch)

Das Journal kann hier heruntergeladen werden: GuDh015d.pdf.

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Glauben & Denken heute 2/2014 ist da!

Die neue Ausgaben der Zeitschrift Glauben & Denken heute ist soeben erschienen. Sie enthält folgende Beiträge:

Gudh 2 2014 c CoverArtikel

  • Hanniel Strebel: Editorial
  • Prof. Dr. Alvin Plantinga: Ratschläge für christliche Philosophen
  • Interview mit Thomas Reiter: Logos auf Deutsch
  • Hanniel Strebel: Hermann Bavinck: Eine Einführung in sein Leben, seine Zeit und sein Werk
  • Interview mit Dr. Markus Widenmeyer: Welt ohne Gott?
  • Simon Mayer: Gottes Eifer für Seine Ehre

Rezensionen

  • Ron Kubsch: Der gekreuzigte König (Jeremy R. Treat)
  • Ron Kubsch: Grundriss Heidegger (Helmuth Vetter)
  • Dr. Daniel Facius: Berufung (Timothy Keller)
  • Dr. Markus Widenmeyer: Halbierte Wirklichkeit (Hans-Dieter Mutschler)
  • Hanniel Strebel: Teaching and Learning Through Story (Jan Hábl)
  • Micha Heimsoth: Fundamentaltheologie (Gerd Neuhaus)

Buchhinweise

  • Johannes Otto: Einführung in die griechische Sprache (Wilhelm Höhn)
  • Johannes Otto: Digitale Invasion (Archibald D. Hart, Sylvia Hart Freijd)
  • Ron Kubsch: Max Weber (Dirk Käsler)
  • Ron Kubsch: Feuerbach weiterdenken (Joachim Nagel)

Die Zeitschrift kann gratis hier heruntergeladen werden: gudh014c.pdf.

Glauben & Denken heute 1/2014 online

Gudh013dDie 13. Ausgabe der Online-Zeitschrift Glauben & Denken heute (1/2014) ist erschienen und ist vor allem dem Andenken an den kürzlich verstorbenen Theologieprofessor Georg Huntemann gewidmet, über den Prof. Dr. Thomas Schirrmacher als sein Schüler schreibt. Darüber hinaus widmet sich Prof. Dr. Thomas K. Johnson dem Thema Dreieinigkeit. Prof. Schirrmacher äußert sich zudem zu dem Familienpapier der EKD. Dr. Facius begegnet in seinem Beitrag der Kritik an Martin Luther anlässlich des Reformationsjubiläums. So geht Facius der Frage nach, ob Luther sich gegen die Marktwirtschaft gewendet habe:

Luther wendet sich nach Posener gegen „zwei Grundlagen der Marktwirtschaft“, nämlich gegen die Bildung von Preisen am Markt und die Finanzierung von Geschäften mittels Kredit. Die Titelblätter aller drei mit dem Wucher befassten Werke Luthers gegen den Geldhandel sollen „Bilder geldgieriger Juden“ zeigen. Heutige Folge sei das Misstrauen gegen „die Märkte“, das „Finanzkapital“ oder „die Wall Street“. Zunächst ist darauf hinzuweisen, dass nur einige der im Umlauf befindlichen Drucke das Bild eines Juden zeigen, bezüglich des Sermons von 1520 etwa nur drei von zwölf. Für das Titelbild war zudem nicht der Autor, sondern der Verleger verantwortlich. Die Vermutung, dass Luthers Wittenberger Verleger Grünenberg die Bilder eigenmächtig ausgewählt hat, um den Absatz zu heben, liegt nahe. Luther selbst wies darauf hin, er könne sich nicht auch noch um die Illustrationen seiner Schriften kümmern, was insbesondere deshalb nicht ganz von der Hand zu weisen ist, weil ein Autor zur damaligen Zeit in Bezug auf sein Werk nahezu rechtlos war. Gleichwohl sind die Wuchersermone nicht ganz frei von antijüdischen Vorurteilen, ohne dass jedoch der Wucher „mit dem Judentum identifiziert“ würde. Hintergrund der Sermone vom Wucher dürfte die Tatsache gewesen sein, dass Stadtbewohner und Bauern durch (auch geistliche) Zinsherren zunehmend in Existenznot gerieten. Hier erkennt Luther sehr wohl, dass „Kaufen und Verkaufen ein notwendig Ding ist, das man nicht entbehren und gut christlich brauchen kann“. Dass sich Luther „gegen die Bildung von Preisen am Markt“ wenden würde, ist so nicht richtig. Luther hat nichts dagegen, dass ein Verkäufer „auf den Wert der Ware oder auf den Dienst für seine Mühe und Gefahr“ sieht, sondern dagegen, bei der Preisbildung die Not des Nächsten auszunutzen. Ein Kaufmann soll nach Luther seine Ware so teuer verkaufen, „wie es recht und billig ist“, ohne dass dies allgemein festgesetzt werden könnte. Dass Luther erklärt, er sähe es am liebsten, wenn durch die Obrigkeit eingesetzte redliche Leute die Preise kontrollierten, mag der existentiellen Not geschuldet sein, die etwa durch überhöhte Lebensmittelpreise entstand. Auch heute übernimmt der Staat Aufgaben der Daseinsvorsorge, kontrolliert über die Kartellämter unredliche Preisabsprachen und erklärt per Gesetz Verträge zu sittenwidrigen Preisen für nichtig.Der Finanzierung von Geschäften mittels Kredit steht Luther in der Tat skeptisch gegenüber, wobei er vor allem ein Leben über die eigenen Verhältnisse geißelt. Mit dieser Skepsis gegenüber Krediten und Zinsen stand Luther jedoch keineswegs allein. Schon Papst Leo I. (440–461) hatte festgestellt: „Des Geldes Zinsgewinn ist der Seele Tod“. Noch 1515 erneuerte das Fünfte Laterankonzil das Zinsverbot, das seit dem 2. Laterankonzil 1139 in Kraft war. Diese Verbote und auch Luthers Skepsis hatten vor allem soziale Gründe. Das folgende Beispiel Luthers verdeutlicht seine Sorge: „Welcher nun solche Geldpolitik treibt oder treiben muss, wie denen geschieht, die mehr auf Borg kaufen, als sie bezahlen können; wenn nun meine Schuldner nicht zahlen, so kann ich auch nicht zahlen, so frisst sich der Unrat weiter ein und kommt ein Verlust auf den andern, je mehr ich die Finanzpolitik treibe, bis ich merke, es wolle an den Galgen, ich müsse entweder entlaufen oder imSchuldturm sitzen.“34 Seinen sozialen Anliegen folgend will Luther daher auch Ausnahmen vom Zinsverbot zulassen, etwa wenn Menschen durch das Verleihen von Geld aus Gefälligkeit in Not geraten oder Witwen und Waisen in Notzeiten weitere Einnahmen benötigen, die sie durch Geldverleih realisieren können. Sind diese Anliegen Luthers wirklich so unberechtigt? Verdient Luther statt der recht merkwürdigen Ablehnung Poseners für seine Kritik an akuten Missständen nicht vielmehr Beachtung?

Natürlich enthält auch diese Ausgabe wieder zahlreiche Rezensionen.

Artikel

  • Ron Kubsch: Editorial
  • Prof. Dr. Thomas Schirrmacher: Mein Lehrer Georg Huntemann
  • Prof. Dr. Dr. Georg Huntemann: Eigentum als Schöpfungsordnung Gottes
  • Prof. Dr. Thomas K. Johnson: Über die Dreieinigkeit
  • Prof. Dr. Thomas Schirrmacher: „Ein neues normatives Familienmodell“
  • Dr. Daniel Facius: Neuneinhalb Thesen für Martin Luther

Rezensionen

  • Dr. Daniel Facius: Die Begründung der Welt (Thomas Christian Kotulla)
  • Simon Hähle: Die Trauersprechstunde – Was in der Trauer weiterhilft (Hubert Böke)
  • Micha Heimsoth: Paulus und Paulusbilder (Manfred Lang)
  • Hanniel Strebel: God in the Whirlwind (David F. Wells)
  • Andreas Münch: Schätze der Gnade (Ron Kubsch und Matthias Lohmann, Hrsg.)
  • Ron Kubsch: Handbuch Internetseelsorge (Birgit Knatz)
  • Ron Kubsch: Friedrich Avemarie. Neues Testament und frührabbinisches Judentum (Jörg Frey und Angela Standhartinger, Hrsg.)
  • Ron Kubsch: Justification reconsidered (Stephen Westerholm)
  • Ron Kubsch: Meditationen eines Christen (Robert Spaemann)

Hier gehts zur Ausgabe: gudh013d.pdf.

Glauben und Denken heute 2/2013

Gudh 012 coverDie Winterausgabe von Glauben und Denken heute steht im Internet zum Herunterladen bereit.

Zum Inhalt:

Artikel

  • Johannes Otto: Editorial
  • Johannes Otto: Suche Jesum und sein Licht … (Zum 75. Todestag von Hermann Menge)
  • Dr. Daniel Facius: Ist Gott „selbst-zentriert“?
  • Prof. Dr. Thomas K. Johnson: Religionsfreiheit und das zweifache Werk Gottes in der Welt
  • Titus Vogt: Interview zur Neuerscheinung „Von Ewigkeit erwählt?!“

Rezensionen

  • Johannes Otto: Der sogenannte historische Jesus und der geschichtliche, biblische Christus (Martin Kähler)
  • Dr. Daniel Facius: Der Sündenfall des Rechtsstaats (Tilman Jens)
  • Dr. Daniel Facius: „Einst opferte Jerobeam …“ (Andreas Spät)
  • Dr. Daniel Facius: Fundamentalismus contra „Neo-Orthodoxie“ (David Jäggi)
  • Hanniel Strebel: Christliche Bildung im postmodernistischen Umfeld (Nicolas Wolterstorff)
  • Johannes Otto: Sonderausgabe des Heidelberger Katechismus (Evangelische Kirche in Baden und das Landesmedienzentrum Baden-Württemberg)
  • Johannes Otto: Missionstheologien der Gegenwart (Henning Wrogemann)
  • Ron Kubsch: Krisis und Gnade (Michael Beintker)
  • Ron Kubsch: Martin Heidegger: Briefwechsel mit seinen Eltern und Briefe an seine Schwester (Jörg Heidegger u. Alfred Denker)

Die Ausgabe kann hier heruntergeladen werden: www.bucer.de.

Glauben und Denken heute 1/2013 erschienen

Gudh011g 01 8514f333c3Die 11. Ausgabe der Online-Zeitschrift Glauben und Denken heute (1/2013) ist erschienen und enthält neben zahlreichen Rezensionen u.a. das erste Kapitel aus der deutschen Übersetzung des Buches Christianity and Liberalism von John Gresham Machen. Das Buch Christentum und Liberalismus erscheint im Juli 2013 im 3L Verlag. Übersetzt wurde es von dem GuDh-Redaktionsmitglied Dr. Daniel Facius.

Hier die Beiträge in Glauben und Denken heute:

Artikel

  • Johannes Otto: Editorial
  • Prof. Dr. Dr. Thomas Schirrmacher: „Alle Menschen sind Sünder“
  • Prof. Dr. Dr. Thomas Schirrmacher: Ganz so überraschend kam der Papst-Rücktritt nicht
  • Prof. Dr. Dr. Thomas Schirrmacher: Der neue Papst
  • Prof. Dr. John Gresham Machen: Christentum und Liberalismus

Rezensionen

  • Ron Kubsch: Das Philosophie-Buch: Große Ideen und ihre Denker (Hrsg. v. Will Buckingham, John Marenbon, Douglas Burnham)
  • Dr. Daniel Facius: Gott im Fadenkreuz (John Lennox)
  • Titus Vogt: Biblische Dogmatik (Wayne A. Grudem)
  • Johannes Otto: Die neue Welt und der neue Pietismus (Frank Lüdke, Norbert Schmidt u. a.)
  • Dr. Daniel Facius: Hölle – Der Blick in den Abgrund (Carsten Schmelzer)
  • Johannes Otto: Bibelsoftware Accordance 10
  • Johannes Otto: Der Kanon des Neuen Testaments (Bruce M. Metzger)
  • Peter Neudorf: Das Neue Testament und das Volk Gottes (N. T. Wright)

Hier die Ausgabe: gudh011f.pdf.

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