Feuilleton

Feuilleton & Kunst

Alle wollen eine Diagnose

ADHS, Autismus, Depressionen: Psychiatrische Diagnosen sind gerade für junge Menschen attraktiv geworden, beobachtet Therapeut Thorsten Padberg. Er hat eine Theorie, was hinter dem Hang steckt, jede ungute Eigenschaft zur psychischen Erkrankung zu erklären. Bedenkenswert:

Doch wehe, es klappt nicht, was wir uns vorgenommen haben! Das „Weirde“ hat uns überaus erfolgreich gemacht, aber auch ungewöhnlich empfindlich. Ständig sind wir mit uns selbst beschäftigt. Wir kehren unsere besten Seiten heraus. Wenn etwas gut klappt, ist das ganz unser Verdienst, wenn nicht: alles unsere Schuld. Ganz einfach. Oder liegt es vielleicht doch an ADHS?

Sie kommen nicht mit all den vielen Menschen um Sie herum klar? Beschämend, sind doch soziale Kompetenzen so unendlich wichtig. Früher hätte man sie dafür zu einem Kommunikationstraining gejagt! Heute sind Sie nur ein ganz klein wenig autistisch, im Gehirn halt anders verdrahtet. Dafür kann man ja nix. Und bevor mich jemand faul nennt, verweise ich auf meine Neurotransmitter, die mir und meinen Projekten leider depressiv im Wege stehen.

Hier:

Dorothee Sölle als politische Mystikerin

Am 22. August 2024 habe ich hier im Blog auf das Buch Dorothee Sölle auf der Spur von Konstantin Sacher verwiesen. Ergänzend dazu sei noch erwähnt, was Prof. Werner Thiede in seiner Rezension zum Buch geschrieben hat (IDEA, Nr. 28, 2023, S. 46):

Indem sie den Spuren „aufgeklärter“, nach-theistischer und nach-metaphysischer Sichtweisen folgte, konnte sie mit Ausblicken auf ein Leben nach dem Tod, auf eine Auferstehung der Toten und ein kommendes Gottesreich nicht viel anfangen. Insofern war es nur folgerichtig, dass sie „Mystik“ verband mit „Widerstand“: Atheistisch an Gott glaubende Menschen sollten ihre Endlichkeit akzeptieren und das einst vom Himmel her Erhoffte nach Möglichkeit selber zu realisieren versuchen. Denn Gott – von Sölle „neu verstanden“ – habe keine anderen Hände als die unseren; Wahrheit sei etwas, was man wahr mache. Eine so verstandene Mystik muss freilich politisch sein, braucht zum Beispiel das „Politische Nachtgebet“ und tatkräftiges Engagement. Das von ihr gedeutete Evangelium dränge in die Richtung der „Befreiung aller“. Kein Wunder, dass Sölles provokante Positionierung einst die Bewegung „Kein anderes Evangelium“ entstehen ließ war doch der geschichtliche Jesus keineswegs politisch aktiv gewesen und sein Königtum „nicht von dieser Welt“!

Die radikale Abwendung von der biblischen und kirchlichen Tradition, die nur noch als Steinbruch für eine moderne Mystik benutzt wird, hätte bei einem ausgewiesenen Theologen wie Sacher doch noch deutlichere Sachkritik verdient.

Studien zum genderneutralen Maskulinum

Verfechter einer „gendergerechten“ Sprache wollen das generische Maskulinum aus dem Formenbestand des Deutschen tilgen. Sie berufen sich dabei auf ein falsches Narrativ. Der Sprachwissenschaftler Eckard Meineke zeigt ein einem umfangreichen Buch, was hinter dieser Deformierung der deutschen Sprache steckt. 

Die WELT schreibt dazu: 

Es ist schon seltsam: In einer Gesellschaft, in der angeblich über alles geredet werden kann, wird ausgerechnet die grammatische Form der Rede mit Tabus belegt. Ganz oben auf der Liste der Sprachformen, die in Behördenbriefen, Politikerreden und öffentlich-rechtlichen Sendungen auffällig vermieden werden, steht dabei das „generische Maskulinum“. Es hat den denkbar schlechtesten Ruf. Als „männlich“ und anti-emanzipatorisch geschmäht, da Frauen und Diverse angeblich nur „mitgemeint seien“, gilt es als Inbegriff einer rückständigen Sprachpraxis, von der sich eine sogenannte „geschlechtergerechte Sprache“ im Namen einer höherwertigen Diskursmoral abgrenzt.

Vor allem Journalisten und Pressesprecher sind bestrebt, diese Sprachform tunlichst aus allen Mitteilungen zu verbannen, und sie durch umständliche, oft missverständliche Wendungen zu ersetzen, etwa, indem Partizipien zu „geschlechtergerechten“ Bezeichnungen umgedeutet werden. Da werden Mitarbeiter zu „Mitarbeitenden“, oder Schauspieler zu „Schauspielenden“. Und eine Gesundheitsstudie befragt „Hamburgerinnen und Hamburger“. Ein gewaltiger Aufwand wird also betrieben, um den Gebrauch einer Form zu vermeiden, die seit 1200 Jahren von Sprechern, Hörern und Lesern problemlos verwendet und verstanden wird: das „generische Maskulinum“ als geschlechtsneutrale Form.

Dazu hat der Sprachwissenschaftler Eckard Meineke nun ein umfangreiches Buch veröffentlicht, von dem zu wünschen wäre, dass es an Journalistenschulen und Universitäten zur Pflichtlektüre wird. Meineke behandelt darin das genderneutrale Maskulinum. Darunter ist ein neutraler Allgemeinbegriff zu verstehen, der sich auf Personen ungeachtet ihres Geschlechts bezieht. Seine Verwendung hat bewährte Vorteile, denn auf diese Weise lässt sich verallgemeinernd von Personen sprechen, ohne deren Geschlecht schon durch die Wortwahl „markieren“ zu müssen: etwa dann, wenn die Geschlechtszugehörigkeit für die beabsichtigte Aussage keine Rolle spielt („die Teilnehmer“). Auch ein Femininum kann genderneutral funktionieren („die Person“). Ebenso wie das neutrale Genus („das Kind“).

Mehr (hinter einer Bezahlschranke): www.welt.de.

[asa]3825395057[/asa] 

Links ist nicht woke

Die amerikanische Philosophin Susan Neiman, Autorin des Buches Links ≠ woke, ist davon überzeugt, das die Linke der Gegenwart mit ihrer „Wokeness“ die linken Ideale verraten hat. Die identitätspolitischen Debatten zeugen von einem Verrat am Univeralismus (alle Menschen sind gleich). Die NZZ schreibt: 

Linke, die nur noch über Rasse und Gender redeten, statt sich den tatsächlich entscheidenden wirtschaftlichen Ungleichheiten zu widmen, hätten sich, so Neimans Vorwurf, von den Zielen linker Politik verabschiedet.

Und nicht nur das. Sie verrieten auch die philosophischen Ideen, die für das Selbstverständnis der Linken von zentraler Bedeutung seien: das Bekenntnis zum Universalismus, die Unterscheidung zwischen Gerechtigkeit und Macht und die Überzeugung, dass Fortschritt möglich sei. Eine Linke, die woke ist, ist für Neiman nicht mehr links. Und Woke dürfen nicht beanspruchen, für die Linke zu sprechen.

Mehr: www.nzz.ch.

Johnny Cash: „Oh, I am weak, oh, I know I am vain.“

Heute, vor 20 Jahren, ist Johnny Cash gestorben. Ueli Bernays hat für die NZZ einen anrührigen Artikel über die Entstehung seines Alterswerks „American Recordings“ geschrieben. Darin heißt es:

Der Titelsong von «Unchained» aber verbreitete bereits Bitterkeit. Rastlos und sinnlos habe man die Zeit durchgebracht, meint hier ein lyrisches Ich, das deshalb klagt und weint: «Oh, I am weak, oh, I know I am vain.» Da scheint allein der Tod noch für Erleichterung sorgen zu können. Noch wechselte Johnny Cash ab zwischen elegischem und tröstlichem Tonfall. Auf «Solitary Man» dominierte aber eine morbide Grundstimmung. Songs wie «I See a Darkness» (von Will Oldham) und «The Mercy Seat» (von Nick Cave) handeln von Verzweiflung und Todesangst.

Dann verdunkelten sich nach der Jahrhundertwende gleichzeitig Johnny Cashs Welt und seine Existenz; seine düsteren Elegien erschienen rückblickend wie ein böses Omen. Terroranschläge erschütterten das gelobte Land Amerika. Johnny Cash, der seine Gesundheit lange durch Alkohol und andere Gifte strapaziert hatte, wurde immer mehr von Asthma und Parkinson-ähnlichen Leiden geplagt. Und als im Mai 2003 seine geliebte Gattin June gestorben war, blieb ihm angesichts des eigenen Todes nur die Zwiesprache mit seinem Jesus.

Mehr: www.nzz.ch.

Christopher Ash: Die Psalmen

VM Ash Psalmen KOM Mockup01

Im Verlag Verbum Medien ist in der Reihe „Die Bibel erklärt“ gerade eine kleine Auslegung zu den Psalmen von Christopher Ash mit einem ergänzenden Arbeitsheft erschienen. Christopher Ash zeigt, wie wir das Buch der Psalmen lesen und anwenden können. Nicht jeder Psalm wird erörtert. Er nimmt den Leser mit auf die Reise durch sechzehn Psalmen-Paare, die jeweils unterschiedliche Arten von Psalmen repräsentieren. Dazu gehören einige sehr bekannte und solche, die häufig übergangen werden. Wichtig ist ihm, zu zeigen, wie viele in den Psalmen formulierten Ankündigungen in Jesus Christus ihre letztgültige Erfüllung gefunden haben. 

Im zusätzlichen Arbeitsheft führt der Autor in sieben Bibelarbeiten durch Beispiele aus allen fünf Büchern des Psalters. Er zeigt, wie sie durch Jesus erfüllt wurden. Dadurch verändert sich unser Zugang, wie wir sie lesen, uns an ihnen erfreuen und sie singen. Das Arbeitsheft bietet eine gründliche Betrachtung des Textes, einen Fokus auf die praktische Anwendung im Alltag und Fragen, die wirklich ins Gespräch führen.

VM Ash Psalmen AH Mockup06

Der „Die Bibel erklärt“-Kommentar zu den Psalmen kann hier derzeit zum Einführungspreis bestellt werden: verbum-medien.de.

Genderzwang

Ein Argument der Befürworter „geschlechtergerechter Sprache“ lautet, niemand müsse gendern. Die Realität sieht für Mitarbeiter von Universitäten, Unternehmen und Organisationen inzwischen völlig anders aus. Für sie wird Genderzwang angeordnet. Der Wissenschaftsjournalist Tim Schröder hat seine Erfahrungen in einem Artikel niedergeschrieben. Darin heißt es: 

Wenn ich mich mit Menschen unterhalte, die vom Gendern überzeugt sind, dann höre ich oft, dass man tolerant sein müsse. Jeder habe die Freiheit zu gendern oder eben nicht. Für das Private mag das noch gelten. Im Arbeitsalltag sieht es anders aus, denn wie das Beispiel oben zeigt, ist das Gendern für Mitarbeiter vielerorts zur Pflicht geworden.

