Eigensache

In eigener Sache

Ich habe einige Tage im Urlaub dafür genutzt, Theoblog mit dem Framework Genesis zu verbinden und eine neue Gestaltung zu geben. Ich bedanke mich an dieser Stelle für die Unterstützung von David Decker, einem freundlichen Genesis-Experten aus Sachsen. Obwohl die Neuerungen vor allem Sicherheitsaspekte oder »Oberflächendinge« betreffen, einige kurze Hinweise:

  • Theoblog verbindet Presseschau und Buchvorstellungen mit eigenen Akzenten. Gelegentlich werde ich gefragt, ob ich nicht mehr dezidierte Positionen äußern bzw. zitierte Presseartikel ausführlicher kommentieren könnte. Die Antwort ist klar und kurz: Dafür fehlt mir schlicht und einfach die Zeit. Ich betreibe das Blog nebenbei und investiere meist abends einige Minuten oder Stunden für neue Beiträge oder die Beantwortung von Anfragen. Mehr ist definitiv nicht zu machen. Damit jedoch meine eigene Position leichter aufzufinden ist, falls ich sie geäußert habe, gibt es nun den Menüpunkt »Akzente«. Dort sind Blogbeiträge archiviert, die inhaltlich stärker auf eigene Überlegungen zurückgehen. Analog gibt es den Menüpunkt »Rezensionen«, der zu kurzen oder langen Buchbesprechungen führt. Das Menü »Eigensache« vereint Beiträge, die das Blog oder andere Informationen in eigener Sache betreffen (dieser Beitrag ist beispielsweise ein Kandidat für »Eigensache«).
  • Die Archive und Kategorien in der rechten Seitenleiste habe ich nun unter aufklappbaren Menüs versteckt, da sie inzwischen sonst zu viel Platz einnehmen.
  • Über das »Share«-Symbol unter jedem Beitrag gibt es die Möglichkeit, bei Facebook, Twitter & Co. auf Artikel zu verweisen.
  • Meine Frau sagt, dass das Blog durch die sachlichere Gestaltung nun noch mehr »männliche Anteile« bedient. Ich hoffe aber auch in Zukunft auf männliche und weibliche Leser. Die dezente Gestaltung bevorzuge ich zum Zwecke einer »Reizentflutung«.

Weiterhin viel Spass bei Stöbern!

Neuer Calvinismus

Ich möchte auf zwei Beiträge in der aktuellen Ausgabe des Jahrbuchs für Freikirchliche Forschung hinweisen:

  • Matthias Lohmann: »Reformierte Wurzeln der Baptisten und der Freien evangelischen Gemeinden«
  • Ron Kubsch: »Neuer Calvinismus – Einblicke in eine junge reformierte Bewegung«

Ein Verzeichnis der Beiträge von Ausgabe 20/2011 mit 382 Seiten gibt es hier. Das Buch kann für 19,80 Euro bestellt werden: www.freikirchenforschung.de.

Es tut sich was: »Evangelium 21«

E12_Flyer_Online_II-1.jpgMehrmals haben wir hier schon darüber nachgedacht, ob wir in Deutschland ein Netzwerk für reformatorisch gesonnene Christen benötigen. Langsam kommt nun etwas in Bewegung. 2009 hatte sich erstmals ein Kreis von ungefähr 15 Pastoren, Verlegern und Theologen in München getroffen, um über Fragen des Evangeliums im deutschsprachigen Raum zu sprechen. Zu sehen, dass junge Christen aus verschiedenen Gemeinden, Kirchen und Bünden das Verlangen spüren, wieder Gott und sein befreiendes Evangelium in die Mitte von Gemeinde, Mission, Seelsorge und Leben zu stellen, hat mich damals sehr gefreut.

Auch John Piper war dabei und hat uns ermutigt, ähnlich wie die Gospel Coalition in Nordamerika, für Christen mit entsprechenden Präferenzen im deutschsprachigen Europa eine Plattform anzubieten. Unser Kreis hat sich seitdem mehrmals an verschiedenen Orten getroffen und so reifte allmählich das kleine Netzwerk »Evangelium 21« heran. Wir pflegen sehr gute Kontakte zur Gospel Coalition, IXMarks, Desiring God oder Sovereign Grace Ministries, bleiben aber unabhängig.

