Fünf christliche Comics
Fred Sanders erinnert an die fünf bedeutendsten christlichen Comics: www.scriptoriumdaily.com.
Feuilleton & Kunst
Fred Sanders erinnert an die fünf bedeutendsten christlichen Comics: www.scriptoriumdaily.com.
Der Netzkritker Andrew Keen beklagt in einem Interview mit der FAZ einen tiefen Wandel der Wissenskultur und plädiert für die konstruktive Überwindung der Kultur der Verdummung.
Was mir vorerst Sorgen bereitet, ist die Demokratisierung der Kultur, die Amateurisierung der Kultur. Zum einen hat der von Amateuren ins Netz gestellte Inhalt per Definition nicht die Qualität dessen, was Profis machen. Dafür fehlt ihnen meistens die Ausbildung, die Praxis und die Zeit. Zum anderen entzieht all das – die Gratis-Kultur und die des Raubkopierens inbegriffen – dem Spezialistentum die wirtschaftliche Grundlage, zumal es schwer ist, geistiges Eigentum im Internet zu schützen. Gegen den technischen Fortschritt und neue Verbreitungswege ist auch nichts einzuwenden. Ich kann mir ein Leben ohne die neuen Technologien nicht mehr vorstellen. Nur wird es immer schwieriger, Inhalte zu verkaufen und von diesen Produkten zu leben. Es schlägt eben »Die Stunde der Stümper« – den deutschen Titel meines Buchs finde ich etwas besser als den englischen.
Hier das vollständige Interview: www.faz.net.
Das Buch:
kann hier erworben werden: www.amazon.de.
Wer Tim Keller gern einmal live erleben möchte, kann nächsten Mittwoch, also am 25. Februar 2009, in London eine Veranstaltung der New Frontiers besuchen. Das Event »A Day with Tim Keller« findet zwischen 10:00–16:00 Uhr in der Westminster Chapel statt.
Eintrittskarten kosten £ 10,00 und können (noch) bestellt werden unter: conferences.newfrontiers.xtn.org.
Informationen über Tim Keller gibt es hier: www.stevekmccoy.com. Besonders empfehlen kann ich sein Buch:
VD: AW
Weshalb der Schauspieler Bernd Stromberg (Christoph Maria Herbst) ganz gern Mal eine Kirche besucht und fast Priester geworden wäre, erfahren Sie hier: www.welt.de.
Die amerikanische Firma Amazon möchte die Verbreitung von digitalen Büchern stärken und hat am Montag in New York die zweite Generation seines digitalen Lesegeräts Kindle vorgestellt. Der neue Kindle hat ein schickeres Design, ist dünner und bietet mehr Speicherplatz sowie eine längere Batterielaufzeit. Außerdem kann das Gerät Inhalte vorlesen und Bücher oder Zeitschriften direkt über eine Wireless-Verbindung kaufen bzw. installieren. Kindle 2 bietet zudem Zugriff auf (einige) Blogs und das Onlinelexikon wikipedia.com.
Jeff Bezos, Vorstandsvorsitzender von Amazon, teilte auf der Pressekonferenz am Montag mit, dass mittlerweile 10 Prozent aller auf Amazon.com verkauften Bücher digitale Versionen sind.
Amazon hat das Gerät 2008 in Deutschland auf der Frankfurter Buchmesse vorgestellt, nennt aber nach wie vor keinen Verkaufsstart außerhalb der Vereinigten Staaten. In den U.S.A. kann man bei Amazon Kindle 2 für stolze US$ 359,00 erwerben.
In einem kurzen Videoclip stellte Amazon den Kindle 2 vor: www.youtube.com.
Vergangenes Wochenende erhielten wir hohen Besuch aus Brasilien. Cristiano Silva, presbyterianischer Christ, Softwareentwickler und Betreiber des Blogs Nerd-Protestante, konnte im Rahmen einer Dienstreise für einen halben Tag bei uns Halt machen.
Wir sprachen angeregt über Theologie, C.S. Lewis und Friedrich Nietzsche. Cristiano liest gern Francis Schaeffer und weiß um die Bedeutung eines biblischen und zugleich kulturrelevanten Christseins. Beeindruckt und erfreut hat mich sein Bericht über das brasilianische L’Abri. Die Brasilianer scheinen eine solide Arbeit zu machen und in segnender Weise auf das Land »auszustrahlen«.
Cristiano ist übrigens Experte für Comics und Science Fiction sowie die dazugehörigen Filme (sehr zur Freude unserer Teenager). Da ich mich selbst für Filme interessiere, hatte ich ein unglaublichen Spaß und habe von Cristiano jede Menge lernen können. Gern würde ich ihn ins Kino begleiten und anschließend zusammen mit ihm den geschauten Film auswerten. Es wäre sicher sehr unterhaltsam und lehrreich. (Nebenbemerkung: CT hat letzte Woche den Artikel »Sci-Fi’s Brave New World« von James A. Herrick veröffentlicht).
Das Treffen hat große Freude bereitet und ich hoffe, Cristiano wird irgendwann wieder in Deutschland vorbeischaun.
