Veranstaltungen

Tipps & Verantstaltungshinweise

Theologie des Willens oder Theologie der Gnade?

Als zu Beginn des 5. Jahrhunderts n.Chr. die Belagerung Roms durch die ostgermanischen Goten bevorstand, musste eine junge Frau mit dem Namen Demetrias 410 n.Chr. aus der Stadt fliehen. Demetrias stammte aus dem angesehenen Geschlecht der Anicii. Auf ihrer Flucht gelangte die wohlhabende Adlige zusammen mit ihrer Mutter und Großmutter nach Nordafrika, wo sie eine mitreißende Predigt Augustinus‘ über die Ehelosigkeit hörte.

Demetrias kam zum Glauben an das Evangelium von Jesus Christus. Die Bekehrung einer so vornehmen Frau Roms fand weit über das Gebiet von Karthago hinaus öffentliches Interesse. Proba, die Großmutter der Demetrias, und Juliana, ihre Mutter, erbaten sich aus gegebenem Anlass geistlichen Rat von drei damals in der abendländischen Kirche sehr angesehenen Theologen, nämlich von Augustinus, Hieronymus und Pelagius. Die drei Theologen kamen dieser Bitte nach und ihre Antwortschreiben sind uns erfreulicherweise erhalten geblieben. Die Antwortschreiben von Augustinus und Pelagius sind zwar nicht so stilvoll wie der Brief des Hieronymus, stehen aber für unterschiedliche Menschenbilder, die zu kennen für Theologen wichtig ist.

Ein Seminar „Theologie des Willens oder Theologie der Gnade?: Was wir aus den Demetriasbriefen von Pelagius und Augustinus lernen können“ führt am Samstag im MBS-Studienzentrum München in das Leben von Pelagius und Augustinus sowie in den sogenannten „Pelagianischen Streit“ ein. Anschließend werden auf Grundlage der beiden Briefe (und einiger anderer Dokumente) die „Gnadenkonzepte“ von Pelagius und Augustinus untersucht und Konsequenzen für die Verkündigung erarbeitet.

Sexualaufklärung auch für Kindergärtler

Sexualerziehung in der Schule, erst recht im Kindergarten, sorgt in der Schweiz für Konfliktstoff und rote Köpfe. Vor unverantwortlicher Sexualisierung der Kleinkinder warnen die einen, für dringend notwendige Aufklärung plädieren die andern. Der Streit um die Sexualerziehung wird von unterschiedlichen Werthaltungen diktiert.

Die Volksinitiative „Schutz vor Sexualisierung in Kindergarten und Primarschule“ will den obligatorischen Sexualkundeunterricht erst ab dem 12. Altersjahr zulassen. Über die biologischen Fragen der Fortpflanzung dürfe zwar gesprochen werden, nicht aber über die emotionalen Dimensionen der Sexualität, die gerade Pubertierende besonders beschäftigen. Das sei Sache der Eltern. Nur sie können wissen, was und zu welchem Zeitpunkt richtig für ihre Kinder sei. Befürchtet wird zudem, dass die Kinder unnötig früh sexualisiert würden.

Heute Abend gibt es um 22.00 Uhr dazu eine Diskussionsrunde im SRF 1. Helene Koch, die auf teilnehmen wird, verdient Zustimmung, wenn sie sagt:

Die obligatorische Sexualerziehung im Kindergarten nimmt keine Rücksicht auf den Entwicklungsstand der Kinder. Der Staat greift in ein Privatterritorium ein. Die Erziehungsverantwortung liegt jedoch bei den Eltern. Ich will keinen systematischen Unterricht für alle ab Kindergarten, sondern mehr Zeit für die Aufklärung in der Familie, die auf die individuellen Bedürfnisse der Kinder und ihren Entwicklungsstand eingeht. Diese haben ein Anrecht darauf.

Mehr Informationen unter: www.srf.ch.

Bibelauslegung und -hermeneutik in der Reformationszeit

Plakatbibelhermeneutik2014Im Jahr 2014 wird wieder eine reformationshistorische Tagung an der STH Basel stattfinden. Nach der Calvin-Tagung (2009) und der Tagung „Basel als Zentrum des geistigen Austausches in der frühen Reformationszeit“ (2012) wird es diesmal um das Thema  „Bibelauslegung und -hermeneutik in der Reformationszeit“ gehen. Vorbereitet wird das Ereignis von Johann Anselm Steiger (Hamburg), Christine Christ-von Wedel (Basel) und Sven Grosse, mit Beratung durch Berndt Hamm (Erlangen/Ulm).

Wie gut Anselm Steiger den Stoff kennt, wird an seinem Buch Philologia Sacra: Zur Exegese der Heiligen Schrift im Protestantismus des 16. bis 18. Jahrhunderts deutlich. Sehr gern würde ich den Vortrag von Andreas Beck (ETF Löwen, Belgien) zum Thema „Römerbriefexegese und Prädestinationslehre: Martin Bucer als Exeget“ hören.

Hier der Flyer: EinladungStudientagung2014.pdf. Anmelden kann man sich hier: www.sthbasel.ch.

VD: FL

Ashley Null in München

Dr. Ashley Null

Die „Rechtfertigung“ oder „Glaubensgerechtigkeit“ ist ein zentraler Begriff der christlichen Gnadenlehre. Sie fragt danach, was geschehen muss, damit das Verhältnis zwischen Gott und Mensch, das durch die Sünde des Menschen gestört ist, wieder geheilt werden kann. Welche Rolle spielen dabei Glaube und Werke?

In einer Vorlesung Ende Mai am Martin Bucer Seminar in München wird Dr. Ashley Null die Entwicklung der protestantischen Rechtfertigungslehre auf dem Hintergrund der scholastischen Theologie beleuchten. Ashley Null lehrt an der Humboldt-Universität zu Berlin (Lehrstuhl für Kirchengeschichte mit Schwerpunkt Mittlere und Neuere Kirchengeschichte sowie Reformationsgeschichte) und ist einer der führenden Experten für Thomas Cranmer (1489–1556).

Wir haben uns dazu entschlossen, für die Veranstaltung keinen Gasthörerbeitrag einzunehmen (wir werden eine allg. Kollekte einsammeln). Uns liegt viel daran, dass möglichst viele Hörer an der Veranstaltung teilnehmen, da wir so einen ausgewiesenen Experten für die Reformationszeit nicht alle Tage in München anbieten können. Also laden Sie bitte auch mögliche Interessenten und Freunde ein!

Weitere Informationen hier: AshleyNull.pdf. Wer Interesse hat, kann sich gern formlos als Gasthörer anmelden. Weitere Informationen dazu hier: www.bucer.de/muenchen.html.

Ashley Null: Die Rechtfertigungslehre der Reformatoren

Dr. Ashley Null

Die „Rechtfertigung“ oder „Glaubensgerechtigkeit“ ist ein zentraler Begriff der christlichen Gnadenlehre. Sie fragt danach, was geschehen muss, damit das Verhältnis zwischen Gott und Mensch, das durch die Sünde des Menschen gestört ist, wieder geheilt werden kann. Welche Rolle spielen dabei Glaube und Werke?

In einer Vorlesung Ende Mai am Martin Bucer Seminar in München wird Dr. Ashley Null die Entwicklung der protestantischen Rechtfertigungslehre auf dem Hintergrund der scholastischen Theologie beleuchten. Ashley Null lehrt an der Humboldt-Universität zu Berlin (Lehrstuhl für Kirchengeschichte mit Schwerpunkt Mittlere und Neuere Kirchengeschichte sowie Reformationsgeschichte) und ist einer der führenden Experten für Thomas Cranmer (1489–1556).

Weitere Informationen hier: AshleyNull.pdf. Wer Interesse hat, kann sich gern formlos als Gasthörer anmelden. Weitere Informationen dazu hier: www.bucer.de/muenchen.html.

Spurgeon Konferenz 2014

Spurgeon CoverDer Glaube kommt aus der Verkündigung, die Verkündigung aus dem Wort (vgl. Röm 10,17). Die Spurgeon Konferenz, benannt nach Charles Haddon Spurgeon, „the Prince of Praechers“, möchte Predigern aufzeigen, wie sie Gottes Wort verstehen, auslegen und verkündigen können.