Wofür steht Evangelium 21? Einfach gesagt: Wir wollen für die Menschen im 21. Jahrhundert das eine Evangelium von Jesus Christus bezeugen. Es geht uns um das Christusgeschehen. Wir glauben, dass auch heute denen, die Christus vertrauen, die Botschaft vom Kreuz eine Kraft Gottes ist (vgl. 1Kor 1,18). Also wollen wir vom Evangelium in einer Weise sprechen, bei der das Kreuz des Christus nicht entkräftet wird (vgl. 1Kor 1,17).*

In unserem Grundsatzpapier heißt es deshalb:

Zu Evangelium21 gehören Christen aus verschiedenen Kirchen und Gemeinden, die ihren Glauben fest auf Jesus Christus gründen. Ausgerichtet auf die von den Reformatoren wiederentdeckten Wahrheiten – Gnade allein, Glaube allein, die Schrift allein, Christus allein und zu Gottes Ehre allein – wollen wir Impulse setzen, durch die Gemeinden neu belebt und gestärkt werden. Denn: Allein das biblische Evangelium bewirkt, dass Christen von einer echten Hoffnung und überwältigenden Freude an Gott erfüllt werden und diese auch ausstrahlen. Als Anlaufstelle für Gleichgesinnte und Interessierte empfehlen wir Kontakte und Ressourcen. Die von uns angebotenen Materialen und Veranstaltungen heben die Zentralität des Evangeliums für den Gemeindealltag und das gesamte Leben hervor. Danach wollen wir demütig streben, mit dem Ziel, dass die Gemeinde Christi im 21. Jahrhundert ganz neu erfährt, was es heißt, dass das »Evangelium nicht nur im Wort zu [uns] kam, sondern in Kraft und im Heiligen Geist und in großer Gewissheit« (1. Thess 1,5).

Vom 18.–20. August 2011 werden wir in Hamburg in Zusammenarbeit mit dem Gemeinde & Missionswerk Arche und IXMarks eine erste Konferenz zum Thema »Das Evangelium im Zentrum der Gemeinde« anbieten (Anmeldungen sind hier möglich). Wir freuen uns besonders auf Matt Schmucker. Der Mann an der Seite von Mark Dever wird unser Hauptredner sein (zum Programm mehr im E21Flyer.pdf).

Eine Folgekonferenz ist für das Jahr 2012 geplant. Bei diesem Treffen soll es vor allem um die Heilige Schrift und ihre Auslegung gehen. Erfreulicherweise haben Professor Donald Carson und Dr. John Piper bereits zugesagt.

Die Konferenzen stehen allen Interessierten offen. Pastoren, Missionaren und Theologiestudenten, die wollen, dass »das Evangelium läuft«, ermutigen wir besonders, die Angebote wahrzunehmen.

Es tut sich also wirklich was. Gott sei Dank!

– – –

* Die »1« im von Peter Voth gestalteten Logo steht übrigens auch für das Kreuz.

Im Zweifel für den Zweifel?

Cover.jpgDas Jahrbuch des Martin Bucer Seminars:

  • Ron Kubsch (Hg.): Im Zweifel für den Zweifel?: Beiträge zur christlichen Apologetik, Bonn: VKW, 2010, 215 S., 9,90 Euro

ist kürzlich als idea-Dokumentation erschienen. Im Vorwort heißt es:

Eine Apologetik, die sich auf eigene Gefühle beruft, ist heute sehr verbreitet. Ein »das habe ich erlebt« mag für ein persönliches Zeugnis hilfreich sein, für die denkerische Verteidigung des christlichen Glaubens ist das allerdings zu wenig. Für die Verkündigung des Evangeliums im öffentlichen Raum braucht es auch die Kenntnis objektiver Gründe für den eigenen Glauben. Der Apostel Petrus erwartet nach 1Petr 3,15–16 von den Christen, dass sie den Grund für ihre Hoffnung vernünftig kommunizieren können. Ein apologetisch denkender Christ glaubt nicht nur, er kann auch erklären und begründen, warum und woran er glaubt …

Die in diesem Band gesammelten Aufsätze wollen Christen dabei helfen, in den Glaubensdingen sprachfähig zu werden. Sie gehen auf die Studienwoche »Im Zweifel für den Zweifel?« zurück, die das Martin Bucer Seminar im Sommer 2010 zusammen mit Mitarbeitern von »L’Abri« in Berlin veranstaltet hat oder sind im Rahmen anderer apologetischer Dienste entstanden.

