Verbrechen ohne Opfer

Die TAZ arbeitet ihre eigene Vergangenheit auf und geht dabei der Frage nach, weshalb für die Zeitung Pädophilie zeitweise salonfähig war?

Bei einem Blick in die Archive wird klar: Teile des linksalternativen Milieus sympathisierten mit Pädophilen – zumindest boten sie ihnen einen ideologischen Rahmen. Aus heutiger Sicht ist das erschreckend. Und wird von kirchlich-konservativen Kreisen dazu benutzt, die 68er-Bewegung als Ganzes zu diskreditieren. Das damals geschaffene libertäre gesellschaftliche Klima soll den Boden bereitet haben für das, was heute ans Licht kommt: jahrelanger massenhafter sexueller Missbrauch von Kindern in Schulen, Heimen und kirchlichen Einrichtungen.

Hier der Artikel »Kuscheln mit den Indianern«: www.taz.de.

Kommentare

  1. Na, das ist doch auch mal seriöser Journalismus – die eigene Zeitungs-Geschichte nüchtern zu betrachten und zu den richtigen Schlüssen zu kommen. Gut so. Das Witzige ist, dass ja mittlerweile trotz vollkommen gegensätzlicher Ausrichtung FAZ und TAZ durchaus spöttisch freundschaftliche Bande pflegen…;-)

Trackbacks/ Pingbacks

  1. […] z.B. auf Marquis de Sade, Georges Bataille oder manche Prominente der 68 Generation (siehe auch hier). Zitieren möchte ich Michael Foucault, der sich als Übervater der Postmoderne-Debatte energisch […]

Deine Meinung ist uns wichtig

*