Die Vorträge, gehalten von David Jackmann, ehemaliger Präsident des „Proklamation Trust“ in London, und Dr. Michael Clark, Neutestamentler am Studienzentrum München, sollen dazu ermutigen, Gottes Wort kraftvoll zu verkündigen. In Gruppenarbeiten wird das Erlernte weiter vertieft und praktisch angewandt.

Die Konferenz findet zwischen dem 6. und 9. August 2014 in München statt. Sie wird in englischer Sprache abgehalten (aber ins Deutsche übersetzt).

Eine Anmeldung ist notwendig und kann hier erfolgen: www.bucer.de.

Ein Flyer mit weiteren Informationen kann hier heruntergeladen werden: spurgeon_web_d.pdf.

Wenn in Predigten das Evangelium fehlt

Hanniel hat einige Vorträge der Konferenz zusammengefasst. ideaOnline berichtet über die Evangelium21-Konferenz in Hamburg:

In vielen Predigten geht es nur noch um moralische Fragen und Ermutigung für die Zuhörer. Dadurch bleibt es bei einer menschenzentrierten Lehre. Die Botschaft von Jesus Christus fehlt aber immer häufiger. Das hat der Vorsitzende der Vereinigung „Evangelium 21“, Pastor Matthias Lohmann (München), auf deren Jahreskonferenz in Hamburg beklagt. An dem Treffen vom 24. bis 26. April in den Räumen des Hamburger „Gemeinde- und Missionswerks Arche“ nehmen rund 700 Christen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz teil. Laut Lohmann sind in vielen Gemeinden Begriffe wie Sünde und Hölle tabu. Die Vereinigung „Evangelium 21“ sei auch deshalb gegründet worden, um diese Themen ins Bewusstsein zurückzuholen.

Lohmann: „Die Hölle lediglich als schwierige Lebensumstände im Diesseits abzutun, ist eine grausame Lüge.“ Indem zentrale biblische Inhalte immer öfter ausgeblendet würden, bleibe die Botschaft von Jesu Sterben und Auferstehen für die Sünden der Menschheit immer mehr Zeitgenossen rätselhaft: „Für den durchschnittlichen Atheisten des 21. Jahrhunderts ist es eine absurde Botschaft, dass Christus für seine Sünden gestorben ist.“ Aber es sei lieblos, Menschen nicht davor zu warnen, „dass sie auf einem Weg sind, der sie ins Verderben führt“. Lohmann ermutigte dazu, „nie scheu oder zu vorsichtig zu sein, diese lebenswichtige Botschaft weiterzusagen“. Das gelte nicht nur für Pastoren, sondern für alle Christen. Sie sollten Wegweiser und Zeugen sein.

Mehr: www.idea.de

Tagung zu Matthew Henry

Matthew Henry (1662–1714) ist in Deutschland nicht sonderlich bekannt. Der puritanische Pastor, der verhältnismäßig jung verstarb, war jedoch ein herausstechender Theologe und hat einen beachtlichen Bibelkommentar hinterlassen, der erfreulicherweise nun durch den 3L Verlag auch der deutschsprachigen Leserschaft zugänglich gemacht wird.

The University of Chester wird in der Zeit vom 14.–16. Juli 2014 eine Tagung zu Matthew Henry austragen. Weitere Informationen und die Möglichkeit, eigene Vorträge einzureichen, gibt es hier: www.chester.ac.uk.

Josia-Konferenz 2014

Die Planungen für die Josia-Konferenz im Herbst 2014 haben begonnen:

Das Leitungsteam von Josia und viele weitere Mitarbeiter nahmen sich am vergangenen Wochenende die Zeit, um über die Zukunft von Josia zu sprechen, den Blog für das kommende Jahr zu planen und vor allem auch die nächste Josia-Konferenz im Herbst 2014 zu organisieren.

Mit der Organisation und Planung kamen wir gut voran. Zusammen konnten wir die vergangene Josia-Konferenz im Herbst 2013 Revue passieren lassen und uns Gedanken über die nächste machen. Dann ging es darum, in kleinen Gruppen zu überlegen, welche Themen jungen Christen auf der Seele brennen könnten und diese in Form von Blogbeiträgen für die kommenden Monate im Voraus zu planen. Ihr dürft jetzt schon gespannt sein!

Mehr hier: Josia-Freizeit: Weiter gehts…www.josiablog.de.

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