Hier die Titelei mit dem Inhaltsverzeichnis: MBSJB2010.pdf.

Das Buch mit Beiträgen von Daniel von Wachter, Harald Seubert, Thomas Schirrmacher, Robb Ludwick und Wim Rietkerk kann hier bestellt werden:

 

Meine kleinen Helferlein 2010

Schon erstaunlich, wie sehr Technologien unser Leben heute prägen. Wie würde unser Alltag ohne Telefon und Computer aussehen? Ich kann mich noch an solche Zeiten erinnern und zuweilen wünsche ich sie mir herbei. Wenigstens für zwei Wochen.

Hier die kleinen MAC Tools, die ich in diesem Jahr besonders schätzen gelernt habe:

1. Alfred

201012311027.jpg Alfred ist ein legitimer Nachfolger für Quicksilver. Mit Alfred kann ich auf sehr komfortable Weise Programme starten, Suchfunktionen ausführen oder durch Verzeichnisse navigieren. Schon nach einem Tag mit Alfred war ich so verwöhnt, dass ich diesen Helfer nicht mehr missen möchte. Alfred ist schlank und effizient programmiert (obwohl noch Beta-Status) und derzeit gratis zu haben. Eine aufgebohrte Version mit Zugriff auf das Dateisystem und anderen Erweiterungen kostet ca. 14 Euro (Powerpack).

2. Default Folder X

201012311029.jpgDefault Folder X von St. Clair Software erweitert das Ordnermenü um viele hilfreiche Funktionen. Durch dieses kleine Tool kann der Anwender viel Zeit und etliche lästige Mausklicks sparen. Außerdem gewährt Default Folder X beim Speichern von Dokumenten Zugriff auf die Kommentarfunktion des Betriebssystems. Ich kann sogar OpenMeta Tags eingeben und auf diese Weise meine Dateien unabhängig von der Ordnerstruktur organisieren. Auch Default Folder X ist extrem schlank programmiert. Billig zu haben ist es nicht. Default Folder X kostet in der normalen Version ca. 30 Euro. Studenten und Dozenten können beim Hersteller einen Sonderpreis erbitten.

3. Tags

OpenTags.jpgIch verbringe täglich viele Stunden vor dem Computer und muss tausende von Dateien, E-mails oder Internet-Quellenverweise verwalten. Lange habe ich dafür proprietäre Anwendungen benutzt. Vor einiger Zeit hat Ironic Software das Dateisystem von MAC OS um die Funktion OpenMeta-Tag erweitert. Die Funktion wird inzwischen von etlichen Anwendungen unterstützt. Damit lassen sich Dateien relational mit Schlagwörtern verbinden, unabhängig davon, von welchem Programm sie genutzt werden. Auf diese Weise kann ich in wenigen Sekunden Dateien finden, denen ich beispielsweise das Schlagwort »Albert Camus« hinzugefügt habe. Ich nutze für die Arbeit mit OpenMeta-Tags das Programm Tags von Gravity. So kann ich über ein spezielles Suchfenster (so ähnlich wie bei Spotlight) oder einen Tag-Browser nach den entsprechenden Dateien suchen. Außerdem kann ich über Tastaturbefehle auf der Betriebssystemebene oder in Apple Mail jeder Datei beliebig viele Schlagwörter zuordnen. Nutze ich mehrere MAC Computer, bleiben die Schlagwörter sogar erhalten, wenn ich sie von einem Computer auf den anderen übertrage. Kopiere ich die Dateien über Samba- oder Windows-Partitionen, gehen die Schlagwörter allerdings verloren, da das dort verwendete Dateisystem die Option nicht unterstützt. Tags kostet 29 US Dollar.

Gewinner der Weihnachtsaktion

Das Interesse an der Weihnachtsaktion war so beachtlich, dass ich noch zwei kleine Preise hinzugefügt habe. Unsere Töchter haben aus dem großen Topf drei Namen in der Reihenfolge 1-3 gezogen.