Der Verlag Zondervan hat eine neue »Umwelt« zum Neuen Testament veröffentlicht. Das Buch wurde von Gary M. Burge, Lynn H. Cohick und Gene L. Green vom Wheaton College erarbeitet.
Wegen der guten didaktischen und gestalterischen Aufmachung wird das Buch von NT-Experten bereits geschätzt.
Craig L. Blomberg vom Denver Seminary schreibt:
… one of the best introductions and surveys in recent times. Remarkably attractive in its layout, with color pictures, color pictures, charts, diagrams and sidebars galore … If it’s backgrounds you want to highlight in a one-semester introduction to the New Testament, this is the text to assign.
Scot McKnight von der North Park University und Betreiber des Blogs Jesus Creed, bekennt:
… for years I have searched in vain for a book that would introduce students to the New Testament – with clear outlines, graphic images, historical contexts, timelines, maps, and bibliographies. My search is over; this is that book.
Eine PDF-Datei, die Titelei, Inhaltsverzeichnis und einen Beispieltext enthält, kann hier herunter geladen werden: www.zondervan.com.
Das Buch:
wird nach Angaben des Verlages ab März ausgeliefert.
Nachdem Hitsch schon einen hilfreichen Beitrag über das neue Buch von Franz Graf-Stuhlhofer veröffentlicht hat (siehe: »Hauptsache die wesentlichen Aussagen stimmen«), publiziere ich an dieser Stelle ein kurzes Interview mit dem Autor.
– – –
TheoBlog: Herr Dr. Graf-Stuhlhofer, wie kommt ein Historiker dazu, ein so ungewöhnliches Buch zu schreiben?
Graf-Stuhlhofer: Ich bin zwar Historiker (habe auch in Geschichte promoviert), aber ich bin vielseitig interessiert; ich habe auch in den Naturwissenschaften einen Abschluss, und meine Forschungen im Bereich der Theologie publizierte ich in anerkannten theologischen Reihen und Fachzeitschriften. Dementsprechend fallen mir Mängel in Sachbüchern verschiedener Bereiche auf.
TheoBlog: Könnten Sie Ihr Anliegen kurz in zwei Sätzen zusammenfassen? Was wünschen Sie, was der Leser hinterher gelernt hat?
Graf-Stuhlhofer: Der Leser soll – vorerst unter meiner Anleitung – beim Bücherlesen ein kritisches Mitdenken einüben. Er wird dann eher imstande sein, schwache Bücher als solche zu erkennen, und wird seine Zeit eher für die Lektüre von „starken Büchern“ investieren.
TheoBlog: Die Lektüre Ihres Buches wirkt beim ersten Hineinsehen etwas mühsam. Es werden Aufgaben gestellt, die dazugehörigen Lösungen findet man erst später. Aus welchen Büchern Sie Ihre Beispiele entnommen haben, kann man dann überhaupt erst ganz am Ende Ihres Buches eruieren …
Graf-Stuhlhofer: Ja, zuerst kommt die Aufgabe – der Leser soll versuchen, selbst die Antwort zu finden, bevor er liest, was ich ihm als „Lösung“ präsentiere. Man liest also nicht so glatt dahin wie in einem Roman. Aber es ist auch spannend, seine eigenen Fähigkeiten beim Hinterfragen des Gelesenen zu entdecken! Dass die Namen der teilweise kritisierten christlichen Autoren erst am Buch-Ende zu erkennen sind, hatte einen einfachen Grund: Ich wollte verhindern, dass der Leser primär darauf achtet, wer da jetzt kritisiert wird. Es war ja nicht mein Anliegen, bestimmte Christen zu kritisieren.
TheoBlog: Sie betonen – schon in Ihrem Buchtitel – die Notwendigkeit, christliche Bücher kritisch zu lesen. Also meinen Sie offenbar, in manchen oder vielen Büchern Mängel zu erkennen. Handelt es sich dabei um schwerwiegende Mängel oder eher um Irrtümer in den Einzelheiten?
Graf-Stuhlhofer: Häufiger findet sich sicherlich das zuletzt Genannte. Aber ein Autor, der durch eine Mehrzahl von Irrtümern in den Einzelheiten zeigt, dass er sich in dem behandelten Gebiet nicht gut auskennt, ist wohl nicht der Richtige, um anderen Christen auf diesem Gebiet eine Orientierung zu geben. Insofern sind also auch solche Irrtümer in „nebensächlichen Einzelheiten“ aufschlussreich.
TheoBlog: Sie widmen also Ihre Anleitung zum kritischen Lesen speziell den christlichen Büchern, insbesondere konservativen evangelischen. Sind diese Bücher besonders schwach?
Graf-Stuhlhofer: Nein, ich entdecke auch in Publikationen von Universitätsprofessoren – unabhängig von deren jeweiliger persönlicher Weltanschauung – ähnliche Mängel. Das fiel mir früher nur selten auf, allmählich aber häufiger. Dieses nun verstärkte Wahrnehmen ist vielleicht ein Ergebnis zunehmender Übung im kritisch-lesen, vielleicht hängt es auch damit zusammen, ob ich das Buch eines Autors – etwa aufgrund von dessen Status – eher bewundernd lese oder eher mit einer prüfenden Haltung.
