Allgemein

Sämtliche allgemeinen Beiträge.

Unterstützt Apple Evangelikale?

Die iPhone-App »Manhattan Declaration« sorgt momentan für hitzige Diskussionen im Internet. »Unterstützt Apple indirekt die Propaganda fundamentalistischer Christen?« fragt ein Journal für Computerspiele:

Durchs Apple’sche Raster gefallen sind bislang beispielsweise Anwendungen wie das, für europäische Verhältnisse, eher harmlose iBoobs und sogar ein Wörterbuch, in dem naturgemäß auch das ein oder andere unsaubere Wort vorkam (Ninjawords).

Kein Problem scheint Apple erstaunlicherweise aber mit der Propaganda fundamentalistischer Christen zu haben. So wurde die offensichtlich Homosexuellen-feindliche App Manhattan Declaration von DNS Media anstandslos durchgewunken und erhielt die niedrigste Alterseinstufung 4+. Das christliche Calvary Satellite Network sucht auf diesem Wege Unterzeichner für die sogenannte Manhatten-Erklärung.

Was soll man dazu sagen?

Vielleicht lassen sich einige Gemüter mit dem Hinweis beruhigen, dass Apple auch Software aus der Gay Kultur durchwinkt und vor nicht allzu langer Zeit 100.000 Dollar für eine Kampagne gegen das Verbot der Homo-Ehe gespendet hat.

Schreiner zur Rechtfertigungslehre von N.T. Wright

Thomas Schreiner sagte bei seinem ETS-Vortrag zur Rechtfertigungslehre von N.T. Wright:

We can be grateful on so many fronts for the scholarship of Tom Wright. His innovative scholarship has helped clarify biblical teachings and rectified wrong notions. My hope is that this paper will be received in the spirit in which it is intended, for like so many I stand in debt to his outstanding scholarship. Nevertheless, in my judgment Tom’s view of justification needs to be both clarified and corrected, for our sure hope for eternal life is the righteousness of God which belongs to us through our union with Jesus Christ.

Hier mehr: thegospelcoalition.org.

Gerechtigkeit für Doğan Akhanlı

Im ersten Halbjahr 2010 sind 587 Schriftsteller weltweit verfolgt, inhaftiert oder sogar getötet worden. Das wird vom Komitee für die Unterstützung von inhaftierten Schriftstellern und Autoren der Internationalen Schriftstellervereinigung P.E.N. dokumentiert.

Seit dem 10. August ist Doğan Akhanlı einer der Inhaftierten. Jetzt gibt es eine Internetseite, die zur Unterstützung von Doğan Akhanlı aufruft. Hier: gerechtigkeit-fuer-dogan-akhanli.de.

Hengel: Geschichte des frühen Christentums

201011051953.jpgDas Buch:

  • Martin Hengel u. Anna M. Schwemer: Geschichte des frühen Christentums, Bd. 1: Jesus und das Judentum, Tübingen: Mohr Siebeck 2007, 749 S.

ist ein wichtiger Beitrag zur neutestamentlichen Wissenschaft. Der große, im vergangenen Jahr verstorbene, Martin Hengel (vgl. hier), formuliert in diesem Buch radikale Einwände gegenüber der bultmannschen Formkritik und Theologie. Paul Metzger (Mainz) resümiert in seiner Rezension des Buches verblüfft:

Insgesamt erstaunt des Öfteren, wie sehr die Autoren den biblischen Texten vertrauen. Gerade was das Selbstverständnis Jesu als Opferlamm angeht, sind Bedenken anzumelden. Allerdings schmälern die benannten Differenzen den Ertrag des Buches keineswegs. Wie fast alle Untersuchungen Hengels ist auch dieses Werk ob des immensen Quellenwis-sens und der geschlossenen, thesenfreudigen Darstellung lesenswert. Gerade seine oft steilen Anschauungen, die großzügig historische Lücken mit Hilfe von phantasievollen Arbeitshypothesen überbrücken können, sind eine stetige Herausforderung für das eigene Denken. Auf die weiteren Bände der »Geschichte des frühen Christentums« darf der Leser sich freuen.

Hier gibt es die vollständige Rezension: 2008-2-058.pdf. Das Buch gibt es natürlich auch, aber nicht gratis oder günstig, sondern nur für (satte) 99,00 Euro.

Rezensionen zu Büchern über »Mission der Kirche«

Die neue Ausgabe des Online-Journals von 9Marks stellt Bücher zum »Thema Mission der Kirche vor«.

Whatever you might think about our friend’s counsel, the conversation about the church’s mission is difficult, which is why we are devoting this eJournal to reviewing the books on the topic. That way, you don’t have to just hear from us, but from people who have thought about these issues longer and more carefully than we have.

Some of these books we would commend to you wholeheartedly, like VanDrunen’s, Hunter’s, and Keller’s, precisely because they discern the type of distinctions described above. Others we like for one reason or another, but would refrain from giving a full endorsement, as with Wright’s two books or Corbett and Fikkert’s. All of these books are deeply intelligent, Christian, and have something to teach each of us. I do want to call special attention to David VanDrunen’s two books. A number of neo-Calvinists and tranformationalists just might discover that their thinking is more amenable to aspects of the two-kingdoms view than they realize.

Finally, Kevin DeYoung and Greg Gilbert kindly agreed to give us a sneak preview of their book What Is the Mission of the Church? to be released next year by Crossway. Through it all, we hope these reviews and excerpts will help you, pastor, discern which things in your church’s life are weighty and which things are the weightiest.

Hier: www.9marks.org.

Wenn Dummheit …

In der Schweiz will eine Gruppe Bibelkritiker die Heilige Schrift zensieren oder in der Schule erst 16-Jährigen zugänglich machen. Begründung: Wegen angeblich gewalttätiger, pornografischer und inzestuöser Geschichten sei die Bibel den Schülern nicht zuzumuten. Die Zeitschrift Blick schreibt:

Die Initianten wollen bis vor Bundesgericht, sogar bis zum Europäischen Gerichtshof gehen. «Wir fangen nur bei den Kantonen an», so der Bibel-Gegner Vinodh Kumar (50), «weil uns Anwälte dazu geraten haben.» Der gebürtige Inder, seit 28 Jahren in der Schweiz, ist Hindu, nicht Atheist. Darum sei er nicht bei den konfessionslosen Freidenkern.

Ihn stören Bibeltexte wie jener von Lot, der mit seinen Töchtern Kinder zeugt. Oder Psalme, in denen Kinder «am Felsen zerschmettert» werden. Oder Jesus’ Aussage, er werde «Zwietracht» unter die Menschen bringen. Oder Ezechiels detaillierte Schilderung der «Hurereien» von Israel und Juda.

Ja, die Bibel verschweigt die Schurkereien nicht. Aber sie heißt sie eben nicht gut sondern malt uns vor Augen, dass wir ohne Gnade hoffnungslos verloren sind.

Ich empfehle den besorgten Lehrern, sich einmal mit der Musik auseinanderzusetzen, die ihre Schüler so hören (siehe hier).

Neue Internetseite des Instituts für Neutestamentliche Textforschung (INTF)

ECM.jpgDas Institut für Neutestamentliche Textforschung (INTF) in Münster präsentiert sich im Internet mit einer neuen Plattform. Im Zentrum der Arbeit des Instituts steht die Erforschung der Textgeschichte des Neuen Testaments und die Rekonstruktion seines griechischen Ausgangstextes auf der Basis der gesamten handschriftlichen Überlieferung, der frühen Übersetzungen und patristischen Zitate.

Hier geht es zur neuen Internetseite: egora.uni-muenster.de.

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