Als Wissenschaftsjournalist schreibe und arbeite ich für etwa 40 verschiedene Auftraggeber, nicht nur Zeitungen und Magazine, sondern auch Behörden, Firmen, Forschungsinstitute und Universitäten. Fast überall gibt es inzwischen verbindliche Vorgaben oder Genderleitfäden, in denen vorgeschrieben wird, wie man zu gendern hat, ohne dass die Mitarbeiter jemals gefragt worden wären. Einige Auftraggeber verlangen Doppelpunkt oder Genderstern, andere bevorzugen Partizipialkonstruktionen wie „Dozierende“ und „Forschende“ oder Beidnennungen wie „Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler“. Das klassische „generische Maskulinum“ wie zum Beispiel „Experten“ oder „Bürger“, das eigentlich alle Menschen einschließt, ist im Sinne „der Geschlechtergerechtigkeit“ fortan verpönt.

Mit der Toleranz ist es ganz schnell vorbei, wenn ich darauf bestehe, das generische Maskulinum aus Gründen der Sprachlogik und des Sprachgefühls wie gewohnt weiterzuverwenden. Im schlimmsten Fall verliere ich meinen Auftraggeber. Meist aber läuft es auf ein zähes Ringen um die Frage hinaus, was „geschlechtergerecht“ ist und was nicht. Das Ergebnis sind meist Kompromisslösungen, die weder konsistent noch sinnvoll sind.

Mehr (hinter einer Bezahlschranke): www.welt.de.

Drei empfehlenswerte Veranstaltungen

Bald ist in den letzten Bundesländern die Ferienzeit vorüber und der Alltag zieht wieder ein. Das bedeutet auch, dass die Zeit der Konferenzen beginnt. Auf drei Veranstaltungen möchte ich hier hinweisen: 

Das Netzwerk Bibel und Bekenntnis veranstaltet am 23. September 2023 einen Studientag auf dem Schönblick in Schwäbisch Gmünd. Zu den Referenten gehören Ulrich Parzany, David Bennett, Waldemar Justus und Rolf Hille. Mehr Informationen gibt es hier: www.bibelundbekenntnis.de.

Ebenfalls am 23. September 2023 läuft in der Hoffnungskirche Kaiserslautern die Regionalkonferenz Südwest. Das Thema dieser Konferenz ist „Ruhe finden. Von innerer Rastlosigkeit zu geistlich gesundem Leben“. Hauptredner sind Matthias Lohmann und Peter Krell. Ich werde auch einen Vortrag zu Augustinus halten. Mehr Infos hier: www.evangelium21.net.

Vom 29.–30. September 2023 findet die erste Regionalkonferenz Österreich in der Calvary Chapel in Salzburg statt. Das Thema der Konferenz ist „Gott regiert! Die Entfaltung und Erfüllung von Gottes großem Plan“. Hauptredner sind Vaughan Roberts, Kai Soltau und Alex Reindl. Weitere Informationen gibt es hier: www.evangelium21.net.

Bernd Stegemann: Manipulationen im ÖRR

Bernd Stegemann arbeitet an der Hochschule für Schauspielkunst „Ernst Busch“ im Norden Berlins. Dort lehrt er als Professor für Dramaturgie und Kultursoziologie. Im Gespräch mit der WELT erzählt er, was ihn an ARD und ZDF stört und warum seiner Ansicht nach die Identitätspolitik den Universalismus zersetzt. Sehr bedenkenswert ist der Abschnitt über manipulative Techniken, die im TV zum Einsatz kommen:

Die Montagetechnik kennt man seit den Frühzeiten des Films, Sergej Eisenstein hat damit große Erfolge gefeiert. Man kann sich dieser Art der Lenkung der eigenen Bewertung kaum entziehen. Es ist eine Technik, die man für verschiedene Inhalte nutzen kann – wie wir beim Beispiel mit dem Eis bereits gesehen haben. Und ich habe an einem Beitrag für das „heute-journal“ über die europäische Migrationspolitik zu zeigen versucht, wie solche Techniken dort zum Einsatz kommen und wie sie bestimmte Inhalte erzeugen. Der Beitrag eröffnet mit einer einfühlsamen Bebilderung des Leids von Flüchtlingen, die anschließend jeden Versuch einer politischen Steuerung von Migration als böse erscheinen lässt. Das kann man so machen. Ich wollte nur zeigen, dass es passiert.

Kritikwürdig finde ich allerdings, dass Beiträge wie dieser so tun, als wären sie eine neutrale Berichterstattung und keine Meinung. Doch in ihrer Machart sind sie nicht neutral. Der Kommentar wird in die Montage der Bilder hineingeflochten. Das wollte ich beschreiben, weil das für mich an der Grenze zum Unlauteren ist. Denn dadurch werden die Zuschauer emotional beeinflusst – mit einer Technik, zu der man kaum eine kritische Distanz einnehmen kann – und sie werden nicht erst informiert, damit sie sich selbst eine Meinung bilden können. In der Montagetechnik des „heute-journal“-Beitrags wird die Meinung gleich mitgeliefert, so entsteht der Eindruck der Manipulation.

Mehr (hinter einer Bezahlschranke): www.welt.de.

Genderkritiker als neue „Sprachpolizei“

Immer häufiger werden inzwischen Gegner der gendergerechten Sprache persönlich angegriffen. Fabian Payr hat in einem Gastbeitrag für die FAZ Beispiele aufgeführt. Der Genderbefürworter Sascha Lobo rückt etwa Kritiker des Genders quasi in den pathologischen Raum einer Zwangsstörung. Werden Leute, die aus Überzeugung und mit guten Argumenten das Gendern ablehnen, demnächst als „genderphobisch“ bezeichnet?

Das Fazit von Fabian Payr lautet: 

Sprachliche Zwangsfixierungen, Rechts lastigkeit, Hadern mit der Gleichberechtigung, Frauenfeindlichkeit: Wer Gendern kritisiert, muss sich auf schweres Geschütz aus der Fankurve einstellen. Ein weiterer Begriff, der aktuell Karriere macht, ist „Sprachpolizei“. Genderkritiker gelten nun als diejenigen, die fortschrittlichen Menschen in autoritärer Manier die Freiheit des sprachlichen Ausdrucks rauben wollen. Es entbehrt dabei nicht der Ironie, dass ausgerechnet diejenigen, die den Einsatz des genderneutralen Maskulinums zum Tabu erklärt haben (und daher eine Sprache erfunden haben, deren einziger Zweck darin besteht, diese verteufelte Sprachform zu meiden), ihren Kritikern „sprachpolizeiliche“ Ambitionen unterstellen.

Die Ebene der produktiven Debatte wurde längst schon verlassen. Nun geht es darum, den Gegner als Person unglaubwürdig (rechts, rückständig, zwanghaft, frauenfeindlich, vergreist) erscheinen zu lassen. Und hier ist, wie anfangs schon ausgeführt, der Umkehrschluss erlaubt: Wer den Gegner als Person attackiert und beleidigt, der hat auf der Ebene der sachlichen Argumente schon lange den Rückzug angetreten. Manch einer, wie der erwähnte Sprachwissenschaftler Anatol Stefanowitsch, träumt in dieser heiklen Lage davon, das Genderprojekt jetzt einfach – wie seinerzeit die große Rechtschreibreform – auch gegen den Willen der großen Mehrheit der Bevölkerung durchzuziehen. So äußerte sich der Professor zumindest unlängst in einem ZDF-Interview. Es ist vorauszusehen, dass der Preis für ein solches Vorgehen ein hoher sein wird.

Mehr: (hinter einer Bezahlschranke): www.faz.net.

[asa]3658366745[/asa] 

Nach oben scrollen
DSGVO Cookie Consent mit Real Cookie Banner