TheoBlog: Dann wird es von Ihnen vielleicht eines Tages noch ein weiteres Buch geben, eine Anleitung zum kritischen Lesen von Sachbüchern im Allgemeinen, ohne Einschränkung auf christliche?
Graf-Stuhlhofer: Das kann sein. Aber die Hilfestellung für Christen hat Priorität. Mir war es vor allem wichtig, dass wir Christen darauf achten, dass wir von fachlich guten Büchern lernen, und dass wir auch beim Weitergeben von christlicher Literatur mit evangelistischen Absichten solche Bücher wählen, die auch für Andersdenkende überzeugend sind. 1. Thessalonicher 5,21 (»prüft alles …«) gilt sicherlich auch hier, im Hinblick auf Bücher als Hilfsmittel zur Hinführung zum christlichen Glauben, und zur Vertiefung darin.
TheoBlog: Wir danken Ihnen für dieses Interview!
Das Buch ist fast überall im Buchhandel erhältlich oder kann hier über Amazon bestellt werden:
Greg Beale’s neues Buch The Erosion of Inerrancy in Evangelicalism ist vor wenigen Wochen bei Crossway erschienen.
Beale ist Professor für Neues Testament am Wheaton College. Als exzellenter Exeget und reformierter Theologe weiß er um die Bedeutung einer belastbaren »Lehre von der Heiligen Schrift« und untersucht die aktuellen Trends in den evangelikalen Kreisen.
Der Verlag schreibt über das Buch:
Examines recent postmodern efforts to redefine the traditional evangelical view of scriptural authority and counters with sound logic that supports inerrancy.
Due to recent popular challenges to evangelical doctrine, biblical inerrancy is a topic receiving an increasing amount of attention among theologians and other scholars. Here G. K. Beale attempts vigorously and even-handedly to examine the writings of one leading postmodernist, Peter Enns, whose writings challenge biblical authority. In support of inerrancy, Beale presents his own set of challenges to the postmodern suppositions of Enns and others.
How can the Bible be historically inaccurate while still serving as the authoritative word on morality and salvation? Beale concludes that it cannot, and his work will aid all who support biblical inerrancy in defending their position against postmodern attacks. This is an issue that affects the entire body of Christ.
Das Reformed Forum hat eine Gesprächsrunde zum Buch aufgezeichnet. Beale erklärt dort, warum er das Buch geschrieben hat und weshalb es wichtig ist, sich mit dem Thema auseinander zu setzen. Die mp3-Datei mit dem ca. 42 Minuten-Gespräch kann hier herunter geladen werden: www.reformedforum.org.
Vor allem lege ich evangelikalen (und reformierten) Theologen nahe, das Buch von Greg Beale selbst zu lesen:
Welche Beurteilungskriterien benutzte der Reformator Martin Luther, um den Islam und die Türkenkriege seiner Zeit zu beurteilen? Wo sah er die Hauptunterschiede zwischen den von ihm entdeckten Wahrheiten und einer Religion, die die Christenheit im Glauben und das Heilige Römische Reich militärisch zu bedrohen schien?
Und welche der von Luther genannten Kriterien sind heute für Christen noch bedeutsam und welche sind nur zeitgeschichtlich verständlich? Kann man unterscheiden zwischen denjenigen Positionen Luthers, die heute noch Relevanz besitzen im christlich-islamischen Dialog, und zwischen jenen, die aus fehlendem Wissen oder zeitgenössischer Polemik heraus entstanden sind?
Johannes Kritzel, der katholische Theologie sowie Geschichte in Salzburg, Florenz und Wien studierte und 2005 den Magister der Theologie erwarb, hat Luthers Position gründlich untersucht und auf ihre Relevanz befragt.
Kritzel schreibt:
Eingedenk der veränderten Situation von einst und jetzt sei es erlaubt, nachdenken zu dürfen, ob Luthers Unterscheidung der zwei Reiche nicht jenen bahnbrechenden Hinweis gelegt hat, der für zahlreiche Probleme im Bereich der Konflikte zwischen Religionen dienlich sein könnte. Luther verwarf jeden Krieg in Christi Namen, und es tut gut, in dieser Zeit erneut daran zu erinnern: Einen Glaubenskrieg lehnt Luther aus seinem Verständnis der Lehre Christi heraus strikt ab. Dennoch ist Luther kein Pazifist schlechthin: Wenngleich er jeden »Kreuzzug« verwirft, so sieht er dennoch die weltliche Obrigkeit berechtigt, einen Krieg zum Schutz und zur Verteidigung der Untertanen – heute würde man sagen Bürger – zu führen. Ein ungerechtfertigter Angriffskrieg wird von Luther gleich wie ein Glaubenskrieg verworfen.
Hier die Literaturangaben: