Nancy Guthrie und die Reformation der Frauenarbeit
Nancy Guthrie, die von 18. bis 19. September 2026 in Bad Oeynhause sprechen wird, hat die Frauenarbeit verändert. Was sich genau geändert hat, beschreibt Sarah Eekhoff Zylstra in dem Artikel „Nancy Guthrie und die Reformation der Frauenarbeit“.
Hier ein Auszug:
Vor fast 20 Jahren saß Nancy Guthrie an Deck eines Kreuzfahrtschiffs und las Collin Hansens Buch Young, Restless, Reformed. Darin wurde das wachsende Interesse an reformierter Theologie dokumentiert, das an Orten wie dem Southern Baptist Theological Seminary, den Together for the Gospel-Konferenzen und der Bethlehem Baptist Church aufkam.
Nancy war fasziniert. Einflussreiche Christen waren ihr keineswegs fremd – sie war mit einem Vizepräsidenten des renommierten Unternehmens Word Music verheiratet und hatte ihre ganze berufliche Laufbahn in der Medien- und Öffentlichkeitsarbeit für christliche Verlage sowie bekannte evangelikale Autoren wie Kay Arthur und Anne Graham Lotz verbracht. Aus ihrer Perspektive begann sie dieselbe Bewegung zu sehen wie Collin.
„Ich habe Collin einen Brief geschickt“, schildert Nancy. „Darin habe ich vieles über das Buch geschrieben – wie interessant ich es fand. Aber ich hatte auch eine Frage an ihn: Wo sind die Frauen?“
Im Jahr 2008 war der Großteil der Frauenarbeit in evangelikalen Gemeinden geprägt von prominenten Persönlichkeiten, unterhaltsamen Geschichten und emotionaler Rhetorik. Auslegung von Bibeltexten gab es kaum. Die erste Frauenkonferenz von The Gospel Coalition (TGC) sollte erst vier Jahre später stattfinden. Jen Wilkins erstes Buch, Frauen studieren die Bibel, erschien erst 2014. Jackie Hill Perry hatte sich noch nicht zu Christus bekehrt.
Trotzdem war sich Nancy unsicher, ob sie Collin den Brief schicken sollte. Sie war ihm noch nie begegnet und wollte nicht forsch oder aufdringlich wirken. Deshalb entschied sie sich dagegen. „Ich fing gerade erst an, mich mit der reformierten Welt vertraut zu machen“, sagt sie.
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Uns fehlen die Worte, wenn wir die Leiden und Nöte anderer in Gebete formulieren. Oft bitten wir einfach, dass Gott dieses Leid oder den Schmerz wegnimmt. Das ist nicht falsch. Doch die Bibel liefert uns ein breiteres Vokabular für Gebete, das uns an Gottes souveränes Handeln erinnert und zeigt, was er durch das Leid in unser aller Leben beabsichtigt. Davon ist Nancy Guthrie überzeugt und beschäftigt sich in ihrem Buch I‚m Praying for You – 40 Days of Praying the Bible for Someone Who Is Suffering mit dem Thema: Gebet für uns nahestehende Menschen, die leiden.