  1. Gerd Riegel hat die kleine Werkausgabe zu Dietrich Bonhoeffer gewonnen.
  2. Philipp Mertens hat das Buch Wahrheit und Liebe über Leben und Werk von Francis Schaeffer gewonnen.
  3. Jim West gewann das Buch Die Postmoderne und muss sich nun, möchte er es wirklich lesen, ernsthaft mit der deutschen Sprache herumschlagen.

Ich gratuliere den Gewinnern! Allen Teilnehmern, die leer ausgegangen sind, danke ich herzlich fürs Mitmachen!

Märtyrer 2010: Das Jahrbuch zur Christenverfolgung heute

201012061546.jpgDie idea Dokumentation:

  • Max Klingberg, Thomas Schirrmacher u. Ron Kubsch: Märtyrer 2010: Das Jahrbuch zur Christenverfolgung heute, Bonn: VKW, 2010

ist vor einigen Wochen erschienen.

In der Studie von Brian J. Grim zur Lage der Religionsfreiheit in der Welt heißt es:

Auf dieser Grundlage kommt unsere Studie zu dem Ergebnis, dass 64 Länder, also ungefähr ein Drittel weltweit, hochgradige Beeinträchtigungen von Religion aufweisen, sei es aufgrund von staatlichen Einschränkungen oder aufgrund religionsbezogener sozialer Anfeindungen oder aufgrund von beidem.

Da einige der restriktivsten Länder sehr bevölkerungsreich sind, bedeutet dies jedoch, dass ungefähr 70 Prozent der Weltbevölkerung in Ländern mit hohem oder sehr hohem Grad von Beeinträchtigungen von Religion leben. Dadurch sind häufig die religiösen Minderheiten am stärksten betroffen.

Hier das Inhaltsverzeichnis: maertyrer_2010.pdf.

Weihnachtsaktion 2010: Auswahlausgabe Bonhoeffer zu verschenken!

201012051451.jpgIch möchte mich bei allen Lesern des Theoblog ganz herzlich für das Interesse an den Beträgen und Disputen bedanken! In den zurückliegenden Monaten habe ich wieder viele Leute kennen und schätzen gelernt. Ich danke auch denen, die regelmäßig und konstruktiv kommentiert haben!

Etliche Leute haben 2010 Bücher über TheoBlog bei Amazon bestellt (mehr dazu hier) oder über den Buchladen Bestellungen aufgegeben. Vielen Dank!

Ich möchte mich durch eine kleine Aufmerksamkeit erkenntlich zeigen. Jeder Blog-Leser hat die Chance, in der Weihnachtszeit ein Päckchen mit der kleinen Auswahlausgabe von Dietrich Bonhoeffer zu empfangen. Über die von Christian Gremmels und Wolfgang Huber besorgte Ausgabe heißt es:

Zum 100. Geburtstag legt das Gütersloher Verlagshaus die lange erwartete Auswahlausgabe der Werke Dietrich Bonhoeffers vor. In 6 Bänden von je 240 Seiten bietet sie die wichtigsten Texte aus dem gesamten Schaffensspektrum Bonhoeffers. Auszüge aus dem theologischen Hauptwerk finden sich ebenso wie theologische Entwürfe, Predigten, Gebete und Gedichte. Wiedergegeben werden Teile des umfänglichen Briefwechsels, darunter auch der mit Maria von Wedemeyer. Alle Teile des Werkes sind versehen mit kundigen Einleitungen, eine Familienübersicht, Biogramme der wichtigsten im Werk genannten Personen und ein Abkürzungsverzeichnis runden das Werk ab.

Um Empfänger dieser 6 Bände werden zu können, sind folgende drei Punkte zu beachten:

  1. Sie müssen TheoBlog regelmäßig lesen (Vertrauenssache).
  2. Sie müssen mir über das Kontaktformular Ihre eMailadresse mitteilen (und dabei das Stichwort: »Weihnachtspäckchen« in der Mitteilung erwähnen).
  3. Am 20. Dezember werde ich von meinen Kindern unter allen übersandten Adressen einen Empfänger über ein Losverfahren auswählen lassen und die gewählte Person kontaktieren (Vertrauenssache). Nach Übersendung der Postanschrift schicke ich das Päckchen an den Gewinner.

Vielen Dank fürs Mitmachen!

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